Product Description In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 demonstrierten die Naziseinen neuen Umgang mit den deutschen Juden. Mehrere hundert Synagogen branntenab und hundert weitere wurden demoliert, mindestens 8000 jüdische Geschäfteund zahllose Wohnungen wurden verwüstet. Bei den antisemitischen Aktionenstarben mindestens 91 Menschen, 30.000 Juden wurden verhaftet und in Konzentrationslagerninhaftiert. Eine Nacht also, in der mehr zerstört wurde als nur das Kristallder Fenster von Synagogen und Geschäften.Herman Graml zeigt in seinem Buchnicht nur die Hintergründe der Ereignisse um die Kristallnacht, sondernmacht davon ausgehend den Versuch, die ganze Geschichte der nationalsozialistischenJudenverfolgung darzustellen.Bitte beachten Sie zum gleichen Thema SaulFriedländer 'Das Dritte Reich und die Juden'.
Buch:
Antisemitismus - die deutsche Normalität: Geschichte und Wirkungsweise des Vernichtungswahns
Ausgabe vom 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 223656
Product Description 1. Verleugnete Kontinuität - zur Geschichte des Antisemitismus
* Hans Steidle : Vorindustrielle Judenfeindschaft am Beispiel Würzburgs
* Rainer Bakonyi / Andrea Woeldike : Judenhaß - 30 Silberpfennige christlich verzinst und deutsch eingetrieben
* Lutz Hoffmann : Der Antisemitismus als Baugerüst der deutschen Nation
* Rainer Bakonyi : Überlegungen zu Emanzipation, Assimilation und Antisemitismus
* Andrea Woeldike : Kapitalismus und deutscher Wahn
* Gerhard Scheit : Struktureller Antisemitismus: Martin Heidegger
2. Reflexionen zu Auschwitz
* Rainer Bakonyi : NS-Deutschland und die Ermordung der Juden Europas
* Lars Rensmann : Dialektik des Antisemitismus
* Gerhard Scheit : Immer das Selbe - Über Hannah Arendt und Martin Heidegger
* Zu Sartres "Überlegungen zur Judenfrage"
* Rainer Bakonyi : Zwischen Schlußstrich und heimlichem Stolz auf den längsten Schatten - Die deutsche Geschichtswissenschaft auf dem Weg zur normalen Nation
* Ines Kuth / Andrea Woeldike : Antisemitismus und Nationalsozialismus. Zu Moishe Postones "theoretischen Skizzen"
* Holger Schatz / Andrea Woeldike : Nationalisierung der Arbeit, Antisemitismus und Vernichtung
3. Das Fortleben des Antisemitismus in der postfaschistischen Demokratie
* Wolfgang Pohrt : Vielleicht war das alles erst der Anfang - Über das Tagebuch aus dem KZ Bergen-Belsen von Hanna Lévi-Hass
* Katja Leyrer : Experiment in Germany - Saul K. Padovers Protokolle aus dem besiegten Nazi-Deutschland
* Karin Übelacker / Michael Weiß : Die fünfziger und sechziger Jahre
* Thomas Haury : Der Antizionismus der Neuen Linken in der BRD - Sekundärer Antisemitismus nach Auschwitz
* Karin Übelacker / Martin Semmel : Antisemitismus im neuen Deutschland
* Justus Wertmüller : Ein Steinmetz
* Tjark Kunstreich : Das gleiche Pack - Aus dem Antifa-Sommer 2000
* Tjark Kunstreich : "Wie kann man da nicht Kommunist sein?" - Ein Gespräch mit Peter Gingold über Antisemitismus und Befreiung
Buch:
Literarischer Antisemitismus nach Auschwitz
Ausgabe vom 9. Aug. 2007, Broschiert, Verkaufsrang 1728263
Micha Brumlik, Ausgabe vom 2000, Gebunden, Verkaufsrang 1247828
Aus der Amazon.de-Redaktion Die Dialektik des Judentums bezüglich Herrschaft und Knechtschaft als "Dreh- und Angelpunkt" von Hegels Philosophie der Weltgeschichte? Diese für die Hegel-Exegese neue Deutung ist eines der aufschlussreichen Ergebnisse der Beschäftigung Brumliks mit den Philosophen des deutschen Idealismus und deren Haltung gegenüber dem Judentum. Die antijüdischen Stellungnahmen dieser Denker auf der anderen Seite - "Euthanasie des Judentums" (Kant) - werfen immer wieder die Frage nach ihrer Mitverantwortung am Holocaust auf. Brumlik wendet drei Methoden an, diese Äußerungen zu erklären. Er geht in erster Linie den inhärenten Widersprüchen und Vorurteilen der Denksysteme nach und verweist zu deren weiterer Klärung auf zeitgeschichtliche und biografische Zusammenhänge. Dabei wird sehr deutlich, mit welch unterschiedlichen Geistern es die deutsche Kulturgeschichte da zu tun hat. Die Kapitel des Buches sind den Philosophen in chronologischer Folge gewidmet: Kant, seinem Schüler Fichte; Schleiermacher, der enge Beziehungen zu Berliner Juden pflegte; Hegel, Schelling und Marx. Jeder Essay kann zwar für sich gelesen werden. Da der Autor aber auf eine eigenständige Zusammenfassung verzichtete, ist die vollständige Sicht auf die Bedingtheiten idealistischer Deutung des Judentums, aber auch von Religion und Christentum überhaupt, nur in der gesamten Lektüre zu erreichen. Im Kant-Kapitel etwa wird gezeigt, wie das alte, vornehmlich lutherisch-protestantische Theologumenon der Differenz zwischen Gesetz und Evangelium bzw. Gnade bei Kant in eine Theorie des statutarischen, äußerlichen und ethnisch geschlossenen Charakters der jüdischen Religion und Gemeinschaft mündet. Diese Denkfigur wurde im Rahmen des Denkens über Freiheit und Staat nach der französischen Revolution in ideologischer aber auch in rechtspolitischer Hinsicht besonders bei Fichte gegen das Judentum gewendet. Brumlik zeigt, dass das Thema Judentum und Religion beim deutschen Idealismus kein Randthema darstellte, sondern mitten in dessen gesellschaftliches Denkens hineinführt. -Adalbert J. Osterried
Buch:
Antisemitismus und Gesellschaftstheorie: Die Frankfurter Schule im amerikanischen Exil (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Autor:
Eva-Maria Ziege, Ausgabe vom 22. Juni 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 225045