Zum Buch: Klappentext: Die Erlebnisse,Beobachtungen, Erfahrungen jener Jahre haben sich in diesem Buch zu eindrucksvollen Bildern verdichtet. Was hat sich wirklich ereignet in Indochina, seit die Franzosen 1945 dorthin zurückkehrten, um eine Ordnung wiederherzustellen, die nur noch zu liquidieren war? Seit P.Scholl-Latour 1945 an Bord eines französischen Truppentransporters zum erstenmal dorthin reiste, hat er die Stationen eier nicht endenden Tragödie miterlebt, einer Tragödie, in der die Illusionen der Freiheit zerbrachten, weil jede Macht, jede Gruppe, weil Franzosen, Amerikaner, Vietnamesen und Rote Khmer ihre eeigene Freiheit den anderen aufzuzwingen suchten. Angesichts vieler erfolgreicher Hollywood-Filme über den Vietnam-Krieg ist etwas in Vergessenheit geraten, dass die Auseinandersetzung um das südostasiatische Land weit länger andauerte als nur die zehn Jahre der US-amerikanischen Beteiligung. Zuvor versuchten die Franzosen seit 1941, ihre Kolonie gegen den Kommunismus zu verteidigen, nach dem Kriegsende 1975 führte die chinesische Einmischung zu Konflikten. Alles in allem dauerte dieser Krieg so runde dreißig Jahre. Einer, der garantiert keine der Phasen dieser Auseinandersetzung vergessen wird, ist Peter Scholl-Latour, war er doch immer wieder vor Ort in Vietnam und seinen Nachbarstaaten. Resultat dieser Aufenthalte in Asien war 1979 der Band Tod im Reisfeld, in dem Scholl-Latour seine Eindrücke aus der Zeit zwischen 1945 und 1979 festhielt. Erlebnisse wie die Reise auf einem französischen Truppentransporter oder der Flug mit US-Hubschraubern ins Gefecht spiegeln die Stimmung in einem kriegsgebeutelten Land wider, erfassen aber auch dessen Nachbarstaaten Laos oder Kambodscha. Zugleich vermittelt Scholl-Latour mit seinen Berichten den politischen Fortgang der Dinge. Die oft geäußerte Kritik an den neueren Büchern Scholl-Latours hinsichtlich zu geringer Recherche vor Ort kann man diesem Band wirklich nicht vorwerfen. Scholl-Latour war tatsächlich jahre-, sogar jahrzehntelang immer wieder in Asien, was ihm vielschichtige Einblicke ermöglichte. Genau diese authentischen Augenzeugenberichte sind denn auch die Stärke seines Buches und machten es zu einem Standardwerk in Sachen Indochina. Schön wäre jedoch gewesen, wenn Scholl-Latour der Neuauflage seines Bandes wenigstens ein kleines Kapitel über Vietnams Entwicklung nach 1979 mitgegeben hätte, denn ein winziges Nachwort als einzige Ergänzung ist ein bisschen dürftig.-Joachim Hohwieler
Buch:
Überfall auf Europa: Plante die Sowjetunion 1941 einen Angriffskrieg? Neun russische Historiker belasten Stalin
