Der Mann, der bei ''Bild'' Hans Esser war Erscheinungsjahr: 2009 10. Aufl. m. Abb. Gewicht: 204 gr / Abmessung: 19 cm Von Wallraff, Günter Vor zwanzig Jahren erschien zum ersten Mal Gunter Wallraffs inzwischen legendärer Bericht aus dem Innern der "Bild"-Zeitung "Der Aufmacher", in dem Wallraff beschreibt, was er in drei Monaten als "Bild"-Reporter Hans Esser erlebte. In einer immer stärker und immer unkontrollierbarer von den Medien beherrschten Öffentlichkeit ist dieses spannende, faktenreiche und entlarvende Buch von bestechender Aktualität. Deutschlands einflußreichste Zeitung lügt, fälscht und hetzt - das ist das Ergebnis der Recherchen des bekannten Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff, der sich unter dem Namen Hans Esser 1977 für vier Monate bei Bild in Hannover einschlich. Sein Äußeres paßte er den Gepflogenheiten an: Höhensonnengebräunt, in Anzug und Krawatte, mit Siegelring und Herrenparfüm sprach "Esser" beim Redaktionsleiter Schwindmann (Name geändert) vor - und wurde genommen. Ein ehemaliger Werbetexter, leistungsorientiert und kapitalbewußt - daraus könnte man ein funktionierendes Gewinde machen, ein unscheinbares Schräubchen in der gigantischen Meinungsmache-Maschinerie des Axel Springer Verlags. So glaubte man zumindest. Das Prinzip der Bild-Zeitung bzw. der Boulevard-Zeitung schlechthin ist denkbar einfach und wird von Wallraff gekonnt aufgezeigt: Innerhalb einer strengen Hierarchie müssen schlecht bezahlte Redakteure vor Superlativen strotzende Geschichten abliefern, die nur dann politisch sein dürfen, wenn diejenigen, die Bild unterstützen, es wollen. Soziale Mißstände passen nicht ins Bild und werden spätestens auf dem Schreibtisch des Redaktionsleiters wegredigiert, was nicht sensationell genug ist wird verfälscht oder "aktualisiert" - auch Sachverhalte, die sich vor Jahren ereigneten, sind in Bild immer brandaktuell. Daß bei dieser täglichen Volksverdummung, der Freakshow zum Mitnehmen, Menschen in den Tod gehetzt werden, wird bedenkenlos hingenommen. Wallraff berichtet von einem Selbstmörder, der noch nicht den Schneid für den letzten Schnitt hat. Der Redakteur versucht am Telefon, doch noch seine Geschichte zu bekommen: "Sie reden doch nur so, Sie trauen sich das ja doch nicht richtig." Ein weiterer Dialog: "Da haben sich zwei Kinder mit Kleinkalibergewehren beschossen." - "Dufte, prima. Tot?!" - "Nee, nur schwer verletzt." Redaktionsalltag. Wallraff erfuhr auch, wie Bild sich im Wahlkampf engagiert, verbal auf die sogenannten Linken einprügelt und den Populisten zur Macht verhilft. Da wird posiert und in Szene gesetzt, wird positive Publicity gegen ständige Verfügbarkeit und gewisse Gefälligkeiten getauscht, wird ganz nebenbei ein konservativ-reaktionäres Weltbild der arbeitenden Bevölkerung vermittelt. Ist all dies vergangen und vergessen, gibt's das nicht mehr? Schauspieler, die von Bild in den Selbstmord getrieben wurden, jugendliche Kriminelle, die wochenlang als Stereotyp für den ausländischen Straftäter hinhalten müssen, anhaltende hysterische Berichterstattung über Kindesmißbrauch, religiöse "Wertevermittlung" im aufklärerischen Gewand - angesichts dieser heutigen Realität von Bild und der weitestgehend gleich funktionierenden Konkurrenz möchte man es bezweifeln. Doch Wallraffs Buch, dem weitere nicht minder lesenswerte folgten, hat sicher zur Verbesserung der Zustände beigetragen und gehört auch heute noch zur politischen Pflichtlektüre für jedermann. -Erik Möller
Buch:
Hollywood für Sparfüchse: Digitales Filmen (Praxis Film)
Autor:
Frank Sauerland, Ausgabe vom 1. April 2008, Broschiert, Verkaufsrang 133925
Product Description Was 2009 nicht in der Zeitung stand. Das andere Jahrbuch Erscheinungsjahr: 2010 m. Abb. Gewicht: 168 gr / Abmessungen: 155 mm x 105 mm Von Wisnewski, Gerhard Glauben Sie alles, was in der Zeitung steht? Nein? Das ist gut so. Auch 2009 gab es jede Menge ungeklärte Fragen: Wofür steht die neue US-Regierung unter Obama? Hatten die Behörden beim "Amoklauf" von Winnenden die Finger im Spiel? Wie kam es wirklich zum Erdbeben von L Aquila? Wie starb die iranische Studentin Neda? Was steckt hinter der "Schweinegrippe"? Souverän führt Sie Enthüllungsjournalist und Erfolgsautor Gerhard Wisnewski durch die Ungereimtheiten und offenen Fragen des Jahres 2009 und zeigt Zusammenhänge auf, die Sie nicht aus der Zeitung erfahren.
Betriebliches Gesundheitsmanagement - Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt - Mitarbeiter einbinden, Prozesse gestalten, Erfolge messen - Arbeitsmaterialien auf CD
Autor:
Thorsten Uhle, Michael Treier, Ausgabe vom 22. Nov. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 92590
Product Description Mit einem vollständigen, kommentierten Drehbuch Erscheinungsjahr: 2010 Gewicht: 464 gr / Abmessung: 20,5 cm Von Keane, Christopher Um zu lernen, wie man ein gutes Drehbuch schreibt, muss man das Handwerk des Drehbuchschreibens beherrschen und Drehbücher lesen. In diesem Band finden Sie beides: Teil I: Die Techniken, Aufbau und Struktur, und das grundlegende Verständnis für das Filmeschreiben werden Schritt für Schritt, mit vielen praktischen Beispielen, erläutert. Kein Theoretisieren, eine praktische "Hands-on"-Anleitung. Teil II: Ein vollständiges Drehbuch - an den entscheidenden Punkten immer wieder mit Erklärungen versehen, warum der Autor sich für einen bestimmte Handlung entschieden hat, welche Figur warum was tut oder sagt. Das Auslösende Ereignis, die Plot Points, also die Wendepunkte, die dramatische Struktur, die Gliederung werden kommentiert. Pressestimmen: "Ich empfehle Keanes Buch all meinen Film-Studenten in Harvard. Ich finde, sein Buch ist für angehende Drehbuchautoren nützlicher als Robert McKees Story und Syd Fields Screenplay. Ich selbst habe Keanes Buch als Ratgeber verwendet als ich meinen ersten Spielfilm geschrieben habe, der dann auch produziert wurde." Valerie Weiss, Director, Harvard University Film Program Christopher Keane, ein Hollywood-Autor und Script-Dozent ... gibt Tipps für die Entwicklung von Story und Figuren, informiert über Plot & Struktur, Gliederung und Szene, übers Schreiben für das Fernsehen und über die Besonderheiten einer Buchadaption. ...(Er) weiss, dass es nicht darauf ankommt, große Weisheiten zu verkünden, sondern: Geschichten zu erzählen. Der Mann, das wird rasch klar, kennt sich aus in dem Geschäft; er hat seinen Stoff gut im Griff, weiß zu gliedern und erzählerisch aufzubereiten. (Schaupla