Eine kleine Geschichte des Größten. Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Sachbuch 2008 Erscheinungsjahr: 2009 Gewicht: 244 gr / Abmessung: 19 cm Von Lütz, Manfred "Gott sei Dank, Gott existiert nicht. Wenn aber, was Gott verhüten möge, Gott doch existiert?" Unter der Feder von Bestsellerautor Manfred Lütz wird aus der Frage nach Gott ein spannendes Lesevergnügen, das aufgeklärte Skeptiker wie nachdenkliche Gläubige gleichermaßen bereichert und klüger macht. Immer wieder unterbricht Lütz seine eigensinnige Reflexion mit hinreißenden Geschichten über Menschen, die es mit dem lieben Gott aufnahmen. Und er nimmt Elton Johns Auftritt auf der Trauerfeier für Lady Di ebenso unter die Lupe wie die Argumente "der besten Atheisten der Welt" oder die Debatten um Evolutionstheorie und Hirnforschung. Nach der Lektüre legt man ein reiches, kluges Buch aus der Hand und fühlt sich bestens unterhalten. Mit Gott. Nicht zweifeln, glauben! Zweifel an der Existenz Gottes, sicher so etwas gibt es. Aber das ist heilbar. Das ist die einfache Botschaft, auf die man die Ausführungen des Bestsellerautors, Psychiaters und Theologen Manfred Lütz bringen könnte. Oder: Wer nicht glaubt, der ist selber schuld, wenn er nicht glücklich wird. So weit, so gut. So etwas darf man glauben. Wirklich problematisch aber sind Aussagen wie die folgende: "An Gott glauben oder Nietzsche zu folgen, das scheint die wirkliche Alternative zu sein. Wenn man aber Nietzsche folgt, dann muss man auch bereit sein, den bitteren Kelch des Atheismus bis zur Neige zu trinken. Dann hat man keine Argumente gegen die kraftvoll skrupellose Macht eines Hitler, Stalin oder Mao Tse Tung, die Millionen von Menschen der eigenen irdischen übermenschenartigen Göttlichkeit opferten." Gewiss: Der niemals um eine Pointe verlegene Lütz verhehlt nicht, dass auch er, um zu Gott zu finden, durch ein atheistisches Jammertal hat gehen müssen. Bei der Überwindung seines Unglaubens hat ihm dabei weniger das theologische Studium geholfen ("Theologie ist eine Krücke, eine Dienstleistung für Leute, denen das hilft."), als vielmehr die Erfahrung, die Begegnung mit Menschen, die glaubten, die von Wundern berichteten und die Gutes bewirkten. Und so erzählt Lütz unentwegt kleine Geschichten, die seinen Glauben plausibel machen sollen. Er unternimmt auch immer wieder kleine Ausflüge in die Philosophie-, die Theologie- und die populäre Zeitgeschichte. Aber immer schwingt dabei ein Subtext mit, aus dem wir lesen sollen, dass das Leben viel leichter gelingt, wenn man es sich nicht durch allzu viel Reflexion unnötig erschwert. Nach Beweisen für oder wider die Existenz Gottes zu forschen, ist am Ende für den Autor nur müßig. Fragt sich nur, weshalb er sich dann in kruden Referaten über die angeblich Indizien für die Existenz Gottes liefernde Quantenphysik versteigt. Doch, wie gesagt: Gott, und das ist für Lütz der Gott der katholischen Kirche (warum auch nicht?), ist. Punktum. Doch warum soll man diese "Kleine Geschichte vom Größten" dann überhaupt noch lesen? Ganz einfach: Weil Lütz für all jene, die ohnehin auf seiner Seite sind, sicherlich ein ausgesprochen amüsanter und tatsächlich ja auch zweifellos gelehrter Plauderer ist. Jene aber, die sich von der Lektüre erhoffen, etwas wirklich Neues zu erfahren, werden das Buch am Ende eher enttäuscht zur Seite legen und sich vermutlich auch über die übertrieben zur Schau gestellte, freundliche Selbstgewissheit des Autors ärgern. - Andreas Vierecke
Buch:
Die Vermessung des Glaubens: Forscher ergründen, wie der Glaube entsteht und warum er Berge versetzt
Autor:
Ulrich Schnabel, Ausgabe vom 12. Juli 2010, Broschiert, Verkaufsrang 92225
Aus der Amazon.de-Redaktion Manche Evolutionsbiologen vertreten ja die Ansicht, einzig die Religion sei es, die uns letztlich vom Tier unterscheide. Bemerkenswert ist in der Tat, dass sich in der Menschheitsgeschichte bislang keine Stufe der Zivilisation gefunden hat, die nicht in irgendeiner Weise im Glauben an das Wirken höherer Mächte verhaftet war. Dieser Befund hat den Wissenschaftsjournalisten Ulrich Schnabel zu der Erkenntnis gebracht, dass dies wahrscheinlich nur genetisch bedingt sein könne ? und insofern auch für Menschen gelte, die sich selbst für ungläubig halten: "Die allermeisten Argumente, die für oder gegen den Glauben vorgebracht werden, beruhen meiner Meinung nach auf Glauben", schreibt Schnabel. "Auf einer persönlichen Einstellung, die dann vehement verteidigt wird, aber oft nicht wirklich auf irgendwelchen empirischen Befunden beruht." Wenngleich dem Religiösen durchaus zugetan, unternimmt der Autor im vorliegenden Werk einen in der Sache stets objektiven Streifzug durch die verschiedenen Facetten des Religiösen und präsentiert einen umfassenden Überblick der aktuellen Erkenntnisse theologischer, psychologischer, medizinischer und naturwissenschaftlicher Glaubensforschung. Klingt trocken, ist es aber nicht. Vor allem deshalb, weil Schnabel zwar durchaus seinen Standpunkt vertritt aber sozusagen als Kontrastprogramm eine Fülle illustrer Gesprächspartner zu Wort kommen lässt. Die Vermessung des Glaubens kann in gewisser Weise auch als Beitrag zum Jubiläumsjahr von Charles Darwin betrachtet werden, dessen Evolutionslehre heute zum Teil mehr denn je von religiösen Fanatikern angefeindet und ernsthaft in Frage gestellt wird. Franz Klotz
Product Description Was man wirklich wissen muss Erscheinungsjahr: 2006 ab 12 J. Gewicht: 215 gr / Abmessung: 19 cm Von Nürnberger, Christian Kein Buch mit sieben Siegeln Christian Nürnberger erzählt die wichtigsten Geschichten des Alten und Neuen Testaments und erklärt, worin die revolutionäre Botschaft des biblischen Geschehens liegt - für Christen und Nichtchristen zugleich. Eine anschauliche und unterhaltsame Einführung, lebensnah und überraschend aktuell.