Spurensuche im Niemandsland. Vorw. v. Christian Behl Erscheinungsjahr: 2006 m. Abb. Gewicht: 570 gr / Abmessung: 20,5 cm Von Jürgs, Michael Alzheimer eine Reise in die Nacht. - Zum 100. Jahrestag der Entdeckung der Krankheit.Alzheimer geht uns alle an. Michael Jürgs liefert eine umfassende, wissenschaftlich geprüfte Darstellung der Krankheit, verknüpft mit der Biographie Alois Alzheimers. Ein bewegendes Buch, in dem Betroffene, ihre Familien, Ärzte, Pfleger und Wissenschaftler zu Wort kommen."Das Hirn wird brüchig wie ein alter Stiefel." So drastisch umschreibt die Fachzeitschrift Selecta das, was Alzheimer im Gehirn anrichtet. Die Krankheit des Vergessens, die auf Grund steigender Lebenserwartung statistisch jeden vierten Menschen über achtzig befallen kann, zerstört den Geist. Wer sie erleidet, verliert seine Biographie, seine Identität, sich selbst aufeinem unaufhaltsamen Absturz ins Nichts. Die Diagnose Alzheimer heißt langsamer Abschied vom Ich, heißt psychisches Sterben im lebendigen Körper. Es kann alle treffen, denn der Kabelbrand im Kopf macht alle gleich.Michael Jürgs verbindet die Lebensgeschichte des Arztes Alois Alzheimer, der 1906 im Gehirn einer an Demenz verstorbenen Patientin jene Veränderungen erkennt, die später seinen Namen tragen, mit der deutschen Geschichte und der Geschichte der Erforschung der Krankheit. Er befragt die Forscher, die Mittel testen, um die Krankheit zu heilen oder wenigstens zu stoppen. Er recherchiert in den Laboren der Pharmakonzerne und beschreibt die Hoffnungen der Experten, mit Hilfe der Gentechnik einen Durchbruch zu schaffen. Er erzählt vom Schicksal der Prominenten, die an der Krankheit zu Grunde gingen: Rita Hayworth, Iris Murdoch, Sugar Ray Robinson, Ronald Reagan, Harold Wilson, Helmut Zacharias, Herbert W Als Auguste Deter im April 1906 in der Städtischen Irrenanstalt zu Frankfurt verstarb, konnte noch niemand ahnen, welche Bedeutung die Untersuchungsergebnisse des behandelnden Arztes einmal bekommen würden. Alois Alzheimer stellte den Fall im Herbst desselben Jahres zwar den Teilnehmern einer Konferenz vor, erhielt dafür aber kaum Beachtung. Die Geheimräte sollen sich sogar gelangweilt haben und obwohl das Krankheitsbild wenige Jahre später seinen Namen erhielt, geriet es schließlich völlig in Vergessenheit. Erst als Rita Hayworth in den achtziger Jahren diese heimtückische Reise ins Niemandsland antrat, gelangte der Morbus Alzheimer in den Blick einer weiten Öffentlichkeit. Es ist schon eindrucksvoll, in welcher Art und Weise sich Michael Jürgs der Alzheimerschen Krankheit nähert. Wer war Alois Alzheimer? Akribisch zeichnet er den Lebensweg Alois Alzheimers nach und dabei gelingt es dem Autor in eindrucksvoller Weise, den langsamen Abschied des eigenen Ich zu schildern, der allein in Deutschland rund 50 000 neue Fälle pro Jahr heimsucht. Der Wissenschaftler, der einerseits besessen war von seinen Forschungen, andererseits aber auch aus vollem Herzen genießen konnte, dessen politisches Desinteresse auch zu nationaler Engstirnigkeit führte und dessen Bescheidenheit für Wissenschaftskreise gänzlich unüblich war. Wer dieses Buch zur Hand nimmt, wird bald in einem außerordentlich spannenden Stück Wissenschaftsgeschichte gefangen sein und dabei Menschen kennenlernen, die langsam ihre Biographie verlieren. Auch wenn es keineswegs nur für betroffene Menschen und deren Umfeld gedacht ist, so machen die Darstellungen neuester Forschungsergebnisse und die Schilderung der Besuche in Pflegeheimen und Gedächtniskliniken dieses ungewöhnliche Werk doch zu einem der wichtigsten Handbücher über diese Krankheit. Ein umfangreicher Anhang mit Glossar, Literaturverzeichnis und Adressenlisten runden das Bild dieser erstklassigen Arbeit ab. -J. Schüring
eBook:
Ein Vermächtnis von Anselm Feuerbach
Autor:
Anselm Feuerbach, Ausgabe vom 21. Juni 2011, Kindle Edition,
This book was converted from its physical edition to the digital format by a community of volunteers. You may find it for free on the web. Purchase of the Kindle edition includes wireless delivery. This book was converted from its physical edition to the digital format by a community of volunteers. You may find it for free on the web. Purchase of the Kindle edition includes wireless delivery.
