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Politik und Geschichte
Deutsche Geschichte

Studentenbewegung '68




Achtundsechzig: Eine Bilanz - Wolfgang Kraushaar
Buch:Achtundsechzig: Eine Bilanz
Autor:Wolfgang Kraushaar, Ausgabe vom 21. Febr. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 505553
Achtundsechzig Eine Bilanz - Wolfgang Kraushaar unter  
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Vierzig Jahre nach 1968 sind die Programme der Verlage voll von Büchern über die weltweite Jugendrevolte von damals und ihre sozialen und politischen Nachwirkungen. Die Bilanz Achtundsechzig des 1948 geborenen Zeithistorikers und Politikwissenschaftlers Wolfgang Kraushaar ragt dabei neben Norbert Freis 1968. Jugendrevolte und globaler Protest aus der Fülle der Neuerscheinungen heraus.
In einem ausführlichen Prolog zeigt Kraushaar, inwieweit die amerikanische Hippiebewegung den Wurzelgrund für die "transnationale" Protestbewegung bildete. Kenntnisreich und atmosphärisch dicht schildert er die " Wurzeln der wichtigsten Subkulturen der sechziger Jahre", die sich in der Bay Area von San Fancisco im Laufe der sechziger Jahre ausbildeten: Hier, "an der Universität von Berkeley, entwickelte sich im Herbst 1964 das Free Speech Movement, das so etwas wie das Urmodell für die weltweit ausbrechenden Studentenrevolten abgegeben hat", im Stadtteil Haight-Ashbury steht die Wiege der Hippiebewegung. Im Vorort Oakland formierte sich 1966 die militante Black-Power-Bewegung, auf dem in der Bay gelegenen Eiland Alcatraz forderte im November 1969 die Indianerbewegung die Rückgabe der Insel und in der Castro Street in San Francisco nahm die Schwulenbewegung ihren Anfang. Kurzum: " San Francisco war in jenen Jahren das Mekka der Gegenkultur. " Ihren hörbaren Ausdruck fand diese Gegenkultur in der Musik, die einen nicht unwesentlichen Beitrag zur schnellen und weltweiten Verbreitung des "neuen Jugendstils" leistete.
Im weiteren Verlauf des Buchs konzentriert sich der Autor auf die 68er-Bewegung in Deutschland. Anhand zahlreicher Beispiele zeigt Kraushaar, wie facettenreich das Bündel der soziokulturellen Phänomene ist, das man später mit dem Etikett "68" versah - und wie ebenso vielfältig die Urteile, die darüber kursieren: So steht es sowohl für den " Aufbruch zu neuen gesellschaftlichen Ufern", wie für eine " Regression in die Innerlichkeit" und den " Flirt mit dem kommunistischen Totalitarismus". "68", stellt Kraushaar ebenso nüchtern wie zutreffend fest, "spaltet nach wie vor die Gesellschaft": Während die einen hier das Grundübel aller gesellschaftlichen Fehlentwicklungen ausgemacht haben wollen, wird es von den anderen "zum nachträglichen Gründungsakt der Bundesrepublik hochstilisiert". Kraushaar zeigt in seiner Studie nicht nur, warum dies so ist. Er macht auch einsichtig, wo beide Seiten irren und wo sie in der Tendenz vielleicht nicht ganz falsch liegen. Eine ausgesprochen erhellende Lektüre! - Andreas Vierecke, Literaturanzeiger. de
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Unser Kampf: 1968 - ein irritierter Blick zurück - Götz Aly
Buch:Unser Kampf: 1968 - ein irritierter Blick zurück
Autor:Götz Aly, Ausgabe vom Febr. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 465243
Unser Kampf 1968 ein irritierter - Götz Aly unter  

