Kleines Handbuch des Verhörens Erscheinungsjahr: 2004 m. farb. Illustr. Gewicht: 165 gr / Abmessungen: 174 mm x 132 mm x 10 mm Von Hacke, Axel / Mit Illustr. v. Sowa, Michael Ein kleines Handbuch des Verhörens hat Axel Hacke zusammengestellt, in dem wir dem Erdbeerschorsch begegnen und Holger, dem Knaben mit lockigem Haar, in dem Gott, der Herr, sieben Zähne hat und am Tannenbaum die Blätter grinsen. Verhörer, die in Michael Sowas Bildern unvergessliche Gestalt annehmen. Kinder können nicht zuhören. Und wenn sie es tun, dann schlägt ihnen die Phantasie oft ein Schnippchen, das sie - oft bis zum Tod - mit falschen Liedtexten leben lässt. Denn vor allem Kinder sind grausame Verhörer ? so wie Frau J. aus Stephanskirchen, die als junges Mädchen felsenfest davon überzeugt war, dass der eigentlich klischeehafte Satz eines mittelmäßigen Seemannslieds ("Stürmisch die Nacht und die See geht hoch") tatsächlich "Stürmisch die Nacht und die Säge tobt" laute. Für den Münchner Autor und Kolumnisten Axel Hacke sind diese Verhörer von teils schrecklicher Schönheit die eigentliche Quelle unerschöpflicher Poesie: "Der Verhörende schafft sich gewissermaßen aus der Unverständlichkeit der Welt heraus einen eigenen Kosmos, ein Beweis für die kindlich-dichterische Kraft, die vielen von uns innewohnt, ohne dass wir eigentlich etwas von ihr ahnen", heißt es in dem von Michael Sowa wieder einmal kongenial illustrierten Buch Der weiße Neger Wumbaba. Hackes Meinung nach haben Liedtexter gar die Aufgabe, zum Fehlhören zu animieren. In seiner Kolumne Das beste aus meinem Leben für die Süddeutsche Zeitung erwähnte Hacke einmal einige schöne Exempel für die Freudschen Fehler des Gehörs - mit der Folge, dass ihn immer neue Zuschriften seiner Leser ereilten, darunter die wirklich überzeugende Umdichtung des Evergreens Der Mond ist aufgegangen von Matthias Claudius, dessen vertonte Gedichtzeilen "und aus den Wiesen steiget / der weiße Nebel wunderbar" das Gehirn eines Musikenthusiasten folgendermaßen verwandelte: "und aus den Wiesen steiget / der weiße Neger Wumbaba". Dieses ungleich größere Zitat ziert nun als Titel ein Buch, die Hackes Originalkolumne sowie seine zahlreichen Nachfolger versammelt. Selbst wenn man sich bei manchen der eingesandten Verhörern etwas ohrenreibend fragt, wie das Hirn derlei phonetisch-semantische Kapriolen zustande bringt, so ist Der weiße Neger Wumbaba doch der beste Beweis für die im Buch aufgestellte These, "dass die besseren Liedtexte in den Köpfen der Hörer entstehen." Und das ist auf zauberhafte Weise sicher war. - Thomas Köster
Aus der Amazon.de-Redaktion Gewiss, ein Buch für Philosophen - ohnehin, aber eben auch für den Leser, der philosophisch weder vorgebildet noch sonderlich interessiert ist. Ein Ratgeber fürs richtige Leben im Sinne einer durchaus pragmatisch gesehenen Überlebens- und Selbstbehauptungsklugheit; im letzten Jahrhundert wohl nicht zuletzt darum ein Vademecum des gebildeten Bürgertums. Schopenhauer entwirft hier eine "Als-ob"-Ethik, eine unter Vorbehalt gegebene Anweisung zum "glücklichen" Leben: Tun wir so, als ob wir überhaupt glücklich sein könnten und fragen wir uns, was die Grundbestimmungen für ein solches Glück sein mögen. Es sind nach Schopenhauer deren drei: "1) Was Einer ist:...Gesundheit, Kraft, Schönheit, Temperament, Intelligenz und Ausbildung derselben... 2) Was Einer hat:...Eigentum und Besitz... 