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Das maurische Spanien: 800 Jahre islamische Hochkultur in Al Andalus - Andre Clot
Buch:Das maurische Spanien: 800 Jahre islamische Hochkultur in Al Andalus
Autor:Andre Clot, Ausgabe vom 1. Okt. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 151288
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In seinem Buch entfaltet André Clot ein einzigartiges Panorama des arabischen Spaniens, des einst in aller Welt berühmten Landes Al Andalus. Das Werk besticht durch die farbige Schilderung des Lebens in Al Andalus, des Handels, Handwerks, der blühenden Agrikultur und nicht zuletzt der Künste, Architektur und Wissenschaften. Durch seine Weltoffenheit wurde Al Andalus zum Zentrum der Begegnung zwischen Ost und West, dessen Ausstrahlung auf die europäische Kultur des Mittelalters und der Neuzeit unermesslich ist.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Das verdrängte "dritte" Erbe Europas ! (5 von 5 Punkten) meint G.M. aus Osnabrück
Das Buch bietet einen ausführlichen Einblick in das Geschehen Al-Andalus.

Leider wenig und dazu noch in schlechter Qualität bebildert und gewisse Schreibfehler bei islamischen Namen,wie z.b. "Abd ar"-Rahman wird Abdul Rahman ausgeschrieben.



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Mein Katalonien: Bericht über den Spanischen Bürgerkrieg - George Orwell
Buch:Mein Katalonien: Bericht über den Spanischen Bürgerkrieg
Autor:George Orwell, Ausgabe vom 1975, Taschenbuch, Verkaufsrang 24040
Preis: 10,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Aus Orwells Bericht, der bei der Linken eine hetige Kontroverse auslöste, spricht die absolute Lauterkeit, die diesen Schriftsteller zum Gewissen seiner Generation machte." (Kindlers Literatur Lexikon)



Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 8 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Nur eine Sichtweise (5 von 5 Punkten) meint R.S.
Ich bewerte dieses Buch mit 5 Punkten. Ausschließlich deshalb, weil es gut geschrieben ist und einen Einblick in das Spanien des Bürgerkrieges gibt. Es ist natürlich das subjektive Empfinden und die Sichtweise eines Individuums, eben des G. Orwells. Ein und dieselbe Begebenheit wird von Teilnehmern häufig unterschiedlich betrachtet und bewertet, z.B. die Maiereignisse.
Also Vorsicht ! Wer ernsthaft eine Beurteilung der Ereignisse jener Tage vornehmen will, sollte auf seriöse Historiker zurückgreifen. Das macht zwar Mühe, aber der Interessierte wird dann zu erstaunlich anderen Erkenntnissen gelangen als der Bauch sie einem häufig vorgaukelt.

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Das Maurische Spanien: Geschichte und Kultur - Georg Bossong
Buch:Das Maurische Spanien: Geschichte und Kultur
Autor:Georg Bossong, Ausgabe vom 16. Febr. 2007, Broschiert, Verkaufsrang 44088
Preis: 7,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Seit dem 8. Jahrhundert war der Islam für rund 900 Jahre auf der Iberischen Halbinsel präsent. In dieser Zeit kam es zu einem einzigartigen Miteinander von Muslimen, Christen und Juden und einer Blüte von Wissenschaft, Philosophie, Literatur und Kunst. Die Moschee von Cordoba und die Alhambra von Granada zeugen bis heute von diesem "Goldenen Zeitalter". Georg Bossong beschreibt anschaulich die wechselvolle Geschichte des Maurischen Spanien mit ihrem Glanz, aber auch mit ihren Konflikten, die schließlich zur Vertreibung von Juden und Muslimen führten.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Sehr flüßig und informativ! (5 von 5 Punkten) meint D.B.M. aus Wien
Sehr flüßig und informativ! Gut geschrieben und die umfangreichen Informationen zum Thema sind sehr gut aufbereitet. Man merkt, daß der Autor von seinem Thema begeistert ist und dies auch vermitteln kann. Als Einstieg sehr empfehelenswert.