Product Description Eleonore von Aquitanien Erscheinungsjahr: 2010 22. Aufl. Gewicht: 235 gr / Abmessungen: 191 mm x 123 mm x 16 mm Von Pernoud, Régine "Das Buch von Régine Pernoud ist kein Roman. Die historisch belegbare Dokumentation läßt einer Frau endlich Gerechtigkeit widerfahren, die Geschichte machte wie kaum eine neben ihr." Düsseldorfer Nachrichten Als überaus schöne, kluge und leidenschaftliche Frau spielt Eleonore von Aquintanien sowohl in der Politik als auch in der Literatur des 12. Jahrhunderts eine hervorragende Rolle. Troubardoure und Minnesänger inspiriert sie zu immer neuen Liedern, mit großen Persönlichkeiten wie Bernhard Clairvaux und Thomas Becket steht sie in Verbindung, und für ihre acht Kinder wagt sie den Kampf gegen den alternden despotischen Gatten, wofür sie mit jahrelanger Gefangenheit büßen muss. Pressestimmen: "Vor dem Hintergrund der bewegten Geschichte im 12. Jahrhundert läßt die französische Historikerin das Privatbild der umstrittenen Fürstin nicht zu kurz kommen und entwickelt mit gründlicher Kenntnis der Details überzeugend die Wandlung der umschwärmten, koketten und nicht selten leichtfertigen Eleonore zur Reife der vereinsamten Frau, die als Achtzigjährige fast alle ihre Kinder überlebte." (Süddeutsche Zeitung)
Buch:
Wege durch die Mauer: Fluchthilfe und Stasi zwischen Ost und West
Autor:
Burkhart Veigel, Ausgabe vom 12. Juli 2011, Taschenbuch, Verkaufsrang 122152
Product Description Beim Bau der Mauer war Burkhart Veigel 23 Jahre alt, Medizin-Student an der FU Berlin, wissensdurstig und musikbegeistert. Dann wurde er zu einem der erfolgreichsten Fluchthelfer durch die Mauer in Berlin. Etwa 650 Menschen verhalf er zu einem Leben ohne Stasi-Spitzel und vorgegebene Denkschablonen.
Mit Pässen brachte er täglich bis zu zehn Flüchtlinge in die Freiheit, trickste die Grenzkontrollen mit Doppelgängern aus, baute das Armaturenbrett eines Cadillac zum Versteck um, grub an einem Tunnel mit und setzte auch Alliierte bei seinen Fluchtaktionen ein. Die Spitzel und Häscher der Stasi bedrohten Burkhart Veigel immer wieder. Er entkam zwei Entführungsversuchen und besiegte die Stasi auf seine Weise: mit humanitärer Hilfe für die eingesperrten Menschen in der DDR.
Burkhart Veigel hat für dieses Buch etwa 100 Flüchtlinge, Fluchthelfer und andere Beteiligte interviewt. Außerdem hat er die Stasi-Akten einiger hochkarätiger Spitzel erforscht. Entstanden ist ein eindringliches, authentisches Werk, das die Geschichte der Fluchthilfe minutiös aufarbeitet, das aber auch die Methoden der Stasi und ihrer Spitzel aufzeigt. Ein klares und gleichzeitig leidenschaftlich geschriebenes Buch voller Motivation für ein tatkräftiges und couragiertes Leben.
Dr. Burkhart Veigel, Jahrgang 1938, Pfarrerssohn mit humanistischer Schulbildung, war als Student und junger Arzt Fluchthelfer von 1961 bis 1970. Danach wurde er Orthopäde, arbeitete 30 Jahre in eigener Praxis in Stuttgart, machte 20 Jahre Standes-Politik für die niedergelassenen Orthopäden, entwickelte Software für Ärzte und leitete 18 Jahre lang ein großes halbprofessionelles Orchester. 2007 zog es ihn wieder nach Berlin, um über die Geschichte von Flucht und Fluchthilfe zu forschen und zu schreiben. 2010 gab er bei Suhrkamp das Buch "Ich wollte keine Frage ausgelassen haben" von und mit Uwe Johnson heraus.
