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Aus der Amazon.de-Redaktion Als Andrew Wiles von der Princeton University 1993 eine Lösung für Fermats letzten Satz verkündete, elektrisierte er die mathematische Welt. Nachdem ein Fehler in der Lösung gefunden wurde, mußte Wiles ein weiteres Jahr daran arbeiten - er hatte bereits sieben Jahre lang in Abgeschiedenheit gearbeitet - um nachweisen zu können, daß er die 350 Jahre alte Aufgabe gelöst hatte. Simon Singhs Buch ist eine lebendige, verständliche Erklärung der Arbeit Wiles' und der star-, trauma- und narrenbestückten Geschichte von Fermats letztem Satz. Fermats letzter Satz beinhaltet einige Aufgaben, die eine Kostprobe der Mathematik geben; es beinhaltet aber auch Limericks, die einem ein Gefühl für die alberne Seite von Mathematikern geben.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 162 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Sehr spannender "Krimi" über die Mathematik (5 von 5 Punkten) meint D. Dieses Buch war seit langem mal wieder eins, was ich fast nicht aus der Hand legen konnte.
Ich hätte nie gedacht, dass man so spannend über die Mathematik berichten kann.
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| | Buch: | Längengrad: Die wahre Geschichte eines einsamen Genies, welches das größte wissenschaftliche Problem seiner Zeit löste |
| Autor: | Dava Sobel, Ausgabe vom Januar 2005, Broschiert, Verkaufsrang 13698 |
| Preis: | 7,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Dava Sobels Längengrad erzählt, wie der Wissenschaftler und Uhrmacher William Harrison im 18. Jahrhundert eines der kompliziertesten Probleme der Geschichte löste: auf See die Ost-West-Position bestimmen zu können. Dieses Buch ergänzt die Geschichte mit vielen Bildern und vermittelt dem Leser damit ein besseres Verständnis für die damalige Zeit, die Akteure und das Problem, das es zu lösen galt. Hier ging es um keine obskure, seltene Schwierigkeit - ohne Längengrad gerieten die Schiffe oft so weit vom Kurs ab, daß die Seeleute verhungerten oder an Skorbut starben, bevor sie einen Hafen erreichen konnten. Ein von der Regierung initiierter Wettbewerb setzte einen hohen Geldpreis für denjenigen aus, der eine Methode entwickeln würde, den Längengrad genau zu bestimmen. Der Wettlauf begann. Der erbitterterte Kampf um Genauigkeit - und den stärkeren Willen - zwischen Harrison und seinem Erzrivalen tobte ohne Rücksicht und es fehlte ihm nicht an Dramatik. Das ist Hollywood-Filmstoff! Längengrad überrascht, fasziniert und gewährt einen Blick in die Vergangenheit bevor Satelliten zur globalen Lagebestimmung alles so einfach aussehen ließen. -Therese Littleton
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 38 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Sehr interessante historische Schilderung (5 von 5 Punkten) meint C.K. aus Hamburg Dieses Buch ist kein Roman oder sonst eine ausgeschmückte Geschichte. Vielmehr wird in einem flüssigen und kurzweiligen Erzählstil die Entwicklung des Chronometers und damit die Lösung des Längengradproblems im 18. Jahrhundert beschrieben.
Neben der Erklärung wie und warum die Berechnung des Längengrades über Jahrhunderte hinweg ein ungelöstes Problem in der Seefahrt war, erfährt der Leser welche Lösungen (astronomisch, mechanisch) zur Lösung beigetragen haben und ganz nebenbei wird ein sehr wesentlicher Teil bei der Entwicklung des Chronometers erzählt.
Damit das ganze nicht zur reinen Darstellung von Daten und Ereignissen verkommt, wird das Ganze mit den persönlichen Erfahrungen der in dieser Gesamtproblematik involvierten Personen garniert. Und genau hier liegt die Stärke des Buches. Es ist erstaunlich wie langwierig, anstrengend und zermürbend damalige technische Entwicklungen abgelaufen sind. Noch interessanter ist es zu erfahren, welche historischen Personen gegeneinander, bzw. miteinander gearbeitet haben und wie durch dieses Verhalten die historische Entwicklung nachhaltig beeinflusst wurde.
