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Der Traum vom Leben: Eine afrikanische Odyssee - Klaus Brinkbäumer
Buch:Der Traum vom Leben: Eine afrikanische Odyssee
Autor:Klaus Brinkbäumer, Ausgabe vom 22. Sept. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 59918
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In Zukunft wird die Zahl der Flüchtlinge, die von Afrika aus auf den abenteuerlichsten Wegen versuchen, das mit Wohlstand und Sicherheit gesegnete Europa zu erreichen, weiter zunehmen. Während die meisten Publikationen das Thema aus einer theoretisch-politischen oder menschenrechtlichen Perspektive behandeln, gibt Klaus Brinkbäumer mit Der Traum vom Leben einen authentischen Bericht über ganz konkrete persönliche Schicksale. In Brinkbäumers ergreifenden Buch geht es endlich einmal nicht um die gesichtslose Masse anbrandender Flüchtlingsfluten, sondern um das Schicksal einzelner Menschen, das stellvertretend für all die anderen zeigt, was es konkret bedeutet, sein Leben zu riskieren, um auf überladenen Kähnen über das Mittelmeer nach Spanien oder Italien, oder von der afrikanischen Westküste über den Atlantik auf die Kanarischen Inseln zu gelangen. Dazu hat der Autor selbst die Route bereist, auf der sich die meisten Flüchtlingstrecks zusammenfinden, um sich auf den Weg in Richtung der Ablegestellen der Boote, Kähne und Flöße dubioser Fluchthelfer zu machen. Für manche endet der schon vor der Flucht teuer bezahlte Traum von einem seinen Namen verdienenden Leben in Europa jäh mit dem Ertrinken. Die leidvolle Odyssee beginnt jedoch schon lange vor der eigentlichen Überfahrt. Wer sich irgendwo in Afrika auf den Weg macht, um den schwarzen Kontinent zu verlassen und in das gelobte Europa zu gelangen, macht sich auf eine Reise ins Ungewisse. Niemand weiß, ob und wo er sich am Ende wieder findet. Ganz zu schweigen von dem, was ihn in Europa tatsächlich erwartet. "Der Traum vom Leben", heißt es im Klappentext, "ist ein großes Buch über Afrika, über die Hoffnungen von Menschen, ein Buch auch über Europa und die Realität unserer Politik" ? dem ist nichts hinzuzufügen! -Andreas Vierecke


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
anstrengend-berührende Reise in einen besonderen Kontinent (5 von 5 Punkten) meint D.R. aus Freising, Bayern
Das Buch "Der Traum vom Leben" ist vielleicht eher die Schilderung eines Albtraums als derjenige von einem hoffnungsmachenden Leben in dem so reichen Erdteil Europa. Es gelingt dem Spiegel-Autoren Klaus Brinkbäumer in faszinierender Weise, das Schicksal so vieler Afrikaner und Afrikanerinnen sehr hautnah und fesselnd darzustellen, die aus der Heimat flüchten (wollen) in einen Kontinent, den sie meist nur vom Hörensagen oder aus Fernsehbildern her kennen. Es kann wohl nur besser sein, als das, was sie in ihren Heimatländern erfahren und erleben. Dass diese "Reise" fort aus den Dörfern und weg von den Familien (mitsamt der Ehefrauen und Kinder) alles andere als leicht und erträglich ist, wird schon zu Beginn des Buches deutlich. Der Autor zeigt die Facetten des Fluchtlebens von John Ampan aus Ghana auf, der viele Jahre benötigte, um durch sieben afrikanische Staaten hindurch endlich nach Europa, nach Spanien zu kommen. Die zahlreichen Hindernisse und Widernisse, die lebensgefährlichen Situationen, die John Ampan und seine vielen Wegbegleiter erleben bzw. durchleiden mußten, lassen einen nicht kalt und berühren einen tief. Dies liegt vor allem auch an der direkten Art von Klaus Brinkhäumer, die nichts beschönigt. Zugleich schafft er es, immer wieder Anknüpfungspunkte zwischen der Geschichte Europas und Amerikas auf der einen Seite und Afrikas auf der anderen Seite herzustellen. Gerade diese Bezugnahme auf die Geschichte der Sklaverei, auf die Kolonialzeit und die gnadenlosen Grenzziehungen mittenhindurch durch die so vielen Völker und Stämme des "Schwarzen Kontinents" machen das Buch so lehrreich. Hier wird nicht nur informiert, sondern auch interpretiert. So können sich die Leser/-innen nicht darauf ausruhen zu sagen, dass "die Afrikaner" selbst Schuld haben an ihrer gegenwärtigen Lage. Vielmehr wird die Beteiligung der "westlichen Staaten" überaus deutlich.
Ob Gefängnis, Prostitution oder Koruption und die Fänge "falscher Schleuser": das Buch legt hier die vielen Einflüsse offen und macht klar, wie gefährlich der Weg letzten Endes nach Europa ist.
Das Buch zeigt aber auch, dass es keine einfachen Antworten auf die katastrophale Lage des Schwarzen Kontinentes gibt, und wie sich unterschiedliche Einflüsse auf die Entwicklung des Erdteils auswirken.
Die immer wieder - in die teils reportagenhaften Schilderungen -eingefügten "Afrikanischen Weisheiten" verdeutlichen die (Not-) Lage vieler Menschen in den afrikanischen Staaten. Man wird auf jeden Fall gepackt von der Lektüre und wird so manches anders sehen, wenn man die Bilder von Flüchtlingen aus Afrika vor den Zäunen spanischer Enklaven, vor Lampedusa oder vor den kanarischen Inseln in den Nachrichten sieht.Die beigefügten Literatur- und Medienhinweise können gut dabei helfen, sich ein noch umfassenderes Bild der Lage afrikanischer Menschen zu verschaffen.
Dafür, dass ein Fotograph den Autor bei der aufwendigen Reise begleitet hat, hätte man sich in dem Buch mehr Bilder gewünscht. Ansonsten aber ist das Buch eine packende (im Sinne von wahrlich ergreifende) Lektüre, die wirklich nachhaltig wirkt und hoffentlich Auswirkungen haben wird bis in die politische Gestaltungsebene hinein.

