Erscheinungsjahr: 2008 Übers. v. Maja Ueberle-Pfaff Gewicht: 360 gr / Abmessung: 18,5 cm Von Nafisi, Azar / Übersetzt v. Ueberle-Pfaff, Maja Zwei Jahre lang kommen die Literaturprofessorin Azar Nafisi und sieben ihrer Studentinnen in Teheran heimlich zusammen, um verbotene westliche Literatur zu lesen. Mit der Lektüre schaffen sie sich Freiräume und beginnen die eigenen Lebensumstände anders wahrzunehmen und zu verändern. Ein fulminantes Zeugnis der befreienden Wirkung von Literatur und ein faszinierender Einblick in das Leben unter der strengen islamischen Herrschaft in Iran. Als die iranische Literaturprofessorin Azar Nafisi den Schleier nicht länger tragen will, wird sie von der Universität Teheran verwiesen und erfüllt sich einen Traum. Zwei Jahre lang kommen sie und sieben ihrer besten Studentinnen jeden Donnerstagmorgen heimlich zusammen, um verbotene Klassiker der westlichen Literatur zu lesen. Mit der Lektüre von Vladimir Nabokov, Jane Austen, Henry James und F. Scott Fitzgerald schaffen sie sich Freiräume in der ihnen aufgezwungenen Enge der Islamischen Republik Iran. Aus verstohlen in ihr Haus huschenden schwarz verschleierten Schatten werden junge Frauen in Jeans und bunten Kleidern. Sie öffnen sich in der Diskussion über die literarischen Werke und beginnen die eigene Realität, der gegenüber sie sich lange sprachlos und ohnmächtig fühlten, zu hinterfragen und zu verändern. Literatur, wie alle Künste, kann nur in Freiheit gedeihen. Und mit der ist es im Iran, wie auch immer man zu dem ihm vorangegangenen Schah-Regime stehen mag, nicht weit her seit der islamischen Revolution. Darüber, und wie sie sich mit einer handverlesenen Auswahl ihrer Studentinnen in ihrem Haus die Freiheit zurückeroberte, die Bücher zu lesen (und vor allem frei über sie zu reden), die sie, aus welchen Gründen auch immer, für lesenswert hielt - darüber berichtet dieses seinerseits unbedingt lesenswerte Buch der iranischen Literaturprofessorin Azar Nafisi. Das Buch selbst entstand im amerikanischen Exil. Was sie berichtet, ereignete sich noch in Teheran, wo sie nach ihrer freiwilligen Demission aus dem Hochschuldienst im Schutz ihrer Wohnung mit den Teilnehmerinnen an ihrem Privatseminar konspirativ Werke der Weltliteratur studierte. Unter anderem die titelgebende Lolita Vladimir Nabokovs oder auch Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald. Allesamt Werke jedenfalls, die im Zuge der islamischen Kulturrevolution als dem organisierten "Versuch, den Iran von der so genannten dekadenten westlichen Kultur zu säubern" von den Leselisten an den Universitäten verschwanden. Bei der gemeinsamen Lektüre lernen sich die Frauen von Seiten kennen, die sie in ihrem sonstigen Leben sorgsam verbergen müssen, wie ihr Haar unter dem Schleier. Und auch für uns Leser eröffnet sich eine völlig neue Sicht auf den Iran und die Menschen, die sich dort auch unter widrigen Umständen die Freiheit ihres Intellekts erhalten? Dass das Buch ausgerechnet in Amerika so rege Aufmerksamkeit gefunden hat und dort viele Wochen ganz oben auf den Bestsellerlisten stand, ist ein gutes Zeichen und wirft ganz nebenbei auch auf dieses Land ein neues Licht. Eines, das ebenfalls Anlass zur Hoffnung gibt. - Hasso Greb
Buch:
Heilende Frauen - Ärztinnen, Apothekerinnen, Krankenschwestern, Hebammen und Pionierinnen der Naturheilkunde
Autor:
Annette Kerckhoff, Ausgabe vom 30. Sept. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 47241
