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Aus der Amazon.de-Redaktion Oriana Fallaci wurde mit ihrer Anklageschrift Die Wut und der Stolz binnen kurzem zur Chiffre für die wütend-emotionale Bewältigung des 11. Septembers 2001. Peter Scholl-Latours Analyse ist ein gelungenes Beispiel für die erheblich rationalere Auseinandersetzung mit dem Thema. Wesentlich differenzierter in der Darstellung und moderater im Ton lässt der weit gereiste Journalist aber dennoch keinen Zweifel an seiner kritischen Bewertung aufkommen. Denn ihm zufolge waren die Terrorangriffe von Manhattan und Washington nur überraschend, was ihre schreckliche Dimension anbetrifft. Ansonsten seien sie fast zwangsläufig vorherzusehen gewesen. Und: Die USA trugen laut Scholl-Latour mit ihrer Politik im Nahen und Mittleren Osten entscheidend dazu bei, dass es so weit gekommen ist. Scholl-Latour geht in zwei Schritten vor. Im ersten Teil bietet er eine systematische Analyse, die die verschiedenen Argumentationsstränge des Buches zusammenbindet. Dort findet der Leser neben der bei diesem Thema fast schon obligatorischen Entkräftung des Anti-Amerikanismus-Vorwurfs so kluge Sätze wie: "Jede Diplomatie ist zur Ratlosigkeit verurteilt, wenn die Bewältigung politischer Konflikte die Form eines Gottesgerichts annimmt." Aber diese Erkenntnis lässt sich auch auf George Bushs Aufruf zum "Kreuzzug" anwenden. Alle seine Talente spielt der Autor in den Länderstudien (Afghanistan, Irak, Israel, Indien, Pakistan, Usbekistan und China) aus. Auf der Grundlage seiner "Chronistentätigkeit am Ort des Geschehens, die mehr als ein halbes Jahrhundert umspannt", entsteht ein Mosaik aus historisch fundierten, aktuellen Reportagen. Scholl-Latour informiert, indem er erzählt. Dabei gelingt es ihm vielfach, seine persönlichen Eindrücke, Erlebnisse und Gespräche so miteinander zu vernetzen, dass sich immer wieder aufschlussreiche Querverbindungen ergeben. Das Buch - aufwändig ausgestattet mit vielen farbigen Karten und Fotos - ist gespickt mit englischen, französischen und lateinischen Zitaten. Dieses Element der intellektuellen Selbstinszenierung des Autors werden manche Leser als Bereicherung empfinden, andere als störend. Angesichts des überzeugenden Gesamteindrucks des Buches ist dies allerdings eine lässliche Sünde. -Dr. Manfred Schwarzmeier 1
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 41 Bewertungen)
Leserkommentare:* Fakten, Tatsachen und das Fragezeichen! (5 von 5 Punkten) meint n. aus Kurpfälzer Letztendlich, beim stöbern wurde mir bewusst dass doch auch dieses Buch es verdient fair bewertet zu werden.
Dies deshalb weil ich mich beim durchblättern und lesen einzelner Passagen sofort daran erinnerte wie beeindruckt ich schon damals von diesem Buch war.
Mitunter ist mir der Alte unheimlich weil sich doch fast alles bewahrheitet hat was er schrieb und ich mich frage ob Peterchen mediale bzw. seherische Fähigkeiten besitzt.
Auf seinem Gebiet ist er mitlerweile kultig und in so mancher Talkshow stellte er so manchen Politiker und nach dem Main-Stream plappernden Journalisten in die Ecke, was vielleicht gar keine Absicht war.
Das Urgestein Scholl-Latour machte nicht umsonst ein Fragezeichen hinter den Buchtitel!
Wusste er doch selbst als altgedienter französicher Falschirmjäger und Veteran, dass Terror und Terrorismus keine Gegner sind, sondern lediglich Formen der Kriegsführung derer sich der Gegner bedient.
