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Eragon: Die Weisheit des Feuers - Christopher Paolini
Taschenbuch:Eragon: Die Weisheit des Feuers
Autor:Christopher Paolini, Ausgabe vom 8. März 2010, Verkaufsrang 477
 
Eragon Weisheit des Feuers - Christopher Paolini unter  
Abreißkalender in Buchhandlungen und ein virtueller Countdown im Internet machten Fans lange hungrig nach mehr vom jungen Helden Eragon. Mit dem Erscheinen von Die Weisheit des Feuers hat das Warten ein (vorläufiges) Ende. Zur Erinnerung: Am Schluss des zweiten Bandes schworen Eragon und Cousin Roran nicht nur Rache für den Tod Garrows, sondern auch, Rorans Geliebte Katrina aus den Fängen der Ra? zac zu befreien. In Die Weisheit des Feuers gelingt die Rettung, doch Katrinas Vater Sloan, Verräter Carvahalls, befindet sich am gleichen Ort. Eragon bringt es nichts übers Herz ihn zu töten und schickt Sloan heimlich zu den Elfen: in der Hoffnung, dass er dort ein besserer Mensch werden kann.
Zurück bei den Varden, kämpfen Eragon und Saphira Seite an Seite mit Elfen, Menschen und Zwergen gegen Galbatorix' Armee. Sogar die grausamen Urgals halten sich an ihren Friedenspakt. Hierbei erweist sich Autor Christopher Paolini nicht als Schwarz-Weiß-Maler und entfernt sich von billigen Klischees. Überdies agiert Eragon nie als cooler Superheld. Ihm ist bewusst: " Wann immer wir töten, töten wir einen Teil von uns selbst". Mittels romantischer Augenblicke oder humorvoller Dialoge schafft Paolini in Die Weisheit des Feuers zwar Raum zum Durchatmen. Im letzten Drittel aber zieht er das Tempo enorm wieder an. Eragon erfährt die Wahrheit über seinen Vater, weiht sein neues Schwert Brisingr ein und das Rätsel um Galbatorix ungewöhnliche Kraft wird gelöst. Nun gilt es, dessen wunden Punkt zu nutzen.
Das im Bereich der Fantasyliteratur inflationär versprochene Herr-der-Ringe-Gefühl stellt sich bei i> Die Weisheit des Feuers wieder einmal direkt ein. Dies liegt bisweilen an allzu ähnlichen Schlachtszenen oder Begrifflichkeiten. Gleichwohl darf man vor dem jungen Autor den Hut ziehen. Auch mit dem dritten Teil des Fantasyepos enttäuscht er seine Fangemeinde nicht. - Fenja Wambold, Literaturanzeiger. de
" Ungekürzte Lesung, Länge circa 1. 800 Minuten" ? das hört sich nach Großkampf an. Nicht jedoch für Eragon-Fans, deren Herz der junge Autor Christopher Paolini seit Erscheinen der ersten beiden Teile des Fantasy-Zyklus im Sturm eroberte. Jetzt können sie sich genüsslich Kapitel für Kapitel mit Drachenreiter Eragon durch das Land Alagaësia schlagen und in Die Weisheit des Feuers so manche Überraschung erleben. Auch lässt die ausgezeichnete stimmliche Inszenierung der Figuren und emotionale Erzählweise des Sprechers Andreas Fröhlich Zuhörer sofort in die spannende Geschichte eintauchen.
Obgleich Eragon und Cousin Roran im Helgrind gemeinsam die Befreiung von Rorans Geliebten Katrina meistern, trennen sich ihre Wege. Arya aus dem Stamm der Elfen macht sich sofort auf den Weg, um Eragon heil zu den Varden zurück zu bringen: Saphiras und Eragons Unterstützung ist in der Schlacht gegen Galbatorix? Heer unverzichtbar für Menschen, Zwerge, Elfen und Urgals. Dabei muss sich Eragon seinem vermeintlichen Bruder und dessen Drachen im Kampf stellen. Ein Geschehnis, das seine Gefühlswelt zerrüttet. Ohnehin überschlagen sich mit nur wenigen Ruhephasen die Ereignisse: Eragon erfährt die wahre Identität seines Vaters, weiht endlich sein neues Schwert Brisingr ein und das Geheimnis um Galbatorix Stärke wird gelüftet. Wie dieses Wissen gegen Galbatorix eingesetzt werden könnte, steht allerdings noch in den Sternen.
Der dritte Teil von Eragon überzeugt und macht wieder Lust auf neue Abenteuer. Wie Paolini darlegte, sei das Geschehen komplexer und umfänglicher geworden, so dass man mit weiteren Hörvergnügen rechnen darf. Hoffentlich mit Andreas Fröhlich, der sich als vielseitiger Sprecher längst einen Namen gemacht hat: Ob Kai Meyers fantastische Trilogien, John Greens realistischer Jugendroman Eine wie Alaska, gar Walter Moers skurriles Werk Der Schrecksenmeister oder eben Eragon - in unterschiedlichste Rollen vermag Fröhlich zu schlüpfen. - Fenja Wambold, Literaturanzeiger. de

