Product Description Eine Geistes- und Kulturgeschichte von Bach bis Benedikt XVI. Erscheinungsjahr: 2010 Aus d. Engl. übertr. u. bearb. v. Yvonne Badal Gewicht: 1174 gr / Abmessungen: 227 mm x 150 mm Von Watson, Peter / Übersetzt v. Badal, Yvonne Hochwertiges Ideenkompendium für Bildungshungrige Peter Watson beschreibt die deutsche Geistes- und Kulturgeschichte vom Ende des Barock bis zur Gegenwart. Eine Zeitspanne, in der sich die politisch zersplitterte "späte Nation" zur Maßstab setzenden intellektuellen Großmacht erhob: Vor 1933 hatte das deutsche Geistesleben einen unangefochtenen Spitzenrang erreicht. Watson zeichnet diese Entwicklung im Detail nach und nimmt neben den Künsten und Geisteswissenschaften ebenbürtig die epochalen Errungenschaften der Naturwissenschaften in den Blick. Er begnügt sich aber nicht mit einer retrospektiven Bestandsaufnahme von Bach über Goethe zu Einstein, sondern zeigt an Köpfen wie Brecht, Adorno, Beuys und Habermas, dass es nach der NS-Katastrophe einen intellektuellen Neubeginn mit internationaler Ausstrahlung gegeben hat. Pressestimmen: "Watsons Buch ist viel Lesezeit wert. Was Peter Watson aufbaut, ist ein großes, achtunggebietendes Programm, das er auf nahezu eintausend Seiten einlöst mit viel Gelehrsamkeit, archäologischem Gespür und einem englischen Sinn für Humor." (Deutschlandradio Kultur)
Buch:
Die Langnasen: Mit einem Geleitwort von Helmut Schmidt: Was die Chinesen über uns Deutsche denken
Autor:
Petra Häring-Kuan, Yu Chien Kuan, Ausgabe vom 9. Sept. 2009, Broschiert, Verkaufsrang 25432
Aus der Amazon.de-Redaktion Wo er Recht hat, hat er Recht! Es ruhig angehen lassen oder ein Weilchen abseits stehen ist hier zu Lande tatsächlich keine Schande; nur das Notwendige tun, sich bloß kein Bein ausreißen und die Drecksarbeit den Türken überlassen: eine weit verbreitete Haltung. Lieber mit dem neuen Wagen in den Urlaub, als das Geld auf die hohe Kante - man gönnt sich ja sonst nichts. Und seine Zustimmung zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung auf dem Lohnzettel oder der Rentenbescheinigung honoriert sehen zu wollen, ist doch legitim. Unbarmherzig hält uns Meinhard Miegel in seinem Buch Die deformierte Gesellschaft den Spiegel vor und beschreibt, Wie die Deutschen ihre Wirklichkeit verdrängen. Aufgegliedert in die zusammenhängenden Themenfelder "Demographie", "Sozialstaat", "Wirtschaft und Beschäftigung" entwirft der Leiter des Instituts Wirtschaft und Gesellschaft in Bonn - als provokanter Querdenker gern gesehener Gast in Talkshows - zunächst das Zukunftsszenario einer infolge von Geburtenausfällen hoffnungslos überalterten Rumpfgesellschaft: atomisierte Egoisten, die sich menschliche Zuwendung und soziale Einbindung allenfalls noch erkaufen und ihr Dasein in existenzieller Abhängigkeit von kinderreichem Humankapital fristen, das in neokolonialistischer Manier aus Entwicklungsländern abgeworben wurde. Er widerlegt empirisch die allgemein unterstellte Kausalität von Wachstum und mehr Beschäftigung, räumt mit dem Märchen von der neuen Armut auf und entlarvt die Deutschen als untüchtige, elitenfeindliche Arbeitnehmergesellschaft, deren materieller Wohlstand auf einem Wissens- und Kapitalstock fußt, zu dem die Wenigsten beigetragen haben. Schließlich nimmt er dem tendenziell totalitären Sozialstaat den Offenbarungseid ab und stellt der in Unmündigkeit gehaltenen "Staatsgesellschaft" eine "dynamische Bürgergesellschaft" entgegen, in der die Einzelnen und die sie umgebenden Gemeinschaften so viel Verantwortung wie möglich selbst schultern. Der CDU-Mann, der die seltene Gabe besitzt, scheinbar komplexe Sachverhalte