Das blose Erkennen von Terrorismus entbindet nicht der Sorgfaltspflicht sich über den Gegner, dessen Struktur und Philosophie zu informieren.
Den pragmatischen Ratschlag des alten Haudegens hätten auch unsere Politiker überdenken sollen, bevor sie fähnchenschwingend unsere Soldaten in die unwirklichen Gegenden Afghanistans entsandten.
In blinder Hörigkeit folgeten die europäischen Allianzen Uncle Sam unter dem Druck des Nato-Paktes, um am Hindukusch eine demokratische Werte- und Normenordnung zu verteidigen, mit dem aufgrund sozialer und kultureller Prägung das dortige Volk nicht im geringsten etwas Anfangen kann.
Letztendlich hat der Dino Scholl-Latour ein sozialkritisches, politisches Geschichts- oder auch Sachbuch geschrieben das seinesgleichen erst suchen muss.
Er hatte mal wieder Recht!
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| | Buch: | Hitler besiegen: Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss |
| Autor: | Avraham Burg, Ausgabe vom 14. Sept. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 19743 |
| Preis: | 22,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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12.09.2009 / Süddeutsche Zeitung: Ein Land im Schatten des Holocaust "Avraham Burg ist der rhetorische Scharfrichter der israelischen Gegenwart."
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)
Leserkommentare:* Erlösungstat für Juden und Nicht-Juden (5 von 5 Punkten) meint K. Selten habe ich ein dermaßen "feingeschichtetes" und kompetentes Buch gelesen, von einem integeren Insider, der den Mut hatte sich gegen den von der Israelischen Politik seit Jahrzehnten öffentlich praktizierten Zionismus zu wenden. Indem er die Dinge bei Ihren "WAHREN" Namen nennt und kein Blatt vor den Mund nimmt, beweist er einen Mut, der heute leider nur noch selten zu finden ist.
Avraham Burg wendet sich konsequent gegen die ständige Holocaut-Monopolisierung seitens des jüdisch-israelischen Volkes und tritt offen für ein Ende dieser Überheblichkeit ein. Er brandmarkt die Aussichtslosigkeit des ständigen Lebens in Trauma der Vergangenheit und fordert eine energische Wendung und Wandlung vom völkisch-religiös-separatistischen zum allgemein menschheitlichen Bewußtsein gegen jegliche Gewalt und Diskriminierung und ein beispielhaftes Streben nach allgemeiner weltweiter Integration auf Basis des allgemein Menschlichen.
Im Verlauf seines Buches gelingt es ihm somit Reaktion, Dekadenz und und die heute völlige Unmöglichkeit eines sich auf eine Religion berufenden Staatsgebildes schonungslos offenzulegen und ad Absurdum zu führen, indem er gleichzeitig de facto für eine moderne freilassende Trennung zwischen Religion und Staat eintritt. Auch scheut er sich nicht die althergebrachten, konservativen und engen jüdischen Glaubensformeln umzudeuten und neu darzulegen im Sinne einer menschenbestimmten Göttlichkeit, welches sich vordringlich an den wahrnehmbaren und erkennbaren Werten einer selbsterlebten Wahrnehmung des Göttlichen im anderen Menschen übt.
So ist zu hoffen, daß es ihm gelingt, mit diesem Buch noch möglichst viele weitere Mitstreiter zu gewinnen und dadurch langfristig die aktuelle reaktionäre Beschränkung prominenter Juden und Politiker Israels, zum Wohle der Menschheit zu überwinden. Für jeden der schon immer ein gewisses "Bauchgrimmen" gegenüber aggressiv-reaktionärem jüdischen Selbstverständnis hatte, ist diese Buch eine "Befreiungs-Bibel" und kann zur Lektüre nur wärmstens empfohlen werden. Es muß noch ausdrücklich betont werden, daß es Burg gelungen ist, nach objektiver Sachlage ein bahnbrechendes Buch zu verfassen ohne sich auch nur entfernt dem Makel irgendeines Anti-Semitismus zu nähern.