1968: Die Revolte -
Buch:1968: Die Revolte
 Ausgabe vom 13. Sept. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 294318
1968 Revolte unter  
Product Description
1. Auflage Gr. -8°, Broschiert Frankfurt am Main, S. Fischer Verlag, 2007. 255 Seiten mit zahlreichen Fotos. das Buch ungelesen und wie neu, auf dem Vorsatz vom Politiker persönlich gewidmet und signiert. Marc Daniel Cohn-Bendit (* 4. April 1945 in Montauban/ Frankreich) ist ein deutsch-französischer Publizist und Politiker von Bündnis 90/ Die Grünen und Europe Écologie-Les Verts. Flower Power, freie Liebe, die Befreiung aus dem Muff von tausend Jahren war es für die einen, der Beginn von bleierner Zeit, Terror und Chaos für die anderen: 1968 ist mehr als nur ein bestimmtes Jahr. Die von den 68ern in Gang gesetzten Ereignisse markieren eine tiefe Zäsur in der Geschichte unseres Landes. Ihre Folgen sind bis heute spürbar: Ob Erziehung, Bildung und Sexualität, das Verhältnis der Bürger zum Staat, politische Beteiligung oder das spannungsreiche Verhältnis zwischen Sicherheit und Freiheit - all dies wurde durch die Debatten und Aktivitäten der 68er neu definiert. Die Autoren dieses Bandes waren zum Teil maßgeblich an den Ereignissen beteiligt und bestimmten sie mit. Farbig und aus eigener Anschauung berichten sie, wie sie 1968 und die Folgejahre erlebten und wie sie auf das, was sie damals wollten, von heute aus zurückblicken.
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Die verspielte Revolution: 1968 und die Folgen - Uwe Wesel
Buch:Die verspielte Revolution: 1968 und die Folgen
Autor:Uwe Wesel, Ausgabe vom 13. Aug. 2002, Gebunden, Verkaufsrang 928311
Preis: 22,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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verspielte Revolution 1968 und die - Uwe Wesel unter  
Ein Foto dokumentiert den Beginn der Unruhen an deutschen Hochschulen: Zwei Studenten tragen vor Professoren in vollem Ornat ein Plakat: Unter den Talaren - Muff von 1000 Jahren.
" Der Zeitzeuge ist der geborene Feind des Zeithistorikers", schrieb Christian Semler in einer Rezension zu Gerd Koenens großartiger Studie Das rote Jahrzehnt. Unsere kleine deutsche Kuturrevolution 1967 ? 1977. Was der Achtundsechziger im Rückblick zu sagen hat, dient entweder dem Wunsch, der individuellen Biografie "so etwas wie Sinn zu verleihen". Oder aber der Zeitzeuge versucht, "seine Zeit als radikaler Linker zu einem monströsen Irrweg zu stilisieren, aus dem er - früher oder später - wieder aufgewacht sei, um wieder in den Hafen der Menschlichkeit zu gelangen".
Uwe Wesel ( Jahrgang 1933) versucht ein Drittes: Er spielt seine Rolle herunter - und damit indirekt auch die Bedeutung der Ereignisse, deren Zeuge er war. Wesel kam 1968 aus dem vergleichsweise beschaulichen München ins revolutionäre Berlin. Als Professor für Römisches und Bürgerliches Recht geriet er schnell zwischen die Fronten. Der nichtrevolutionäre, aber dezidiert linke Sozialdemokrat Wesel schlug sich bald auf die Seite der protestierenden Studenten und ließ sich 1969 von der linken Mehrheit zum Vizepräsidenten der F U wählen. Ein Amt, von dem er nach vier Jahren zurücktrat.
Während Koenen dem Dilemma " Zeitzeuge vs. Zeithistoriker" begegnet, indem er gekonnt zwischen den Klippen obsessiver Nabelschau und pseudowissenschaftlicher Distanz navigiert, wirkt es bei Wesel eher so, als könne er sich nicht so recht entscheiden zwischen einem radikal subjektiven Zugriff auf das Thema und der Verlockung, das Ganze aus einer gleichsam "olympischen" Position der Altersweisheit zu glossieren. Ergebnis ist eine Art ironischer Halbdistanz, die scheinbar unbeteiligt daherkommt, aber immer wieder unvermittelt(e) Wertungen enthält, die den Leser auf die Frage stoßen: " Wer spricht hier eigentlich? "
Das hat auch mit einem strukturellen Problem des Buches zu tun. Obgleich er versucht, die Geschichte vom Aufstieg und Fall der " Neuen Linken" in vier verschiedene Zeitabschnitte zu gliedern (1956-68, 1968-69, 1969-73, 1974-98), hat Wesel sein Buch eher thematisch denn chronologisch angelegt. Was neben abrupten Themenwechseln - von der Hochschulreform zur sexuellen Befreiung und wieder zurück - auch ein stetes Springen zwischen verschiedenen Zeiten zur Folge hat. Und leider auch viele inhaltliche Doppelungen. Darüber hinaus ist das Buch auch schlampig redigiert, es wimmelt von Druckfehlern und Ungenauigkeiten. Aus Gerd wird im Register " Wolfgang" Langguth, aus Rudolf Seiters der Abgeordnete " Seiter", das Kottbusser Tor gerät zum " Cottbusser" Tor, die Regierung zur " Regelung" - und für die Parteigründung der Grünen finden sich innerhalb von fünf Seiten drei verschiedene Daten.
Am stärksten ist Wesel da, wo er deutlich Stellung bezieht. Zum Beispiel in der Passage über den " Deutschen Herbst" 1977, wo er zu dem durchaus streitbaren Ergebnis kommt, dass Hanns-Martin Schleyer für die Staatsräson, "ein imaginäres Gebilde aus längst vergangenen Zeiten", geopfert worden sei. Solche Zwischenrufe oder besser gesagt Nachbetrachtungen hätte man sich mehr gewünscht. Viel zu kurz geraten ist dagegen der letzte Abschnitt über den " Weg zu Rotgrün". Die wichtigsten Protagonisten - für Wesel sind das Schily, Schröder, Fischer, Trittin - werden auf gerade mal einer Seite abgehandelt. Wesels anfangs locker hingeworfene Bemerkung, Fischer und Co. hätten im Laufe der Jahre weniger ihr Land verändert als ihre Meinung, wird im Schlusskapitel vom Autor selbst widerlegt: Der Antiautoritarismus, für den diese Generation angetreten ist, hat - zumindest im Gesellschaftlichen - fast auf ganzer Linie gesiegt. Und die Grünen sind nicht nur "das deutlichste Ergebnis der Studentenrevolte", sondern auch "ein deutsches Exportprodukt". Selbst in Mexiko und der Mongolei gibt es heute grüne Parteien.
Fazit: ein streckenweise durchaus amüsantes Buch, bei dem aber, anders als der Untertitel suggeriert, die Folgen von 68 zu kurz kommen. Ein wenig frei nach Wesel: schön verspielt, aber eben auch eine schöne Chance verspielt. -Axel Henrici