Buch:
Bosch, Robert
Autor:
Hans-Erhard Lessing, Ausgabe vom 16. Dez. 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 136951
Hegel, Marx und die Folgen Erscheinungsjahr: 2003 8., durchges. Aufl. Gewicht: 844 gr / Abmessung: 23,5 cm Von Popper, Karl R. / Hrsg. v. Kiesewetter, Hubert Nur wenige sind fähig, eine politische Konzeption zu entwerfen und durchzuführen, aber wir sind alle fähig, sie zu beurteilen. (Perikles von Athen) Die offene Gesellschaft und ihre Feinde ist ein sozialphilosophisches Hauptwerk dieses Jahrhunderts. In Deutschland lange Zeit unterschätzt bzw. absichtsvoll missverstanden, nicht zuletzt durch Diffamierungen aus dem Umkreis der Frankfurter Schule ( Adorno, Habermas et al.), gilt es heute selbstverständlich als ein Standardwerk zum Thema Totalitarismus und Geschichtsphilosophie. Popper versteht unter offenen Gesellschaften die diversen Formen der Demokratie, vom klassisch-demokratischen Athen bis hin zu den modernen Gesellschaften der "western civilization", im Unterschied zu den geschlossenen (statischen) Gesellschaften der Stammeskulturen, der antiken Diktaturen und Tyranneien, bis hin zu den diktatorischen Regimen unseres Jahrhunderts. Von 1939 bis 1942, Anlass war der Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Österreich, hat Popper an den beiden Bänden der Offenen Gesellschaft geschrieben: Gegen Hitler und Stalin; gegen Nazismus und Kommunismus. Im ersten Band geht es vor allem um eine Kritik an Platon, insbesondere an der platonischen Staatsphilosophie und Ideenlehre: "So ging ich auf Spurensuche in der Geschichte; von Hitler zurück zu Platon: dem ersten großen politischen Ideologen, der in Klassen und Rassen dachte und Konzentrationslager vorschlug." Ohne die nicht zu überschätzende Bedeutung des griechischen Genies für die Philosophie und die Entwicklung des abendländischen Denkens zu schmälern, findet Popper in den staatsphilosophischen Schriften Platons politische Programme, die man mit gutem Recht als totalitär bezeichnen kann: Strenge Klasseneinteilung, Identifikation des Schicksals des Staates mit dem Schicksal der herrschenden Klasse, starre Regeln zur Züchtung und Erziehung dieser Klasse, Kollektivierung aller ihrer Interessen, Alleinrecht dieser Klasse auf militärische Ausbildung. Der Staat selbst ist unwandelbar, da er als "Idealstaat" (Platon) ohnehin nicht zu verbessern ist; der durch seine Weisheit legitimierte Herrscher ist als Herr und Kenner der "historischen Gesetzmäßigkeiten" (Lenin, Stalin, Hitler lassen grüßen!) ohnehin legitimiert und, auf die Stimmen des Volkes, der "Herde", nicht angewiesen, darf er "..Lügen verbreiten und die Feinde sowie die eigenen Bürger zum besten des Staates..täuschen, und kein anderer darf dieses Vorrecht anrühren." ( Platon, Der Staat, 389b) Popper ist es ausdrücklich nicht darum zu tun, große und größte Geister herabzusetzen, aber: "Große Männer können große Fehler machen, und ich versuche hier zu zeigen, das einige der größten geistigen Führer der Vergangenheit einen immer wieder erneuerten Angriff auf Freiheit und Vernunft unterstützt haben" (Popper 1945). Eine auch im Lichte der neuesten Geschichte überaus aktuelle Bemerkung. Platon lesen? Unbedingt! Aber nehmen wir auch große Geister nicht in allem allzu wörtlich und hüten wir uns, unter Vorgabe sozialtherapeutischer Offenbarungen offene Gesellschaften in geschlossene zu verwandeln. -Dietrich Thieden
Buch:
Woran ich glaube: Wir glauben, weil wir lieben
Autor:
Eugen Drewermann, Ausgabe vom 15. Januar 2011, Gebunden, Verkaufsrang 27727
Product Description Woran ich glaube Erscheinungsjahr: 2011 2. Aufl. Einsteiger/Laien Gewicht: 400 gr / Abmessungen: 219 mm x 148 mm x 22 mm Von Drewermann, Eugen / Von Hoeren, Jürgen Europas meistgelesener Theologe erklärt sein Denken. Seine Thesen haben zum erbitterten Konflikt mit der katholischen Kirche geführt. Am Ende stand sein Rauswurf als Hochschullehrer und Priester. Wie kaum einem anderen Theologen gelingt es Drewermann, den Sinn des christlichen Glaubens in einfachen Worten zu erschließen. Durch sein therapeutisches Verständnis von Religion hat er vielen Menschen zu einer neuen, lebensbejahenden Glaubenspraxis verholfen. Zum 70. Geburtstag blickt Drewermann auf seinen Lebensweg zurück und erläutert seine wichtigsten Themen.
Buch:
Krishnamurti - Ein Leben in Freiheit: Die autorisierte Biographie
Autor:
Pupul Jayakar, Ausgabe vom 1. Sept. 2003, Gebunden, Verkaufsrang 331919