Buch:
In Europa: Eine Reise durch das 20 - Jahrhundert
Autor:
Geert Mak, Ausgabe vom 27. Febr. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 40334
Eine Reise durch das 20. Jahrhundert Erscheinungsjahr: 2008 5. Aufl. Gewicht: 838 gr / Abmessung: 21,5 cm Von Mak, Geert Europa erfahren - Geert Mak auf den Spuren des 20. Jahrhunderts Geert Mak, der große Erzähler unter den Historikern unserer Zeit, legt mit diesem Buch sein bisheriges Hauptwerk vor. Seine Geschichte des 20. Jahrhunderts ist als ein Reisebericht angelegt und versteht sich als eine Bestandsaufnahme Europas am Ende eines katastrophenreichen Jahrhunderts. Mak sucht die Orte auf, an denen die Geschichte in besonderer Weise Spuren hinterlassen hat. Ein kluges und bewegendes Buch, das uns zu Augenzeugen des letzten Jahrhunderts macht. Für dieses Buch ist Geert Mak ein Jahr lang kreuz und quer durch Europa gereist. In jedem Monat seiner Reise nimmt sich Mak einen weiteren Abschnitt des 20. Jahrhunderts vor. Im Januar besucht er Paris, wo das 20. Jahrhundert mit der großen Weltausstellung seinen optimistischen Anfang nahm. Im Dezember befinden wir uns in den Ruinen Sarajewos, die das Ende des blutigen Jahrhunderts markieren. Mak liest die Spuren, die das 20. Jahrhundert auf unserem Kontinent hinterlassen hat, er begibt sich auf die Suche nach der Befindlichkeit Europas, wie sie an historischen Erinnerungsorten und in den Geschichten von Menschen zum Vorschein kommt. Dabei wird erkennbar, in welcher Weise die Vergangenheit unsere Gegenwart prägt, wie sie uns Europäer verbindet, vielfach aber auch trennt. Mak versteht es wie kein anderer, der Geschichte Europas im 20. Jahrhundert ein Gesicht zu geben, sie in zahllosen Details sichtbar, fühlbar, sinnlich wahrnehmbar zu machen. Auf seiner Reise sprach Mak mit Schriftstellern und Politikern, mit Dissidenten und hochrangigen Offizieren, mit einem Bauern aus den Pyrenäen und mit dem Enkel de Nach Das Jahrhundert meines Vaters unternimmt Geert Mak mit In Europa noch einmal eine Forschungs- und Entdeckungsreise in das 20. Jahrhundert. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes: Das knapp tausendseitige Buch ist nämlich tatsächlich das Ergebnis einer Reise, die Mak während des gesamten Jahres 1999 unternommen hat, und die ihn quer durch Europa an die historischen Orte unserer jüngeren und jüngsten Geschichte geführt hat. Herausgekommen ist ein abermals sehr persönliches, unbedingt lesenswertes Geschichtsbuch ganz eigener Prägung. In Paris, London, Berlin und Wien, den Städten also, deren Puls das beginnende 20.Jahrhundert bestimmte, beginnt Mak seine mit stets überaus wachen Sinnen unternommene Erkundungsfahrt. Hier wurden die Fanfaren des Aufbruchs in die neue Zeit geblasen. Dem freilich folgte allzu bald das Geheul der Kriegssirenen. Den beiden Weltkriegen und ihren Schauplätzen in Europa spürt Mak denn auch während eines Großteils seiner Reise nach: Auf den ehemaligen Schlachtfeldern Verdun und Dünkirchen hat er sich ebenso umgesehen, wie in Auschwitz und Birkenau, das sich dem Besucher heute "von Margeriten und blühendem Klee bunt gefärbt" präsentiert. Das Lager Birkenau selbst verfällt zusehends. "Nach einem halben Jahrhundert zerbröselt der morsche Stacheldraht zwischen den Fingern, die Schuhberge sind nur noch grau und schwarz, die meisten hölzernen Gebäude sind morsch." Und für die Menschen, die aus den Fenstern ihres gerade einmal 100 Meter vor den Toren des KZ neu errichteten Wohnblocks auf "das Museum", wie sie sagen, blicken, ist Birkenau nur noch "eine Art Park, der viele Touristen anzieht, mehr nicht"? Auch nach Danzig dürfen wir Mak begleiten, nach Dublin und Belfast, dem Brennpunkt des Nordirlandkonflikts, nach Tschernobyl und Sebrenica, um nur einige der europäischen Erinnerungsorte des 20. Jahrhunderts herauszugreifen. Kurzum: Eine lange, nicht immer fröhliche, bisweilen auch anstrengende Reise kreuz und quer durch unseren Kontinent. Aber dank der kundigen und ausgesprochen inspirierten Führung eine äußerst lohnenswerte! -Andreas Vierecke
Buch:
Die Täter sind unter uns: Über das Schönreden der SED-Diktatur
Autor:
Hubertus Knabe, Ausgabe vom 1. Mai 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 21470