von verbalem Zierrat zu befreien und auf das Wesentliche zu reduzieren, nimmt kein Blatt vor den Mund. Mit einem gehörigen Schuss Populismus geißelt er die Perspektiv- und Initiativlosigkeit einer mehrheitlich aus Beamtentum und Öffentlichem Dienst rekrutierten Klasse politischer (Re-)Akteure, die sich in einem engen Korsett von Sachzwängen wähnend immer nur das Nächstliegende ansteuere. Die politisch fehlgeleitete und desinformierte Gesellschaft sieht er in der Falle und fordert zur Lösung mentaler Blockaden die unverzügliche Konfrontation mit den Realitäten - und zwar "je schonungsloser, desto besser". Dazu müsste man eigentlich nur sein Buch zur staatsbürgerlichen Pflichtlektüre machen. -Roland Detsch
Buch:
Sarrazin: Eine deutsche Debatte: Deutschlandstiftung Integration
Autor:
-, Deutschlandstiftung Integration, Ausgabe vom Nov. 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 106149
Product Description Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte Erscheinungsjahr: 2009 Gewicht: 225 gr / Abmessung: 20,5 cm Von Trojanow, Ilija; Zeh, Juli Niemals würden Sie es anderen Menschen erlauben, in Ihren privaten Sachen zu schnüffeln, Sie zu bespitzeln oder zu belauschen. Was aber, wenn diese anderen Menschen den Staat oder die Wirtschaft repräsentieren? Ist Ihnen die totale Überwachung dann egal? Die Warnungen vor Terror und Kriminalität und die Annehmlichkeiten von Plastikkarten und Freundschaften im Internet lenken von einer Gefahr ab, die uns allen droht: dem transparenten Menschen. Bevor es so weit kommt, schlagen Juli Zeh und Ilija Trojanow mit einer engagierten Kampfschrift Alarm. Ihr Buch wird viele Menschen aufrütteln, die sich zu lange in falscher Sicherheit wiegten - denn unsere Bürgerrechte stehen auf dem Spiel. Pressestimmen: "Ein mutiges Plädoyer für eine andere Sicherheitsdebatte. Ein Buch wie das von Juli Zeh und Ilija Trojanow ist überfällig. Aus dem Buch spricht eine Stimme der Vernunft und der Bürgerrechte." (Claudia Roth, MdB)
Buch:
Verschlusssache BND
Autor:
Dr. Udo Ulfkotte, Ausgabe vom 1. Okt. 1998, Taschenbuch, Verkaufsrang 64791
Der FAZ-Redakteur Udo Ulfkotte enthüllt bisher geheimgehaltene Pannen und Erfolge des BND, gibt Einblick in die Ausbildung und Arbeitsweise der Agenten im Zeitalter globaler digitaler Vernetzung und macht die sich daraus ergebenden internationalen Verflechtungen transparent. Verdecktes Wirken ist zwar immer noch wichtig in Pullach, aber die Geheimnistuerei des Bundesnachrichtendienstes hat nachgelassen im Vergleich zu den Tagen des Kalten Krieges. Heute regiert vielmehr eine - wenngleich noch begrenzte - neue Offenheit die Behörde. Davon profitierte der Autor Ulfkotte und konnte, erstmals unter Mitarbeit des BND, Fakten zu diesem Dienst zusammentragen. Das Buch behandelt alle grundlegenden Aspekte des BND: Aufgaben, Aufbau, Einsätze. Nach einer Exkursion über die allgemeine Geschichte der Spionage, die zugunsten von noch mehr BND-Fakten kürzer hätte ausfallen können, erläutert Ulfkotte anhand der Gliederung der Behörde die Aufgabenfelder. Neben Agentenführung ist besonders die elektronische Aufklärung ein Schwerpunkt. Ulfkotte zeigt die Risiken einer massiven Überwachung unserer Telefonverbindungen ebenso wie die vielen kleinen alltäglichen Besonderheiten. Etwa die Frage, ob "freiberufliche" Agenten ihre Bezüge versteuern müssen. Bekannte und unbekannte Operationen des BND werden dargestellt, wobei deutlich wird, daß der BND entgegen seinem Ruf auch Erfolge aufzuweisen hat. So hat er der Bundesregierung ausgezeichnete Informationen über verdeckte Rüstungsvorhaben des Iran geliefert. Ulfkotte zeichnet