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In Europa: Eine Reise durch das 20 - Jahrhundert - Geert Mak, Gregor Seferens, Andreas Ecke
Buch:In Europa: Eine Reise durch das 20 - Jahrhundert
Autor:Geert Mak, Gregor Seferens, Andreas Ecke, Ausgabe vom 27. Febr. 2007, Broschiert, Verkaufsrang 68674
Preis: 16,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Nach Das Jahrhundert meines Vaters unternimmt Geert Mak mit In Europa noch einmal eine Forschungs- und Entdeckungsreise in das 20. Jahrhundert. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes: Das knapp tausendseitige Buch ist nämlich tatsächlich das Ergebnis einer Reise, die Mak während des gesamten Jahres 1999 unternommen hat, und die ihn quer durch Europa an die historischen Orte unserer jüngeren und jüngsten Geschichte geführt hat. Herausgekommen ist ein abermals sehr persönliches, unbedingt lesenswertes Geschichtsbuch ganz eigener Prägung. In Paris, London, Berlin und Wien, den Städten also, deren Puls das beginnende 20.Jahrhundert bestimmte, beginnt Mak seine mit stets überaus wachen Sinnen unternommene Erkundungsfahrt. Hier wurden die Fanfaren des Aufbruchs in die neue Zeit geblasen. Dem freilich folgte allzu bald das Geheul der Kriegssirenen. Den beiden Weltkriegen und ihren Schauplätzen in Europa spürt Mak denn auch während eines Großteils seiner Reise nach: Auf den ehemaligen Schlachtfeldern Verdun und Dünkirchen hat er sich ebenso umgesehen, wie in Auschwitz und Birkenau, das sich dem Besucher heute "von Margeriten und blühendem Klee bunt gefärbt" präsentiert. Das Lager Birkenau selbst verfällt zusehends. "Nach einem halben Jahrhundert zerbröselt der morsche Stacheldraht zwischen den Fingern, die Schuhberge sind nur noch grau und schwarz, die meisten hölzernen Gebäude sind morsch." Und für die Menschen, die aus den Fenstern ihres gerade einmal 100 Meter vor den Toren des KZ neu errichteten Wohnblocks auf "das Museum", wie sie sagen, blicken, ist Birkenau nur noch "eine Art Park, der viele Touristen anzieht, mehr nicht"? Auch nach Danzig dürfen wir Mak begleiten, nach Dublin und Belfast, dem Brennpunkt des Nordirlandkonflikts, nach Tschernobyl und Sebrenica, um nur einige der europäischen Erinnerungsorte des 20. Jahrhunderts herauszugreifen. Kurzum: Eine lange, nicht immer fröhliche, bisweilen auch anstrengende Reise kreuz und quer durch unseren Kontinent. Aber dank der kundigen und ausgesprochen inspirierten Führung eine äußerst lohnenswerte! -Andreas Vierecke
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 13 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Ein ganz fantastisches Buch (5 von 5 Punkten) meint C.P. aus Berlin
Geert Mak ist mit "In Europa" wirklich ein außergewöhnliches, fesselndes und wichtiges Buch gelungen. Die Idee: Er reiste im Laufe des Jahres 1999 die Schauplätze der europäischen Geschichte ab. Im Januar war er also an den Orten, die für den Beginn des 20. Jahrhunderts entscheidend waren, im Dezember bei denen der jüngsten Geschichte nach der Wiedervereinigung Europas. Im Buch ist dann beides verwoben: die geschichtlichen Ereignisse und die Spuren, die sie bis heute hinterlassen haben. Mak nimmt seine Leser gleichsam mit auf die Reise durch Raum und Zeit. Dabei gräbt er viele wunderbare, berührende und interessante Einzelschicksale aus, lässt seine Leser an interessanten Gesprächen vor Ort teilhaben und vermittelt ihnen viel Atmosphäre von den verschiedensten Teilen Europas. Mit seinen Reisen kreuz und quer über den Kontinent gelingt es ihm wirklich ein Netz zu spannen, das Verbindungen herstellt und dem Leser ein Gefühl für Gesamteuropa gibt.

Wir haben festgestellt, dass sich dieses Buch auch ganz wunderbar vorlesen und so gemeinsam genießen lässt. Wir haben damit auf einer Reise durch Polen und Litauen begonnen. Zufällig haben wir am Abend, bevor wir Vilnius erreichten, auch das entsprechende Kapitel gelesen. Aber das war nicht das Entscheidende. Die abendliche Lektüre über Maks Entdeckungsreise bildete einfach einen sehr anregenden Kontrast zu der Entdeckungsreise, die wir tagsüber in (meist) anderen Teilen Europas machten. Aber auch, weil es den Lesegenuss fördert, wenn man den 900-Seiten-Wälzer nicht mit allzu großen Pausen liest, stellt "In Europa" eine ganz wunderbare Urlaubslektüre dar.

