Gerhard Richter. Das Drama einer Familie Erscheinungsjahr: 2007 m. Abb. Gewicht: 241 gr / Abmessung: 19 cm Von Schreiber, Jürgen In einer faszinierenden Spurensuche wird hier erstmals die unglaubliche Geschichte der Familie Gerhard Richters enthüllt- eine Geschichte, die drei Deutschlands umspannt und in der sich die Lebensläufe von Opfern und Tätern auf dramatische Weise kreuzen. Gerhard Richter ist derzeit der wohl berühmteste Maler weltweit. Sein "Stammheim-Zyklus" und die Familienbilder und Landschaften wurden zu Stil-Ikonen des ausgehenden letzten Jahrhunderts. Aus Richters ?uvre stammen auch zwei in den 60er-Jahren entstandene Bilder, die ein Kapitel tief dunkler deutscher Geschichte illustrieren. "Tante Marianne" zeigt Richters schizophrene Tante Marianne Schönfelder, die, zuerst zwangssteriliert, im Februar 1945 im Rahmen von Hitlers Euthanasie-Kampagne ermordet wurde. Die großformatige "Familie am Meer" dominiert der Gynäkologe Professor Dr. Heinrich Eufinger - Gerhard Richters Schwiegervater. Zwei Bilder, ein unwissentlich gemaltes, gespenstisches Stück Geschichtsschreibung. Dieser Verstrickung von den Ausmaßen einer griechischen Tragödie leuchtet Jürgen Schreiber eindrucksvoll in die Wurzeln. Der junge Kunststudent wusste nicht, in welches Zentrum des Schreckens er 1953 seinen Fuß setzte. In der Dresdner Villa, Wiener Straße 91, lebte Richters geliebte Ema, später bekannt geworden als weltberühmter "Akt, eine Treppe herabsteigend." Und - Emas Vater residierte hier. Professor Eufinger war jener NS-Arzt, der für die Zwangssterilisation von etwa 1.000 Frauen verantwortlich zeichnete. Als fanatischer Befürworter von Hitlers Euthanasie-Kampagne dürften sich "Tante Mariannes" und seine Wege aufs Unheilvollste gekreuzt haben! Ein deutscher Chefarzt, nach dem Krieg bis zum Tod unbehelligt und hochgeachtet! Jürgen Schreibers furchtbares Gruppenbild mit Tätern, einem Opfer, sowie einem Maler aus Deutschland, beginnt mit der Bombardierung Dresdens, deren infernalisches Feuer in den späteren Werken des damals 13-Jährigen auflodern sollte. Auch malerisch verewigt, die "Wiener 91" - und immer wieder der furchtbare Schwiegervater. Richters eigenem Lebensweg fügt Schreiber weitere unselige Figuren hinzu. "Herr Heyde", nach einem Zeitungsfoto 1965 gemalt, der "Vordenker" des Tötungsprogramms an geistig Behinderten. Schließlich "Onkel Rudi" in Uniform, Richters Pate. Ein Held der Familie - und doch nichts weniger als ein Mitläufer. Es entsteht die akribisch recherchierte und bedrückende Spurensuche nach einer familiären Verstrickung in Deutschlands dunkelster Zeit. Zuletzt beschäftigt Schreiber die nicht leicht zu beantwortende Frage, welche geheimnisvolle Kraft dem unwissenden Künstler Jahre später "Tante Mariannes" trauriges Schicksal in den Pinsel legte. Gerhard Richter, der schweigsame Maler aus Deutschland, hat sich distanziert. -Ravi Unger
Buch:
Christiane und Goethe: Eine Recherche (insel taschenbuch)
Autor:
Sigrid Damm, Ausgabe vom 19. März 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 210315