Ich bin weder der Seefahrt zugetan, noch habe ich ein Faible für Uhren. Trotzdem kann ich "Längengrad" jedem empfehlen, der gerne historisches Wissen in leicht bekömmlicher Form aufnimmt.
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| | Buch: | Die Wissenschaft bei Douglas Adams |
| Autor: | Alexander Pawlak, Ausgabe vom 21. April 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 51006 |
| Preis: | 16,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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"...Mit diesem Hintergrund lassen sich die Bücher von Adams, zum Beispiel "Per Anhalter durch die Galaxis", auf ganz neue Weise lesen und verstehen".... Die Welt, 08.05.10 "...Das Buch ist ein leidenschaftliches und humorvolles Plädoyer für die Wissenschaft und eine Verbeugung vor einem inspirierenden Menschen...Pawlak gelingt es, auch trockene Themen aus der Astrophysik verständlich aufzubereiten. Er holt auch die ins Boot, die noch nie mit Arthur Dent gelitten haben...." c't 2010, Heft 14
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Nicht das, was man beim Titel erwarten würde (4 von 5 Punkten) meint O.L. Die wissenschaftlichen Diskurse halten sich enger in Grenzen, als es bei "Die Wissenschaft von Star Trek" der Fall war. Was mich persönlich nicht gestört hat, im Gegenteil, man hätte das Buch daher gut als "Nachruf auf Douglas Adams" betiteln können.
Neben einigen Fakten und theoretischen Überlegungne aus der Physik zu Adams' Ideen in seinen Anhalter Büchern kommen jede Menge nette Anekdoten und Geschichten über den und vom Autor der Anhalter Trilogie hinzu.
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| | Buch: | 50 Schlüsselideen Mathematik (50 Schlusselideen) |
| Autor: | Tony Crilly, Ausgabe vom März 2009, Gebunden, Verkaufsrang 29035 |
| Preis: | 24,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Wer hat die Null erfunden? Warum hat die Minute 60 Sekunden? Wie groß ist unendlich? Wo treffen sich parallele Linien? Und kann der Flügelschlag eines Schmetterlings wirklich einen Sturm auf der anderen Seite der Erde auslösen?Dieser verständlich geschriebene Führer zur Gedankenwelt der Mathematik erklärt in kompakten und klaren Essays 50 zentrale Konzepte der Disziplin. Mit anschaulichen Grafiken, zahlreichen Beispielen und amüsanten Anekdoten eröffnet das Buch auch denjenigen den Zugang, die schon bei der bloßen Erwähnung des Wortes Mathematik in Panik geraten. Zu den näher erläuterten Schlüsselideen zählen imaginäre Zahlen, goldene Rechtecke und magische Quadrate ebenso wie die Gesetze der Genetik, die Normalverteilung und das Geburtstagsproblem. Indem das Werk die Wissenschaft hinter den 50 entscheidenden Einsichten der Mathematikgeschichte erkundet - vom Einfachen (wie den natürlichen Zahlen) über das Subtile (die Erfindung der Null) bis zum Komplexen (dem Beweis des Fermat'schen Theorems) -, verdeutlicht es zudem, wie die Mathematik unsere Sicht auf die Welt immer wieder verändert hat. Ohne die Erkenntnisse dieser Disziplin wären wir jedenfalls nicht dort, wo wir heute stehen. Begeben Sie sich mit Tony Crilly auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der Zahlen und Muster, Formen und Symbole - von den Sumerern bis Sudoku, von Euklid bis Einstein, von den Fibonacci-Zahlen bis zur Mandelbrot-Menge!
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Mathematische grundprobleme anschaulich erklärt (5 von 5 Punkten) meint Z.Z. aus Dortmund Was Georg Glaesers "Bilder der Mathematik" in schönen Grafiken gelingt, schafft dieses Buch in Textform. Es bringt einem mathematisches Denken nahe, in einer unkomplizierten und gut verständlichen Sprache. Selbst anerkannte Mathe-Muffel mussten zugeben, daß Sie das Buch spannend finden.