Natürlich fasziniert einen bei einem derart dicken und voll gepackten Buch nicht jeder Teil gleichermaßen. Natürlich kann man Kritik daran üben, warum Mak ausgerechnet dieses Beispiel ausgewählt hat und nicht jenes, warum er diesem Ereignis bzw. Land viel Raum widmet und nicht jenem. Aber diese Subjkektivität macht andererseits auch viel vom Charme des Buches aus, das nun mal kein Standardwerk über die europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts ist. Naturgemäß fallen auch manche Passagen des Buches etwas zäher aus. Der Zweite Weltkrieg erscheint irgendwann nicht endend wollend, aber er ist eben auch das einschneidende Ereignis dieser Epoche. Auch die Informationen zur Geschichte des eigenen Landes sind oft natürlich nicht ganz so spannend, weil man sie schon kennt. Doch dies muss man einfach hinnehmen, da das Buch ja nicht für den deutschen Markt, sondern für ganz Europa geschrieben ist. Man muss sich nur vor Augen halten, wieviel Überraschendes Mak aus der Geschichte unserer Nachbarländer erzählt, um sich von der Illusion zu verabschieden, all die uns teilweise so wohlbekannten Fakten, die er über Deutschland liefert, müssten jedem halbwegs Gebildeten europaweit bekannt sein.

Mak endet sein Buch mit dem Appell, dass rasch ein gemeinsamer kultureller, politischer und vor allem demokratischer Raum entstehen müsse, wenn das europäische Projekt nicht zum Scheitern verurteilt sein soll. Sein Buch ist ein Beitrag zum Entstehen eines solchen gemeinsamen Raumes.



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Die Mächte der Zukunft: Gewinner und Verlierer in der Welt von morgen - Helmut Schmidt
Buch:Die Mächte der Zukunft: Gewinner und Verlierer in der Welt von morgen
Autor:Helmut Schmidt, Ausgabe vom 20. Febr. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 55688
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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In der Mitte seines neunten Lebensjahrzehnts erweist sich Helmut Schmidt mit seinem neuen Buch Die Mächte der Zukunft einmal mehr als hellsichtiger Analytiker. Der Autor überzeugt durch seine klare Sprache und durch die von poltischer Rücksichtnahme ungetrübte Schärfe des Urteils. Ausführlich skizziert Schmidt zunächst die weltpolitische Ausgangslage, in der wir uns heute befinden. Während er die Gefahren des neuen Terrorismus in einem düsteren Szenario noch einmal deutlich vor Augen führt, hält er die möglichen Konsequenzen des erneuerten Weltordnungsanspruchs der USA für noch kaum absehbar. Bei aller Bedeutung, die er dieser Frage zubilligt (nicht zuletzt auch für die außenpolitische Selbstfindung Europas), übersieht der Altkanzler nicht, dass weitere Determinanten der Weltpolitik nicht aus dem Blick geraten dürfen. Dazu gehören die Folgen der Bevölkerungsexplosion in den armen Teilen der Welt ebenso wie die Auswirkungen der technischen und ökonomischen Globalisierung, die Anfälligkeit der internationalen Finanzmärkte oder die Problematik des internationalen Waffenhandels. Neben der Frage nach einem "Imperium Americanum", die im Zentrum der Erörterungen steht, werden ausführlich die verschiedenen möglichen Entwicklungspfade der anderen großen Mächte behandelt: China, der indische Subkontinent, der Islam, Russland sowie schließlich Europa (und hier vor allem Deutschland). Im September des Jahres 2000 hatte Schmidt im Vorwort zu seinem Buch Die Selbstbehauptung Europas zu Protokoll gegeben, dass im Laufe des neuen Jahrhunderts eine gute Nachbarschaft mit dem Islam "zu einer der Bedingungen für die Selbstbehauptung Europas werden" würde, und: "Es könnte sogar dahin kommen, daß von dieser guten Nachbarschaft der Frieden ? abhängt". - "Wurde ich" so fragt Schmidt im Jahr 2004, "durch die furchtbaren Ereignisse ein Jahr später bestätigt? Oder hatte ich mich getäuscht? War ich zu optimistisch gewesen? Mit den Anschlägen vom 11. September 2001 und der amerikanischen Reaktion bekam meine Voraussage jedenfalls eine neue Dimension." Dieser Dimension vor allem sind die Reflexionen des altersweisen Staatsmanns gewidmet. Man muss nicht all seine Einschätzungen und Urteile teilen, um aus der Lektüre größten Gewinn zu ziehen. - Andreas Vierecke


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 18 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Bemerkenswert (5 von 5 Punkten) meint F.K. aus Brüssel
Dieser Beitrag ist von einer großen Klarheit und Übersichtlichkeit. Es gelingt Herrn Schmidt in einem sehr überzeugenden Deutsch komplexe Sachverhalte der Weltpolitik sehr verständlich darzustellen. Es wird dabei soviel gesagt wie gesagt werden muß. Kein Wort scheint zuviel und keines zuwenig.
Es ist aber vor allen Dingen eine deutsche, und auch europäische Sichtweise. Ein US Bürger, ein Inder oder Chinese mag manche Dinge anders sehen. Man sollte insbesondere die Anpassungsfähigkeit der US Volkswirtschaft gemeinsam mit der chinesischen Volkswirtschaft nicht unterschätzen. Man darf sicherlich fragen inwieweit, das was sich inzwischen in seiner hellsichtigen Annahme als richtig bestätigt, hat als fatal gelten muß - oder aber als Chance für die europäischen Volkswirtschaften. Auch das Streben der USA nach Hegemonie scheint nicht so fatal zu sein wie es Herr Schmidt zum teil darstellt, wenngleich ich hohe Achtung vor seinem kulturellen Anspruch als Deutscher habe.