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GEO Epoche 31/2008: Als Spanien die Welt beherrschte: Das Magazin für Geschichte - Michael Schaper
Buch:GEO Epoche 31/2008: Als Spanien die Welt beherrschte: Das Magazin für Geschichte
Autor:Michael Schaper, Ausgabe vom 18. Juni 2008, Broschiert, Verkaufsrang 59537
Preis: 9,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Der Aufstieg und Niedergang Spaniens als Großmacht verläuft über mehr als ein Jahrtausend. Weitblickende Monarchen, tollkühne Entdecker und rücksichtslose Konquistadoren prägen die Geschichte Spaniens. Im 16. Jahrhundert ist Spanien eine Weltmacht mit Kolonien auf drei Kontinenten. Doch schon bald beginnt der langsame Abstieg Spaniens.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Leserkommentare:*
In meinem Reiche geht die Sonne niemals unter! (5 von 5 Punkten) meint M. aus Baden-Württemberg
dieser Ausspruch wird Karl I.(1516-1556) von Spanien nachgesagt. Sein Reich umspannte den ganzen Globus. Spanisch-Amerika, die Phillipinen und die europäischen Besitztümer bildeten das erste weltumspannende Imperium. Danach kam nicht mehr viel. Zwar wollten seine Nachfolger 1588 mit der Armada den aufstrebenden Konkurrenten England niederringen, aber bekanntlich scheiterte das Unternehmen. Bis Ende des 18.Jhd. war man dann nur noch auf Schadensbegrenzung,d.h. Besitzstandswahrung bedacht. Das funktionierte aber nicht immer. Napoleon löschte dann in seinem Spanienfeldzug 1807/08 die Habsburger auf dem Thron aus und inthronisierte seinen Bruder. Während dieser Zeit nutzten die Kolonien die Schwäche des Mutterlandes und erlangten die Unabhängigkeit.
Danach war nichts mehr von der einstigen Weltgeltung Spaniens übriggeblieben.

Geo Epoche schildert den Aufstieg und Fall des spanischen Imperiums in gewohnt mitreißender, begeisternden Art. Bildteile wechseln mit interessanten Essays ab und verstehen es immer wieder, den Leser zu begeistern. Die für mich einprägsamsten Kapitel waren die der Schlacht 1212 gegen die Mauren, um deren Expansion zu stoppen und dann nach und nach in der Reconquista das span. Festland zu befreien.Das wurde im span. Superjahr 1492 erreicht und das Herrscherpaar Isabella und Ferdinand schickten in diesem Jahr einen bis dato unbekannten ital. Seefahrer Christoph Kolumbus auf seine Reise. Die Schätze seines neu entdeckten Kontinents machten die weitere Großmachtstellung Spaniens erst möglich.

Beeindruckt haben mich auch die Kapitel über Potosi, der wichtigsten Silbermine, in der die Indios zu Tausenden zugrunde gerichtet wurden oder auch der Untergang der Armada. Bislang unbekannte Details, wie das ungünstige Wetter trugen genauso zur Niederlage bei, wie die englische Flotte.

Kurzum, die Ausgabe ist ihr Geld wert. Jeder Geschichtsinteressiert wird das Heft wahrlich verschlingen.

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Das Baskenland: Geschichte und Gegenwart eines politischen Konflikts - Ingo Niebel
Buch:Das Baskenland: Geschichte und Gegenwart eines politischen Konflikts
Autor:Ingo Niebel, Ausgabe vom 12. März 2009, Broschiert, Verkaufsrang 107597
Preis: 17,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Erpressung, Terror, Autobomben oder Euskadi Ta Askatasuna (Baskenland und Freiheit) sind die Begriffe, die politisch Interessierte je nach Standpunkt mit der Abkürzung ETA und dem Baskenland verbinden. Im Norden des spanischen Königreichs und im Süden der französischen Republik schwelt Europas längst anhaltender politischer Konflikt.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Das Baskenland von Ingo Niebel (5 von 5 Punkten) meint E. aus Bremen
Dieses Buch behandelt die neuere Geschichte des Baskenlandes in ihrer ganzen Vielfalt. Es ist nicht leicht, laufende Konflikte objektiv darzustellen, zumal Betroffene sehr empfindlich reagieren können. Das Buch ist jedoch akkurat recherchiert, so dass nicht behauptet werden kann, dass Fakten gewollt oder ungewollt falsch dargestellt worden sind. Der Autor versucht, das viele Blutvergießen kritisch zu beleuchten und basiert seine Aussagen auf eine große Zahl von Quellen. Auch im deutschsprachigen Raum weniger bekannte Fakten werden in dieser Veröffentlichung behandelt, so dass ein Gesamtüberblick des Konflikts dargeboten wird. Es ist ein sehr guter Einstieg in die baskische Problematik, die es ermöglicht, den Konflikt nachzuvollziehen.

