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In Europa: Eine Reise durch das 20 - Jahrhundert - Geert Mak
Buch:In Europa: Eine Reise durch das 20 - Jahrhundert
Autor:Geert Mak, Ausgabe vom 27. Febr. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 58688
Preis: 16,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Eine Reise durch das 20. Jahrhundert
Erscheinungsjahr: 2008
5. Aufl.
Gewicht: 838 gr / Abmessung: 21,5 cm
Von Mak, Geert
Europa erfahren - Geert Mak auf den Spuren des 20. Jahrhunderts
Geert Mak, der große Erzähler unter den Historikern unserer Zeit, legt mit diesem Buch sein bisheriges Hauptwerk vor. Seine Geschichte des 20. Jahrhunderts ist als ein Reisebericht angelegt und versteht sich als eine Bestandsaufnahme Europas am Ende eines katastrophenreichen Jahrhunderts. Mak sucht die Orte auf, an denen die Geschichte in besonderer Weise Spuren hinterlassen hat. Ein kluges und bewegendes Buch, das uns zu Augenzeugen des letzten Jahrhunderts macht.
Für dieses Buch ist Geert Mak ein Jahr lang kreuz und quer durch Europa gereist. In jedem Monat seiner Reise nimmt sich Mak einen weiteren Abschnitt des 20. Jahrhunderts vor. Im Januar besucht er Paris, wo das 20. Jahrhundert mit der großen Weltausstellung seinen optimistischen Anfang nahm. Im Dezember befinden wir uns in den Ruinen Sarajewos, die das Ende des blutigen Jahrhunderts markieren.
Mak liest die Spuren, die das 20. Jahrhundert auf unserem Kontinent hinterlassen hat, er begibt sich auf die Suche nach der Befindlichkeit Europas, wie sie an historischen Erinnerungsorten und in den Geschichten von Menschen zum Vorschein kommt. Dabei wird erkennbar, in welcher Weise die Vergangenheit unsere Gegenwart prägt, wie sie uns Europäer verbindet, vielfach aber auch trennt.
Mak versteht es wie kein anderer, der Geschichte Europas im 20. Jahrhundert ein Gesicht zu geben, sie in zahllosen Details sichtbar, fühlbar, sinnlich wahrnehmbar zu machen. Auf seiner Reise sprach Mak mit Schriftstellern und Politikern, mit Dissidenten und hochrangigen Offizieren, mit einem Bauern aus den Pyrenäen und mit dem Enkel de
Nach Das Jahrhundert meines Vaters unternimmt Geert Mak mit In Europa noch einmal eine Forschungs- und Entdeckungsreise in das 20. Jahrhundert. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes: Das knapp tausendseitige Buch ist nämlich tatsächlich das Ergebnis einer Reise, die Mak während des gesamten Jahres 1999 unternommen hat, und die ihn quer durch Europa an die historischen Orte unserer jüngeren und jüngsten Geschichte geführt hat. Herausgekommen ist ein abermals sehr persönliches, unbedingt lesenswertes Geschichtsbuch ganz eigener Prägung.
In Paris, London, Berlin und Wien, den Städten also, deren Puls das beginnende 20.Jahrhundert bestimmte, beginnt Mak seine mit stets überaus wachen Sinnen unternommene Erkundungsfahrt. Hier wurden die Fanfaren des Aufbruchs in die neue Zeit geblasen. Dem freilich folgte allzu bald das Geheul der Kriegssirenen. Den beiden Weltkriegen und ihren Schauplätzen in Europa spürt Mak denn auch während eines Großteils seiner Reise nach: Auf den ehemaligen Schlachtfeldern Verdun und Dünkirchen hat er sich ebenso umgesehen, wie in Auschwitz und Birkenau, das sich dem Besucher heute "von Margeriten und blühendem Klee bunt gefärbt" präsentiert. Das Lager Birkenau selbst verfällt zusehends. "Nach einem halben Jahrhundert zerbröselt der morsche Stacheldraht zwischen den Fingern, die Schuhberge sind nur noch grau und schwarz, die meisten hölzernen Gebäude sind morsch." Und für die Menschen, die aus den Fenstern ihres gerade einmal 100 Meter vor den Toren des KZ neu errichteten Wohnblocks auf "das Museum", wie sie sagen, blicken, ist Birkenau nur noch "eine Art Park, der viele Touristen anzieht, mehr nicht"?