Empfehlenswert für Schüler, Lehrer und alle anderen Mathe-Enthusiasten
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| | Buch: | Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) |
| Autor: | Thomas S. Kuhn, Ausgabe vom 20. Febr. 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 64422 |
| Preis: | 11,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen OT The Structure of Scientific Revolutions OA 1962 DE 1967 Form Abhandlung Bereich Philosophie Mit Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen forderte Thomas Samuel Kuhn die Philosophie heraus, ihre Theorie einer allgemein verbindlichen, überzeitlichen Methodologie der Naturwissenschaften so zu revidieren, dass auch Umbrüche in der Wissenschaftshistorie und der - meist nicht kampflos vollzogene - Wechsel von Grundüberzeugungen innerhalb einer Wissenschaft zu erklären sind. Kuhn selbst bediente sich bei dieser Erklärung historischer und geistesgeschichtlicher Studien sowie soziologischer und psychologischer Erkenntnisse. Inhalt: Anhand bedeutender Stationen der Geschichte der Physik - von der aristotelischen Naturtheorie über Nikolaus Kopernikus (1473 bis 1543), Galileo R Galilei und Johannes R Kepler bis zur klassischen newtonschen Physik und der Relativitätstheorie von Albert R Einstein - entwickelt Kuhn seinen zentralen Begriff des Paradigmas. Damit bezeichnet er die Auffassungen, die eine Wissenschaft in einer bestimmten Periode prägen. Kuhn unterscheidet zwischen normalwissenschaftlichen Perioden, in denen Forscher einem Paradigma verpflichtet und bestrebt sind, innerhalb dieses vorgegebenen Rahmens Probleme zu lösen, und außerordentlicher Forschung, durch die ein neues Paradigma geschaffen wird. Nach Kuhn geschieht dies in Krisen, in denen unerklärbare Phänomene (Anomalien) auftreten, was zu einer Verunsicherung der Forschergemeinschaft führt. Ein neues Paradigma setzt sich nicht per rationaler Überzeugung, sondern per Überredung und Propaganda durch. Die Vorstellung des wissenschaftlichen Fortschritts im Sinne einer schrittweisen Annäherung an die Wahrheit ist laut Kuhn nicht haltbar. Wirkung: Kuhns Buch rief eine heftige Kontroverse hervor. Der Hauptvorwurf gegen den Autor lautete, nach seiner Auffassung würden die Naturwissenschaften irrational vorgehen. In normalen Phasen nähmen sie Gegenbeispiele gegen das herrschende Paradigma nicht zur Kenntnis und die Verdrängung eines Paradigmas durch ein anderes laufe nicht nach Prinzipien ab, die der Vernunft gehorchten. In Interpretation und Fortentwicklung der Thesen von Kuhn wurde hingegen u. a. klargestellt, dass der Anwendungsbereich eines Paradigmas prinzipiell vage und dieses gegen eine empirische Widerlegung notwendigerweise immun sei. Welche Wirkung Kuhn entfaltete, zeigt sich daran, dass seine Begriffe "Paradigma" und "Forschergemeinschaft" in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen sind. B. Be.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 8 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Bedeutendes wissenschaftstheoretisches Werk (5 von 5 Punkten) meint L.W. aus Wiesbaden Bei "Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen" handelt es sich um ein bedeutendes wissenschaftstheoretisches Werk, welches nicht nur den Begriff des Paradigenwechsels in die Wissenschaftstheorie einführte, sondern selbst so etwas wie einen Paradigmenwechsel innerhalb der eigenen Disziplin einläutete.
Von Karl R. Popper Karl Popper: Logik der Forschung stammt der Begriff der Falsifizierbarkeit als wissenschaftliches Kriterium: Wissenschaftliche Hypothesen lassen sich nicht beweisen, sondern bestenfalls falsifizieren. Und genau diese Falsifizierbarkeit unterscheidet sie dann auch von Metaphysik. Ferner: Je mehr Möglichkeiten zu ihrer eigenen Widerlegung eine Theorie bietet, desto größer ist ihr empirischer Gehalt, desto wissenschaftlicher könnte man sie folglich nennen. Eine Theorie, die einen größeren Anwendungsbereich abdeckt oder die präziseren Prognosen macht, wäre in dem Sinne dann einer anderen überlegen und somit auch vorzuziehen.
