Kaiser Julian Apostata - Die Wiederkehr der alten Götter
Autor:
Marion Giebel, Ausgabe vom Juni 2006, Broschiert, Verkaufsrang 514601
Aus der Amazon.de-Redaktion Tragische Figuren hat es zu allen Zeiten der Geschichte gegeben, und Julian Apostata, römischer Kaiser von 361 bis 363, hat diesen Part für die Spätantike übernommen - zu spät Geborener einer vergangenen Zeit und gleichzeitig seiner Zeit voraus. Dabei vereinigte er die besten und wichtigsten Eigenschaften eines Herrschers in sich: umfassende klassische Bildung, Humanität, Toleranz, strategisches und taktisches Geschick sowie politisches Gespür; zum Verhängnis wurde ihm die Unfähigkeit zur Einsicht in die gesellschaftliche und kulturelle Realität sowie letztlich eine der gefährlichsten Eigenschaften eines Herrschers, die Hybris. Die sich auf den ersten Blick nur wenig von anderen Viten spätrömischer Kaiser unterscheidende Biografie des Flavius Claudius Julianus erhält ihre Singularität und Tragik durch seine tiefe persönliche Hingabe an die alten Kulte (Helios, Kybele, Mithras). Seine daraus resultierende Abneigung gegenüber dem Christentum, seine auf Toleranz und Gleichberechtigung aller religiösen Kulte (Toleranzgesetz zur Wiederherstellung der Religionsfreiheit) beruhenden eingeführten religionspolitischen Maßnahmen, seine Verbohrtheit wie völlige Verkennung der Macht, die das Christentum mittlerweile und unwiderruflich im Römischen Reich erlangt hatte (Schulgesetz von 362), heben ihn aus Abfolge spätantiker Kaiser heraus. Die Regierung Julians endete unvermutet mit seinem nach wie vor von Legenden umrankten Tod auf einem Feldzug gegen die Perser 363 und blieb so, zumindest hinsichtlich der Geschichte des Christentums, nur eine bedeutungslose Episode der abendländischen Geschichte. Bereits zeitgenössische christliche Schriftsteller gaben ihm den Beinamen Apostata, der Abtrünnige, dessen prominentester und für die folgenden Jahrhunderte einflussreichster Propagator Augustinus (354-430) wurde; die Kirche hat Julian in den folgenden Jahrhunderten mit Hass verfolgt wie kaum einen anderen Herrscher. Spätestens seit der herausragenden Julian-Biografie von J. Bidez (1930) betrachtet ihn die Forschung ebenso akribisch wie differenziert. Marion Giebels Lebensbeschreibung greift diese Sicht auf und vermittelt ein umfassendes, an vielen Stellen weit über die Person Julian hinausgehendes (Religion, Philosophie, Voraussetzungen und Umgebung) Porträt einer Epoche im Umbruch. Kaiser Julian Apostata repräsentiert den Typ einer solide erzählten Geschichte, sorgfältig recherchiert, ausgestattet mit Anmerkungen, Zeittafel, Stammtafel, Karten und einer sehr guten Auswahlbibliografie. -Osseline Kind
Product Description Caesar fasziniert noch immer durch das, wodurch er Jahrhunderte lang die großen Geister des Abendlandes beeindruckt hat der Eroberer Galliens und der ganzen römischen Welt, bedeutend zugleich als Politiker und Diplomat, Feldherr und Soldatenführer, Redner, Schriftsteller und auch Liebhaber; Sieger nicht nur, sondern vielfach mild gegenüber den Besiegten, von verwegener Unbekümmertheit und männlichem Charme; von nicht nachlassender Tatkraft und höchster Präsenz, noch aus Rückschlägen zum Erfolg ausholend eine ungemein reiche, nahezu unwahrscheinliche Entfaltung menschlicher Möglichkeiten.
Buch:
Rom sei Dank!: Warum wir alle Caesars Erben sind
Autor:
Karl-Wilhelm Weeber, Ausgabe vom 23. Nov. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 324442
Product Description Warum wir alle Caesars Erben sind Erscheinungsjahr: 2010 Gewicht: 556 gr / Abmessungen: 218 mm x 133 mm x 31 mm Von Weeber, Karl-Wilhelm Rom ist nicht Geschichte, sondern Gegenwart Karl-Wilhelm Weeber zeigt in seinem neuen Buch, dass römisches Denken und Handeln nicht nur unser Rechtsverständnis oder ästhetische Ideale in Kunst und Architektur geprägt haben, sondern noch heute unsere Mentalität im Alltag bestimmen- auch wenn wir nichts davon wissen. Julius Caesar ist, zumindest für viele der Älteren unter uns, ein Alptraum aus Gymnasialjahren. Karl-Wilhelm Weeber erzählt- in einer vitalen und niemals prätentiösen Sprache -, was uns verschwiegen wurde, vermutlich weil unsere Lateinlehrer selbst nicht die leiseste Ahnung von den persönlichen, den politischen, den militärischen, den kulturellen Erfahrungen hatten, die der Eroberung des Landes der schwierigen Gallier vorausgingen- der wichtigsten Expansion des Römischen Reiches, dessen Erben wir alle sind. Karl-Wilhelm Weeber, Freunden der Anderen Bibliothek schon durch seinen populären Sprach-Essay Romdeutsch in schöner Erinnerung, zeigt in seinem neuen Buch, wie sehr römisches Denken und Handeln auch heute noch unseren Alltag bestimmen- auch wenn wir nichts davon wissen. In seiner unterhaltsam-belehrenden Prosa führt er uns in die antike Welt, etwa eines Caesar oder Augustus, Agrippa oder Vespasian, Cicero oder Catull, um anhand von "Herrschaftstechniken" oder "Inszenierungen der Macht", "Monumentalisierung der Hygiene" oder "Shows als Unterhaltung", "Rhetorik" oder "Protestdichtung" zu veranschaulichen, wie unsere heutigen Mentalitäten römisch durchdrungen sind. Der Geschichten- und Geschichtserzähler Weeber ist in Wahrheit ein so bedeutender Pädagoge, weil er ein so talentierter Schriftsteller ist. Press
Buch:
Mesopotamien: Die antiken Kulturen zwischen Euphrat und Tigris
Autor:
Barthel Hrouda, Ausgabe vom 16. Sept. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 233315