Spanische Geschichte: Vom 15 - Jahrhundert bis zur Gegenwart - Walther L. Bernecker
Buch:Spanische Geschichte: Vom 15 - Jahrhundert bis zur Gegenwart
Autor:Walther L. Bernecker, Ausgabe vom 29. Mai 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 107975
Preis: 7,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"...Walther L. Bernecker (...) gilt als bester deutscher Kenner der spanischen Geschichte. In seinem neuesten Buch widmet er sich souverän der Vergangenheit Spaniens - "von der Reconquista bis heute". Die Hauptstärke des Buches liegt darin, dass der Autor die politischen Verhältnisse, wirtschaftlichen und sozialen Strukturen in Spanien und dessen Kolonien nicht bloß additiv beschreibt, sondern zur Gesamtschau komponiert... ...In jedem Fall verdanken wir diesem Buch einen spannenden Rundgang durch die Geschichte Spaniens..."

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Fuer einen Wissenschaftler sehr lesbar (4 von 5 Punkten) meint a.
Ich habe das Buch gerade zu Ende gelesen und muss vor dem Hintergrund der bisher existierenden Rezension hier mal ganz schnell eine Lanze fuer Bernecker brechen. Ich musste das Buch fuer ein Uni-Seminar lesen und die vorliegende Rezension hat mir nicht gerade Mut dazu gemacht, zumal Historisches grundsaetzlich nicht gerade zu meinen favorisierten Interessensgebieten zaehlt. Aber Bernecker machts moeglich. Man mag das Buch fasst nicht mehr weglegen und wer schon mehrere wissenschaftliche Texte gelesen hat und weiß, wie trocken und redundant diese sein koennen, wird den Bernecker aehnlich wie ich geniessen! Die spanische Geschichte liest sich hier wirklich fast wie ein spannender Roman (wie gesagt, wenn man eine dröge textuelle Auflistung von historischen Daten erwartet!).
Vier Sterne gebe ich nicht, weil ich noch etwas zu kritisieren haette, sondern weil ich fuenf wirklich nur in Ausnahmefaellen vergebe. Dennoch: wer sich einen Überblick über die spanische Geschichte möglichst komprimiert und dennoch fachlich fundiert informieren möchte, dem sei dieses Einstiegswerk wirklich empfohlen, denn es liest sich wirklich gut und man hat hinterher das Gefühl, für sich etwas aus dem Buch mitgenommen zu haben! Ich habe spasseshalber auch mal in andere Bücher diesen mit dem selben Inhalt hineingelesen und muss auch im Vergleich sagen, dass Bernecker dabei führend blieb.

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Losgehen um anzukommen: Die Faszination des Pilgerns -
Buch:Losgehen um anzukommen: Die Faszination des Pilgerns
 Ausgabe vom 21. Nov. 2009, Broschiert, Verkaufsrang 79098
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Der Spanische Bürgerkrieg - Antony Beevor
Buch:Der Spanische Bürgerkrieg
Autor:Antony Beevor, Ausgabe vom 8. Januar 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 63533
Preis: 13,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Als Spanien zerbrach. Vor 70 Jahren begann der Spanische Bürgerkrieg.
Legion Condor, die Vernichtung der Stadt Guernica, das Massaker von Saragossa oder der blutige Kampf um den Alcazar von Toledo - Namen und Ereignisse, die zum Synonym für einen der grausamsten und bittersten Kriege des 20. Jahrhunderts wurden: Der Spanische Bürgerkrieg, der im Juli 1936 mit dem Franco-Putsch in Spanisch Marokko begann, wurde zum Trauma für das moderne Spanien und ist in der Gesellschaft bis heute spürbar. Im Kampf der Volksfront, die von großen Teilen der europäischen Intellektuellen ideell und militärisch (in internationalen Brigaden) unterstützt wurde, gegen die Nationalisten unter General Franco, hinter dem das nationalsozialistische Deutschland und das faschistische Italien standen, bekämpften sich die beiden großen Ideologien des Jahrhunderts. Unter Stalin und Hitler griffen sie nach der Weltherrschaft. Der Krieg war geprägt von unbarmherziger Grausamkeit bis hin zur Ausrottung ganzer Orte. Die Kämpfe im eigenen Land spalteten Familien, machten Freunde zu Feinden und prägten die politischen Auseinandersetzungen bis weit über das Ende des Franco-Regimes hinaus. Antony Beevor erzählt die Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs und seiner Folgen aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts. Meisterhaft entwirrt er die komplexen gesamtpolitischen und die innerspanischen Ursachen des Krieges, zeigt den dramatischen Verlauf bis hin zur katastrophalen Niederlage der Republikaner 1939. Der britische Historiker verbindet exaktes historisches Wissen mit dem erzählerischen Vermögen des Romanciers. Grausam, traumatisch, folgenschwer. In seinem Standardwerk über den Spanischen Bürgerkrieg wirft Antony Beevor ein neues Licht auf historische Hintergründe, den dramatischen Verlauf sowie innerspanische und europaweite Folgen einer der brutalsten kriegerischen Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts.

