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Der öffentliche Mensch: Medienstars und Medienopfer - Mario Gmür
Buch:Der öffentliche Mensch: Medienstars und Medienopfer
Autor:Mario Gmür, Ausgabe vom 1. Febr. 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 246299
Preis: 10,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Medienopfer gehören zum beruflichen Alltag Mario Gmürs, der als Psychiater und Psychotherapeut davon zahlreiche in seiner Praxis betreut hat. Neben solchen über Schizophrenie und Suchtkrankheiten hat er mehrere Untersuchungen auch zum so genannten Medienopfersyndrom vorgelegt. Auf den ersten Blick scheint also klar, worum es geht in diesem Buch. Natürlich um die, die sich im Glanz der öffentlichen Aufmerksamkeit sonnen - und um die, die vom gleißenden Licht dieser Aufmerksamkeit gleichsam verbrannt werden. Doch ganz so einfach liegen die Dinge nicht. Die Geschichten rund um Medienstars und Medienopfer dienen dem Autor in dem vorliegenden Buch lediglich als symptomatische Belege für das, was er als "total isovalente Gesellschaft" am Horizont aufziehen sieht.
Der von ihm geprägte Begriff der Isovalenz, also "Gleichwertigkeit", ist laut Gmür nicht nur Kennzeichen einer spezifischen gesellschaftlichen Entwicklung, sondern Signet einer neuen Epoche, einer zugespitzten Postmoderne, die er als "isovalentes Zeitalter" bezeichnet. Dieses ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass es auf die inhaltliche Werthaltigkeit von Informationen immer weniger ankommt, sondern darauf, dass etwas überhaupt, und zwar von einer möglichst großen Öffentlichkeit wahrgenommen wird. So werden etwa "die moralische Empörung und auch das Gegenteil, die moralische Selbstzufriedenheit, sowie die Bewirtschaftung von Trauergefühlen zu einem wichtigen Faktor im Aufmerksamkeitswettbewerb". Und die ins Unermessliche beschleunigte technische Entwicklung eröffnet immer schneller immer neue Möglichkeiten für eben diesen Wettbewerb, dem am Ende die "total isovalente" Gesellschaft insgesamt selbst zum Opfer zu fallen droht.
"Die Strategien einer umfassenden Vereinnahmung und Rekrutierung von Medienkonsumenten verleihen den Medien eine Dominanz, der sich keiner, der etwas zu sagen hat oder bewirken möchte, entziehen kann" schreibt der Autor an einer Stelle. Dies, so möchte man einwerfen, gilt auch für Mario Gmür selbst, dessen Begriffsschöpfung der "isovalenten Gesellschaft" wohl nicht zuletzt dem Ziel dient, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Eine Aufmerksamkeit freilich, die das Buch durchaus verdient hat. -Andreas Vierecke

Die Souffleure der Mediengesellschaft: Report über die Journalisten in Deutschland - Siegfried Weischenberg, Armin Scholl, Maja Malik
Buch:Die Souffleure der Mediengesellschaft: Report über die Journalisten in Deutschland
Autor:Siegfried Weischenberg, Armin Scholl, Maja Malik, Ausgabe vom 1. Sept. 2006, Broschiert, Verkaufsrang 511243
Preis: 19,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Der schöne Schein der Wahrheit: Politiker, Journalisten und der Umgang mit den Medien - Wolf von Lojewski
Hörbuch:Der schöne Schein der Wahrheit: Politiker, Journalisten und der Umgang mit den Medien
Autor:Wolf von Lojewski, Ausgabe vom 9. Okt. 2006, Audio CD, Verkaufsrang 956012
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"Zugegeben", bringt es Wolf von Lojewski im Einführungskapitel seines pfiffig geschriebenen Büchleins über den richtigen Umgang mit den Medien und ihren Machern auf den Punkt, "wir Journalisten sind auf dem Weg zu strahlenden Horizonten den Politikern selten eine Hilfe". Im Gegenteil bestehe die besondere Expertise der Medienleute im "Herausfinden von Skandalen Schwächen und Widersprüchen". Und genau dies erwarte das Publikum auch von ihnen. Wären die Leser, Hörer und Zuschauer auf der Suche nach Harmonie "hätte all unser Treiben doch keinen Sinn".
Dieser simplen Tatsache eingedenk stellt sich die Frage, wie man als jemand, der nun mal in der Öffentlichkeit steht, mit diesen Medienleuten trotzdem irgendwie auskommen kann. Und genau um diese Frage geht es Lojewski, der die Antwort darauf aber dankenswerter Weise nicht etwa gibt, in dem er über konkrete Verhaltensregeln dozierte, sondern in Form von kleinen, im charmanten Plauderton daherkommenden Erzählungen aus seinem journalistischen Leben. Er nimmt uns mit auf vergangene Reisen, führt uns dorthin, wo immer die Kameras stehen, wenn wieder über die Ereignisse an diesem oder jenem Krisenherd der Welt zu berichten ist, und lässt uns Einblick nehmen in die Zwänge und Rituale, denen das Nachrichtenmachen so unterworfen ist.
Das locker gegliedert, mit leichter, doch zugleich pointensicherer Feder geschriebene Buch lehrt tatsächlich viel darüber, wie Journalisten (nicht nur von der Sorte des Autors) so ticken, was sie über ihre Arbeit und darüber denken, was Zuschauer und Leser und die, über die sie berichten, von ihnen mit Recht oder zu Unrecht erwarten. Eine kurzweilige und für manchen möglicherweise sehr hilfreiche Lektüre. - Hasso Greb