Harry Potter und der Halbblutprinz (Band 6) - Joanne K. Rowling
Buch:Harry Potter und der Halbblutprinz (Band 6)
Autor:Joanne K. Rowling, Ausgabe vom Oktober 2005, Gebunden, Verkaufsrang 728
 
Harry Potter und der Halbblutprinz - Joanne K. Rowling unter  
Jugendbuch Harry Potter Band 6
C A R L S E N 56666 u. d. Halbblutpr.
B U C H P O T T E R B D. 6 (22, 50) 56666

Band 6 der siebenteiligen Geschichte um den schon längst legendären Harry Potter beginnt fast nahtlos dort, wo der fünfte Band aufhört. Denn diesmal muss Harry nicht wie sonst die ganzen Ferien über bei den Dursleys aushalten: Überraschend holt Dumbledore ihn ab, um einen ungewöhnlichen Besuch zu machen . . . Während in der Welt der Muggel und in der der Zauberer Lord Voldemorts grausamer Einfluss immer spürbarer wird, geht es danach in Hogwarts zunächst wie gewohnt weiter. Fast zumindest: Ein neuer Lehrer unterrichtet, und allerlei Liebesverwicklungen halten nicht nur die Teenager in Aufregung. Dumbledore ist jedoch immer häufiger abwesend. Aber zwischendurch nimmt er sich Zeit, um mit Harry zusammen tief in die düstere Vergangenheit seines Erzfeindes einzutauchen. Doch Harry hat noch andere Sorgen: Er verdächtigt Draco Malfoy, sich den Todessern angeschlossen zu haben - was niemand ernst nimmt. Und der undurchsichtige Snape scheint Draco sogar zu helfen, wo er kann. Nur gut, dass Harry das Buch mit den Notizen des geheimnisvollen Halbblutprinzen in die Hände gefallen ist. Damit kann er zumindest im Zaubertrankunterricht glänzen. Doch wer ist dieser Prinz? Und was sollen Harry und Dumbledore tun, als sie etwas über Lord Voldemort herausfinden, das den Kampf aussichtsloser erscheinen lässt als je zuvor?
J. K. Rowling erzählt wie immer meisterhaft, witzig und bewegend. Dieser sechste Band ist vom Tempo her aber langsamer als die vorigen: Die Autorin konzentriert sich vor allem auf die Entwicklung der Figuren, ihrer Beziehungen und Probleme. Gegen Ende jedoch überschlagen sich die Ereignisse - und Harry steht schließlich vor einer völlig neuen Situation, wie sie schlimmer nicht sein könnte. Das wirft viele neue Fragen auf - und schürt große Erwartungen auf ein atemberaubendes Finale im letzten Band. < I>-Gabi Neumayer
Harry Potter und der Halbblutprinz gibt es als Normalausgabe und als Ausgabe für Erwachsene. Die beiden Ausgaben sind inhaltlich identisch, unterscheiden sich aber in der Umschlaggestaltung und Ausstattung: Die Ausgabe für Erwachsene hat einen geprägten Einband, einen Schutzumschlag mit Fotomotiv sowie ein Lesebändchen.
A Few Words from J. K. Rowling
? I am an extraordinarily lucky person, doing what I love best in the world. I? m sure that I will always be a writer. It was wonderful enough just to be published. The greatest reward is the enthusiasm of the readers. " -J. K. Rowling.
Lesen Sie mehr über die Erfinderin von Harry Potter in unserem exklusiven Interview mit J. K. Rowling.
Harry Potter von Anfang an - alle Bände auf einen Blick