Auch was die Entwicklung Europas angeht, so hat die EU es doch auch immer wieder verstanden in jeder Krise eine Chance zu sehen. Europessimismus scheint derzeit fehl am Platz zu sein.

Ich fand es sehr bereichernd dieses Buch zu lesen. Es braucht mehr von solchen europäischen Denkern um unser gemeinsames Europa zu bauen.

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Prophezeiungen zur Zukunft Europas und reale Ereignisse - Stephan Berndt
Buch:Prophezeiungen zur Zukunft Europas und reale Ereignisse
Autor:Stephan Berndt, Ausgabe vom 15. März 2009, Broschiert, Verkaufsrang 8796
Preis: 14,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Was bringt die Zukunft?
Die Zeiten werden immer unsicherer. Kann es tatsächlich in 10-15 Jahren zu einem "katastrophalen Kippen des Klimas" kommen, so wie 2006 der britische Regierungschef Tony Blair und sein niederländischer Amtskollege Balkenende warnten? Wohin treibt uns die Globalisierung? Wann und wie endet der "Krieg gegen den Terror"? Wird Russland wieder zur Bedrohung für Europa? Und gibt es jemals Frieden im Nahen Osten? Oder kommt von dort eines Tages der Zündfunke für einen neuen Weltkrieg?
Regierungen und Massenmedien versuchen uns zu beruhigen und das Gefühl zu geben, es existiere ein funktionierender Plan. Doch immer mehr Menschen verlieren den Glauben daran.
Wenn aber die Menschheit nicht mehr an die Verheißungen und Zukunftsvisionen der Mächtigen glaubt, sucht sie sich neue Propheten - und gerät dabei nur zu oft in die Fänge zwielichtiger Gestalten. Seien es egoistische Wahrsager, seinen es Autoren, die aus Nostradamus ein endloses Zukunftsrätsel zimmern.
Dabei verfügt Europa über eine reichhaltige Jahrhunderte alte Tradition von Sehern, die oft Klartext redeten und sich in den Aussagen decken.
Stephan Berndt befasst sich seit 1986 mit den Prophezeiungen Europas und legt hiermit sein viertes Werk vor. Seine bisherige Arbeit konzentriert sich auf die Analyse einzelner Vorhersagen, wobei er eine Computerdatenbank verwendet, die praktisch alle europäischen Quellen umfasst. Sein letztes Werk "Prophezeiungen - alte Nachricht in neuer Zeit" ist ein in Fachreisen anerkanntes Standardwerk. Zur Jahrtausendwende gab er zahlreiche Interviews in Radio, TV und Print-Medien.
Sein neustes Buch nun vergleicht die Prophezeiungen ausführlich und sehr detailliert mit dem aktuellen Geschehen in Europa und der Welt. Für die einen wird dieses Buch ein großer Segen sein. Für die anderen ein maßloses Ärgernis. Sei's drum!

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Ein Juwel, derzeit wohl das Beste auf dem Markt (5 von 5 Punkten) meint F.B. aus Land der Berge
Zuerst möchte ich kurz auf mich eingehen. Ich selbst hatte mehrmals Visionen, welche auch in diesem Buch zu finden sind. Aus diesem Grund beschäftige ich mich zum Teil intensiv mit diesem Thema, schließe bei mir gesundheitliche Gründe für meine Visionen aber nicht aus.
Für mich ist vor allem eine objektive Herangehensweise zum Thema Prophetie wichtig. Ich kenne die Bücher aus der Esoterik - Szene, im speziellen auch von Van Helsing.
Keines dieser Bücher, wiederum Van Helsing im speziellen, konnte mich überzeugen. Ich kann mit diesem ganzen Ufo - Schmarrn und was der sonst noch so schreibt, einfach nichts anfangen.
Ein meines Erachtens sehr guter Autor zu diesem Thema, neben Stephan Berndt, ist Manfred Böckl. Vor allem für Bayern kann ich sein aktuelles Buch "Das grosse Weltabräumen" sehr empfehlen.

Zum Buch:

Stephan Berndt ist sicherlich ein sehr guter Kenner der Prophetie.
Ganz wichtig für meine Bewertung des Buches ist die Objektivität. An manchen Stellen kann man über den Autor (gewollt) schmunzeln, er erhebt keinen Anspruch darauf, dass alles so eintrifft. Interessant sind die "statistischen" Auswertungen der Prophezeiungen. Dabei wird es sehr klar, dass wir wohl tatsächlich auf unruhige Zeiten zusteuern werden.
Und, selbst wer alle Prophezeiungen ablehnt, wird sich das folgende eingestehen müssen (oder weiter schlafen und alles glauben, was uns die sogenannten Politiker und Realisten und Kapitalisten glauben machen möchten):
Wir stehen weltweit derzeit vor einer der größten Krisen seit Menschengedenken. Wirtschaftlich erwähne ich hier die Bankenkrise.
Sollte es zu einem Krieg mit dem Iran kommen, wird auch Russland und Israel mithineingezogen werden. Es muss nicht unbedingt der Beginn eines Dritten Weltkrieges sein, aber selbst ein "regionaler" Konflikt kann dramatische Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben.
Öl - mehr ist nicht zu sagen.