Antony Beevor bemüht sich um Ausgewogenheit, folgt nicht bedingungslos einer speziellen ideologischen Betrachtung oder einer partikulären Sicht, und geht dennoch bei der Betrachtung nicht im totalen Werte-Relativismus unter. Allein schon dadurch qualifiziert sich das Buch als ernsthafter Einstieg in das Thema, noch mehr aber freilich durch den angenehmen Schreibstil Beevors.
Das Buch liest sich leicht, ohne seicht zu werden, angereichert mit zahlreichen eingestreuten Anekdoten und Augenzeugenberichten in Direktzitaten, die im Allgemeinen in den Endnoten zu den Kapiteln gut belegt werden.
An ein paar Stellen verrennt sich der Autor allerdings durch die anekdotische Erzählweise in Schilderungen von persönlichen Details und Momentaufnahmen, die weder für Politik noch Kriegsverlauf in irgendeiner Weise relevant waren.

Die wichtigere "Schwäche", von meiner Warte aus betrachtet, ist die relativ umfangreich ausgefallene Beschreibung des eigentlichen Kriegsverlaufes sowie militärischer Details von Operationen, während so manche interessante politische und vor allem soziale Facette des Themas (z.B. eine Auseinandersetzung mit den Agrarkollektiven in Aragón und der anfangs tlw. autonomen Industrieorganisation in Barcelona) viel zu kurz kommt oder ganz ausgespart bleibt. Das ist natürlich letztlich eine Frage der Prioritäten und persönlichen Präferenzen des Lesers, hat jedoch mein eigenes Erkenntnisinteresse weniger bedient.

Nicht zuletzt muss die umfangreiche Bibliographie im Anhang des Buches hervorgehoben werden, die wenig Wünsche offen lässt!

Als Fazit: Das Buch ist wegen der guten Lesbarkeit bei gleichzeitig großer Sachkenntnis besonders gut geeignet für ernstlich interessierte "Einsteiger" in das Thema, aber auch "alte Hasen" finden darin an einigen Stellen sicher Gelegenheit, die eigenen, bereits festgefahrenen Betrachtungsmuster wieder einmal neu zu überdenken und können die Bibliographie mit Sicherheit sinnvoll nutzen.
Trotz der angeführten Kritik an der Prioritätensetzung innerhalb des Spektrums möglicher Themen zum spanischen Bürgerkrieg verdient Beevors Arbeit eine angemessene Würdigung, denn es ist eben unmöglich, DAS Buch zum spanischen Bürgerkrieg zu verfassen.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 8 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Kenntnisreich und gut geschrieben (5 von 5 Punkten) meint S.U.
Nach einer kurzen Einleitung über das vorangegangene 19. Jahrhundert, dessen Verlauf zum Verständnis des Bürgerkriegs wichtig ist, bietet der Autor dem unwissenden Leser eine überaus klare und gut strukturierte Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs. Er versteht es, die nationalen und internationalen Zusammenhänge auf den Verlauf des Krieges zu beziehen, ohne dabei kompliziert oder behäbig zu wirken. Im Gegenteil, das Buch liest sich wie ein spannender Roman.