< I> Harry Potter und der Stein der Weisen
< I> Harry Potter und die Kammer des Schreckens
< I> Harry Potter und der Gefangene von Askaban
< I> Harry Potter und der Feuerkelch
< I> Harry Potter und der Orden des Phönix
Kein Zweifel: Rufus Beck ist Harry Potter. Seit seiner Lesung des Bandes Harry Potter und der Stein der Weisen leiht er dem Zauberlehrling von Hogwarts seine Stimme, und seitdem ist der Schauspieler unentwirrbar mit der Rolle verwoben. Aber Beck ist mehr. Beck ist auch Potters Zauberlehrer Dumbledore, der Potter diesmal seltsamerweise abholt. Beck ist Potters Mitschüler und Widersacher Draco Malfoy, der plötzlich auch gute Seiten hat. Er ist die Drachen des Wildhüters Hagrid, die Einhörner und Kentauren, die Schlange Nagini und die Gartengnome - und er ist das verkörperte Böse Voldemort, der im sechsten Band Harry Potter und der Halbblutprinz allerdings trotz seiner Allgegenwart zum ersten Mal nicht auftaucht. Denn Beck liest sich durchs Potter-Universum, als ob er hundert Stimmen hätte. So wird jedes Hörbuch zum polyphonen Hörspiel sondergleichen.
Bei Harry Potter und der Halbblutprinz ist das nicht anders - auch wenn man sich als Potter-Fan natürlich längst an die Begabung Becks gewöhnt hat und deshalb alles in Manchen Ohren vielleicht ein wenig nach Routine klingt. Weniger allerdings als Rowlings sechster Band der auf sieben Bände angelegten Reihe: Denn mit seiner Sprachkunst liest Beck auf immerhin 22 C Ds mit einer Gesamtlaufzeit von 1346 Minuten über so manche Schwäche des Buchs hinweg. Und er schafft es, den neuen Aspekten - in Hogwarts erwachen pubertäre Gefühle, die Welt der Zauberer (und Muggles) ist durch die Wiederkehr des absoluten Bösen noch dunkler geworden und ob Freunde wirklich Freunde sind, lässt sich bis zum Schluss nicht sagen - wieder einen ganz unvergleichlichen Ton zu geben.
So, wie sich in Harry Potter und der Halbblutprinz alles auf den Endkampf Potters gegen Voldemort vorbereitet, schafft es Beck, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Man darf also gespannt sein, was ihm beim siebten und letzten Band über Potters Welt sprachlich und stimmlich so alles einfallen wird. Für Jugendliche ab 12 Jahren - und noch besser als das Buch!- Stefan Kellerer

Bullerbü - Die große Hörspielbox: Hörspiele - Astrid Lindgren
Hörbuch:Bullerbü - Die große Hörspielbox: Hörspiele
Autor:Astrid Lindgren, Ausgabe vom Aug. 2010, Audio CD, Verkaufsrang 4202
 
Bullerbü große Hörspielbox Hörspiele - Astrid Lindgren unter  

Eragon, Bd. 2: Der Auftrag des Ältesten - Christopher Paolini
Taschenbuch:Eragon, Bd. 2: Der Auftrag des Ältesten
Autor:Christopher Paolini, Ausgabe vom 10. März 2008, Verkaufsrang 1023
 