Selbst wer nicht an Prohezeiungen glaubt, sich aber für Weltpolitik und deren Hintergründe interessiert, kann dieses Buch bedenkenlos kaufen. Es ist schlichtweg eine Tatsache, dass Russland wieder stärker wird, der Papst und der Vatikan mehr wissen als sie zugeben, die BRD und die EU (spätestens sollte es zu ersten Wirtschaftskrisen, vermutlich infolge Ölknappheit, kommen) sich auf rutschigem Terrain bewegen.
Auch die Hintergründe zum Nahost - Konflikt werden erläutert. Und auch hierbei stützt sich Berndt auf Quellen, die jedem zugänglich sind (zum Beispiel Zeitungsartikel, Spiegel - Artikel, Internet usw.)

Für mich das derzeit beste Buch auf dem Markt zu diesem Thema!

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Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart - Tony Judt
Buch:Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart
Autor:Tony Judt, Ausgabe vom 5. Aug. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 321847
Preis: 39,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Der in New York lehrende britische Historiker Tony Judt hat mit Europa. Die Geschichte eines Kontinents von 1945 bis zur Gegenwart ein umfassendes, in der Summe überzeugendes Kompendium der Nachkriegsgeschichte vorgelegt. Dessen über weite Strecken virtuoser Erzählfluss wird geringfügig nur durch jene ein wenig ermüdenden Kapitel gestört, die den südeuropäischen sowie den skandinavischen Ländern gewidmet sind. Diese Passagen wirken hier und da ein bisschen so, als seien sie nur um der angestrebten Vollständigkeit halber gleichsam "abgearbeitet" worden. Von dieser kleinen Einschränkung abgesehen erweist sich die Lektüre des mit rund 1000 Seiten alles andere als schmalen Bandes als überraschend kurzweilig, was für Bücher dieses Genres alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist! Überzeugend gelingt es dem Autor, die beiden Stränge der ost- und westeuropäischen Nachkriegsgeschichte aufeinander zulaufen zu lassen. Mit Verve zeichnet er das sich immer deutlicher konturierende, vom amerikanischen sich deutlich unterscheidende "europäische Gesellschaftsmodell", als dessen Säulen er eine gewachsene Tradition des Sozialstaats und der Menschenrechtsidee identifiziert, die in der gemeinsamen Erfahrung des genauen Gegenteils ihre vielleicht wichtigste Quelle hat. Das dem Buch als Epilog angefügte Essay "Auszeichnungen aus einem Totenhaus" diskutiert das Erinnern an die nicht nur deutsche, sondern europäische Schuld am Holocaust und die Lehren, die Europa als gemeinschaftliches Projekt daraus gezogen hat. -Andreas Vierecke


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
sehr lesenswert (5 von 5 Punkten) meint T.K. aus Berlin
Judt hat tatsächlich eine Geschichte Europas und nicht der europäischen Länder geschrieben, wobei er sich bemüht, die hinter den historischen Ereignissen, den Vertragsabschlüssen, Aufständen und Debatten liegende Dynamik herauszuarbeiten. So entwickelt er in den Anfangskapiteln seine These, dass Westdeutschland nach 1945 militärpolitisch und wirtschaftlich gebraucht wurde und darin die Ursache für die Westintegration lag. In dieser Zeit spielte Frankreich eine zentrale Rolle im europäischen Einigungsprozess, stieß in eine Lücke, die England aufgrund seiner reservierten Haltung offen ließ. Wie die EG heute aussehen würde, wenn England, der moralische Sieger des zweiten Weltkrieges, sich zunächst nicht so herausgehalten hätte, bleibt eine spannende Frage.

Eine der furchtbarsten Perversitäten im Bewusstsein des Menschen dieses Kontinents - der Antisemitismus, klingt wie ein Kontrapunkt in jedem Kapitel mit. Zutreffend weist der Verfasser darauf hin, dass trotz der nahezu vollständigen Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten das Ressentiment weiterging - im stalinistischen, poststalinistischen und nachsozialistischen Osteuropa wie auch in den westlichen Demokratien. So endet das Buch auch mit einem Erinnerungen aus dem Totenhaus" überschriebenen Epilog, der sich damit auseinandersetzt, wie unterschiedlich aber zugleich auch ähnlich die Deutschen mit ihrer Schuld, die Franzosen, Niederländer, Polen, Italiener, Oesterreicher oder Balten mit ihrer Mitschuld an den Deportationen und Lagern im Laufe der vergangenen fünfzig Jahre umgingen.

Judt schreibt eine Geschichte des ganzen Europas, d.h. er er schildert nicht nur die zunächst westeuropäische Einigung sondern gibt auch der Entwicklung hinter dem eisernen Vorhang den notwendigen breiten Raum, wobei er die graue und grausame Wirklichkeit der realsozialistischen Länder Osteuropas schonungslos darstellt.

Die Revolte von 1968 stößt bei ihm die auf allzu große Sympathien. Hier wird er in einigen Details ungerecht. Im späteren Verlauf verliert das Werk etwas an analytischer Schärfe. So ist die Darstellung des Jugoslawien-Bürgerkriegs deutlich deskriptiver als die Anfangskapitel. Auch der Schlussteil, der das Europa des 21. Jahrhunderts behandelt trägt - wenn auch brillante - essayistische Züge.

Alles in allem aber ein ungemein lesenswertes Buch - wie fast immer bei angelsächsischen Historikern wird Geschichte packend erzählt. Kleine Anekdoten am Rande machen die Lektüre immer wieder durchaus amüsant - etwa wenn Judt darauf hinweist, dass die drei führenden Politiker, die 1951 die europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl gründeten aus einer Randregion ihres Landes kamen: der Italiener de Gaspari aus dem Trentino, das zu Österreich- Ungarn gehörte, der Franzose Schumann aus Lothringen, das Teil des Deutschen Reiches war, und Adenauer aus dem in den 20er Jahren von den Franzosen besetzten Rheinland. Bei ihren Treffen sprachen sie miteinander deutsch.


