Stolz auf unser Land: Die amerikanische Linke und der Patriotismus
Autor:
Richard Rorty, Ausgabe vom 3. Mai 1999, Gebunden, Verkaufsrang 247909
Aus der Amazon.de-Redaktion Nichts könnte irreführender sein hinsichtlich Richard Rortys Aufsatzsammlung als der deutsche Titel Stolz auf unser Land. Die amerikanische Linke und der Patriotismus und das Umschlagbild von der amerikanischen Mondlandung 1969, mit dem der Suhrkamp Verlag die deutsche Ausgabe von Achieving Our Country: Leftist Thought in Twentieth-Century America schmückt. Denn weder vom Patriotismus herkömmlicher Art noch vom simplen Stolz aufs eigene Land handeln die Vorlesungen des Philosophen, die während eines siebenmonatigen Fellowship am Stanford Humanities Center entstanden. Vielmehr haben sie die Geschichte der amerikanischen Linken im 20. Jahrhundert zum Gegenstand. Rorty konstatiert einen deutlichen Bruch zwischen einer politisch engagierten, reformistischen, allerdings antikommunstischen Linken, wie sie von Beginn des Jahrhunderts bis zum Vietnamkrieg in Gewerkschaften und Bürgerrechtsbewegung anzutreffen war und einer akademischen Linken, die seither tonangebend ist. Diese akademische Linke nennt Rorty auch kulturelle Linke, und sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie in der Nachfolge des Vietnamkriegs den konkreten politischen Kampf aufgegeben hat und sich nun in der Rolle des radikal desillusionierten Zuschauers gefällt. Sie hat zwar im Zuge ihres neues Konzepts der identity politics Gruppen angesprochen, die die traditionelle Linke stets vernachlässigte, wie Schwarze, Latinos, Indigene, Homosexuelle und Frauen - was ihr Rorty für die weitere Zivilisierung der US-amerikanischen Gesellschaft hoch anrechnet -, doch den genuin politischen Fragen wie Umverteilung und soziale Gerechtigkeit, also Bildungschancen, Krankenversicherung und Mindestlöhne, verweigert sie sich. Es geht Rorty also nicht um eine Analyse linker Theorie, sondern um die Untersuchung einer linken Praxis: Warum eine richtige linke Politik, wie sie etwa der Dissent-Herausgeber Irving Howe und der schwarze Gewerkschaftsführer A. Philip Randolph beispielhaft betrieben, auch wegen des politisch zunehmend diskreditierten Antikommunismus verschwinden musste und warum es dennoch an der Zeit ist, sich dieser Praxis und ihrer theoretischen und poetischen Grundlagen bei John Dewey und Walt Whitman erneut zu versichern und an die Reformierbarkeit der eigenen Gesellschaft zu glauben. -Brigitte Werneburg 1
Buch:
Die DDR im Blick der Stasi 1988: Die geheimen Berichte an die SED-Führung (Ddr Im Blick der Stasi - die Geheimen Berichte An die sed-Fuh)
Autor:
Frank Joestel, Ausgabe vom 8. Dez. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 685830
Ernst Bloch, Ausgabe vom 1973, Gebunden, Verkaufsrang 531377
Buch:
Gesamtausgabe in 16 Bänden - stw-Werkausgabe - Mit einem Ergänzungsband: Band 11: Politische Messungen, Pestzeit, Vormärz: BD 11 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Autor:
Ernst Bloch, Ausgabe vom 30. Juni 1985, Taschenbuch, Verkaufsrang 496568
Product Description Erscheinungsjahr: 2010 Gewicht: 285 gr / Abmessungen: 210 mm x 130 mm Hrsg. v. Sandkühler, Hans J. Zwischen Rechtsverständnissen, nach denen es nur juridische, nicht aber moralische Rechte geben kann, und einem individualethischen Ansatz, nach dem Personen moralische Rechte haben, gibt es einen anhaltenden Streit. Im Kontext mit der Bestimmung des Verhältnisses von Recht und Moral gibt es darüber hinaus ein zweites Spannungsfeld: die Frage, ob das Recht einer Begründung durch Moral bedarf, wenn es nicht nur auf Legalität, sondern auch auf Legitimität Anspruch erheben will. Die Beiträge dieses Bandes sind - kontrovers - Differenzierungen zwischen Recht, Moral und Ethik und den Fragen gewidmet, wie sich Moral und Recht zueinander verhalten und ob moralische Ansprüche als Rechte verstanden werden können. Weitere Themen sind Gründe für die Transformation moralischer Ansprüche in positives Recht, der moralische Inhalt und die positiv-rechtliche Form der Menschen- und Grundrechte und philosophische Wege zu Ethik und Recht am Beispiel der gegenwärtigen arabisch-islamischen Philosophie. Inhalt: Hans Jörg Sandkühler: Moral und Recht? Recht oder Moral? Zur Einführung -.- Dietmar von der Pfordten: Zur Differenzierung von Recht, Moral und Ethik -.- Georg Mohr: Gibt es moralische Rechte? -.- Dagmar Borchers: Moralische Rechte - wie steht der Utilitarismus heute dazu? -.- Sarhan Dhouib: Philosophische Wege zu Ethik und Recht. Beispiele aus derarabisch-islamischen Philosophie der Gegenwart -.- Georg Lohmann: Die moralische und die juridische Dimension der Menschenrechte -.- Heiner Bielefeldt: Menschenwürde: der Grund der Menschenrechte -.- Herlinde Pauer-Studer: Verletzung von Menschenrechten.
Buch:
Im Zweifel für die Weisheit
Autor:
Peter Alferding, Walter Machtemes, Ausgabe vom 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 1421870