Eragon, Bd. 2 Auftrag des - Christopher Paolini unter  
Der erste Teil der Drachenreiter-Trilogie, Eragon. Das Vermächtnis der Drachenreiter, den der damals 18-jährige Christopher Paolini vorlegte, begeisterte die Leser in aller Welt und brach reihenweise Verkaufsrekorde. Dass der Autor, der nie eine öffentliche Schule besucht hat, damals nicht überschätzt wurde, belegt er nun eindrucksvoll mit Eragon. Der Auftrag des Ältesten. Auch hier gelingt es Paolini wieder mit erstaunlichem Geschick, die verschiedenen Handlungsstränge souverän aufzubauen, den Spannungsbogen zu halten und die Erzählung zu einem konzisen Ende zu führen.
Eragon. Der Auftrag des Ältesten setzt nur drei Tage nach der blutigen Schlacht gegen Galbatorix am Ende des ersten Teils an, aus der Eragon siegreich hervorging. Er hat bewiesen, dass er ein Drachenreiter ist, doch schon wartet das nächste Abenteuer auf ihn. Sein Cousin Roran wird von dunklen Mächten erpresst und zu einer Gefahr für Eragon, der seit der großen Schlacht unter starken Rückenschmerzen leidet. Außerdem lernt Eragon immer mehr über die Macht der Magie. Mit seinem treuen Drachen Saphira kämpft er gegen die finsteren Mächte, die das Dorf Carvahall bedrohen.
Nicht nur an Rorans Beispiel wird deutlich, wie Paolini es in diesem zweiten Band schafft, viele seiner Charaktere noch differenzierter zu zeichnen. Wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört, wird immer weniger eindeutig, so dass Alagaesia, seine Fantasy-Welt, noch bunter und bizarrer wirkt. Es ist beeindruckend, wie elegant Paolini sein umfangreiches Personal dirigiert, ohne sich dabei in Widersprüchen oder Wiederholungen zu verfangen. Leser, die sich für den ersten Teil der Drachenreiter-Trilogie begeistert haben, werden auch in Eragon. Der Auftrag des Ältesten auf ihre Kosten kommen. Ohne Frage: Christopher Paolini hat sich noch einmal weiterentwickelt. -Carsten Hansen

Tintenblut. Tintenwelt 02 - Cornelia Funke
Buch:Tintenblut. Tintenwelt 02
Autor:Cornelia Funke, Ausgabe vom 15. September 2005, Gebunden, Verkaufsrang 215
 
