Product Description Franz Neumanns ?Behemoth? erschien zuerst 1942 bei der Oxford University Press, dann 1944 in erweiterter Form mit einem die jüngste Entwicklung des nationalsozialistischen Regimes beleuchtenden Anhang.
Nach wie vor ist Neumanns umfassendes und kenntnisreiches Werk eine einzigartige Herausforderung für die Faschismusinterpretation. Mit ihm liegt endlich eines der wenigen Bücher in deutscher Übersetzung vor, die einen theoretisch und politisch gleich ergiebigen, dazu durchaus nicht schwer verständlichen Beitrag zur Aufarbeitung der deutschen Geschichte leisten.
Obwohl der ?Behemoth? in der Diskussion immer wieder erwähnt und das Buch in mehrere Sprachen übersetzt wurde, hat es dich bisher eine umfassende Auseinandersetzung mit seinen Resultaten in Deutschland so gut wie nicht gegeben. Dabei hob C. Wright Mills hervor, daß die Arbeit eine definitive Analyse des Deutschen Reiches darstelle und gleichzeitig einen grundlegenden Beitrag zu den Sozialwissenschaften. Ernst Nolte nannte das Werk die kenntnisreichste und umfassendste Analyse des Nationalsozialismus, die bislang erschienen ist.
Wenn auch heute in Teilbereichen exaktere Einzelkenntnisse vorliegen, die in Neumanns Pionierarbeit noch nicht berücksichtigt werden konnten, so sind doch alle von ihm angesprochenen Grundfrage der Faschismusinterpretation und der gesellschaftlichen Entwicklungstendenzen sogenannter sozialstaatlicher Massendemokratien aktuell geblieben.
Buch:
Alfred Rosenberg: Hitlers Chefideologe
Autor:
Ernst Piper, Ausgabe vom 10. Okt. 2005, Gebunden, Verkaufsrang 218066
Aus der Amazon.de-Redaktion Auch mehr als sechzig Jahre nach Ende des "Dritten Reichs" und des von ihm entfesselten Zweiten Weltkriegs weist die Forschung hinsichtlich der ideologischen Grundlagen des Nationalsozialismus noch immer Lücken auf. Die vielleicht wichtigste hat Ernst Piper nun mit einer bravourösen biografischen Arbeit über Alfred Rosenberg geschlossen! Während in den vergangenen Jahrzehnten eine Unzahl von Studien das Leben und das Denken Alfred Hitlers bis in die verborgensten Winkel ausgeleuchtet haben, hatte man dessen "Chefideologen" Rosenberg erstaunlicherweise sträflich vernachlässigt. Dabei ist die Bedeutung Rosenbergs für das Denken und Handeln "des Führers" kaum zu überschätzten. Zeitgenössische Beobachter, wie etwa die Autoren einer von Piper zitierten Exilschrift aus dem Jahre 1934, gingen in ihrem Urteil sogar so weit, zu behaupten, dass "Hitler befiehlt, was Rosenberg will". Dass man von Rosenberg gemessen an seiner Bedeutung gleichwohl kaum Notiz nahm, hat vielerlei Gründe. Der wichtigste liegt in Rosenbergs Persönlichkeit selbst. Er drängte sich nie in den Vordergrund. Im Gegenteil, den scheute er. "Er ging am 9. November 1923 nur einen Meter hinter Hitler, doch niemand nahm es zur Kenntnis; er gehörte auch nicht zu den Angeklagten im folgenden Prozess. Zu beschreiben, wie die deutsche Gesellschaft auf sein Auftreten reagierte, wäre nicht möglich, denn Rosenberg trat nicht auf." Außer hier und da auf einem Parteitag wurde er nie als Redner eingesetzt. Auch verkehrte er, anders als Hitler, auch nicht in den Münchner Salons. "Seine Bühne war der Schreibtisch." Alle anderen Naziführer haben zusammen nicht annähernd soviel nazistisches Schrifttum produziert, wie Rosenberg, der mit seinen Kommentaren zum Parteiprogramm sowie der Herausgabe und Redaktion beinahe aller nationalsozialistischen Periodika das ideologische Fundament der Partei immer wieder erneuerte. Kurzum: Eine längst überfällige Studie, zu der wir dem Autor (und verdienten Verleger), der damit seine Habilitationsschrift vorlegt, von Herzen gratulieren! - Andreas Vierecke
Buch:
Der NS-Staat: Geschichtsinterpretationen und Kontroversen im Überblick
Autor:
Ian Kershaw, Ausgabe vom April 2009, Gebunden, Verkaufsrang 248699