Thomas S. Kuhn behauptet in seinem Buch nun aber, dass in den Wissenschaften eine Theorie im Allgemeinen keineswegs sofort als falsifiziert gilt, wenn ihr widersprechende Resultate auftauchen. Stattdessen geht man zunächst eher konservativ vor und prüft, ob die Resultate reproduzierbar bzw. eventuell sogar ganz anders zu erklären sind (und folglich keinen Widerspruch zur Theorie darstellen). Wenn dies zu keinem Ergebnis führt, lässt man die Sache oftmals einfach links liegen, und zwar solange, bis es zum sog. Paradigmenwechsel kommt.
Gemäß Kuhn beruhen wissenschaftliche Gemeinschaften nämlich auf gemeinsam akzeptierten Grundannahmen, dem sog. Paradigma. Versucht ein Wissenschaftler dieses Paradigma einzureißen und durch ein anders zu ersetzen, dann dürfte er zunächst den Widerstand der eingeschworenen Forschergemeinschaft zu spüren bekommen, die vom bisherigen Paradigma profitiert. Deshalb würden Paradigmenwechsel in erster Linie von Personen vorgeschlagen, die relativ neu (jung oder von außen kommend) im Forschungsgebiet sind, und die sich vor allem in einer Sache auszeichnen, nämlich die bereits festgestellten Widersprüche ernstzunehmen. Erst wenn sich ein Paradigma wirklich nicht mehr aufrechterhalten ließe und es Alternativen gäbe, die die Beobachtungsdaten besser erklären könnten, käme es zu einem Paradigmenwechsel.
Kuhn versteht Wissenschaft folglich als einen evolutionären Prozess, der ganz wesentlich durch den Wettbewerb unter den Wissenschaftlern vorangetrieben wird. Gemäß Sandra Mitchell (Komplexitäten, S. 136) behaupteten manche Wissenschaftssoziologen daraufhin, "das Ziel der Wissenschaft sei nicht mehr die Wahrheitsfindung ..., sondern Autorität und Macht in den gesellschaftlichen Wissenschaftsinstitutionen".
Der Bezug zur Darwinschen Evolutionstheorie wird von Kuhn ausdrücklich selbst hergestellt (S. 184):
"Die Analogie zwischen der Evolution von Organismen und der Evolution wissenschaftlicher Ideen kann leicht zu weit getrieben werden. Doch im Hinblick auf die Fragen dieses Schlussabschnitts ist sie fast vollkommen. Der Prozess ... ist die durch einen Konflikt innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft herbeigeführte Selektion des geeigneten Weges, die zukünftige Wissenschaft zu betreiben. Das Ergebnis einer Folge solcher revolutionären Selektionen, die mit Perioden normaler Forschung abwechselten, ist das wunderbar geeignete System von Werkzeugen, das wir moderne wissenschaftliche Erkenntnis nennen."
Genau an diesem Punkt deutet sich nun aber ein weiterer Paradigmenwechsel an, denn bislang hat sich die Darwinsche Evolutionstheorie nicht auf nichtbiologische Bereiche ausweiten lassen. Erweiterungen, wie die Memetik Richards Dawkins (Das egoistische Gen), beschritten meist einen ganz anderen Weg.
Mersch hat in Evolution, Zivilisation und Verschwendung: Über den Ursprung von Allem eine Systemische Evolutionstheorie vorgestellt, die sich in entscheidenden Punkten von der Darwinschen Theorie unterscheidet, und die den Anspruch erhebt, alle eigendynamischen Evolutionen (die keinen externen Schöpfer benötigen) erklären zu können, indem sie die Systemeigenschaften der Individuen evolutionsfähiger Populationen benennt (eigenständige Selbsterhaltungs- und Reproduktionsinteressen). Entsprechend beschreibt er die Evolution des Wissens (S. 179ff.) auf Basis der Systemischen Evolutionstheorie. Das Ergebnis ist verblüffend und deckt sich vollständig mit vielen Vorstellungen Kuhns: Weder die Technik, wissenschaftliche Hypothesen, Melodien, Äpfel noch Ameisenhügel können eigendynamisch evolvieren, sondern lediglich Technologiekonzerne, Wissenschaftler/Forschungsinstitute, Komponisten, Apfelbäume und Ameisen. Beispielsweise evolvieren Technologiekonzerne auf ihren jeweiligen Märkten, auf denen sie auf Wettbewerber treffen, mit denen sie um den Zugang zu Ressourcen (Geld durch Verkäufe) auf Basis ihrer Kompetenzen/Adaptionen (Produkte) konkurrieren. Laut Mersch evolvieren wissenschaftliche Hypothesen also nicht durch "Selektionen", wie es noch Kuhn behauptet, sondern eine solche "Evolution" ist nur ein Nebeneffekt der Evolution der Forscher. Oder anders ausgedrückt: wissenschaftliche Hypothesen evolvieren, weil sie einen Schöpfer (!) besitzen. Dies relativiert im gewissen Sinne auch die Forderung Poppers: "Lasst Theorien sterben anstelle ihrer Anhänger". Die Ablehnung einer Theorie ist nämlich keineswegs eine neutrale Sache, die die sie vertretenden Wissenschaftler überhaupt nicht tangiert, im Gegenteil. Und genau deshalb kommt es zu den von Kuhn beschriebenen Widerständen oder gar Fehlentwicklungen, auf die auch Sandra Mitchell hinweist.