Tintenblut. Tintenwelt 02 - Cornelia Funke unter  
736 Seiten, ab 10 Jahre
Endlich geht sie weiter, die Geschichte um Tintenherz - das Buch, das Meggies Leben für immer verändert hat. Im ersten Band wurden einige Figuren aus Tintenherz in die reale Welt "hineingelesen? . Und es kostete viel Mühe und einige Opfer, die Bedrohung durch den Bösewicht Capricorn abzuwenden. Tintenblut nun beginnt mit einer der berührendsten und tragischsten Figuren aus Tintenherz: Staubfinger. Nach Jahren der Sehnsucht nach seiner Tintenwelt hat er endlich jemanden gefunden, der ihn zurücklesen kann. Doch dieser Mann, der sich Orpheus nennt, ist mit dem Schurken Basta im Bunde. Und so gelangt Staubfinger zwar zurück in die Tintenwelt - aber sein treuer Begleiter Farid nicht. Farid weiß, dass in der Tintenwelt der Tod auf Staubfinger wartet. Und so geht er zu Meggie und bittet sie, ihn ebenfalls in die Tintenwelt zu lesen. Meggie lässt sich überreden, aber sie besteht darauf, mitzukommen. Obwohl sie weiß, dass sie sich damit auf ein ungewisses Schicksal einlässt - und ihren Eltern das Herz bricht.
So findet Meggie sich in der vertrauten und zugleich völlig fremden Tintenwelt wieder. Einer Welt voller Magie, fantastischer Wesen, grausamer Tyrannen und vogelfreier Spielleute. Staubfinger hat dort seine geliebte Frau wiedergefunden - aber kann er seinem vorbestimmten Schicksal entgehen? Farid und Meggie finden zwar den Schriftsteller, der die Tintenwelt erschaffen hat, doch seine halbherzigen Versuche, ihnen zu helfen, machen alles nur noch schlimmer. Als wäre das alles nicht schon schrecklich genug, hat Basta inzwischen in der realen Welt Meggies Familie gefunden, und bald ist er ebenfalls wieder in der Tintenwelt - ebenso wie Meggies Eltern. Mo wird angeschossen, der grausame Natternkopf rüstet sich zur Übernahme der Macht, Basta jagt Meggie und Staubfinger. Und dann werden Meggie und Mo auch noch zu Gefangenen des Natternkopfs . . .
Die Macht von Wörtern und Geschichten und die Frage nach der Möglichkeit, ein offenbar vorherbestimmtes Schicksal zu ändern: Das sind auch die Themen dieses zweiten Bandes um die Tintenwelt. Stärker noch als im ersten Band durchdringen sich hier reale und fiktive Welt. Diesmal werden die "echten? Figuren in die Welt des Buches Tintenherz versetzt und müssen sich in dieser fremden Umgebung behaupten. Und die ist wundersam, fantastisch und lässt einen immer wieder staunen - aber vor allem ist sie grausam, düster und schrecklich. Wer dieses Buch liest, sollte sich deshalb auf ein alptraumhaftes Abenteuer voller Verzweiflung vorbereiten, durchsetzt nur von kleinen Momenten von Hoffnung. Hoffnung auch darauf, dass im dritten Band doch noch alles gut werden kann - auch wenn es am Ende von Tintenblut nicht danach aussieht. < I>-Gabi Neumayer

Tintentod. Tintenwelt 03 - Cornelia Funke
Buch:Tintentod. Tintenwelt 03
Autor:Cornelia Funke, Ausgabe vom 28. September 2007, Gebunden, Verkaufsrang 291
 
Tintentod. Tintenwelt 03 - Cornelia Funke unter  
Jugendbuch Tintentod
0476
Cornelia Funke