das Bild eines Dienstes, der unter dem Verlust seines alten Feindbildes zu leiden hat. Immer noch behindern längst überholte Regeln wie die überzogene Geheimhaltung eine effektive Arbeit - die Waschordnung für Dienstwagen ist weiterhin Verschlußsache! Dabei sollte sich der BND neuen Betätigungsfeldern wie Rüstungskontrolle oder internationale Kriminalität zuwenden. Die Notwendigkeit für einen Nachrichtendienst bestreitet Ulfkotte keineswegs, was sein Buch in der Grundlinie von anderen BND-Büchern unterscheidet. Zwar kann man ihm vorwerfen, den ihm erstmals gewährten Akteneinblick zuwenig für grundlegend neue Erkenntnisse genutzt zu haben, trotzdem ist ihm aber ein informatives Buch gelungen. -Joachim Hohwieler
Buch:
Die Flicks: Eine deutsche Familiengeschichte über Geld, Macht und Politik: Eine deutsche Familiengeschichte um Geld, Macht und Politik
Autor:
Thomas Ramge, Ausgabe vom 9. Aug. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 392679
Aus der Amazon.de-Redaktion Thomas Ramge ist eine erstklassige Biografie gelungen - solide recherchiert, packend geschrieben und ausgekleidet mit viel historischem Hintergrund. Was sinnvoll ist bei einer Familie, deren Leben so eng verwoben war mit der Geschichte Deutschlands. Es schaudert einen oftmals bei der Lektüre. Die Flicks ist ein Lehrstück darüber, was Unternehmen im Namen des Profits zu tun gewillt waren, über das völlige Fehlen von Unrechtsbewußtsein bei der Jagd nach der Rendite. Es ist Anschauungsunterricht darüber, dass die Gier keine Grenzen kennt. Anfangs hielt Friedrich Flick, der geschäftstüchtige Gründer, nicht viel von den Nazis. Doch als absehbar war, dass sie an die Macht kommen würden, richtete er sich sofort darauf ein, trat der NSDAP bei - und warf begehrliche Blicke auf Unternehmen, die Juden gehören. Der Hausjuristen des Konzerns schrieb den Gesetzesentwurf über die Enteignung jüdischen Eigentums, der später beinahe wortwörtlich in Kraft trat. Übelkeiterregend ist auch das nächste Kapitel der Unternehmensgeschichte: Flick ließ Zehntausende von Zwangsarbeitern in seinen Betrieben schuften, viele von ihnen überlebten es nicht. "Zwangsarbeiter waren ein begehrtes `Gut´?, berichtet Thomas Ramge. "Viele Unternehmen drängten, Konzentrationslager in der Nähe ihrer Produktionsanlagen zu bauen. Andere errichteten neue Werke neben den Lagern.? Bei Flick stellten die Zwangsarbeiter bis zu der Hälfte der Belegschaft. Sie mussten bis zu 98 Stunden in der Woche arbeiten und waren völlig unterernährt. Widerlich auch, wie Flick lebenslang jede Schuld abstritt und sich weigerte, auch nur eine Mark Entschädigung an die damals Betroffenen zu zahlen. Und das, obwohl sein ohnehin schon immenses Privatvermögen in den Kriegsjahren durch die Gewinne aus Rüstung auf zwei bis drei Milliarden Reichmark anwuchs. Nach der Niederlage Deutschlands büßte Flick zwar einen Teil seines Vermögens ein und musste einige wenige Jahre im Gefängnis verbringen, aber während des Wirtschaftswunders schaffte er es schnell wieder, reich zu werden. Die nächste Generation zeigte auch nicht mehr Skrupel als der Gründer. Ein mutiger Steuerfahnder deckte 1982 trotz politischen Drucks auf, dass der Flick-Konzern durch illegale Parteispenden einen großen Teil der Regierung geschmiert hatte. Angenehm bei Ramge ist, dass er nicht nur über das öffentliche Leben der Flicks berichtet, sondern das private breiten Raum bekommt, so dass runde, spannende Porträts entstehen, dass einem die Menschen, die er beschreibt, auf den Seiten lebendig werden. Um so schockierender, was für Entscheidungen diese Menschen immer wieder getroffen haben. - Sylvia Englert