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Die Sepharden: Geschichte und Kultur der spanischen Juden - Georg Bossong
Buch:Die Sepharden: Geschichte und Kultur der spanischen Juden
Autor:Georg Bossong, Ausgabe vom 15. Febr. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 109072
Preis: 7,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Georg Bossong beschreibt anschaulich Geschichte und Kultur der spanischen Juden von den Anfängen in der Antike bis heute. Er schildert die glanzvolle Zeit unter islamischer Herrschaft sowie die Bildung neuer kultureller Zentren nach der Vertreibung aus Spanien im Jahre 1492. Saloniki avancierte nun zum "Jerusalem des Balkans". Im 20. Jahrhundert traf der Holocaust die Sepharden bis ins Mark. Israel und andere Länder nahmen die Überlebenden auf, die bis heute an ihrer faszinierenden jüdisch-spanischen Sprache und Kultur festhalten.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Viel Inhalt, sehr gedrängt: Schwerpunkt auf Religion und Kultur (4 von 5 Punkten) meint S.Z. aus Köln, Europa
Autor Georg Bossong ist Professor für romanische Philologie. In "Die Sepharden" geht er eher in die hebräische und arabische Philologie. Auch wenn er immer wieder Nebenbetrachtungen einflicht, ist der Schwerpunkt die Geistes- und Kulturgeschichte. Angelpunkt der 120 Textteil-Seiten ist das Alhambraedikt, also die Ausweisung der spanischen Juden 1492. Vorher gab es sowohl bei Christen und Muslimen tolerantere und weniger tolerantere Herrscher. Nachher galt dieses Alhambraedikt bis ins Francoregime hinein. Komplett aufgehoben wurde es erst in der Demokratie. So verfolgt Bossong die ehedem spanischen Juden in die Levante, wo sie häufig im Osmanischen Reich eine etwas tolerantere Behandlung erfuhren, bis ins 20. Jahrhundert hinein. Während ich diese Zeilen schreibe (2009-03), hat die Identität als "spanische" oder zumindest orientalisch-sephardische Juden noch solche Bedeutung, dass es einen speziellen Oberrabbiner gibt, spezielle und einflussreiche Sephardim-Parteien in Israel, ...
Aktuelle Geschichte .... Weil ich mir persönlich mehr Geschichte und weniger Linguistik etc. gewünscht hätte, einen 'magen'/Stern weniger; dennoch ein klares Danke für diese Darstellung!

GEO Epoche mit DVD 31/2008: Als Spanien die Welt beherrschte: Das Magazin für Geschichte - Michael Schaper
Buch:GEO Epoche mit DVD 31/2008: Als Spanien die Welt beherrschte: Das Magazin für Geschichte
Autor:Michael Schaper, Ausgabe vom 18. Juni 2008, Broschiert, Verkaufsrang 47036
Preis: 14,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Peter-Matthias Gaede, geboren 1951 in Selters, Studium der Sozialwissenschaften in Göttingen, ist Chefredakteur von GEO. Zahlreiche Auszeichnungen.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)