fi
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Die Lage in Israel ist offen und explosiv. Der Frieden mit den Palästinensern, vor ein paar Jahren mit dem Abkommen von Oslo zum Greifen nahe, ist wieder in weite Ferne gerückt. Fanatismus, falsch verstandenes Heldentum, Eigennutz und unbezähmbare Ungeduld gewinnen immer wieder die Oberhand über die Stimmen der Vernunft in diesem Dauerkonflikt, der tief in der Geschichte wurzelt. Henryk M. Broder beschreibt in seinen hier zusammengestellten Reportagen, Interviews, Anekdoten und Essays den ganz normalen Wahnsinn im Heiligen Land, pointiert, witzig und engagiert. Henryk M. Broder, geboren 1946 in Katowice, Polen, ist Journalist beim Spiegel und lebt in Berlin und Jerusalem. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u.a.: Erbarmen mit den Deutschen (1993); Schöne Bescherung. Unterwegs im Neuen Deutschland (1994); Volk und Wahn (1996). Lese-Tip: Angela Grünert: Der längste Weg heißt Frieden. Die Frauen im ersten palästinensischen Parlament.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 10 Bewertungen)
Leserkommentare:* Immer noch aktuell! (5 von 5 Punkten) meint M. Leicht zu lesen,locker geschriebene Hindergrund Information über jüdisches Leben in Israel. Kritisch, liebevoll und nicht denunzierend.
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Der Weltbestseller Ex-Agent Victor Ostrovsky, intimer Mitwisser der Machenschaften des israelischen Nachrichtendienstes, entreißt dem Mossad den Schleier des Geheimnisses. Sein Blick hinter die Kulissen erwies sich als so brisant, daß der Staat Israel - vergeblich - versuchte, die Publikation dieses Enthüllungsbuchs gerichtlich zu unterbinden. Ostrovsky macht deutlich, daß der Mossad aufgrund seiner Erfolgsgeschichte inzwischen zu einem Staat im Staate Israel geworden ist, für den das einzelne Menschenleben nicht zählt.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 12 Bewertungen)
Leserkommentare:* Schockierend und informativ zugleich (5 von 5 Punkten) meint W. Hier bekommt man einen genauen Einblick in die Ausbildung zu einem Mossad-Agenten. Auch wenn in Israel offiziell die Meinung herrscht, das es keinen Mossad gibt, so weis doch die Bevölkerung das er unter Ihnen lebt. Schockiert hat mich vor allem wie offen und egoistisch Israel manchmal mit dem Thema Sicherheit umgeht. Und da noch mehr an sich denkt, als man eventuell als neutraler Bürger denkt. Zusammen mit dem Film "Paradise Now" ist es ein absolutes Beispiel wie man ein wenig anders über die Situation Israels nachdenkt...
Absolut lesenswert!!