3) Was Einer vorstellt [was einer gilt]:....was er in der Vorstellung Anderer ist...Ehre, Rang, und Ruhm." Schopenhauer beschreibt nun anschaulich das komplexe Wechselspiel dieser Bestimmungen. Das Haben zwar schützt uns vor täglich drohender Unbill, sichert uns "Comfort", hat aber auch eine umkehrende Kraft: Am Ende hat es uns, und wir nicht es. "Haben, als hätte man nicht", rät er. Auf das Gelten nun haben wir den geringsten Einfluß; was wir in den Augen der anderen sind, unterliegt Zufall und Willkür im besonderen Maße. Für den gesellschaftlichen Umgang allerdings gilt: Esprit und ausgesuchte Höflichkeit sind obligatorisch. Verlieren wir uns allerdings im Gelten, verlieren wir womöglich uns. Haben und Gelten sollen uns schließlich frei machen, das was wir sind, überhaupt erst zu entdecken - Genuß aus uns selbst, aus unseren geistigen und körperlichen Anlagen zu ziehen, Leiden zu vermeiden. Diese Philosophie für die Welt präsentiert uns der Autor, und das ist in der deutschen Philosophie wahrlich nicht üblich, auf höchstem schriftstellerischen Niveau, präzise, pointiert und, ein wenig koketten Pessimismus gestattet er sich, voller Sarkasmus; hier werden sprachliche Gemälde geliefert und keine Schablonenmalereien (Schopenhauer über Schopenhauer). Sie müssen auf eine einsame Insel; Sie dürfen nur ein philosophisches Buch mitnehmen - nehmen Sie die Aphorismen! Verzichten Sie lieber auf die Schwimmweste! -Dietrich Thieden
Product Description Texte von Antoine de Saint-Exupéry Erscheinungsjahr: 2009 Gewicht: 164 gr / Abmessungen: 150 mm x 103 mm x 16 mm Von Saint-Exupéry, Antoine de / Von Otto, Maria Wie Sterne leuchten die Worte des weltberühmten Piloten, der uns das Buch vom Kleinen Prinzen schenkte - die Leitgedanken von Antoine de Saint-Exupéry für eine menschenwürdige Zukunft liegen jetzt in neuer, hochwertiger Ausstattung vor.
Buch:
Hectors Reisen: Die schönsten Gedanken und Zitate
Autor:
Francois Lelord, Ausgabe vom 2. März 2011, Broschiert, Verkaufsrang 67903
Aus der Amazon.de-Redaktion Ein Handbuch im besten Sinne: die 4000 Zitate mit Lebensweisheiten berühmter Philosophen! Es sollte zur Hand sein, wann immer man geistigen Rückenwind für seine Vorhaben verspüren möchte. Man wird fündig, denn die versammelten Erkenntnisse erschliessen sich über eine klarethematische Gliederung. Das beginnt, wie es sich für Philosophisches gehört, mit dem "Sein" schlechthin: "Da-Sein heisst: Hineingehaltenheit in das Nichts." Ja, Sie haben Recht: Martin Heidegger. Die 336 Seiten für die Freunde der Weisheit führen dann vo der Natur, den Menschen, Seele und Geist über scheinbar Triviales wie Arbeit und Familie bis hin zur Politik und Moral. Und alles endet mit dem Tod, dem Sterben. Aber, wie sagt Marcus Tullius Cicero: "Tod ist Ziel der Natur, nicht Strafe." Wem die Grobgliederung nicht zum rechten Wort verhilft, der möge das ausführliche Register nutzen, mit Verweisen von "Abenteuer" bis "Zweifel": "Es ist ein Jammer,daß die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel."(Bertrand Russell) Die Kapitel sind jeweils chronologisch geordnet. Liebhaber antiker Lebensklugheit werden zuerst bedient. Wer sich modern und weltgewandt geben möchte, liest die jeweils neuesten Worte zuerst. Es stimmt schon, wenn Albert Camus sagt: "Das Bedürfnis, Recht zu haben, ist das Kennzeichen eines gewöhnlichen Geistes", aber zu diesen gewöhnlichen Sterblichen werden sich wohl die meisten von uns zu zählen haben. Und denen kann dieses Buch Hilfe bieten, um im rhetorischen Alltag bestehen zu können. Großen Gebrauchswert hat das Nachschlagewerk natürlich auch für den, der einfach geistige Nahrung sucht, in kleinen, aber starken Dosierungen. Das öffnet den Horizont oder gibt einem auch nur das beruhigende Gefühl, in guter Gesellschaft zu sein: "Essen und Beischlaf sind die beiden grossen Begierden des Mannes." (Konfuzius) Einziger Nachteil: Es gibt keine Fundstellenangaben. Aber das macht das Buch lesbar, schmal und preiswert. Ein Espresso zum Lesen. -Michael Moeller 1