Auch nach Danzig dürfen wir Mak begleiten, nach Dublin und Belfast, dem Brennpunkt des Nordirlandkonflikts, nach Tschernobyl und Sebrenica, um nur einige der europäischen Erinnerungsorte des 20. Jahrhunderts herauszugreifen. Kurzum: Eine lange, nicht immer fröhliche, bisweilen auch anstrengende Reise kreuz und quer durch unseren Kontinent. Aber dank der kundigen und ausgesprochen inspirierten Führung eine äußerst lohnenswerte! -Andreas Vierecke

Prophezeiungen zur Zukunft Europas und reale Ereignisse - Stephan Berndt
Buch:Prophezeiungen zur Zukunft Europas und reale Ereignisse
Autor:Stephan Berndt, Ausgabe vom 15. März 2009, Broschiert, Verkaufsrang 33613
Preis: 14,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Die Mächte der Zukunft: Gewinner und Verlierer in der Welt von morgen - Helmut Schmidt
Buch:Die Mächte der Zukunft: Gewinner und Verlierer in der Welt von morgen
Autor:Helmut Schmidt, Ausgabe vom 20. Febr. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 113484
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
In der Mitte seines neunten Lebensjahrzehnts erweist sich Helmut Schmidt mit seinem neuen Buch Die Mächte der Zukunft einmal mehr als hellsichtiger Analytiker. Der Autor überzeugt durch seine klare Sprache und durch die von poltischer Rücksichtnahme ungetrübte Schärfe des Urteils.
Ausführlich skizziert Schmidt zunächst die weltpolitische Ausgangslage, in der wir uns heute befinden. Während er die Gefahren des neuen Terrorismus in einem düsteren Szenario noch einmal deutlich vor Augen führt, hält er die möglichen Konsequenzen des erneuerten Weltordnungsanspruchs der USA für noch kaum absehbar. Bei aller Bedeutung, die er dieser Frage zubilligt (nicht zuletzt auch für die außenpolitische Selbstfindung Europas), übersieht der Altkanzler nicht, dass weitere Determinanten der Weltpolitik nicht aus dem Blick geraten dürfen. Dazu gehören die Folgen der Bevölkerungsexplosion in den armen Teilen der Welt ebenso wie die Auswirkungen der technischen und ökonomischen Globalisierung, die Anfälligkeit der internationalen Finanzmärkte oder die Problematik des internationalen Waffenhandels. Neben der Frage nach einem "Imperium Americanum", die im Zentrum der Erörterungen steht, werden ausführlich die verschiedenen möglichen Entwicklungspfade der anderen großen Mächte behandelt: China, der indische Subkontinent, der Islam, Russland sowie schließlich Europa (und hier vor allem Deutschland).