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Die Selbstbehauptung Europas: Perspektiven für das 21 - Jahrhundert - Helmut Schmidt
Buch:Die Selbstbehauptung Europas: Perspektiven für das 21 - Jahrhundert
Autor:Helmut Schmidt, Ausgabe vom Mai 2004, Broschiert, Verkaufsrang 280594
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Der Ost-West-Konflikt ist zu Ende, neue Weltmächte sind im Aufstieg begriffen, die demographischen und technologischen, die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen verändern sich dramatisch. Wie kann sich Europa im 21. Jahrhundert behaupten?
Trotz aller Unkenrufe: Der Untergang des Abendlandes hat bisher nicht stattgefunden. Und dennoch sind Friede und Wohlstand in Europa keineswegs auf Dauer gesichert. Neue Probleme müssen bewältigt werden. Noch ist vielen Verantwortlichen - auch manchen Politikern in Berlin - die Dimension nicht klar. Nur wenn Europa gemeinsam auftritt, hat es angesichts der globalen Herausforderungen überhaupt eine Chance, im Konzert der Weltmächte gehört zu werden. Aber trotz großer Fortschritte ist die Europäische Union allzu schwerfällig. Eine rasche Verdoppelung der teilnehmenden Staaten kann ihre Funktionsfähigkeit entscheidend gefährden. Außen- und sicherheitspolitisch ist die EU noch lange nicht handlungsfähig, das haben zuletzt Bosnien und Kosovo gezeigt, das unterstreichen die wachsenden Spannungen im Verhältnis zu den USA. Wenn jedoch die innere Entwicklung der EU nicht Schritt hält mit ihrer Erweiterung, dann - so die Diagnose von Altbundeskanzler Schmidt - ist ein Scheitern der EU keineswegs ausgeschlossen. Helmut Schmidt entwickelt eine Reihe von Vorschlägen für die weitere Entfaltung der Europäischen Union. Dabei erklärt er die Selbsteinbindung Frankreichs und Deutschlands und engste Zusammenarbeit zwischen beiden zur vorrangigen Notwendigkeit.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Hervorragend (5 von 5 Punkten) meint B.N.
Helmut Schmidts Publikationen sind meiner Meinung nach alle hervorragend. Wer einen Einblick in die weltpolitischen Probleme und Konstellationen des 21. Jahrhunderts bekommen möchte, kommt an diesem Buch, für mich das wichtigste politische Buch dieses Jahres, nicht vorbei. Helmut Schmidt analysiert nicht nur die weltpolitischen Probleme der Gegenwart und der Zukunft (neue Formen der Kriege, wie sie der 11. September gezeigt hat - im Vorwort dieser Taschenbuchausgabe geht er auch darauf ein), die Probleme der Globalisierung, den sogenannten "Raubtierkapitalismus" (einen Begriff, den auch der "Spiegel" in einer seiner jüngsten Ausgaben verwendete)und die amerikanische Dominanz mit ihrem - gerade unter dem gegenwärtigen US-Präsidenten Bush sichtbar werdenden - Hang zum Unilateralismus (hierzu vgl. auch den kürzlichen Beitrag Schmidts in der Wochenzeitung: "Die Zeit". Als Weltmächte der Zukunft betrachtet Schmidt neben den USA vor allem China, - nach wie vor Rußland, Indien und - möglicherweise - Brasilien (trotz seiner gegenwärtigen Wirtschaftskrise). Um sich unter diesen Mächten zu behaupten und um ihr wirtschaftliches Wohlergehen zu sichern, plädiert Schmidt für die europäische Integration mit einer gemeinsamen Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik. Dieses legt er am Ende des Buches in 20 Thesen eindrucksvoll dar. Er "bleibt ein engagierter Anhänger der europäischen Integration aus strategischem, patriotischen Interesse." Die globalen technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen zwängen die Europäer zu höhereer Leistung und zu neuen Anstrengungen, um nicht ins Mittelmaß abzusinken. "Gegen künftige globale Gefahren und Bedrohungen kann keiner der europäischen Staaten sich allein behaupten. Aus dieser Einsicht folgt das strategische Prinzip der Selbstbehauptung durch Gemeinsamkeit. Dieses Prinzip muß das Handeln der politischen Führer der europäischen Staaten sehr bewußt bestimmen." Dieses ist das Anliegen Schmidts in all seinen Büchern und schriftlichen Publikationen, die hier sehr komprimiert und fundiert zusammengefasst werden. Abseits jeder Tagespolitik ist dieses Buch ein unverzichtbarer Ratgeber für alle Politiker aber auch die interessierten Bürger: "Nicht nur die Regierenden müssen sich heute die bereits erkennbaren Gefährdungen des 21. Jahrhunderts vor Augen halten, sondern wir alle, wir Wähler unserer Regierungen, müssen uns genauso fragen: "omit müssen wir rechnen? Was sollen wir tun?"
Schmidt bemüht sich um Antworten auf diese lebenswichtigen Probleme im 21. Jahrhundert. Gut ist, dass Schmidt auch Umweltprobleme (Treibhauseffekt), die Gefahr des Nationalismus aber auch des Zentralismus nicht verschweigt, sondern ausführlich behandelt.
Wer eine solide Einführung in die wichtigsten Herausforderungen der gegenwärtigen und zukünftigen Politik sucht, kommt um dieses Buch - meines Erachtens neben dem Buch von Joseph S. Nye jr: "The Paradox of American Power" das wichtigste politische Werk dieses Jahres - nicht herum. Fazit: unbedingt lesen !!!!