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| | Buch: | Von Auschwitz nach Jerusalem: Über Deutschland und Israel |
| Autor: | Alfred Grosser, Ausgabe vom 18. Sept. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 176234 |
| Preis: | 16,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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"Menschenrechte für alle! Das Plädoyer eines großen Humanisten"Der Gaza-Krieg hat die Fragen wieder aufgeworfen: Wie scharf darf man Israel kritisieren? Messen die Israel-Kritiker mit zweierlei Maß oder die Israel-Verteidiger? Und wann ist die Grenze zum Antisemitismus überschritten? Wenn es um den jüdischen Staat geht, kochen sechzig Jahre nach dessen Gründung die Emotionen regelmäßig hoch. Das hat insbesondere in Deutschland damit zu tun, dass in der Debatte unterschiedliche Auffassungen darüber aufeinanderprallen, welche Lehren aus Auschwitz zu ziehen seien. Aus der Perspektive eines Franzosen, der als jüdischer Deutscher geboren wurde, bringt Alfred Grosser Klarheit in dieses von Polemik, Unterstellungen und Verzerrungen geprägte Feld. Er würdigt die deutsche Erinnerungspolitik und zeigt zugleich auf, wo diese doktrinär erstarrt ist. Für ihn kann die Konsequenz aus der Shoah nur lauten: Die Menschenrechte sind unteilbar und immer und überall einzufordern. Sie müssen für Muslime ebenso gelten wie für Juden in Palästina, aber auch in Europa selbst. Kaum ein Publizist hat diese Grundhaltung so konsequent vertreten, wie Grosser es seit mehr als fünfzig Jahren tut.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)
Leserkommentare:* Ein Buch, das man bei allen Schwächen jedem empfehlen kann, der sich mit eigenständigem Denken an dem Diskurs beteiligen möchte (4 von 5 Punkten) meint W.S. aus Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland Wer die Antworten auf die Fragen wissen möchte, die der Verlag auf die Umschlagsseite des neuen Buches von Alfred Grosser gedruckt hat, muss sich gedulden: "Wie scharf darf man Israel kritisieren ? Messen die Israel - Kritiker mit zweierlei Maß - oder die Israel-Verteidiger? Und wann ist die Grenze zum Antisemitismus überschritten?" Diesen insbesondere nach dem Gaza-Krieg wieder neu aufgeworfenen Fragen geht der bekannte Intellektuelle Alfred Grosser in seinem Buch nach, aber erst, nachdem, wie das für ihn selbstverständlich ist, über eine lange Strecke die historischen Grundlagen und Voraussetzungen dieser Fragestellungen aufgezeigt und geklärt worden sind.
Grosser schreibt aus der Perspektive eines Franzosen, der als jüdischer Deutscher geboren wurde. Sein Denken war schon immer und ist auch in dieser Frage, wo es sich um Israel dreht, von bewundernswerter Unabhängigkeit. Nüchtern demontiert er etwa immer wieder bestimmte Argumentationsmuster in der Debatte um die Haltung zu Israel und dessen Politik, speziell in Deutschland. Der jüngste Besuch des neuen Außenministers Westerwelle in Israel und wie er gebannt in der Presse begleitet und kommentiert wurde, ist dafür ein ganz aktuelles Beispiel.
Grossers Kritik am Zentralrat der Juden in Deutschland und seinen Repräsentanten ist hart. Er wirft ihm vor, mit seinen oft reflexhaften öffentlichen Einlassungen dem Antisemitismus Vorschub zu leisten. Dieser Vorwurf in der innerjüdischen Debatte ist allerdings so alt wie der Diskurs um den Antisemitismus selbst.
Grossers Buch leistet insbesondere für die Generation der nach dem Zweiten Weltkrieg geborenen kritischen Menschen etwas ganz Wertvolles: es vermittelt historische Grundlagen und Informationen, die man sonst in dieser Detailverliebtheit selten findet. Das ist aber auch eine Schwäche des Buches. Seine Zitate und Bezüge, seine Vermerke über dies und jenes ziehen sich oftmals in die Länge, und auch der andauernde Verweis auf eigene Schriften, Reden und Aussagen kommt einem ab und zu überzogen vor, vor allem deshalb , weil Grosser sich anscheinend niemals geirrt hat.
Klare Antworten auf die oben gestellten Fragen gibt auch er nicht. Er zeigt aber die falschen und ideologiebeladenen Antworten auf, die in der Debatte kursieren und entlarvt sie. Das ist die Hauptleistung eines wichtigen Buches, das man bei allen Schwächen jedem nur empfehlen kann, der sich mit eigenständigem Denken an dem Diskurs "über Deutschland und Israel" beteiligen möchte.
