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PHAEDRA "Tangerine Dream" war vielleicht eine der ersten Bands, die elektronische Musik mit einem Sound populär machten, der verglichen zu den damals mehrheitlich auf Gitarre basierenden Werken fesselnd und einzigartig zugleich war. Diese Musiker beteiligten sich auch daran, den wunderbar neuen Sound des Moog-Synthesizers einer Hörerschaft näher zu bringen, die mit diesen Klängen nicht vertraut war. Zudem holten sie aus den herkömmlichen Rock-Percussions und der guten alten E-Gitarre großartige Effekte heraus. Phaedra besteht aus 4 Tracks und forderte somit den gemeinhin akzeptierten Standard von 3-Minuten-Songs heraus. Gleichzeitig ebnete es den Weg für einen Großteil der heute existierenden elektronischen Musik.-Paul Clark
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LIVE Dieses Album trug den Ruf Kraans als ausgezeichnete Liveband über die deutschen und europäischen Grenzen hinaus bis in die USA. Und auch in Deutschland, wo das Quartett aus Ulm seit spätestens ihrem dritten Album Andy Nogger in der ersten Liga spielte, steigerte Kraan Live ihre Popularität noch einmal: Keine Mitte-70er-Jahre Fete, auf der das 15-minütige "Nam Nam" mit Hellmut Hattlers notorischem Bass-Solo nicht mindestens zweimal lief, resignierende Luftgitarristen nicht vor einem der vielen guten Soli Peter Wolbrandts in die Knie gingen. Aufgenommen vom semi-legendären Conny Plank im Oktober 1974 im Berliner Quartier Latin, präsentiert Kraan Live eine Band in Höchstform. Sehr souverän, gleichermaßen inspiriert wie konzentriert spielten Kraan an diesem Abend ihren verschachtelten, dabei immer auch luftigen Funky Jazz-Rock mit Latin-Einschlag. Erstaunlich, wie außerordentlich homogen und einzigartig diese Musik im Wiederveröffentlichungsjahr 2000, also 25 Jahre später, immer noch ist. Dafür, dass die Jahre trotz der verbesserten Soundqualität nicht gänzlich aus dem Hörer-Bewusstsein verschwinden, sorgt vor allem das mit sehr viel Feingefühl vom Doppel-LP- auf das CD-Format übertragene Artwork, das dem Original nicht nur überaus unterhaltsame Linernotes und Pressestimmen hinzufügt, sondern auch der "German Rock Osterfestival"-Sticker, der damals auf dem LP-Cover klebte. Besser können Sorgfalt und Feingefühl wohl kaum miteinander auskommen. -Rolf Jäger
CD:
The Mix
Kraftwerk, Audio CD, Verkaufsrang 69888
MIX DE Fünf Jahre nach dem letzten Album Electric Café veröffentlichten Kraftwerk 1991 The Mix mit elf digitalen Neubearbeitungen alter Stücke. "Die Roboter" klang mit Techno-Anleihen weniger eckig und wurde tanzbarer, Der Klassiker und erste Hit "Autobahn" verlor durch die gekürzte Version nichts an Frische und Zeitlosigkeit. Bei "Radioaktivität" war hauptsächlich der Text gekürzt. Nach der Erstveröffentlichung 1975 als Pro-Nuklear kritisiert, bezieht der Text jetzt - politisch korrekt - gegen Atomkraft Stellung. Weil Hits wie "Das Modell" und auch die Single "Tour de France" fehlen, die auf keinem Album erschienen, läßt sich die LP nicht als "Best of"-Album bezeichnen. Vielmehr ist es ein eigenständiges, homogenes Werk, und die Auswahl der Stücke ist auf den zweiten Blick sehr klug. Sie zeigen, daß die schlichten Kraftwerk-Melodien geradezu klassisch komponiert sind. "Computerliebe" als romantische Liebesballade, "Taschenrechner" als Kinderlied, "Trans Europa Express" als große europäische Sinfonie. Das Album kam lediglich auf Platz 15 der englischen Charts. Wolfgang Flür und Karl Bartos verließen die Band, die seitdem nur noch mit raren Live-Auftritten von sich reden macht. -Ingeborg Schober