Leserkommentare:*
Etwas über Bartolomé de Las Casas und andere (5 von 5 Punkten) meint H.K.
Geo Epoche 31 trägt den Titel " Als Spanien die Welt beherrschte "
Die Mixtur aus einer Vielzahl beeindruckender Bilder und eloquenter Texte verdeutlicht wie Spanien einst zur Hegemonialmacht aufstieg, das heißt zum weltumspannenden Imperium mit Kolonien auf drei Kontinenten.
Der Süden und die Mitte Spaniens waren lange unter der Herrschaft der Araber und Berber. Noch heute gibt es dort viele Zeugnisse der islamischen Kultur.
Generationenlang bekämpften sich an den Grenzen die Katholiken mit den Mauren. 1212 kommt es schließlich zur größten Schlacht des Mittelalters in Andalusien. In der Schlacht von Las Navas de Tolosa unterliegen die Mauren den Kreuzrittern. Von da an können sich die Mauren nur noch im Süden halten. Während der so genannten Reconquista wurden den Mauren in Spanien die Macht entzogen.
Den ausführlichen Text hierzu begleiten beeindruckende Fotos von frühmittelalterlichen, maurischen Festungen, wie etwa der Burg " Guadamur ", die der König von Kastilien-Lyon neben anderen Festungen eroberte als er 1085 in die bis dahin maurisch besetzte Stadt Toledo einzog. Toledo wurde damals zum kulturellen Zentrum der Halbinsel.
Sehr beeindruckend ist auch die Festung " Almodovar del Rio" (Cordoba) , die 500 Jahre lang maurischen Herrschern unterstand.
Die Hochzeit von Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragonien wird auf zwei Seiten näher beschrieben und ist dem ausführlichen Bericht über das Jahr 1492 vorangestellt.
Das Königspaar erobert das Königreich Granada zurück, das von den Mauren besetzt war. König Muhammed XI., genannt Boabdil kapituliert. Damit sind nach 7 Jahrzehnten die Muselmanen aus Spanien verjagt und Papst Innozenz VIII verleiht 1492 den beiden Herrschern den Titel " Katholische Könige ". Ohne Zweifel ist der Sieg eines der bedeutendsten Daten in der Geschichte Europas.
Die religiöse Einheit haben Ferdinand und Isabella ihrem Lande durch ein Vorgehen aufgezwungen, dessen Radikalismus und Intoleranz uns heute noch erschreckt, die aber in ihrem Zeitalter von der öffentlichen Meinung bestätigt wurden. So wurde die Inquisition unter Staatsaufsicht gestellt. Unter dem Vorwand, den Wert des Glaubens der bekehrten Juden und Mauren zu prüfen, wurde die religiöse Schreckensherrschaft eingeführt; dabei stellte man die Juden und Mauren vor die Wahl, den Katholizismus anzunehmen oder auszuwandern.
Mit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus 1492 beginnt die koloniale Ausdehnung, die Spanien bald in den Besitz unermesslicher Gebiete und unerschöpflicher Goldreserven bringen wird.
Im Bericht " Der Berg, der Menschen frisst ", liest man von einer Silberader auf der Hochebene der Anden. In der nahegelegenen Stadt Potosi leben die Spanier in barocker Pracht. Sie schinden Zehntausende Indios für den Reichtum im fernen Spanien.
Der Mönch Bartolomé de Las Casas prangert die Unterdrückung der Indios an. Dr. Jutta Nolte berichtet sehr erhellend von dem Disput von Las Casas mit seinem Gegenspieler Juan Ginés de Sepúlveda.
Den Thron Isabellas und Ferdinands beerbt deren Tochter Johanna die Wahnsinnige. Diese liebte ihren Gatten Philipp den Schönen leidenschaftlich, machte ihm aber aufgrund ihrer krankhaften Eifersucht viele Szenen. Als er viel zu jung stirbt, verfällt sie dem Wahnsinn. Mit dem Sarg ihres Gemahls, der sie die " Schreckensherrschaft " nannte, irrte sie durch die spanischen Lande und wartete auf seine Wiederauferstehung. Die königliche Familie lässt sie im Schloss von Tordessillas inhaftieren.
Die Macht wird auf Ihren Sohn Karl I, dem künftigen Kaiser Karl V des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen übertragen.
Über dessen Sohn Philipp II referiert Jens-Rainer Berg. Von seinem Vater erbt er Spanien und die Kolonien in Amerika , die Niederlande, die Freigrafschaft Burgund, Mailand , Neapel, Sizilien, und Sardinien. Er kämpft erfolgreich gegen Frankreich und die Osmanen und sichert sich den Besitz Portugals. Der Versuch das Eindringen der Reformation in den Niederlanden zu verhindern, führt zum Aufstand und der Loslösung der nördlichen Provinzen. Die Abwehr der englischen Einmischung dort scheiterte mit dem Untergang der Armada 1588. In den französischen Religionskriegen griff er auf katholischer Seite ein, musste aber Heinrich IV als französischen König anerkennen.
In seinem Inneren regierte Philipp mit absolutistischer Macht. Sein Tod leitete den Niedergang des spanischen Weltreichs ein.
Interessant ist der Bericht über das Inquisitionsgericht. Niemand erfuhr vor dem Prozess, weshalb er verhaftet worden ist und kein Angeklagter der Inquisition wusste, wer ihn denunziert hat. Auf einem abgelichteten Gemälde, das ich nicht näher beschreiben möchte, kann man sich die menschenverachtenden Foltermethoden vergegenwärtigen.
Über den Maler Diego Velazquez wird sehr breitgefächert informiert und es werden einige Druckgraphiken Francisco de Goyas gezeigt. Dort sind die Schrecken des sechs Jahre andauernden Guerillakrieges mit den Soldaten Napoleons thematisiert. Die Bilder werden erst 35 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht.

Wie immer ist die beigelegte DVD eine Bereicherung für das Magazin, weil es die Texte noch lebendiger macht.

Empfehlenswert.

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