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| | Buch: | Heimatcontainer: Deutsche Fertighäuser in Israel |
| Autor: | Friedrich von Borries, Jens-Uwe Fischer, Ausgabe vom 16. Nov. 2009, Broschiert, Verkaufsrang 56792 |
| Preis: | 12,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Berlin, Ende der zwanziger Jahre. Die Hirsch Kupfer und Messing AG entwickelt ein Fertighaus - selbstverständlich aus Kupfer, dem wetterbeständigen Material, das nach dem Ersten Weltkrieg in riesigen Mengen in den Lagern liegt. Hunderte Häuser sollen entstehen, Walter Gropius wird mit der Verfeinerung der Entwürfe beauftragt, die Häuser haben Namen wie "Kupfercastell" und "Frühlingstraum". Doch dann kommen die Weltwirtschaftskrise und die Machtübernahme Hitlers, plötzlich heißen die Fertighäuser nun "Jerusalem", "Tel Aviv" und "Libanon". In einer Anzeige in der Jüdischen Rundschau inseriert die Firma: "Nehmen Sie ein Kupferhaus mit nach Palästina. Sie wohnen bei größter Hitze in kühlen Räumen." Friedrich von Borries und Jens-Uwe Fischer haben sich in Deutschland und Israel auf die Spuren der Erbauer und Bewohner der Kupferhäuser gemacht und mit ihnen darüber gesprochen, was Heimat in einer ultramobilen Welt bedeutet.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)
Leserkommentare:* Architektur & Geschichte - sachlich & emotional; nicht nur für Architekten (5 von 5 Punkten) meint D. Für mich ein besonderes Buch. Hier wird Architektur und deren Geschichte in einer kompakten Form vermittelt, die auf jedes Schwelgen verzichtet und dennoch Emotionen auszulösen vermag. Auf endlose Gebäudebeschreibungen wird verzichtet. Stattdessen betten die Autoren die einzelnen Bauwerke in das gelebte Leben Ihrer Bewohner. Das Werden des Kupferhauses wird im Umfeld einer generationenübergreifenden Familien- und Firmengeschichte beschrieben.
Das Buch ist sehr verständlich geschrieben und durch kurze Abschnitte sehr angenehm zu lesen. Historische wie aktuelle (farbige, nicht beschönigende) Abbildungen unterstützen das Verständnis für die Architektur. Bildunterschriften fehlen leider und machen ein Nachschlagen im Register erforderlich. Eine Liste der bekannten Kupferhäuser hätte dem ohnehin hervorragenden Buch einen weiteren Akzent geben können.
Fazit: absolut lesenswert
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Aus der Amazon.de-Redaktion Schonungslos und mit einer gehörigen Portion Wut prangert der amerikanische Jude und Nachkomme von Überlebenden des Holocausts ein weiteres Mal die Palästinapolitik Israels und seiner amerikanischen Unterstützer an. Wie bereits in seinem umstrittenen Bestseller Die Holocaust-Industrie beklagt der Autor mit dem ihm eigenen Furor, Israel versuche seine völkerrechtswidrige Politik gegen die Palästinenser mit postwendenden Antisemitismus-Vorwürfen gegen jede Kritik zu immunisieren. "Israels Apologeten reden immer dann von einem 'neuen Antisemitismus'", schreibt Finkelstein in seiner Vorbemerkung zur deutschen Ausgabe, "wenn Israel sich mit einem größeren Public-Relations-Debakel konfrontiert sieht oder wenn der internationale Druck auf Israel wächst, den Konflikt mit den Palästinensern auf diplomatischem Wege zu lösen." Der in den letzten Jahren erhobene Antisemitismusvorwurf falle dabei zeitlich mit einer Politik der brutalen Unterdrückung in den Gebieten im Westjordanland zusammen, die Israel durch seinen völkerrechtswidrigen Mauer-Bau annektiere. Nicht nur gegen Israel richtet sich Finkelsteins Zorn, sondern auch gegen all jene, die sich moralisch einschüchtern lassen. So habe die EU "moralische Feigheit" bewiesen, als sie die Veröffentlichung einer von ihr selbst in Auftrag gegebenen Studie zurückgehalten habe, die zeige, dass "die illegale israelische Mauer jede Hoffnung auf eine Zwei-Staaten-Lösung zunichte macht". Ohne Frage gibt es sowohl in Deutschland als auch anderen europäischen Staaten nach wie vor Antisemitismus. Dies stellt Finkelstein, dem man dies in Reaktion auf dieses Buch aber zweifellos vorwerfen wird, auch keineswegs in Abrede. Das Ausmaß dieses Antisemitismus werde aber bewusst stark übertrieben, um so die Kritik an Israel im Keim zu ersticken. Wie gerechtfertigt diese Kritik (und die Kritik an den USA, die Israel gewähren lässt) tatsächlich ist, versucht Finkelstein im zweiten Teil des Bandes nachzuweisen. Und angesichts der hier ausgebreiteten Fakten tut man sich schwer, ihm zu widersprechen. - Hasso Greb 1
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 8 Bewertungen)
Leserkommentare:* Aufklärung vom Feinsten (5 von 5 Punkten) meint C.