CD:
Stratosfear
Tangerine Dream, Audio CD, Verkaufsrang 22251
Preis:
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Product Description VIVA
CD:
Minimum-Maximum (deutsche Version)
Kraftwerk, Audio CD, Verkaufsrang 55034
Aus der Amazon.de-Redaktion Mensch, Maschine! Donnerwetter aber auch. Vermutlich hat kein Kraftwerk-Fan damit gerechnet, dass die Band tatsächlich mal ein echtes Live-Album veröffentlichen würde. Die Elektronik-Pioniere und Technik-Perfektionisten aus Düsseldorf konnten mit dem Doppelalbum Minimum-Maximum dank der rasanten Technologieentwicklung endlich etwas realisieren, was sie selber nie für möglich hielten. Sie klingen live auch auf Platte so, als wäre alles im Studio entstanden - mit einer Ausnahme: der euphorischen, nervösen, flirrenden Stimmung, die sich durch das Publikum einstellt und diesem Kraftwerk-Werk einen erstaunlichen "human touch" verleiht. Sich über die 23 Stücke aus dem großen Band-Repertoire einzeln auszulassen, bringt wenig, denn diese Doppel-CD ist, obwohl in den unterschiedlichsten Städten mitgeschnitten, ein Konzert wie aus einem Guss und ein wahrer Hochgenuss. Allein der Ton ist selbstverständlich lupenrein. Und von Beginn an gerät man in den Sog des ideenreiche, fantasievollen und höchst variablen Musikkosmos, der den Begriff elektronische Musik schnell vergessen läßt. Selbst bei alten Stücken wie "Autobahn" - immer noch A-Klasse-, "Trans Europa Express" oder "Computerwelt" überzeugt die starke Melodik, Pop pur sind "Das Modell", "Neonlicht" und "Taschenrechner", und der elektronische, tanzbare Boogie schlägt bei neueren Kompositionen wie "Planet der Visionen" voll durch. Das einst politisch umstrittene "Radioaktivität" ist dank aktualisiertem Text über Kernkraft-Unfälle inzwischen ein moderner Protestsong. Und "Nummern" oder "Elektro Kardiogramm" sind Paradebeispiele für die eindringliche, aber auch sehr verspielte, amüsante Kürzelsprache der Band, die sich immer wieder neu erfindet. - Ingeborg Schober
DIE MENSCH-MASCHINE DE Das Thema Roboter, Spacelab und Metropolis war 1978 ein musikalisches Statement von Kraftwerk zum Industriezeitalter und der inhumanen Gesellschaft. Konsequenterweise trugen sie eine rot-schwarze Uniform, die auf totalitäre Gesellschaftsformen anspielte, in denen Arbeiter wie eine "Mensch-Maschine" zu funktionieren haben. Diese Ironisierung löste abermals ein Mißverständnis in den Medien aus. Zumal sich die Band in Live-Präsentationen teilweise durch identische Musiker-Puppen selbst ersetzte. Der Futurismus der zwanziger Jahre floß ebenso in ihre Musik ein wie der Filmklassiker "Metropolis" von Regisseur Fritz Lang. Mit maschineller Akribie trieben Kraftwerk ihre Idee "Mensch ist gleich Maschine" bis zum Letzten und die technische Präzision auf die Spitze. Das elektronische Schlagzeug war wesentlich verhaltener, die Melodien noch mehr vereinfacht. Damit nahm das Düsseldorfer Quintett endgültig Abschied von spezifisch deutschen Themen und hatte ein komplexes, zeitloses Album eingespielt, das seiner Zeit weit voraus war. In Deutschland erreichte es Platz 12 der LP-Charts, die "Roboter"-Single kletterte auf 5. 1982 eroberte die Single "Das Modell" Platz Eins der britischen Charts und danach die deutsche Top 40. Neben dem Deutschen Schallplattenpreis wurde das Album mit dem "Pop Music Disco Award" ausgezeichnet.-Ingeborg Schober
CD:
Encore (Live)
Tangerine Dream, Audio CD, Verkaufsrang 38273
Preis:
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