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| | Buch: | Die Ordnung der Dinge: Eine Archäologie der Humanwissenschaften |
| Autor: | Michel Foucault, Ausgabe vom 11. Nov. 1974, Taschenbuch, Verkaufsrang 16605 |
| Preis: | 16,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag) Die Ordnung der Dinge OT Les Mots et les choses. Une archéologie des sciences humaines OA 1966 Form Sachbuch Bereich Philosophie Mit Die Ordnung der Dinge begibt sich der Psychologe Michel Foucault nach intensiven Forschungen zum ersten Mal in einem größeren Werk auf das Gebiet der Ideengeschichte. Das Buch markiert gleichzeitig Foucaults erste systematische Darstellung der Diskurstheorie. Aufbau: Foucault untersucht den Wandel der Idee der Wissenschaft von der Renaissance über das "klassische Zeitalter" des 17. und 18. Jahrhunderts bis hin zum 19. Jahrhundert. Dabei konzentriert er sich auf die sprachlichen Kategorien und die elementaren Denkmuster, nach denen Wissen geordnet sei und die daher die Diskursinhalte vorbestimmen. So entstehe Wissen laut Foucault nicht als Ergebnis des rationalen Denkprozesses der Menschen, sondern ergebe sich aus der grundlegenden Struktur des Diskurses, die teils auf zufällige "Entdeckungen" zurückgehe, teils von politischen Machtinstanzen durchgesetzt werde. Inhalt: War das Denksystem der Renaissance vom bestimmenden Prinzip der Verwandtschaft der Dinge untereinander gekennzeichnet, so existiere laut Foucault im klassischen Zeitalter eine neue, wesentlich andere Ordnung, in der es sich "nicht mehr um die Frage der Ähnlichkeiten, sondern um die der Identitäten und der Unterschiede handelt". Diese Änderung des Denksystems erklärt Foucault im Einzelnen durch einen Rückgriff auf die Semiotik, in dem er für das klassische Zeitalter eine neue "dualistische Theorie des Zeichens" feststellt, welche drei Elemente impliziere: "das, was markiert wurde, das, was markierend war, und das, was gestattete, im Einem die Markierung des Anderen zu sehen." Dieses auf der Repräsentation basierende Zeichensystem sei die Grundlage einer allgemeinen Ordnungswissenschaft gewesen, deren Begriffsraster Foucault rekonstruiert. Anschließend zeichnet er dieses System in drei scheinbar unterschiedlichen Teildiskurse der Zeit, in der allgemeinen Grammatik, in der Naturgeschichte und in der Analyse der Reichtümer, nach. So leite sich beispielsweise der Wert vom Geld nicht mehr aus seinem Edelmetallbestand ab, sondern aus der auf ihm abgebildeten Repräsentation des Souveräns. Im zweiten Teil des Werks widmet sich Foucault einem erneuten Wandel des Denksystems im 18. Jahrhundert: in einer Analyse schildert er, wie aus der Betonung der Zirkulation von Geld die bestimmende Rolle der Arbeit entstanden sei, wie die Analyse der äußeren Merkmale von Pflanzen und Tieren in der Naturgeschichte der Vorstellung von Organisation und Funktion in der sich formierenden Biologie gewichen sei, und wie anstelle einer reinen Kategorisierung der Unterschiede der Sprachen durch die Entdeckung der Flexion ihre gemeinsamen Verbindungen festgestellt wurden. Wirkung: Für Foucault habe seine "Archäologie des Denkens" weit reichende Folgen für die menschliche Existenz. Indem er der Sprache eine konstituierende Rolle einräumt, relativiert er gleichzeitig die bisweilen als absolut empfundene Bedeutung der menschlichen Vernunft. Daher proklamiert er den Tod des Menschen als autonomes Wesen, was die teils sehr kritische Rezeption des Werks erklärt. B. A.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Lesermeinungen:* interessant! (5 von 5 Punkten) meint G.L. aus Bensheim ein sehr schlaues Buch und eine klasse Interpretation - die es wert ist, zu lesen.
