Product Description Die USA sind die einzige westliche Demokratie, die bis heute an der Todesstrafe festhält. Von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart zeigt dieses Buch, daß die verordnete Tötung von Menschen nicht nur ein Instrument des Strafrechts ist, sondern zugleich ein Ausdruck der amerikanischen Gesellschaftsordnung und ihrer Weltbilder. So ist es beispielsweise alles andere als ein Zufall, daß weit überproportional afroamerikanische Männer aus sozial benachteiligten Milieus zum Tode verurteilt werden. Auch die Praxis der Todesstrafe - etwa die Abschaffung der öffentlichen Hinrichtung oder die Einführung des elektrischen Stuhls - spiegelt ebenso wie ihre Darstellung in den Medien und der Literatur allgemeine Entwicklungen in den USA. Jürgen Martschukats Buch ist eine kenntnisreiche und kritische Einführung in eines der brisantesten Themen der amerikanischen Gesellschaft.
Buch:
Die Amerikanische Revolution 1763-1787: Neue Historische Bibliothek (edition suhrkamp)
Autor:
Horst Dippel, Ausgabe vom 23. April 1985, Broschiert, Verkaufsrang 258995
Wer die Zeche zahlt ...: Der CIA und die Kultur im Kalten Krieg
Autor:
Frances Stonor Saunders, Ausgabe vom 5. März 2001, Gebunden, Verkaufsrang 596584
Aus der Amazon.de-Redaktion Der CIA und die Kultur, das lässt nichts Gutes erwarten. Verkörpert der amerikanische Geheimdienst doch gemeinhin die schmutzigen Seiten des Kalten Krieges wie Attentate, Umsturzversuche und Spionage. George F. Kennan ist da anderer Ansicht: "Dieses Land (die USA) hat kein Kulturministerium, und der CIA musste diese Lücke, so gut es ging, schließen. Man sollte ihn dafür loben, nicht kritisieren." Die CIA als selbstloser Mäzen. Zu schön, um wahr zu sein? Kennans Urteil kommt nicht von ungefähr. Der amerikanische Diplomat und Historiker ist eine der Hauptpersonen in Wer die Zeche zahlt, Frances Stonor Saunders' akribisch recherchiertem Buch über die verdeckte Kulturförderung durch den US-Geheimdienst. Das Herzstück dieser geheimen Kampagne war der "Kongress für kulturelle Freiheit", der in den Jahren 1950-1967 von dem CIA-Agenten Michael Josselson geleitet wurde. In ihrer Glanzzeit verfügte die Organisation über Außenstellen in 35 Ländern. Sie veröffentlichte mehr als 20 angesehene Zeitschriften, veranstaltete Kunstausstellungen, besaß eine eigene Nachrichtenagentur, organisierte spektakuläre internationale Konferenzen und richtete Preisverleihungen und öffentliche Kulturveranstaltungen aus. Ziel war es, der sowjetischen Propaganda Paroli zu bieten und schwankende Linksintellektuelle von den Vorzügen des "American Way" zu überzeugen, ohne dass die US-Regierung dabei als Geldgeber in Erscheinung trat. In diesen Kulturkampf flossen enorme Summen, deren Herkunft und Verwendung noch immer nicht restlos geklärt ist. Saunders, deren Buch in weiten Teilen auf privaten Dokumenten und Gesprächen mit Zeitzeugen, darunter auch Josselsons Witwe basiert, spürt diesen Geldern nach und enthüllt die tiefe Verstrickung westlicher Intellektueller in den CIA-Kulturapparat. Über Erfolg oder Misserfolg eines Künstlers entschied nicht mehr allein sein Talent, entscheidend war vielmehr die korrekte Haltung zum Kalten Krieg. Hierin liegt für Frances Saunders der eigentliche Skandal dieser CIA-Operation. -Stephan Fingerle
Buch:
Operation Paukenschlag: Der deutsche U-Boot-Krieg gegen die USA
Autor:
Michael Gannon, Ausgabe vom 1. Juni 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 207482
Aus der Amazon.de-Redaktion Mit der "Operation Paukenschlag", dem U-Boot-Krieg gegen die USA, begann für die Vereinigten Staaten ein halbjähriges Massaker, mit dem verglichen Pearl Harbor nicht mehr war als ein leichter Klaps auf die Finger. Innerhalb weniger Monate wurden mehr als 400 US-Schiffe von deutschen U-Booten versenkt. Das Desaster drohte sowohl die Lebensader Großbritanniens abzuschneiden als auch die Kriegsindustrie der USA lahmzulegen. In dem Buch Operation Paukenschlag zeichnet nun der amerikanische Militärhistoriker Michael Gannon die dramatischen Geschehnisse jener Zeit nach. Im Mittelpunkt seiner fesselnden Reportage: U123, das unter seinem Kapitän Reinhard Hardegen die schlimmste militärische Seeniederlage der USA herbeiführte. Der Leser erlebt noch einmal hautnah die beklemmende Enge des U-Bootes, das Dröhnen der Dieselmotoren und die Schraubengeräusche der herannahenden feindlichen Zerstörer. Erinnerungen an den deutschen Erfolgsfilm Das Boot werden wach. Besonders gelungen sind die raschen Szenenwechsel. Eben noch der Torpedoabschuß und die anschließende Explosion auf dem feindlichen Frachter, wechselt der Autor nun geschickt die Perspektive. Zu Wort kommen die Überlebenden der gerade torpedierten Handelsschiffe mit all ihren Erinnerungen an die damaligen schrecklichen Ereignisse. Das Buch klagt aber auch an. Im Visier des Autors: die operative Führung der US-Navy. Die zeitweilig großen Erfolge der deutschen U-Boot-Einheiten vor der amerikanischen Küste wurden erst durch die unglaubliche Starrheit, Arroganz und Nachlässigkeit der amerikanischen Admiralität möglich.