Im September des Jahres 2000 hatte Schmidt im Vorwort zu seinem Buch Die Selbstbehauptung Europas zu Protokoll gegeben, dass im Laufe des neuen Jahrhunderts eine gute Nachbarschaft mit dem Islam "zu einer der Bedingungen für die Selbstbehauptung Europas werden" würde, und: "Es könnte sogar dahin kommen, daß von dieser guten Nachbarschaft der Frieden ? abhängt". - "Wurde ich" so fragt Schmidt im Jahr 2004, "durch die furchtbaren Ereignisse ein Jahr später bestätigt? Oder hatte ich mich getäuscht? War ich zu optimistisch gewesen? Mit den Anschlägen vom 11. September 2001 und der amerikanischen Reaktion bekam meine Voraussage jedenfalls eine neue Dimension." Dieser Dimension vor allem sind die Reflexionen des altersweisen Staatsmanns gewidmet. Man muss nicht all seine Einschätzungen und Urteile teilen, um aus der Lektüre größten Gewinn zu ziehen. - Andreas Vierecke

Die letzten Tage von Europa: Ein Kontinent verändert sein Gesicht - Walter Laqueur
Buch:Die letzten Tage von Europa: Ein Kontinent verändert sein Gesicht
Autor:Walter Laqueur, Ausgabe vom 1. Sept. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 498868
Aus der Amazon.de-Redaktion
Seit über vierzig Jahren ist der 1921 in Breslau geborene Walter Laqueur ein Pendler zwischen den Welten diesseits und jenseits des Atlantiks. Er lebt und arbeitet in Amerika und in Europa. Seine Erinnerungen an Europa reichen, wie er im Vorwort schreibt, bis in die Kindheit zurück. Und weil er Europa in schlechten wie in guten Zeiten erlebt habe, sei "vielleicht jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Bilanz", denn "sein Europa", das Europa, das er kenne, sei im Verschwinden begriffen. Und Laqueur verhehlt nicht, dass die allgemeine Richtung, die sich für die Zukunft des "neuen Europas" aus seiner Sicht abzeichne, sein Herz "nicht gerade mit Freude erfüllt". Er vermutet vielmehr, "dass es eher eine bescheidene Zukunft sein wird".
Skeptisch stimmt Laqueur unter anderem, dass sich überall in den Zentren Europas die gleiche kulturelle Verarmung abzeichnet; Ganz gleich, ob in Berlins Kreuzberg ("SO 36"), wo "Türkischkenntnisse manchmal hilfreicher seien als solche des Deutschen", man als Jugendlicher aber noch besser mit der so genannten "Kanaksprach" zurechtkomme, oder in der Pariser Banlieue, deren Argot aus gerade mal 400 Wörtern bestehe. Nach Ansicht des Autors versprühen zwar die südostasiatisch, arabisch oder afrikanisch geprägten Stadtteile etwa im multikulturelle London "auch einen attraktiven exotischen Reiz" - aber sie stehen in der Summe zugleich eben auch für einen kulturellen Gesichtsverlust, der seiner Ansicht nach zugleich Spiegel des politischen Bedeutungsverlusts des "alten Europas" ist.
Mit diesem "alten Europa" meint Laqueur aber nicht etwa das "alte Europa", von dem Donald Rumsfeld einmal gesprochen hat, als er sich harsch darüber beklagte, das Länder wie Deutschland oder Frankreich ihm nicht mit wehenden Fahnen in den Irak-Krieg folgen wollten. Laqueurs "altes Europa" bezeichnet vielmehr "das Europa der EU, schließt aber auch Russland und andere Teile der ehemaligen Sowjetunion diesseits des Urals ein". Wie auch immer die Zukunft des Nachfolgers des alten Europas aussehen wird - diesbezüglich will sich Laqueur en detail nicht festlegen, bietet aber zum Teil mit viel (Sprach-)Witz vorgetragene, durchweg düstere Szenarien an - eines steht für ihn fest: dass nämlich der Kontinent "auf eine existentielle Krise zusteuert". Diese Krise manifestiert sich in vielen Bereichen, hat aber seiner Ansicht nach eine wesentliche Ursache: die demographische Entwicklung. Diese zieht Probleme des Wohlfahrtsstaats ebenso nach sich, wie solche der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Integration. Dies nicht zuletzt, weil die Geburtenraten der überwiegend muslimischen Einwanderungsgesellschaften "gegenwärtig deutlich höher sind als die der lokalen Bevölkerung (und zwar drei bis vier mal so hoch)". Dies ist auch der Grund, weshalb der Autor die letzten Kapitel nach Ländern differenziert der "Zukunft des muslimischen Europas" gewidmet hat. - Ein zweifellos brisantes, deshalb aber nicht minder lesenswertes Buch! - Andreas Vierecke