Nach aufwendiger Spurensuche entwirft Sigrid Damm ein gültiges Porträtvon Goethes Geliebter und späteren Ehefrau Christiane Vulpius. Gleichzeitigzeichnet sie das Bild einer spannungsvollen Partnerschaft, einer Verbindung,die 28 Jahre währte. Es ist für den ehrwürdigen Dichterfürsten aus Weimar wenig schmeichelhaft, was die Autorin Sigrid Damm bei ihren Recherchen über seine Ehe mit Christiane Vulpius zu Tage gefördert hat. In der Literatur wurde Christiane häufig als seine Mätresse oder ein schönes Stück Fleisch beschrieben. "Gründlich ungebildet", sagte Thomas Mann über sie, für Schiller, der sie zeitlebens ignorierte, war sie "ein rundes Nichts". Wer war diese Frau, die, bevor sie Goethe im Juli 1788 erstmals traf, mit ihrer Tätigkeit in einer Blumenwerkstatt ihre Familie versorgte, da der Vater arbeitslos war, die Stiefmutter sterbenskrank im Bett lag und der Bruder das Gymnasium besuchte? Ganz sicher kein weltfremdes Dummchen, denn sie hat entgegen dem Hofklatsch in Weimar das Wagnis auf sich genommen, ihre große Liebe zu leben, Goethes Sohn August zunächst ohne die Sicherheit einer standesgemäßen Ehe zur Welt zu bringen und großzuziehen. Christiane führte an der Seite Goethes kein intellektuelles, durchgeistigtes Leben (es ist fraglich, ob sie je eine Zeile seiner Werke gelesen hat), denn sie hatte die Haushalte in Jena und Weimar zu versorgen, seine zahlreichen Gäste zu bewirten und ihm den Rücken für sein Schaffen freizuhalten. Sehr schäbig wird Goethes Verhalten, als sie 1815 erkrankt. Für ihn ist jede Krankheit eine Arbeitsstörung, die sein ästhetisches Empfinden verletzt. Als sie stirbt, lässt er sie mit furchtbaren Krämpfen und Schmerzen allein. Eine wenig bekannte Seite des Verfassers der schönen Gedichtzeile: "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut". Die Hörbuchversion wird gelesen von Eva Mattes, renommierte Film- und Theaterschauspielerin; Regie führte Petra Meyenburg. Eva Mattes gibt mit ihrer einfühlsamen Lesung, die von Musik untermalt wird, dieser lange missverstandenen Frau die Stimme zurück. Lesung mit Musik in zwei Teilen. Insgesamt vier Kassetten, Spieldauer: ca. 360 Minuten. -Manuela Haselberger und Alexandra Plath
Buch:
Süchtig nach Grün: Gärtnerinnen aus LeidenschaftMit Beiträgen von Kej Hielscher
Autor:
Renate Hücking, Ausgabe vom März 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 216953
Product Description Gärtnerinnen aus Leidenschaft Erscheinungsjahr: 2009 m. 70 Abb. Gewicht: 224 gr / Abmessungen: 189 mm x 120 mm x 15 mm Von Hücking, Renate Ihre Passion sind Gärten und Parks, sie sind süchtig nach Grün, nach Bäumen, Blumen und nützlichen Pflanzen: acht Gärtnerinnen aus Leidenschaft, darunter Anna von Sachsen, Kaiserin Joséphine und Niki de Saint Phalle. Von diesen acht Frauen und ihren atemberaubenden Gärten und zugleich von 450 Jahren Gartenkunst erzählen Renate Hücking und Kej Hielscher. Pressestimmen: "Ein sinnliches und poetisches Buch voller Lust und Leidenschaft." Mitteldeutscher Rundfunk
Buch:
Urlaubsarchitektur Volume 2: Ferienhäuser und kleine Hotels in Europa
Autor:
Jan Hamer, Nadine Weiland, Ausgabe vom 30. Juli 2011, Gebunden, Verkaufsrang 62052