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| | Buch: | Die Illusion des Ich: On the Taboo Against Knowing Who You Are |
| Autor: | Alan Watts, Ausgabe vom 1. Mai 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 25301 |
| Preis: | 8,50 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Die Illusion unseres Egos besteht darin, zu glauben, dass es mit seinen Gedanken, Gefühlen, Hoffnungen das Maß aller Dinge sei. Dieser materialistischen Illusion stellt Alan Watts die Perspektive der vedantischen Philosophie gegenüber. Der Mensch als ein Teil des Ganzen erkennt sich auf einer tiefen spirituellen Ebene als eins mit der göttlichen Urenergie. Damit verliert die Furcht vor dem Tod ebenso ihre Realität wie die Konzentration der westlichen Kultur auf materielle Werte.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Gelesen vor 15 Jahren, heute hier wiedergefunden und gleich betstellt (5 von 5 Punkten) meint T. aus Rheinfelden Durch ein anderes Buch, dessen Rezension ich hier las, wurde ich an "Die Illusion des Ich" erinnert, das ich vor ca. 15 Jahren einmal aus der Bibliothek Braunschweig geliehen hatte. Es hat mich damals
sehr beeindruckt. Deshalb werde ich es jetzt mal wieder lesen.
Absolut empfehlenswert!
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Tausend Jahre - eine Spanne, die das Leben zweier Eichen oder ein Zehntel der Nacheiszeit umfasst - sind ein Wimpernschlag der Erdgeschichte. Veränderungen in der Natur vollziehen sich in ganz anderen Zeiträumen als die Geschichte des Menschen. Josef H. Reichholf blickt aus ökologischer Sicht zurück auf das letzte Jahrtausend und untersucht die Wechselwirkung von Naturgeschichte und Geschichte, insbesondere den Klimaverlauf mit seinen ökologischen, wirtschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Konsequenzen. Dabei geht es ihm stets um die Zukunft. Denn diese entwickelt sich nicht nur aus der Gegenwart, sondern sie ist Teil eines viel größeren Zeitstroms, der weit in die Vergangenheit zurückreicht. Was können wir aus der Vergangenheit bei der Bewältigung von Zukunftsproblemen lernen? Werden uns Wetter und Klima bald dafür bestrafen, dass wir zu weit gegangen sind bei unseren Eingriffen in die Natur? Josef H. Reichholf gibt realistische Einschätzungen unserer Lage und hilft uns so, die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. "Ein echter Lesegenuss für entdeckungswillige Naturfreunde und Geschichtsinteressierte." Deutschlandradio Kultur
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 16 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends (5 von 5 Punkten) meint M.H. aus ffb Endlich mal wieder eine objektive Lektüre, die bei der Diskussion über den Klimawandel über den Tellerrand zu schauen vermag. Unglaublich wissenswert! fulminantes Schlusswort!!Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends
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| | Buch: | Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache: Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) |
| Autor: | Ludwik Fleck, Ausgabe vom 4. Mai 1980, Taschenbuch, Verkaufsrang 40183 |
| Preis: | 12,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Flecks zuerst 1935 erschienene Studie ist die wohl erste soziologische Untersuchung der Produktion wissenschaftlichen Wissens: Wissen kann nicht losgelöst von den Menschen betrachtet werden, die es besitzen. Fleck entwickelt seine Konzeption am Beispiel einer historischen Fallstudie, nämlich der Entdeckung der sog. Wassermann-Reaktion, mit der sich Syphillis nachweisen läßt.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Ludwik Fleck Enstehung und Entwicklung einer wissentschaftlichen Theorie (5 von 5 Punkten) meint H.V. aus Monzingen Höchst anspruchsvoll und wiederholte Denkpausen erfordernd, aber jederzeit
lesenswert, immer noch gültig und dem gegenwärtigen Geschwafel so etlicher
Soziologen, Politologen usw. haushoch überlegen. Das Traurige ist, dass seine
Theorie auf alle Gebiete der Wissenschaft anwendbar ist und dabei alle Wiisen-
schaften gleich schlecht wegkommen. Das Buch sollte dazu genutzt werden, um
insbesondere unseren auf den Straßen gar so engagierten Studenten erst mal
objektives Denken beizubringen.