Europa im Ost-West-Konflikt 1945-1991 - Jost Dülffer
Buch:Europa im Ost-West-Konflikt 1945-1991
Autor:Jost Dülffer, Ausgabe vom 8. Sept. 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 297022
Preis: 24,80 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Product Description
Dieser Band ist eine studentengerechte Einführung in die von Brüchen, Konflikten und Integrationsversuchen geprägte Zeit zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der Auflösung desOstblocks. In bewährter Grundriss-Manier tritt neben die Darstellung der geschichtlichen Ereignisse eine umfassende Diskussion der Forschung sowie eine Bibliographie der wichtigsten Literatur.Die Geschichte Europas nach dem Zweiten Weltkrieg stand nachdrücklich im Zeichen des Ost-West-Konflikts. Dieser Konflikt entstand aus dem Zweiten Weltkrieg und war nicht alternativlos. Er eskalierte zu drei Kalten Kriegen in der Zeit um Berliner Blockade und Koreakrieg 1948-1952, zweite Berlinkrise und Kubakonflikt 1958-1962 sowie um die Raketenrüstungen 1979-1984. Jost Dülffers Band ist eine studentengerechte Einführung in die von Brüchen, Konflikten und Integrationsversuchen geprägte Zeit zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der Auflösung des Ostblocks. In bewährter "Grundriss"-Manier tritt neben die Darstellung der geschichtlichen Ereignisse eine umfassende Diskussion der Forschung sowie eine Bibliographie der wichtigsten Literatur.

Die Selbstbehauptung Europas: Perspektiven für das 21 - Jahrhundert - Helmut Schmidt
Buch:Die Selbstbehauptung Europas: Perspektiven für das 21 - Jahrhundert
Autor:Helmut Schmidt, Ausgabe vom 1. Mai 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 336105
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Hurra, wir kapitulieren! Von der Lust am Einknicken - Henryk M. Broder
Buch:Hurra, wir kapitulieren! Von der Lust am Einknicken
Autor:Henryk M. Broder, Ausgabe vom 1. Sept. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 214404
Aus der Amazon.de-Redaktion
Mann, sind die alle blöd! Henryk M. Broder, bekannt für seine scharfzüngigen Glossen im Spiegel, hat diesmal 180 Seiten gebraucht, um diese Erkenntnis zu formulieren. Ein Buch, in dem deutsche Tageszeitungen, französische Politiker, sächsische Entführungsopfer, Peter Zadek und noch viele mehr den immergleichen Vorwurf einstecken müssen: Ihr habt vor dem Islam kapituliert!
Wer würde bestreiten, dass eine Auseinandersetzung Not tut? Wer könnte leichthin sagen, die Bedrohungen durch Anschläge und Kofferbomben nähmen nicht zu? Doch sind die Mittel, die Broder wählt, wirklich die passenden? Er erklärt Ehre, Respekt und Unterwerfung zu den Primärtugenden der Moslems - in Gegenüberstellung zu den vietnamesischen Tugenden des Fleißes und der Lernbegierde. Das sei dann der Grund dafür, dass Vietnamesen besser in die deutsche Gesellschaft integriert sind als Moslems aus der Türkei und den arabischen Ländern. Broder meint an anderer Stelle aber auch, der Islam habe Tempo, Stil und Autorität - im Gegensatz zur Langsamkeit, zur Schwerfälligkeit des westlichen Systems, das noch nicht einmal "sexy" sei. Damit wird dann die Bedrohung durch den Islam erklärt.