Mit einem fantastischen Paukenschlag beschließt Cornelia Funke die " Tintenwelt"-Trilogie - ein grandioser Schlusspunkt der Abenteuer von Mo, Resa, Meggie und den zahllosen Fabelwesen. Die bekennende Büchersüchtige Cornelia Funke wird auch mit diesem Band Leseratten, Bibliophile, kleine und große Abenteurer fesseln.
Elinor ist tieftraurig: Schließlich sind diesmal mit dem Buchbinder Mo, Resa und ihrer Tochter Meggie gleich alle ihre Lieben in die Tintenwelt verschwunden. Die Tintenwelt, das ist jene Zauberwelt, die aus Buchstaben geschaffen wurde. Fenoglio, der fantastische Schreiber, hat sie niedergeschrieben, und einige wenige äußerst begabte Vorleser, wie Mo und Meggie, können sich auf seinen Worten "hinlesen" in diese sagenhafte Welt. Und dann beginnt das Abenteuer. . .
Wer Tintenherz und Tintenblut kennt, der wird sich schnell wieder heimisch fühlen bei Feuerelfen, Spielleuten und Glasmännern, im weglosen Wald und auf der Burg Ombra. Wer die beiden Vorgängerromane noch nicht kennt, irrt erst einmal wie in einem riesigen Labyrinth durch unbekannte Orte und Gestalten in Cornelia Funkes großartig sprachgewaltigem Abschluss der Trilogie. Doch schnell entfaltet die Geschichte auch für den Unkundigen ihren ganz eigenen unwiderstehlichen Sog, getragen von den Bildern, die die Autorin hier mit Worten malt.
Die schöne Tintenwelt, in der Mo, auch " Zauberzunge" genannt, seine stumme Frau Resa und ihre Tochter Meggie nun leben, wird beherrscht vom grausamen Natternkopf. Dessen Schwager, der Hänfling, regiert die Stadt Ombra, in der es inzwischen fast nur noch Frauen und Kinder gibt, die meisten Männer wurden bereits getötet. So bricht Mo jede Nacht im Schutz der Dunkelheit auf, um als " Eichelhäher" gemeinsam mit dem schwarzen Prinzen gegen die fremden Soldaten zu kämpfen und Ombra aus seiner Knechtschaft zu befreien. Doch eines Tages begibt er sich leichtsinnig in noch größere Gefahr: Mo möchte die atemberaubenden Illustrationen von Balbulus, dem besten Buchmaler der Welt, sehen. Und dieser wohnt direkt in der Höhle des Löwen, der Burg von Ombra. Cornelia Funke schreibt, ähnlich wie ihre angelsächsische Kollegin Joanne K. Rowling, Kinderbücher, denen auch Erwachsene rettungslos verfallen. Einmal in die Tintenwelt eingetaucht, fällt es schwer, diese mystische Welt und ihre vielen liebenswerten Bewohner wieder zu verlassen. Denn wie im Märchen, oder besser gesagt: wie im richtigen Leben, geht es auch hier um die ganz großen Dinge: Liebe und Schmerz, Freundschaft und Verrat, Angst und Tod; und den immerwährenden Kampf darum, das Gute siegen zu lassen. Umso schöner, dass Cornelia Funke dem spannungsgebeutelten Leser nach fast 750 prall gefüllten Seiten ein Zeichen der Hoffnung schenkt: Mo und Resa bekommen einen Sohn. Und der kann nachts sogar manchmal fliegen. Oder träumt er das nur? - Ulrike Künnecke, Literaturtest
Es ist eigentlich müßig zu sagen, aber Literatur - gute wie schlechte - ist aus Buchstaben gemacht. Im Fall der Tintentod-Trilogie aus der Feder der auch im Ausland überaus erfolgreichen deutschen Autorin Cornelia Funke ( Herr der Diebe) allerdings ist es ein bisschen weniger müßig. Denn Funke hat aus diesem simplen Gedanken heraus ein phantastisches Universum geschaffen, in dem es nicht nur Glasmänner, Feuerelfen, gehörnte Marder, " Eichelhäher" und " Staubfinger" gibt, sondern auch Schreiber und Buchrestauratoren, die eine ganz eigene, gehobene und in unserer digitalen Welt fast verlorene Bedeutung haben. Denn in Funkes Tintenwelt können Buchstaben beziehungsweise Worte Leben retten und vernichten. Das gilt vor allem für den dritten Teil der Trilogie, Tintentod. Hier sind die Hauptfiguren gänzlich in die Zauberwelt der Buchstaben hineingeraten, die vom Schreiber Fenoglio geschaffen wurde, die aber zum Teil nun vom ebenso mächtigen wie bösen Orpheus neu geschrieben wird. Ihn kann niemand stoppen. Oder doch?
Ihre Geschichte hat Cornelia Funke in eine zauberhafte Sprache gekleidet, die in Tintentod atmosphärisch vielleicht noch etwas dichter, ja: poetischer daherkommt als in Tintenherz oder Tintenblut. Wer diese hervorragende Aufnahme des Buches in der Lesung des Schauspielers Rainer Strecker hört, wird das noch besser als beim Lesen begreifen. Denn eigentlich ist die Tintenwelt gar nicht aus Buchstaben gemacht. Eigentlich ist sie aus Lauten geformt, die unzählige, phantastische, allerdings in diesem Teil auch etwas dunklere Stimmen ergeben. So sollte man beim Hören darauf gefasst sein, dass die anschaulich vorgebrachte Geschichte einige brutale Elemente enthält, auf die der erste Teil noch völlig verzichtet hatte. - Stefan Kellerer, Literaturanzeiger. de
18 C Ds, ca. 1320 Minuten

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