Aus der Amazon.de-Redaktion Gelb, dick, seit zwei Jahrzehnten ein Standard. Die sechste und frisch aktualisierte Auflage des Handbuchs für Ausbildung und Praxis des Fernsehjournalismus verspricht, auf dem letzten Stand zu sein. Dieser Band lässt nichts aus: der interessierte Berufsanfänger, gerade frisch von der Universität, wird begeistert sein. Denn er erfährt wirklich alle Details aus dem Dschungel TV. Er kann sich einen Überblick verschaffen über die technischen Produktionsbedingungen, die verschiedenen Formate von Sendungen mit ihren spezifischen Unterschieden und Anforderungen. Wie macht man einen Nachrichtenfilm? Was unterscheidet ihn vom Bericht in Nachrichtensendungen. Und was muss ein Korrespondent leisten? Was ist eine Reportage, was eine Dokumentation? Oder darf es vielleicht doch ein Feature sein? Bild, Ton, Text. In äußerst knapper, übersichtlicher Form, ohne Geschwätzigkeit, versammelt dieser Band alle Arbeitsschritte, die das Medium Fernsehen zu bieten hat. Nach der Lektüre wird einen keiner mehr mit Fachausdrücken oder gar fiesen Abkürzungen beeindrucken können. Nicht umsonst ist das Buch ein Muss auf allen Journalistenschulen. Für den praktizierenden Journalisten allerdings empfiehlt sich eine Auswahl an Kapiteln. Allzu ermüdend ist sonst die Darstellung vieler Selbstverständlichkeiten, die man spätestens nach vier Wochen TV-Redaktion verinnerlicht hat. Technische und medienrechtliche Kapitel allerdings ergänzen das Angebot dieses Buches bestens. Etwas altbacken sind Darstellung und ausgewählte praktische Beispiele. Da hätte man für die aktualisierte Auflage getrost einen etwas flotteren Stil wählen können. Vergeblich sucht man fundierte Darstellungen der Unterschiede zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendeformaten. Es fehlt leider bei der Fülle an Material oft der Platz für tiefergehende Kommentare. Dafür gibt es mannigfaltige Tipps und Tricks von alten Hasen, denn die zahlreichen Autoren dieses Handbuchs sind allesamt ausgewiesene Meister ihres Fachs. -Johannes Fellmann
Buch:
Nie wieder Rundfunkgebühren!: So kommen Sie da raus
Autor:
Bernd Höcker, Ausgabe vom Febr. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 108623
Product Description Medien und Kommunikation sind für unsere Gesellschaft unverzichtbar Sieprägen politische, wirtschaftliche und soziale Prozesse - zunehmend auchunseren Alltag. In diesem einführenden Lehrbuch werden die Bedingungen,Formen und Leistungen von Medienkommunikation beschrieben und analysiert.Ausgehend von einer grundlegenden Darstellung kommunikativer Prozesse werdenin 20 Beiträgen aktuelle kommunikationswissenschaftliche Modelle, Methodenund Ergebnisse vorgestellt. Themen sind u. a. die individuellen und sozialenVoraussetzungen der Kommunikation, die Wirklichkeitskonstruktion durchMedien, die Entwicklung, Organisation und Ökonomie der Medien, die Medientechnik,der Journalismus und die Perspektiven der "Informationsgesellschaft". Einenweiteren Schwerpunkt bilden die Wirkungen der Medien - zum Beispiel aufKinder. Insgesamt bietet das Lehrbuch eine interdisziplinäre, problemorientierteEinführung in die nationalen und internationalen Dimensionen von Medienund Kommunikation."... Auf knapp 700 Seiten erwartet den Leser weit mehr,als der Haupttitel anspricht. Und davon profitiert nicht nur ein Studentim Anfangssemester, sondern sicher jeder Leser, der sich die Mediengesellschaftzur Frage und zum Problem macht. ... Weischenberg, Schmidt und Mertenhaben ein Lehr- und Orientierungsbuch vorgelegt, das fach- und sachspezifischePräzision mit interdisziplinärer Offenheit verbindet. ...."Das Parlament1-2/95"... Alles in allem liegt hier ein Werk vor, das künftig wedervon Fachkennern noch von Studenten der Kommunikationswissenschaft und derJournalistik ignoriert werden kann."Rundfunk und Fernsehen 1/95
Buch:
Celebrities: Vom schwierigen Glück, berühmt zu sein
Autor:
Borwin Bandelow, Ausgabe vom 1. Juni 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 206912
Aus der Amazon.de-Redaktion Was haben Janis Joplin, Jimi Hendrix, Kurt Cobain und Ludwig II. gemeinsam? Alle waren sie Celebrities und - richtig -, alle sind sie tot. Eine mittelschwere bis besorgniserregende Persönlichkeitsstörung hatte von ihnen Besitz ergriffen. Wenn man dem Buch glauben will, Grundvoraussetzung fürs frühzeitige und häufig unfreiwillige Ableben seelisch instabiler Stars. Nach seinem vielbeachteten Angstbuch (2004) widmet sich Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Borwin Bandelow diesmal den kreativen Überfliegern. Und er wird fündig. In der Welt des Showbiz wimmelt es von Borderlinern, Narzissten und Paranoikern. Blättern wir einige Fälle auf... Bandelows erster Kandidat auf der imaginären Couch heißt Sid Vicious, der als Ekelpaket der Sex Pistols seinem Namen mehr als Ehre machte. Ein echter Giftpilz, und nach Bandelow der nahezu klassische Fall einer zerrütteten Persönlichkeit. Zum endgültig brisanten Gemisch wurde der Sprengstoff, als sich der Bassist mit der emotional völlig gestörten Nancy Spungen zusammentat. Erst erstach er sie, dann setzte er sich den Goldenen Schuss! Der Prof. liefert die passende Fernanalyse. Die Muster ähneln einander. Ob Elvis oder Jim Morrison, Marylin oder Lady Di; frühkindliche Traumata führten zur Persönlichkeitsstörung. Die Folge: Depression, Autoaggressivität, Sucht, Suizidgefahr. Nicht der Ruhm hat sie also verändert, so Bandelows These, sie werden berühmt, WEIL sie anders sind. Geborene Borderliner. Grenzgänger und Narzissten wie der INX-Sänger Michael Hutchence, ein Erotomane vor dem Herrn, der in eindeutiger Pose erhängt aufgefunden wurde. Beim King aller Psychoknackse ? wie könnte es anders sein ?, Michael Jackson, gerät der Psychiater fast schon ins Schwärmen, so eindeutig präsentieren sich die Defizite. Aber auch die Schwächen des Autors manifestieren sich in jenen Passagen, in denen er selbst in den Strudel der Spekulation und des Kolportagehaften gerissen zu werden droht. Lassen wir uns also überraschen von Prof. Bandelows Hausbesuchen bei den großen Toten Marvin Gaye, Brian Jones und Janis, und lauschen wir seiner höchstpersönlichen Theorie, wie Marylin Monroe ihr Leben "tatsächlich" ausgehaucht haben könnte. Dass der Professor sich stets auch noch als Kritiker des jeweiligen künstlerischen ?uvres geriert, mag der Leser wahlweise als ärgerlich unwissenschaftlich oder als willkommene Auflockerung empfinden. Psycho light, eben! ?Ravi Unger