Das Buch analysiert, wie der ursprüngliche Titel besagt, Krieg und Kriegsführung,und zwar als ein allgemeines Phänomen. Zwar erkennt auch Clausewitz an,dass der Krieg ein Akt der Gewalt ist, um unseren Gegner zu zwingen,unseren Willen zu tun, aber sieht ihn immer als einen Teil der Politik.Clausewitz liefert mit seinem Werk keine einfachen strategischen Regelnzur sofortigen Anwendung, sondern formuliert allgemeine Erkenntnisse, dieden Leser zu eigenen Schlüssen und Einsichten führen sollen. Darüber hinausbetont er bei der Darstellung der Strategie immer das psychologische Momentund den unvorhersehbaren Einfluss des Zufalls, die beide zwangsläufig dazuführen, dass Kriegsführung - oder Strategie im Allgemeinen - keine exakteWissenschaft sein kann. Schon wegen solcher Einsichten nähert er sich demProblem weit vielschichtiger an, als dies das bekannteste Zitat aus demWerk vermuten lässt, nach dem der Krieg bloß die Fortsetzung der Politikmit anderen Mitteln sei. Vom Kriege gilt als das bedeutendste Werk, das jemals über die Kriegsführung verfaßt wurde. Seinen Rang verdankt es insbesondere den ersten Kapiteln, in denen Clausewitz eine allgemeine Wesensbestimmung des Krieges vornimmt. In seinen Kernaussagen, wie der These vom politischen Charakter des Krieges, von seiner Doppelnatur als traditionellem und revolutionärem Krieg und seiner Bestimmung als Gewaltakt, der der Erfüllung des eigenen Willens dient, reicht sein Ansatz weit über den militärischen Bereich hinaus. Clausewitz berühmtes Postulat vom "Krieg als bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" ist längst zum Gemeinplatz mutiert; viel gelesen, oft zitiert, aber selten verstanden. Clausewitz hat das Primat der Politik theoretisch begründet; hat Ziel, Mittel und Zweck des Krieges als Instrument der Politik definiert: "Der Krieg ist ein Akt der Gewalt um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen". Es gilt, "den Gegner niederzuwerfen und dadurch zu jedem fernern Widerstand unfähig zu machen". Eine Politik, die sich dem Mittel des Krieges verweigert, kann folglich nicht erfolgreich sein, da sie erpreßbar ist. Aber der Krieg sollte immer die Ultima ratio der Politik sein. Denn - so Clausewitz - er ist eine grausame und blutige Angelegenheit, und ein Erfolg setzt den unbedingten Willen zum Sieg voraus. "Nun könnten menschenfreundliche Seelen sich leicht denken, es gäbe ein künstliches Niederwerfen des Gegners ohne zu viel Wunden zu verursachen. Wie gut sich das auch ausnimmt, so muß man doch diesen Irrtum zerstören, denn in so gefährlichen Dingen, wie der Krieg eins ist, sind die Irrtümmer, welche aus Gutmütigkeit entstehen, grade die schlimmste". Einen "sauberen Krieg" gibt es nur in den Hirnen der PR-Strategen. -Stephan Fingerle
Buch:
Ulbrichts Mauer: Wie die SED Moskaus Widerstand gegen den Mauerbau brach
Autor:
Hope M. Harrison, Ausgabe vom 11. März 2011, Gebunden, Verkaufsrang 304850
Aus der Amazon.de-Redaktion Sönke Neitzel dokumentiert die Lauschberichte, die von den Gesprächen zwischen deutschen Generälen in britischer Kriegsgefangenschaft von 1942 bis 1945 im Sonderlager Trent Park angefertigt wurden. Und damit wir nicht nur wissen, was, sondern auch von wem wir da zu "hören" bekommen, enthält der Band im Anhang Kurzbiografien zu allen 88 belauschten Personen. Nicht anders als die allermeisten, auch führenden Diplomaten des Dritten Reichs, hat sich die ganz überwiegende Mehrheit der Wehrmachtgeneralität nach dem Zweiten Weltkrieg der kritischen Analyse ihrer womöglichen Mittäterschaft konsequent verschlossen. Was die deutschen Generäle vom Holocaust und den Verbrechen an der Front, aber auch über die tatsächliche Kriegslage wirklich wussten, wie sich vor diesem Hintergrund der interne Meinungsbildungsprozess vollzog etc., ließ sich aus den vereinzelt publizierten Memoiren, den Berichten, die sich die historische Kommission der US-Armee von den hohen Offizieren über ihre Frontbeobachtungen hat anfertigen lassen oder den zur Verfügung stehenden Militärakten, nicht valide bilanzieren. "Interne Diskussionen über Anordnungen von 'oben', über politische Überzeugungen oder vermeintlich militärische Notwendigkeiten bleiben dem Historiker bei der Betrachtung amtlicher Quellen fast immer verborgen." Andere, persönliche Quellen aber, die ein umfassenderes Bild über die interne Kommunikation erlaubt hätten, waren bislang nicht in hinreichendem Maß verfügbar. Diese Lücke können die hier publizierten Abhörprotokolle zu einem guten Teil schließen. Eine über weite Strecken außerordentlich spannende Lektüre, die es dem Leser erlaubt, sich zahlreiche bis heute ungeklärte Fragen über die Ehrenhaftigkeit der deutschen Generalität im Zweiten Weltkrieg ohne Rückgriff auf Spekulationen aus den Quellen selbst zu beantworten. - Andreas Vierecke
Buch:
Zehn Jahre und zwanzig Tage: Erinnerungen 1935-1945
Autor:
Karl Dönitz, Ausgabe vom 1997, Gebunden, Verkaufsrang 16604
Product Description Erinnerungen 1935-1945. Nachw. v. Jürgen Rohwer: ''Die Schlacht im Atlantik in der historischen Forschung 1991'' Erscheinungsjahr: 2011 12. Aufl. m. 5 Ktn.-Skizzen, 16 Fototaf. Gewicht: 768 gr / Abmessung: 21,5 cm Von Dönitz, Karl Großadmiral Karl Dönitz (1891 - 1980) wurde im unpolitischen Geist der Kaiserlichen Marine und der Reichsmarine erzogen. Bereits im Ersten Weltkrieg als erfolgreicher U-Boot-Kommandant ausgezeichnet, baute er mit diesen Erfahrungen ab 1935 eine neue wirkungsvolle U-Boot-Waffe auf, die er bis 1945 befehligte. Seit Anfang 1943 leitete er als Oberbefehlshaber der Kriegsmarine den gesamten Seekrieg auf deutscher Seite. Die letzen 23 Tage des Dritten Reiches war er schließlich als Nachfolger Hitlers Staatsoberhaupt. Der Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg verurteilte ihn 1946 zu 10 Jahren Haft, die er bis zu seiner Entlassung 1956 in Spandau verbüßte. Anschließend begann er sofort mit der Niederschrift seiner Erinnerungen 1935 - 1945.
Hörbuch:
Krieg in Norwegen
Autor:
Willy Brandt, Ausgabe vom 11. März 2008, Audio CD, Verkaufsrang 532007
Product Description Latein.-Dtsch.. Übertr. u. hrsg. v. Marieluise Deißmann Gewicht: 266 gr Von Caesar Pressestimmen: "Eine vorbildliche Edition!" - Hessischer Rundfunk