Product Description Ausgezeichnet mit dem National Book Award 2005 Erscheinungsjahr: 2008 Aus d. Engl. v. Antje Rávic Strubel Gewicht: 250 gr / Abmessungen: 187 mm x 125 mm x 20 mm Von Didion, Joan / Übersetzt v. Rávic Strubel, Antje Die große amerikanische Schriftstellerin Joan Didion schreibt über die Trauer nach dem Tod ihres Ehemannes und über ihren Versuch, das Unfassbare begreiflich zu machen. Ein sehr offenes, sehr persönliches Buch, das zugleich von beeindruckender Allgemeingültigkeit ist. Joan Didion wurde dafür in den USA mit dem National Book Awardausgezeichnet. Pressestimmen: "Joan Didion ist eine Intellektuelle. Nachdenken ist ihr Beruf. Ungeachtet ihrer Winzigkeit, ihrer Fragilität, ihrer zögernden leisen Sprache, ist Joan Didion seit Jahrzehnten eine der überragenden Gestalten in der Landschaft der amerikanischen Intellektuellen. Eine gefürchtete Kommentatorin politischer Prozesse, eine Porträtistin politischer Eitelkeiten, die sie in brillanten Essays ausbreitet... Wenn eine Didion über die Auflösung des Ich unter der Wucht des Schmerzes schreibt, konsultiert sie Experten, erforscht medizinische Einzelheiten, zitiert Freud und Melanie Klein, den Soziologen Philippe Aries, die Fachliteratur eines Jahrhunderts. Es ist eine ihrer typischen exzessiven Recherchen." (DIE ZEIT) "Einfühlsam und unerschrocken setzt sich Joan Didion ... mit dem Tod auseinander - und greift ein Thema auf, das in den USA, dem Land des mitunter allzu oberflächlichen Lächelns, oft unter Verschluss gehalten wird. Nicht zuletzt wegen dieses nationalen Verdrängungsmechanismus hat Das Jahr des magischen Denkens einen nachhaltigen Aha-Effekt ausgelöst und ist zu einem der meistdiskutierten Bücher der Gegenwart geworden." (MYSELF) "Niemals zuvor hat Joan Didion ein derart persönliches,
Buch:
Clara und Paula: Das Leben von Clara Rilke-Westhoff und Paula Modersohn-Becker
Autor:
Gunna Wendt, Ausgabe vom Nov. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 93277
Aus der Amazon.de-Redaktion "Ihr müsst dafür sorgen, dass das nicht vergessen wird. Damit in Erinnerung bleibt, was damals geschehen ist." Das waren die Worte, die Uwe-Karsten Heyes väterlicher Freund Willy Brandt im Fond seines Dienstwagens an ihn richtete, nach dem Heye ihm zuvor die Geschichte des Lebens seines Vaters erzählt hatte. Den Worten Brandts war ein langes Schweigen vorausgegangen. Und das aus gutem Grund: Was sein Mitarbeiter soeben vor ihm ausgebreitet hatte, war eine Familiengeschichte, in der sich die ganze Tragik des 20. Jahrhunderts in dem Schicksal zweier Menschen kristallisiert, das zugleich die existenzielle Bedeutung des Zufalls für Gedeih und Verderb, Gelingen und Misslingen des Lebens versinnbildlicht. "Vom Glück" war Heyes Eltern "nur ein Schatten" zuteil geworden: Vier Jahre durften sie miteinander verbringen. Dann beendete der Nationalsozialismus das junge Glück. Als der Krieg zu Ende war, mussten beide glauben, der andere sei tot. Der Vater als Soldat eines Strafbataillons in Stalingrad vermisst, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit also gefallen; die Mutter ausweislich der Passagierliste mitsamt der beiden Kinder mit der Gustloff von einem Torpedo versenkt. Als sich Vater und Mutter mitsamt ihren erwachsenen Kinder nach 20 Jahren dann doch wieder gegenüberstehen, begegnen sie sich als Fremde? Eine herzzerreissende Geschichte und ein außerordentliches Zeugnis deutscher Zeitgeschichte! - Hasso Greb