Macht und Ohnmacht - Amerika und Europa in der neuen Weltordnung
Autor:
Robert Kagan, Ausgabe vom 1. Juni 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 801043
Aus der Amazon.de-Redaktion Ein Bär und zwei Männer streifen durch den Wald. Einer der Männer hat nur ein Messer. Damit greift er den Bären lieber nicht an. Dieser Mann heißt Europa. Der zweite Mann ist mit einem Gewehr bewaffnet und will den Bären töten. Sein Name: Amerika. Mittels dieses Vergleichs beschreibt Robert Kagan die weltpolitische Lage. In dieser Taschenbuch-Ausgabe der Streitschrift Macht und Ohnmacht formuliert der Politiker-Berater und Kolumnist seine Meinung in US-Manier pragmatisch, plakativ und selbstbewusst. Ex-US-Außenminister Henry Kissinger glaubt, "Kagans Essay zeichnet die Diskussion der kommenden Jahre vor". Kagans Argumentationsstrang sieht wie folgt aus: Seit dem Ersten Weltkrieg ist die militärische Abhängigkeit Europas von den USA ständig gewachsen. Das Ende des Kalten Krieges hat dieses Ungleichgewicht vergrößert. Denn die (West-)Europäer haben ihre Verteidigungsarmeen nicht zu mobilen Eingreiftruppen umgebaut, geben zu wenig Geld für Rüstung aus und zu viel für den Sozialstaat. Zwar habe sich Europa als Folge der furchtbaren Weltkriege von Machtpolitik verabschiedet. Europas heute zur Schau gestellte Toleranz sei jedoch kein Ergebnis der Geschichte, sondern ein Zeichen der Schwäche, wozu Kagan auch das multilateralistische Engagement für Völkerrecht und Vereinte Nationen zählt. Der US-Unilateralismus verkörpere hingegen faktische Stärke, eine lange Ära amerikanischer Hegemonie stehe bevor. Sicher: Die Freundschaft zu den mächtigen USA stärkt Europa. Deshalb kann Amerika aber keinen Freibrief für militärische Interventionen erwarten. Es darf niemand ausschließen, dass Frieden durch Verhandlungen erreicht und Stabilität durch behutsame Annäherung geschaffen werden kann. Auch nicht alle politischen Beschwichtigungsversuche waren historische Fehlschläge, wie Kagan zu glauben scheint. Zudem ist es fraglich, ob islamische Länder demokratisiert werden können wie einst das nationalsozialistische Deutschland nach 1945. Genauso könnte massiver militärischer Druck weltweit israelische Verhältnisse hervorrufen. Und wo die einen an europäische Schwäche glauben, sehen andere übertriebene US-amerikanische Furcht. Robert Kagan schreibt in seiner Streitschrift über die USA: "Insofern die Amerikaner an Macht glauben, sehen sie darin ein Mittel zur Förderung der Prinzipien einer freiheitlichen Gesellschafts- und Weltordnung. Sie nehmen für sich nicht das Recht des Stärkeren in Anspruch." Mal sehen. Und hoffentlich entpuppen sich vermeintlich erlegte Bären nicht als zahnlose Wölfe. -Herwig Slezak
Buch:
Tariq Ramadan und die Islamisierung Europas
Autor:
Ralph Ghadban, Ausgabe vom März 2006, Broschiert, Verkaufsrang 845275
Weltmacht Europa - Hauptstadt Berlin - EU-Handbuch
Autor:
Ilka Schröder, Ausgabe vom Sept. 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 1028913
Buch:
Unser Faschismus nebenan
Autor:
Günter Wallraff, Eckart Spoo, Ausgabe vom 1987, Broschiert, Verkaufsrang 1418701
Buch:
Grenzen der Gesellschaft?: Migration und sozialstruktureller Wandel in der Zuwanderungsregion Europa (Schriften D.Instituts F.Migrationsforschung U.Interkulturell)
Ausgabe vom 1. Sept. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 2068856
Die europäische Herausforderung - Vom Ende der Vorherrschaft Amerikas
Autor:
Charles A. Kupchan, Ausgabe vom 2003, Gebunden, Verkaufsrang 1104763
Aus der Amazon.de-Redaktion Während hier zu Lande noch viele darüber lamentieren, dass das außenpolitisch uneinige Europa sich durch die gegenwärtige US-Außenpolitik auf der Bühne der Weltpolitik zum Komparsen degradieren lasse, diagnostiziert der amerikanische Politologe Charles Kupchan bereits das nahe Ende der amerikanischen Vorherrschaft. Ursache hierfür sei neben den sich dramatisch zuspitzenden innenpolitischen Problemen ausgerechnet die auf Dominanz gerichtete US-Außenpolitik. Die nämlich führe dazu, dass immer mehr, auch traditionell befreundete, Länder nicht anders könnten, als zu Washington auf Distanz zu gehen. Während dies die Position der USA unweigerlich schwächen müsse, führe die fortschreitende politische Einigung Europas dazu, dass in der Welt ein neues, den USA zumindest wirtschaftlich schon jetzt ebenbürtiges globales Machtzentrum entstehe. Auch erkenne man in Europa immer deutlicher, wie dringlich ein auch außenpolitisch geschlossenes Auftreten sei. Kupchan, während der ersten Amtszeit Bill Clintons Direktor des Europa-Ressorts des nationalen Sicherheitsrates der USA, sieht in der gegenwärtigen Entwicklung zudem deutliche Anzeichen dafür, dass die viel beschworene Einheit der Interessen- und Wertegemeinschaft "des Westens" zerbrechen wird. Und tatsächlich könnten sich die Differenzen, die die jüngsten Auseinandersetzungen um Völkerrecht, Bürger- und Menschenrechte sehr deutlich offenbart haben, bald schon als grundstürzend für die transatlantischen Beziehungen erweisen. Ein vielfach provokantes, in mancher Beziehung vielleicht ein wenig zu pessimistisches, im Blick auf Europa für deutsche Leser aber vielleicht auch hier und da ein wenig zu optimistisches, in jedem Falle aber unbedingt lesenswertes Buch! -Andreas Vierecke
Buch:
Der dunkle Kontinent
Autor:
Mark Mazower, Ausgabe vom 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 791832
Buch:
Freiheit stirbt mit Sicherheit - Handbuch gegen Überwachung und Ausgrenzung
Ausgabe vom 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 1454118
Buch:
Europas muslimische Eliten: Wer sie sind und was sie wollen
Autor:
Jytte Klausen, Ausgabe vom 13. März 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 542469