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Heiliger Krieg in Europa: Wie die radikale Muslimbruderschaft unsere Gesellschaft bedroht - Udo Ulfkotte
Buch:Heiliger Krieg in Europa: Wie die radikale Muslimbruderschaft unsere Gesellschaft bedroht
Autor:Udo Ulfkotte, Ausgabe vom März 2007, Gebunden, Verkaufsrang 143876
Preis: 19,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Udo Ulfkotte lebt gefährlich! Das weiß vermutlich niemand besser als er selbst. Wer es nämlich wagt, die Gefahren klar zu benennen, die von der in unserer offenen Gesellschaft schnell wachsenden Gruppe radikaler Islamisten ausgehen, gerät schnell in deren Fadenkreuz. Das haben nicht wenige Publizisten schon am eigenen Leib erfahren müssen. Manche, wie etwa der niederländische Filmemacher Theo van Gogh, haben für ihre allzu deutliche Islamkritik schon mit dem Leben bezahlen müssen. Deutliche Drohungen in diese Richtung hat es auch gegen Ulfkotte schon gegeben, der bereits in seinem Buch Der Krieg in unseren Städten. Wie radikale Islamisten Deutschland unterwandern seine wohlbegründete Einschätzung dargelegt hatte, dass die Gefährdung zentraler Grundwerte unserer Gesellschaft - auch der Pressefreiheit - durch den Islamismus ein nicht mehr zu tolerierendes Maß erreicht hat. Heiliger Krieg in Europa zeichnet ein noch düstereres Bild von der Bedrohung, die insbesondere von der von Ulfkotte mutig als "islamofaschistisch" charakterisierten Muslimbruderschaft nicht nur für "abtrünnige" Muslime oder unliebsame Kritiker, sondern für die demokratische Gesellschaftsordnung in Europa insgesamt ausgeht. Die Lektüre des akribisch recherchierten Berichts über die Macht und die Machenschaften der Muslimbruderschaft, die sich nicht weniger als den Umsturz der bestehenden demokratischen Staats-, Rechts- und Gesellschaftsordnung in Europa auf die Fahnen geschrieben hat, an deren Stelle sie ein islamisches Kalifat unter dem Recht der Scharia errichten will, lässt den Leser immer wieder ungläubig den Kopf schütteln. Doch die gut belegten und für jeden nachprüfbaren Fakten, die der Autor vor uns ausbreitet, sprechen für sich! Vor diesen Fakten aus falsch verstandener Toleranz die Augen zu verschließen, wäre grob fahrlässig! "Der Islam", resümiert der Autor des unbedingt lesenswerten Bandes zutreffend, "ist in Europa genauso vielgestaltig wie die Ursprungsländer der Gläubigen. Doch wenn Europa dabei versagt, die muslimischen Einwanderer zu integrieren, dann wird die Religion die Ausgestoßenen als Identitätsstifter verbinden. Und deshalb sollten wir alles unternehmen, um friedfertige, unsere demokratischen Werte befürwortende Muslime zu integrieren, jegliche Radikalität oder gar hasserfüllten Islamismus aber mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen". - Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de
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Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 38 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Entspricht leider der Wahrheit... (5 von 5 Punkten) meint E.K.j. aus Baden-Württemberg
.....dessen was in Deutschland und der EU momentan alles in dieser Richtung passiert. Leider wird es von den Medien verschwiegen oder so verfälscht das keinerlei Rückschlüsse auf die Islamisten gezogen werden können. Durch meine muslimische Ehefrau habe ich auch teilweise mir unangenehme und den in dem Buch entsprechenden Tatsachen zur Kenntniss genommen ! Die meisten Migranten wollen sich wirklich nicht integrieren und leben parallel neben unserer Gesellschaft nebenher, haben kaum einen Deutschen oder andersweitige Christen im Freundeskreis. Es wird in ihrer Sprache gesprochen und es wird z.B. von mir immer wieder erwartet das ich ihre Sprache lerne anstatt auf die Idee zu kommen mal endlich deutsch zu lernen weil sie ja nun schon ewig in Deutschland leben und arbeiten !!! Glücklicherwiese ist es in meiner Kleinstadt noch weit von den Zuständen entfernt die in diesem Buch beschrieben werden und hauptsächlich Großstädte wie Berlin, London, Paris,ec. betrifft. Aber es wird überall so weit kommen wenn die Politiker und Bürger weiterhin zuviel Torleranz und Mitgefühl mit den Islamisten betreiben und die Medien vor ihnen kuschen. Momentan ist es in Europa wirklich so das wir uns den Migranten anpassen und nicht umgekehrt. In Saudi Arabien, Dubai oder Algerien dürften wir sicher keine risigen Kirchen hinstellen wie die Muslime Moscheen bei uns, um nur ein Beispiel zu nennen. Die dortigen Muslime würden sich mit dem Finger an den Kopf tippen und wahrscheinlich gewaltsame Proteste dagegen machen....... Leute wacht auf !!!