Kirsten Jüngling und Brigitte Roßbeck legen die erste große Biographie Katia Manns vor, der Frau des "Zauberers", wie Thomas Mann von einen Kindern genannt wurde. Die hochintelligente Katia war die lenkende Hand im Hintergrund und schrieb an der Erfolgsstory des Jahrhundertdichters maßgeblich mit. Der Blick auf diese eindrucksvolle Frau vervollständigt das Bild, das wir von einer der bedeutendsten deutschen Familien des 20. Jahrhunderts haben. "Die Buddenbrooks, das sind doch keine Herrschaften", ließ sich Katia Mann später oft vernehmen - ein eindeutiger Seitenhieb auf die Familie Mann. Bereits Katias Eltern hatten sich von den Heiratsplänen ihrer Tochter wenig begeistert gezeigt. Mutter Hedwig bezeichnete den künftigen Schwiegersohn herablassend als "rechten Pimperling, der nicht viel verträgt". Ihr kunstsinniger und millionenschwerer Gatte, Geheimrat Pringsheim, schien in dem Jungschriftsteller, der in seinem Haus neuerdings aus- und einging, vorwiegend den nüchtern kalkulierenden Emporkömmling zu sehen. Eher zähneknirschend gab er seine Tochter im Februar 1905 Thomas Mann an die Hand. Auch in der zweiten großen Katia-Mann-Biografie - nach Frau Thomas Mann von Inge und Walter Jens - bewegt eine Frage: Was hat die talentierte Katia Pringsheim, immerhin Enkelin der Frauenrechtlerin Hedwig Dohm und in liberal-großbürgerlichem Münchner Milieu groß geworden, dazu bewogen, ihre Karriere aufzugeben, um sich mit der Mutterrolle im Schatten eines Dichters zu bescheiden? Im Gegensatz zum Ehepaar Jens und seiner säuberlichen Biografie-Arbeit aus gemessenem und edlem Abstand, schlüpfen Birgit Roßbeck und Kirsten Jüngling zum Erkenntnisgewinn auch schon mal zwischen die Laken des Ehepaares. Dort allerdings fand schon früh nur Ernüchterndes statt. Schon den Flitterwöchner "Tommy" beschäftigten in nobler Züricher Herberge Hartleibigkeit und Beschaffenheit seines Stuhls derart intensiv, dass man an ein erotisches Honeymoon-Feuerwerk so recht nicht glauben mag. Der Einstieg ins Eheleben, ein "sonderbarer und sinnverwirrender Vorgang", führte sogar kurzzeitig zum schöpferischen Leerlauf. Zahlreiche Briefdokumente aus der Hinterlassenschaft der Mann-Kinder lassen die Nahaufnahme eines Ehemodells feinst ausgewogener Machtstrukturen entstehen. Sohn Golo erwähnt den Jähzorn des Vaters, der der "logisch-juristischen Intelligenz der Mutter nicht gewachsen war", während Katia sich ihrer Rolle als Motor eines stotternden Familienbetriebs durchaus bewusst war. Am Ende bleibt die Qual der biografischen Wahl. Während das Ehepaar Jens mit kühl-distanziertem Germanistenblick seziert, haben Jüngling und Roßbeck die Teppiche der Literatenfamilie gelupft und (durchaus vergnüglich) psychologisch Erhellendes zu Tage gefördert. -Ravi Unger
Buch:
Stefan Zweig: Drei Leben - Eine Biographie
Autor:
Oliver Matuschek, Ausgabe vom 1. Sept. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 98547
Anselm Feuerbach, Ausgabe vom 21. Juni 2011, Kindle Edition,
This book was converted from its physical edition to the digital format by a community of volunteers. You may find it for free on the web. Purchase of the Kindle edition includes wireless delivery. This book was converted from its physical edition to the digital format by a community of volunteers. You may find it for free on the web. Purchase of the Kindle edition includes wireless delivery.
Buch:
Eine Autobiographie oder Die Geschichte meiner Experimente mit der Wahrheit