Dieses Buch ist eins von 2 Büchern von Herrn Finkelstein, in denen er zu Recht die Machenschaften der von ihm benannten "Holocaust Industrie" anprangert und damit nicht nur den Zahn der Zeit trifft, sondern auch vielen Menschen, Juden wie Nichtjuden und sogar "echten" Holocaust-Überlebenden, aus aller Welt aus der Seele spricht.
Natürlich war der Aufschrei groß und Herr Finkelstein gehört für den Großteil der eigenen Leute auf die schwarze Liste, aber es bleibt eine Tatsache, dass die Themen "Schuld" und "Antisemitismus" nicht mißbraucht werden dürfen, um egoistische Machtinteressen durchzusetzen und das Leid anderer Menschen zu bagatellisieren.
5 Sterne :-)
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Aus der Amazon.de-Redaktion Einer der Altmeister des politischen Sachbuchs in Deutschland, Peter Scholl-Latour, hat sich mit seinem neuesten Werk wieder in Richtung Naher Osten aufgemacht. In gewohnt guter Kombination von exzellent recherchierten Fakten und vor Ort erworbenem Hintergrundwissen hat er ein Buch geschrieben, das wie stets gleichermaßen spannend wie informativ ist. Scholl-Latours Fähigkeit, dem Leser komplexe politische Stoffe verständlich nahezubringen, beweist sich hier einmal mehr. In fließendem Erzählstil vermittelt er seine Kenntnisse dabei gerne auch in Form eigener Erlebnisse und Begegnungen. Diesmal nun hinterfragt Scholl-Latour den gefährdeten Friedensprozeß zwischen Israelis und Palästinensern. Er tut dies nicht ausschließlich mit Blick auf die beiden betroffenen Nationen, sondern erläutert tiefgründig den Zusammenhang mit dem Libanon, Syrien, Kuwait und vor allem dem Irak. Alte Mythen, ohne die man die derzeitige Politik im Spannungsfeld des Nahen Ostens nicht wirklich verstehen kann, bezieht der Autor dabei ebenso in die Analyse ein wie die aktuellen politischen Entwicklungen der letzten Jahre. Besonders die Betrachtung der uralten Geschichte dieser Region - und der Ursprung vieler Mythen liegt dabei im heutigen Irak - macht dieses Buch zu etwas besonderem, das es über die meisten anderen Bücher zum Thema Naher Osten hinaushebt. Ein umfangreicher Kartenteil erleichtert dabei das Verständnis der Materie, deren Schauplätze vielen von uns nicht gleich präsent sein dürften. Ein Buch also, das mit seinen Hintergrundinformationen einen wichtigen Bestandteil zum Verständnis der Politik im Nahen Osten liefert. -Joachim Hohwieler
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 14 Bewertungen)
Leserkommentare:* Superbuch (5 von 5 Punkten) meint J.W. aus Langenhagen wie alles was ich bisher von Peter Scholl-Latour gelesen habe ist auch dieses Buch ein Musterbeispiel an Vermittlung von kompliziertem politisch-religiösem Wissen eines fremden Landes , diesmal im nahen Osten - in einer unachahmlichen Form , so dass es eigentlich jeder versteht ! Er ist und bleibt einer meiner Lieblingsautoren !