Der Burenkrieg und die deutschsprachige Presse: Wahrnehmung und Deutung zwischen Bureneuphorie und Anglophobie 1899-1902 - Steffen Bender
Buch:Der Burenkrieg und die deutschsprachige Presse: Wahrnehmung und Deutung zwischen Bureneuphorie und Anglophobie 1899-1902
Autor:Steffen Bender, Ausgabe vom April 2009, Gebunden, Verkaufsrang 1124880
Preis: 41,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Vermessen - gezeichnet - verlacht: Judenbilder in populären Zeitschriften 1918-1933 - Julia Schäfer
Buch:Vermessen - gezeichnet - verlacht: Judenbilder in populären Zeitschriften 1918-1933
Autor:Julia Schäfer, Ausgabe vom 9. Mai 2005, Broschiert, Verkaufsrang 1891099
Preis: 44,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Product Description
Die Annahme, dass es ein typisch jüdisches Gesicht, einen jüdischen Körper oder eine jüdische Gestik gebe, ist bis heute verbreitet. Sie geht auf medizinische, rassenhygienische und physiognomische Diskurse des 19. und 20. Jahrhunderts zurück. Julia Schäfer zeigt in ihrer Geschichte des visuellen Antisemitismus am Beispiel von Karikaturen in populären Zeitschriften sowohl die Entstehung antijüdischer Bilder als auch ihre parteipolitische Instrumentalisierung.

Der TV-Kabelmarkt in Deutschland: Entwicklungsperspektiven über Märkte, Wert(e) und Wirklichkeit - Christian Scholz, Uwe Eisenbeis
Buch:Der TV-Kabelmarkt in Deutschland: Entwicklungsperspektiven über Märkte, Wert(e) und Wirklichkeit
Autor:Christian Scholz, Uwe Eisenbeis, Ausgabe vom 14. Juni 2007, Broschiert, Verkaufsrang 1464611
Preis: 24,80 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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George Wronkow: Kleiner Mann in großen Zeiten - Reportagen eines Lebens (Dortmunder Beitrage Zur Zeitungsforschung) - Irmtraud Ubbens, Karen Peter, Siegfried Maruhn
Buch:George Wronkow: Kleiner Mann in großen Zeiten - Reportagen eines Lebens (Dortmunder Beitrage Zur Zeitungsforschung)
Autor:Irmtraud Ubbens, Karen Peter, Siegfried Maruhn, Ausgabe vom 1. Januar 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 3015644
Preis: 39,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Die Meinungsmacher in der Mediengesellschaft: Deutschlands Kommunikationseliten aus der Innensicht -
Buch:Die Meinungsmacher in der Mediengesellschaft: Deutschlands Kommunikationseliten aus der Innensicht
 Ausgabe vom 14. Nov. 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 1814849
Preis: 39,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Fernsehfrauen in Deutschland. - Eva Herman
Buch:Fernsehfrauen in Deutschland.
Autor:Eva Herman, Ausgabe vom 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 1645440
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Um es ganz kurz zu machen: In diesem Buch geht es um die berühmten drei Ks. Kinder. Küche. Karriere. Beziehungsweise darum, ob und wie Kinderwunsch und Karrierestreben miteinander vereinbar sind. Ein Halbtags-Vater, ein Au-pair-Mädchen, ein Krippenplatz - Kinder und Karriere sind heutzutage doch nur mehr eine Frage der Organisation. Ach ja?
Die Tagesschau-Sprecherin und Talkshow-Moderatorin Eva Herman hat prominente Fernsehfrauen dazu befragt, wie sie Privatleben, Mutterrolle und Job unter einen Hut bringen. Von Gabi Bauer über Sabine Christiansen, Sandra Maischberger, Nina Ruge bis hin zu Petra Gerster und Dagmar Berghoff - hier berichtet die Top 12 der TV-Nachrichten von frühkindlichen Prägungen, dem ersten 1'30-Radiobeitrag und der Liebe unter den Bedingungen der Fernsehprominenz. Das ist oft unterhaltsam, bisweilen beeindruckend - und trotzdem fragt man sich bald, was das eigentlich alles soll. Wird hier soziologisch geforscht? Geht es um den Beruf der Journalistin? Oder ist es einfach gut zu wissen, dass andere Frauen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben wie man selbst?
Das Buch erhebt durchaus einen gewissen wissenschaftlichen Anspruch: Die Interviews folgen dem immer gleichen sozialwissenschaftlich inspirierten Fragebogen. Ebenso offensichtlich ist allerdings, dass Herman an diesem Anspruch scheitert: Dass Karrierefrauen häufig Vatertöchter sind und über eine gute Ausbildung verfügen ist weder neu noch überraschend.
Auch über den Beruf der Journalistin erfahren wir nichts Neues. Selbstbewusst muss man sein, fleißig und diszipliniert, darf sich nicht abwimmeln lassen und ein Quentchen Glück gehört auch dazu. Der Beruf der Journalistin ist nur bedingt zu empfehlen, wenn man gerne eine vielköpfige Kinderschar in die Welt setzen möchte. Das ahnt jeder, der Gabi Bauer jeden Abend um halb elf auf der Mattscheibe gesehen hat.
Bleibt also die dritte Möglichkeit: Eva Herman hat ein Buch geschrieben, das uns Mut machen soll. Petra Gerster hat ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihre kranke Tochter alleine lassen muss. Dagmar Berghoff weiß, dass Männer es nicht immer schätzen, wenn die Frau an ihrer Seite im Rampenlicht steht. Und Sabine Christiansen hat auch erstmal einen Umweg über die Lufthansa gemacht, bevor sie wurde, was sie heute ist.
Das ist tatsächlich gut zu wissen. Eine Antwort auf die Frage nach Kindern und Karriere gibt Eva Herman aber nicht. Und so ist das Buch vor allem all denen zu empfehlen, die sich einfach nur für prominente Fernsehfrauen interessieren. -Anneke Hudalla

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