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Aus der Amazon.de-Redaktion Wunder gibt es immer wieder, vor allem in der evolutionären Schöpfung. Die belebte Natur um uns herum hat es im Laufe von Milliarden von Jahren zu einer Perfektion gebracht, die unglaublich ist und nach Erklärungen sucht. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn gerade diese Disziplin ihre Leute so begeistert und immer wieder überrascht. Richard Dawkins, Evolutionstheoretiker und Verfasser mehrerer Sachbücher, ist einer von denen, die sich mit der Natur auf ein Kräftemessen der Fantasie einließen. Dawkins Vorlagen sind die komplizierten Netze der Spinnen, aberwitzige Symbiosen oder mathematisch schöne Gehäuse. Mit kindlicher Begeisterung setzt er diesen Mechanismen sodann oft spaßige, immer aber anschauliche Analogien unserer Erfahrungswelt entgegen. Zum Beispiel wenn es um die Rolle des Zufalls im evolutionären Spiel geht. Entsteht der Elefant durch Zufall, genauso als ob ein Wirbelsturm durch einen Schrottplatz fegt und am Ende zufällig ein Jumbojet dasteht? Natürlich nicht, und auf diese Weise wird plötzlich klar, dass Darwinismus niemals nur den mutagenen Zufall allein beschreibt, sondern immer dessen Kombination mit der gerichteten natürlichen Selektion. Das Auge ist ein anderes Beispiel, kaum zu glauben, dass es sich in der Natur in 40 voneinander unabhängigen Systemen entwickelt hat. Zufall? Ja, aber der spielte nur bei der anfänglichen Erfindung der Linse eine wesentliche Rolle. Das Sehen ist vielmehr die natürliche, selektive Konsequenz gewesen. Bisweilen erinnert Dawkins tatsächlich an Douglas Adams, dessen Lob sich übrigens auf dem Umschlag des Buches findet. Allerdings bedeutet dies in keiner Weise, dass Dawkins über die Flachserei die wissenschaftliche Tiefe aus den Augen verliert. Im Gegenteil, der Leser bekommt einen ziemlich tiefen Einblick in das Lebenswerk des Professors, der sich jetzt in Oxford mit der öffentlichen Vermittlung der Naturwissenschaften beschäftigt. -J. Schüring
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 11 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Beeindrucke Produkte der Evolution (5 von 5 Punkten) meint F.S. aus München Für mich ist der Gipfel des Unwahrscheinlichen Dawkins' fesselndstes Werk. In Bild und Wort werden hier komplexe Zusammenhänge verständlich erklärt. Natürlich ist dafür etwas Geduld, Vorwissen und Interesse vonnöten, aber das fordert schließlich jedes gute Sachbuch. Wer sich jedoch darauf einlässt, kann sich der Begeisterung, mit der Dawkins mal rein auf der biologischen Ebene die Evolution als schöpferische Kraft präsentiert, nicht entziehen. Auch wenn man Dawkins Polemiken nicht vertritt, kann dieses Buch jedem begeisterten naturwissenschaftlich interessierten nur wärmstens ans Herz gelegt werden.
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Alle Bestellungen werden über Amazon abgewickelt. Amazon ist der größte Online-Buchhändler und liefert sehr zuverlässig und sicher.Bücher versandkostenfrei nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz, alle anderen Artikel ab 20 € Bestellwert. Ausführliche Lieferbedingungen hier. Nach Deutschland und Österreich ist auch Lieferung gegen Rechnung möglich. Dadurch entfällt die Angabe der Bankdaten. Bedingungen hier.
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