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| | Buch: | Die Geschichte des Staates Israel: Von der Gründung bis heute - Ein NES AMMIM Buch |
| Autor: | Michael Krupp, Ausgabe vom 12. Januar 2004, Gebunden, Verkaufsrang 125103 |
| Preis: | 14,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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"Spannend sind die Hintergrundinformationen zu den Kriegen in und um Israel wie zur Intifada und schließlich zum Friedensprozess. Für jeden Israel-Interessierten ist dieses Buch auf jeden Fall eine Fakten- und Informationsfundgrube." (DRAN)
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Leserkommentare:* Seriös, lehrreich und unterhaltsam (5 von 5 Punkten) meint R.S. aus Frankfurt Von diesem seriösen Sachbuch kenne ich nur die 2., überarbeitete und ergänzte Auflage von 2004. Seither sind fünf Jahre vergangen. Der 60. Geburtstag des Staates Israel und der 100. Geburtstag von Tel Aviv im aktuellen Jahr 2009 sollten Grund genug sein, sich dieses wertvolle Sachbuch erneut vorzuknöpfen.
Etwa neunzig Prozent des Buches schildern die spannenden Aufbaujahre (beginnend mit dem Unabhängigkeitskrieg, dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 und dem Yom-Kippur-Krieg von 1973), die Ära Begin 1977, die den ersten Friedensvertrag mit einem arabischen Staat brachte, das fünfte Jahrzehnt (Intifada, die Regierung Shamir, die äthiopische und die sowjetische Einwanderung), den Neubeginn mit den Verträgen von Oslo bis hin zur Ermordung Rabins (1995).
Auf den letzten zehn Prozent wird das Buch dann noch einmal richtig spannend. Gerade jetzt, wo Israel wieder eine Netanyahu-Regierung hat, lohnt es sich sehr, die Seiten über die Netanyahu-, Barak- und Sharon-Jahre erneut zu lesen.
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| | Buch: | Es war einmal ein Palästina: Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels |
| Autor: | Tom Segev, Ausgabe vom 17. Juli 2006, Gebunden, Verkaufsrang 126110 |
| Preis: | 14,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Eine meisterhafte Untersuchung des turbulenten Zeitraums vor der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948: Lebendig, materialreich und mit analytisch spitzer Feder schildert Tom Segev, wie in den drei Jahrzehnten britischer Herrschaft in Palästina die Wurzeln des israelisch-palästinensischen Konflikts gelegt wurden. Dabei stellt er manche Annahme der herkömmlichen Geschichtsschreibung auf den Kopf. "Tom Segev hat ein fabelhaftes, hoch aktuelles Buch geschrieben." DIE ZEIT "Schon jetzt ein Standardwerk." Der Spiegel "Tom Segev hat ein fabelhaftes, hoch aktuelles Buch geschrieben, das, vor fünf Jahren erstmals in den USA veröffentlicht, nun auch endlich auf Deutsch erschienen ist. Es bestätigt Indira Ghandis Feststellung: "Geschichte ist der beste Lehrmeister mit den unaufmerksamsten Schülern." Die Zeit
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 9 Bewertungen)
Leserkommentare:* Klare Kaufempfehlung - auch für Einsteiger. (5 von 5 Punkten) meint M.G. Die ausführlichen Rezensionen haben mich zum Kauf dieses Buches bewogen, und ich kann mich diesen voll und ganz anschließen. Tom Segevs Buch ist gut und breit recherchiert, liest sich wie ein Roman. Es ist ein "Muss", wenn man mehr über die Ursachen und Hintergründe des andauernden Nahost-Konflikts erfahren will. Ich empfehle das Buch nicht nur als Ergänzungs-, sondern auch als Einsteiger-Lektüre. Ich habe es mit großem Gewinn gelesen und vergebe deshalb 5 Sterne.
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