Die 68er Bewegung: Deutschland, Westeuropa, USA (Beck'sche Reihe) - Ingrid Gilcher-Holtey
Buch:Die 68er Bewegung: Deutschland, Westeuropa, USA (Beck'sche Reihe)
Autor:Ingrid Gilcher-Holtey, Ausgabe vom 18. Juni 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 516340
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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68er Bewegung Deutschland, Westeuropa, USA - Ingrid Gilcher-Holtey unter  
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Aus dem Inhalt I. " Alte Linke" - " Neue Linke"; I I. " Aufklärung durch Aktion" Das Praktischwerden der Theorie; I I I. Parallelaktionen Der Transfer der Proteste; I V. Wege in eine "andere" Gesellschaft Die konkreten Utopien; V. Widersprüche Der Zerfall der Bewegungen; V I. Nachwirkungen.
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Suche nach dem Handorakel: Ein Bericht (Historische Geisteswissenschaften - Frankfurter Vorträge) - Helmut Lethen
Buch:Suche nach dem Handorakel: Ein Bericht (Historische Geisteswissenschaften - Frankfurter Vorträge)
Autor:Helmut Lethen, Ausgabe vom 1. Sept. 2012, Taschenbuch, Verkaufsrang 684146
Preis: 9,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Suche nach dem Handorakel Ein - Helmut Lethen unter  

1968: Jugendrevolte und globaler Protest - Norbert Frei
Buch:1968: Jugendrevolte und globaler Protest
Autor:Norbert Frei, Ausgabe vom 1. März 2008, Broschiert, Verkaufsrang 504899
1968 Jugendrevolte und globaler Protest - Norbert Frei unter  
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Buch in neuwertigem Zustand, Rauchfreier Haushalt, geruchsfreundlich, geputztes Buch und in Folie eingelagert, Broschierte Ausgabe, Isbn: 3423246537 Norbert Frei 1968: Jugendrevolte und globaler Protest dtv premium Verlag, Bücherversand, Luftgepolstert und in einem neuen Karton, der Artikel kann innerhalb 14 Tage zurückgegeben werden, kein Versand an Packstationen, Lagerhalterungsnummer K. 10*
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»Notstandsgesetze von Deiner Hand«: Briefe 1968/1969 (edition suhrkamp) - Gudrun Ensslin, Bernward Vesper
Buch:»Notstandsgesetze von Deiner Hand«: Briefe 1968/1969 (edition suhrkamp)
Autor:Gudrun Ensslin, Bernward Vesper, Ausgabe vom 21. Sept. 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 412846
Preis: 12,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
»Notstandsgesetze von Deiner Hand« Briefe - Gudrun Ensslin unter  

Die Machtübernahme der 68er: Die Frankfurter Schule und ihre zersetzenden Auswirkungen (Veröffentlichungen der Stiftung Kulturkreis 2000) - Rolf Kosiek
Buch:Die Machtübernahme der 68er: Die Frankfurter Schule und ihre zersetzenden Auswirkungen (Veröffentlichungen der Stiftung Kulturkreis 2000)
Autor:Rolf Kosiek, Ausgabe vom 20. Okt. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 529884
Preis: 19,80 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Machtübernahme der 68er Frankfurter Schule - Rolf Kosiek unter  

Das wilde Leben - Uschi Obermaier
Buch:Das wilde Leben
Autor:Uschi Obermaier, Ausgabe vom Juli 2000, Gebunden, Verkaufsrang 901108
wilde Leben - Uschi Obermaier unter  
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Aus dem Klappentext: " Für diese Frau", sagte Rainer Langhans einmal, "würde ich jede Revolution verraten". Ihr Poster hing in Jugendzimmern und Wohngemeinschaften, sie schmückte die Titelseiten der Magazine, von T W E N und S T E R N bis zur amerikanischen V O G U E -doch über ihr Leben kursierten bislang nur Gerüchte. . . C L A U D I U S S E I D L hat Uschi Obermaiers Erinnerungen aufgeschrieben. Er ist S P I E G E L-Autor und Filmkritiker, hat ein Buch über Billy Wilder verfasst und eines über das deutsche Kino der fünfziger Jahre. Er lebt in München.
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