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Die europäische Stadt -
Buch:Die europäische Stadt
 Ausgabe vom 15. Dez. 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 258652
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In den kurzen goldenen Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg schien die europäische Stadt der Modellfall eines sozial ausgeglichenen, kulturell integrierten und prosperierenden Gemeinwesens. Heute wird ihr Ende vorhergesagt. Ihre Gestalt verliert sich in einem gesichtslosen Siedlungsbrei. Der öffentliche Raum wird privatisiert. Leerstehende Wohnungen und Industriebrachen reißen Lücken in das städtische Gefüge. Es entstehen abgeschottete Quartiere der Armen und der Einwanderer. Die Globalisierung, die Macht der Immobilienentwickler und die Finanzmisere stellen die europäische Stadt als eine Bastion des Wohlfahrtsstaats in Frage. Aber es gibt auch soziale, kulturelle, ökonomische und politische Gegentendenzen. Sie werden in diesem Band diskutiert, der sich an Stadtplaner, Stadtpolitiker und alle stadtpolitisch Interessierten ebenso richtet wie an Architekten und Sozialwissenschaftler. Beiträger sind u. a. Dieter Läpple, Peter Marcuse, Enzo Mingione, Claus Offe, Saskia Sassen, Thomas Sieverts und Erika Spiegel.

Die Europafalle: Das Ende von Demokratie und Wohlstand - Hans-Peter Martin
Buch:Die Europafalle: Das Ende von Demokratie und Wohlstand
Autor:Hans-Peter Martin, Ausgabe vom 1. April 2009, Gebunden, Verkaufsrang 150544
Preis: 18,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Brüssel ist ungleich bedeutsamer als Berlin: Vier von fünf wichtigen politischen Entscheidungen, die uns betreffen, fallen in der EU-Hauptstadt – aber durch wen? Hans-Peter Martin, Europa-Rebell und EU-Abgeordneter, zeigt, daß Lobbyisten und Beamte an der Macht sind. Die politische Elite kümmert sich lieber um sich selbst als um den Traum eines fairen, sozialen Europas. Demokratisch ist das nicht, aber teuer. Die Deutschen zahlen für eine EU, die aus den Fugen geraten ist. Viel zu viele und falsche Richtlinien, skandalöse Abläufe, überflüssige Institutionen, eine vorschnelle Osterweiterung, eine untaugliche EU-Verfassung, der Streit um die Türkei – und nie wird das Volk gefragt. Der Autor durchbricht das Tabu, das EU-Kritik in Deutschland aus historischen Gründen oft umgibt. Seine herausfordernde These: Nein zu dieser EU, aber ja zu Europa.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Sehr empfehlenswert für alle die sich für europäische Politiker interessiern (5 von 5 Punkten) meint P. aus Linz
Sehr interessantes Buch über unsere Politiker und deren Helfer im Hintergrund die nicht unbedingt nur Brüssel betreffen.
Inhatlich gut aufgeteilt mit vielen Listen und Tabellen über diverse Vorgänge unserer "Volksvertreter".

 Weitere Lesermeinungen

Hurra, wir kapitulieren! Von der Lust am Einknicken - Henryk M. Broder
Buch:Hurra, wir kapitulieren! Von der Lust am Einknicken
Autor:Henryk M. Broder, Ausgabe vom 1. Sept. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 100071
Preis: 16,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Mann, sind die alle blöd! Henryk M. Broder, bekannt für seine scharfzüngigen Glossen im Spiegel, hat diesmal 180 Seiten gebraucht, um diese Erkenntnis zu formulieren. Ein Buch, in dem deutsche Tageszeitungen, französische Politiker, sächsische Entführungsopfer, Peter Zadek und noch viele mehr den immergleichen Vorwurf einstecken müssen: Ihr habt vor dem Islam kapituliert! Wer würde bestreiten, dass eine Auseinandersetzung Not tut? Wer könnte leichthin sagen, die Bedrohungen durch Anschläge und Kofferbomben nähmen nicht zu? Doch sind die Mittel, die Broder wählt, wirklich die passenden? Er erklärt Ehre, Respekt und Unterwerfung zu den Primärtugenden der Moslems - in Gegenüberstellung zu den vietnamesischen Tugenden des Fleißes und der Lernbegierde. Das sei dann der Grund dafür, dass Vietnamesen besser in die deutsche Gesellschaft integriert sind als Moslems aus der Türkei und den arabischen Ländern. Broder meint an anderer Stelle aber auch, der Islam habe Tempo, Stil und Autorität - im Gegensatz zur Langsamkeit, zur Schwerfälligkeit des westlichen Systems, das noch nicht einmal "sexy" sei. Damit wird dann die Bedrohung durch den Islam erklärt. Und so geht es einem öfter bei diesem Buch: dass man nicht mehr weiß, was der Dichter mir damit sagen will? Und noch drängender stellt sich die Frage: Warum sagt er es mir auf so vielen Seiten? Meyers Lexikon definiert eine publizistische Glosse als "kurzen, polemischen Kommentar zu aktuellen Ereignissen". Polemisch ist das Buch, aktuell und wichtig sind die Ereignisse, die besprochen werden, auch. Aber kurz? - Mathias Voigt, Literaturtest


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 103 Bewertungen)

Lesermeinungen:*
Ein Muss für alle die noch nicht aufgegeben haben (5 von 5 Punkten) meint D.L.
Das Buch bestärkt all jene die immer schon vermutet haben oder hinter vorgehaltener Hand darüber sprachen, dass gerade wir deutschen immer nur die Schuld zu tragen haben, uns von all dem Gutmenschen Vorwürfe machen zu lassen haben. Sein es die Ewiggestrigen, die schon genannten verblendeten Gutmenschen oder unser integrationsresistenten Rechtgläubigen. Schuld an allem sind wir und wir nehmen diese gerne an. Broder trifft wieder ins Schwarze und hat ebenso wie Ulfkotte den Mum darüber zu reden und zu schreiben. Danke

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