Udo Jürgens, Michaela Moritz, Ausgabe vom 19. Aug. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 58928
Aus der Amazon.de-Redaktion Natürlich ist der Mann mit dem Fagott nicht Udo Jürgens. Udo Jürgens ist der Mann mit dem weißen Klavier, der Mann mit dem unwiderstehlichen Blick, dem die Frauen zu Füßen liegen, der Mann mit Hits wie "Griechischer Wein" oder "Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an". Nun ist Udo Jürgens 70 geworden. Und wie es im Moment Mode ist unter Showstars, hat er sich mit Michaela Moritz eine (im Übrigen überaus kompetente) Ghostwriterin besorgt und seine Geschichte erzählt. Nicht als Autobiographie, sondern als Roman, aber natürlich als ein stark autobiographischer Roman, der Dichtung und Wahrheit, vor allem aber Wahrheit und Wahrheiten miteinander mischt: "Es erzählt die Wahrheit und ist doch einen Roman: Es erzählt die Geschichte so, wie ich sie sehe, sie recherchiert und erlebt, sie aus den Geschichten meiner Kindheit und Jugend rekonstruiert habe", sagt Jürgens in Der Mann mit dem Fagott, um dann philosophisch-altersweise fortzufahren: "Aber jede Geschichte erzählt so viele Wahrheiten wie Personen, die dabei waren und darüber erzählen". Um es aufzuklären: Der Mann mit dem Fagott ist mit der Lebensgeschichte Jürgens Großvater Heinrich Bockelmann verknüpft, dem das Buch gewidmet ist. Bockelmann stand im Jahr 1891 vor der Entscheidung, ob er samt Familie nach Amerika oder Russland auswandern solle. Da hörte er auf dem Bremer Weihnachtsmarkt ein Fagott, das eine russische Weise spielte - für ihn ein Schicksalswink, dem er folgen musste. Was folgt, ist eine bewegende Geschichte in den Wirren des 20. Jahrhunderts, die zur Jahrhundertwende beginnt, über Österreich nach Moskau bis in den Ural führt, um dann nach Deutschland und England überzuschwenken - und irgendwann, fast unmerklich, zu Udo Jürgens? eigener, faszinierender Erfolgsgeschichte wird. Autobiographisch aufschlussreich - und tatsächlich spannend wie ein Roman. -Thomas Köster
Buch:
Thomas Mann und die Seinen
Autor:
Marcel Reich-Ranicki, Ausgabe vom 9. Sept. 2011, Taschenbuch, Verkaufsrang 37015
Nach wie vor dürfen Frauen in der katholischen Kirche das Priestertum nicht ausüben, und auch in Fragen der Ehe, Abtreibung und Verhütung verharrt die katholische Kirche auf ihrem rigorosen Standpunkt. Dass das keineswegs immer so war, zeigt der grosse Theologe Hans Küng in diesem Buch Im Urchristentum und in der frühen Kirche beispielsweise waren Frauen ganz selbstverständlich auch Jüngerinnen und Prophetinnen. Erst im Mittelalter wurde die Frau stärker aus der Kirche verdrängt. Anschaulich und umfassend schildert Küng, wie sich die Stellung der Frau im Christentum im Lauf der Geschichte entwickelt hat - von der Frühzeit über Mittelalter und Reformation bis in die Gegenwart. "Für die meisten Weltreligionen ist 'die Frau' ein Problem: seit uralten Zeiten überall dem Mann untergeordnet, in Familie, Politik und Wirtschaft zweitrangig, in ihren Rechten und sogar in der Teilnahme am Kult eingeschränkt. Gleichberechtigung der Frau ist nicht nur im Christentum ein großes unerfülltes Anliegen." So leitet Hans Küng seinen religionsgeschichtlichen Abriss zur Stellung der Frau im Christentum ein, der vom Urchristentum, der frühen Kirche und des Mittelalters bis in unsere Tage chronologisch und systematisch die Stellung der Frau in der kirchlichen Gemeinschaft und jene Probleme analysiert, die die christlichen Kirchen mit der Frau hatten und - was insbesondere für die katholische Kirche zutrifft - immer noch haben. Stützt sich die katholische Amtskirche bei der Begründung, weshalb Frauen das Priesteramt verwehrt werden muss, auf eine 2.000-jährige Tradition, so erscheint dies Küng als eine fragwürdige und fadenscheinige Ausweichstrategie. Am Ende seines nicht nur in Hinblick auf die ihn leitende Frage äußerst erhellenden Bandes kommt der Autor zu dem Schluss, die Amtskirche werde ihren "Kampf gegen die Gleichberechtigung der Frau ebenso verlieren wie den gegen die 'Hexen' oder den gegen Demokratie und Menschenrechte". Zu dieser Auffassung kommt er nicht zuletzt durch die Analyse der bisherigen Paradigmenwechsel in der Geschichte des Christentums. Demnach vollzieht sich derzeit ein solcher Paradigmenwechsel hin zu einem ökumenisch-nachmodernen Paradigma, in dessen Rahmen sich auch die Rolle und Bedeutung der Frau in der Kirche grundlegend ändern wird. -Andreas Vierecke
Buch:
Strategie als Berufung: Gedanken und Erinnerungen zwischen Militär und Politik
Autor:
Ulrich Weisser, Ausgabe vom 3. Febr. 2011, Broschiert, Verkaufsrang 425151
Die Oetkers: Geschäfte und Geheimnisse ber bekanntesten Wirtschaftsdynastie Deutschlands
Autor:
Rüdiger Jungbluth, Ausgabe vom 26. Mai 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 302552
Aus der Amazon.de-Redaktion Gemeinhin steht "Dr. Oetker" für Backpulver und Pudding. Doch dieses tradierte Bild der Marke, die zu den bekanntesten in Deutschland zählt, stimmt schon lange nicht mehr. Längst ist aus dem Nahrungsmittelhersteller ein verzweigter Mischkonzern geworden, dessen Portfolio von Bier über Pizza, Sekt und Erdnüsse bis zur Schifffahrt reicht. "Der Oetker-Konzern ist ein ungewöhnlich breit gefächertes Konglomerat, wie es keine zweite Unternehmerfamilie in Deutschland errichtet hat", resümiert der Buchautor Rüdiger Jungbluth in seiner Unternehmensbiographie über "Geschäfte und Geheimnisse der bekanntesten Wirtschaftsdynastie Deutschlands". Die Firmengruppe besteht aus 332 Unternehmen, von denen 132 ihren Sitz im Ausland haben, beschäftigt mehr als 20.000 Menschen und erzielt einen Jahresumsatz von geschätzten 5,5 Milliarden Euro. Rüdiger Jungbluth rollt die Geschichte der Unternehmerdynastie recht anschaulich auf, verheddert sich aber gelegentlich in dem verzweigten Stammbaum des Clans. Auch bleibt die Gewichtung des Stoffs bisweilen unklar. So breitet der Autor den Entführungsfall Richard Oetker, der 1976 die Republik aufwühlte, detailversessen auf 28 Buchseiten aus. Anderes hingegen wird denkbar knapp abgehandelt. Zum Beispiel der tief greifende Konzernumbau, den der derzeitige Firmenchef August Oetker in die Wege geleitet hat. Hier hätte man sich mehr Einblick in die strategischen Überlegungen des Firmenlenkers gewünscht. Das aber scheiterte an der Weigerung der Familie, mit dem Autor zusammenzuarbeiten. Der nämlich hatte bereits in seinem Buch über Die Quandts die Verstrickungen der Unternehmerfamilie in die NS-Diktatur klar herausgearbeitet. Das tut er nun auch in Sachen "Oetker". Trotz der Informationssperre wird das dunkle Kapitel in der Firmengeschichte, dessen schwärzester Punkt in der "vielgestaltigen Verbindung von Familie und Firma zur SS des Heinrich Himmler" liegt, gut recherchiert aufgearbeitet. Ein empfehlenswertes Stück deutscher Wirtschaftsgeschichte. - Winfried Kretschmer
Buch:
Anklage: Im Auftrag der Gerechtigkeit
Autor:
Markus Schollmeyer, Ausgabe vom 27. Sept. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 281698
Product Description Im Auftrag der Gerechtigkeit Erscheinungsjahr: 2010 Einsteiger/Laien Gewicht: 435 gr / Abmessungen: 215 mm x 135 mm Von Schollmeyer, Markus Der erschütternde Einblick eines Insiders in die Welt des Rechts Er ist aus Berufung Anwalt geworden. Als idealistischer Neuling zog er aus, um für die Gerechtigkeit zu kämpfen. Doch je weiter er die Karriereleiter als Strafverteidiger hochsteigt, desto mehr sieht er sich vom Morast der Käuflichkeit umgeben. Recht scheint in erster Linie eine Frage des Geldes zu sein. Er spielt das Spiel mit, bis er nicht mehr kann und sich eines Tages für die Kehrtwende entscheidet. Markus Schollmeyers packende Geschichte über Gerechtigkeit basiert auf seinen eigenen Erfahrungen. Er gewährt uns dabei unglaubliche Einsichten in und hinter die deutschen Gerichtssäle, die Mechanismen von Anwaltskanzleien und der Rechtssprechung. Selbst auf seine Besuche in der Justizvollzugsanstalt, besser bekannt als "Knast", nimmt er den Leser mit. Die Schilderungen seiner außergewöhnlichen und packenden Fälle lesen sich wie ein Thriller. Als ehemaliger Strafverteidiger erhebt er Anklage gegen die Käuflichkeit von Gerechtigkeit. Er bleibt nicht im Zynismus vieler seiner Kollegen stecken, sondern hält ein Plädoyer für mehr Werte und auch mehr echte Freiheit auf Basis von gegenseitigem Vertrauen. Absolute Thrillerqualität: Anwalt Markus Schollmeyer schildert anhand unglaublicher Fälle seinen Kampf um Gerechtigkeit. Leseprobe: Gleich würde es überstanden sein. Vom Fensterbrett des fünften Stockwerks aus konnte man weit sehen. Von hier oben sah alles so harmonisch aus. Besonders an so einem herrlichen Frühlingstag: Die Sonne stand hoch am Himmel und tauchte die Großstadt in ein fröhliches Licht. In den belebten Straßencafes der Prachtmeile w
Buch:
Hexal-Kapitalismus - Der Aufstieg der Brüder Strüngmann
Autor:
Heide Neukirchen, Ausgabe vom 13. März 2006, Gebunden, Verkaufsrang 298875