Und so geht es einem öfter bei diesem Buch: dass man nicht mehr weiß, was der Dichter mir damit sagen will? Und noch drängender stellt sich die Frage: Warum sagt er es mir auf so vielen Seiten? Meyers Lexikon definiert eine publizistische Glosse als "kurzen, polemischen Kommentar zu aktuellen Ereignissen". Polemisch ist das Buch, aktuell und wichtig sind die Ereignisse, die besprochen werden, auch. Aber kurz? - Mathias Voigt, Literaturtest

Die demographische Zeitenwende: Der Bevölkerungsrückgang in Deutschland und Europa - Herwig Birg
Buch:Die demographische Zeitenwende: Der Bevölkerungsrückgang in Deutschland und Europa
Autor:Herwig Birg, Ausgabe vom 29. Aug. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 334305
Preis: 12,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Während die Weltbevölkerung dramatisch zunimmt, geht die Bevölkerung inDeutschland und Europa seit einigen Jahrzehnten kontinuierlich zurück.Das hat weitreichende Auswirkungen auf die sozialen, wirtschaftlichen undpolitischen Strukturen der europäischen Nationalstaaten, die bis heutenicht angemessen beachtet werden. Herwig Birg stellt nach einer demographischenBestandsaufnahme die Szenarien und Simulationsrechnungen für das 21. Jahrhundertvor. Er erörtert auf dieser Grundlage die Folgen der demographischen Entwicklunginsbesondere für das Renten- und Gesundheitssystem und wirft notwendigeFragen nach dem Verhältnis von Demographie, Politik und Ethik auf. SeinBuch ist eine unentbehrliche Einführung in eines der wichtigsten Themender Zukunft.
Einen Lehrstuhl für Demografie sucht man an deutschen Universitäten in aller Regel vergebens. Gerade einmal vier Stück davon hat die gesamte deutsche Hochschullandschaft zu bieten. Gemessen an der Bedeutung, die das Fach verdiente, ein hochschul- und wissenschaftspolitisches Armutszeugnis. Was will man auch erwarten von einer Politik, die die Vokabel vom "Generationenvertrag" zwar fortwährend im Munde führt, sich um die Voraussetzungen einer soliden Statik eines solchen Vertrages aber nicht schert. Nachhaltig tragfähig nämlich kann das, was heute gemeinhin als Generationenvertrag gilt, überhaupt nicht sein, weil dazu statt nur der Versorgungsbeziehungen von zwei Generationen, nämlich der mittleren (erwerbstätigen) und der älteren (nicht mehr erwerbstätigen) Generation, diejenigen von drei Generationen zu berücksichtigen wären.
Auf die Problematik des Zwei- beziehungsweise des Dreigenerationenvertrages geht Herwig Birg, einer der vier deutschen Ordinarien für Demografie, in seiner bedrückenden Studie über Die demographische Zeitenwende nicht explizit ein. Aber er zeigt anhand der nicht wegzudiskutierenden demografischen Fakten, welche gesellschaftlichen Verwerfungen uns infolge der bevölkerungspolitischen Ignoranz der letzten Jahrzehnte unmittelbar bevorstehen. Das Problem dabei ist nicht, dass in 50 Jahren die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland (wie die der meisten übrigen Länder der Europäischen Union) zu mehr als einem Drittel aus Zuwanderern und deren Nachfahren bestehen wird. Weit schwerer wiegt die sich dramatisch verschiebende - und durch Zuwanderung auch nicht aufzuhaltende - Altersverteilung.
Vor allem für die sozialen Sicherungssysteme, die gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung sind die Folgen dramatisch und lassen einen sich zuspitzenden Konflikt zwischen Jungen und Alten befürchten. Zuspitzen wird sich in Zukunft aber vor allem auch der Konflikt zwischen denen, die Kinder aufziehen, und denen, die kinderlos im selben Umfang dieselben Sicherungssysteme in Anspruch nehmen wollen. Dass wir unter den groben Fehlern der Sozial-, Finanz-, Familien- und Bevölkerungspolitik erheblich zu leiden haben werden, daran kann der aufmerksame Leser nach der Lektüre dieses Buches kaum mehr ernsthaft Zweifel hegen. -Andreas Vierecke

Geschichte Europas im 20 - Jahrhundert - Helmut Altrichter, Walther L. Bernecker
Buch:Geschichte Europas im 20 - Jahrhundert
Autor:Helmut Altrichter, Walther L. Bernecker, Ausgabe vom 14. Okt. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 809672
Preis: 32,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Die europäische Stadt (edition suhrkamp) -
Buch:Die europäische Stadt (edition suhrkamp)
 Ausgabe vom 26. April 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 323216
Preis: 18,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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