Product Description Psychothriller. Originalausgabe Erscheinungsjahr: 2010 Gewicht: 320 gr / Abmessung: 19 cm Von Strobel, Arno Ein kleines Mädchen stirbt, und der Hauptverdächtige wandert in den Knast - unschuldig? 15 Jahre später: Wieder verschwindet ein Kind, und der Albtraum beginnt von vorn - für die Ermittler und den Täter von damals. Ein verurteilter Psychiater und ein besessener Kommissar - ein erbittertes Psychoduell um Schuld und Rache
Kriminalroman Erscheinungsjahr: 2010 Aus d. Schwed. v. Butt, Wolfgang Gewicht: 436 gr / Abmessungen: 191 mm x 120 mm x 34 mm Von Mankell, Henning / Übersetzt v. Butt, Wolfgang An einem frostigen Januartag 2006 macht die Polizei von Hudiksvall eine grausige Entdeckung. In einem kleinen Dorf ist ein Massaker begangen worden, achtzehn Menschen wurden auf bestialische Weise getötet. Die Polizei vermutet die Tat eines Wahnsinnigen. Als Richterin Birgitta Roslin von der Tat liest, wird ihr sofort klar, dass die Pflegeeltern ihrer Mutter, August und Britta Andrén, unter den Mordopfern sind. Und mehr noch: So gut wie alle Ermordeten haben etwas mit ihr zu tun. Sie erkennt, dass die Polizei eine falsche Spur verfolgt, und beginnt zu recherchieren. Ihre Suche führt sie nach China, wo sie auf die grausamen Machenschaften der politischen Führungselite stößt. "Der Chinese" ist ein Thriller auf höchstem Niveau. Er hat nicht nur eine atemberaubende Handlung, sondern erzählt auch davon, was passiert, wenn ein Land zur wirtschaftlichen Supermacht wird, während im Inneren ein System politischer Unterdrückung herrscht. Pressestimmen: "Ein Buch, das aktueller nicht sein könnte ... sehr spannend erzählt und geradezu genial zu einer grandiosen Geschichte vom Zorn und Rache, aber auch Familie und Heimat verwoben." (Kerstin Strecker, Die Welt, 31.05.08) Erik Huddén und Vivi Sundberg sind noch arg geschockt, als sie im Januar 2006 nach einer Besichtigung des Tatorts an die Haustür von Tom Hansson klopfen. Der halbnackte Mann, der in den Pistolenlauf der Polizistin schaut, weiß noch gar nicht, dass er und seine Frau die einzigen Überlebenden eines bestialischen Massakers sind, dem die restlichen achtzehn Bewohner seines schwedischen Dorfes zum Opfer fielen. Sie alle waren untereinander verwandt, zwei sind die Adoptiveltern der Richterin Birgitta Roslin. Diese ermittelt auf eigene Faust - und argwöhnisch von Vivi Sundberg beäugt. Durch Zufall führt sie ein rotes Band zur Spur eines mysteriösen Chinesen: eine Spur, die die Richterin bis hin nach China verfolgt. In der bedrückenden und bedrohlichen Atmosphäre von Peking im Vorfeld der Olympischen Spiele wird sie fündig - und stößt auf eine schier unglaubliche Geschichte rund um kommunistischen Machtwahn und kapitalistische Korruption, die tief zurückführt in die chinesische Vergangenheit... Der Zufall spielt eine große Rolle im Roman Der Chinese von Henning Mankell, ein etwas zu große Rolle vielleicht. Auf der anderen Seite ist allzu viel konstruiert in dem Buch, das man trotz der Beteuerungen des Verlags kaum einen Kriminalroman oder gar, wie im Klappentext, einen "atemberaubenden Thriller" nennen kann. Denn nach dem fulminanten Beginn, der immerhin über einhundert Seiten wirkt, verliert sich Mankell in der Herleitung des Mordmotivs, das im großen, auf dem Rücken der Chinesen ausgetragenen Eisenbau Mitte des 19. Jahrhunderts seinen Ursprung hat, mit dem "die Weißen" die Indianergebiete im Norden Amerikas zu erschließen suchten. Das wirkt für einen Kriminalroman, der zudem Köder auslegt, an die in der Folge nichts und niemand mehr anbeißt, alles etwas weit hergeholt - und lässt die Fans von Kommissar Kurt Wallander ratlos zurück. Wer sich aber unbefangen auf den Chinesen einlässt, wird trotzdem auf seine Kosten kommen. Denn Mankell kann (immer noch) brillant schreiben und erzählen. Und das macht seinen Roman jenseits aller Schwächen lesenswert.- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
Aus der Amazon.de-Redaktion Der Chirurg, immer wieder der Chirurg. Vieles an dem neuen Fall erinnert Detective Jane Rizzoli an die fürchterliche Mordserie in jenem heißen Sommer, der nun ein Jahr zurücklag. Noch heute wacht die Bostoner Polizistin, die damals an Leib und Seele Schaden nahm, nachts schreiend aus ihren Albträumen auf. Ließ nun ein Nachahmungstäter den Horror aufs Neue erstehen? Dr. Yeager musste, bevor sein Mörder ihm fachmännisch die Kehle durchschnitt, der Vergewaltigung seiner Frau zusehen. Das Verhaltensmuster des Chirurgen! Doch Warren Hoyt war längst verurteilt und saß streng bewacht in seinem Hochsicherheitstrakt - oder? Nekrophile Psychopathen, quälend detaillierte und für den unvorbereiteten Leser buchstäblich magenumstülpende Autopsieberichte - die ehemalige Internistin Tess Gerritsen hat erneut einen kriminalwissenschaftlichen Thriller abgeliefert, der einem Hannibal-haften, nicht endenwollenden Albtraum verdammt nahe kommt. Detective Rizzoli, die sich gegen ihre testosterontriefende männliche Kollegenschar mit einem Panzer der Tüchtigkeit gewappnet hat, sieht sich einer fürchterlichen Mordserie ausgesetzt. Boston und die Ostküste gleichen einem einzigen Blutbad, in dem immer wieder Frauen vor den Augen ihrer wehrlosen Männer vergewaltigt und anschließend regelrecht abgeschlachtet werden. Um den Ekelquotienten zusätzlich nach oben zu treiben, lagert der Killer die Ermordeten in einem abgelegenen Stadtwald, um an ihnen später seine postmortalen "erotischen" Obsessionen austoben zu können. Der Meister, im amerikanischen Original kurioserweise The Apprentice - Der Lehrling -, was der Wahrheit auch nahekommt, stellt Detective Rizzoli und den arglosen Leser vor eine seelische Zerreißprobe. Zusammen mit dem undurchsichtigen FBI-Agenten Dean tobt die Jagd nach dem Killer einem haarsträubenden und verblüffenden Showdown entgegen. Unterlegt mit dem grausigen inneren Monolog eines wahnsinnigen Menschenjägers wird langsam klar, dass der Chirurg noch eine alte Widersacherin auf seiner Rechnung hat. Das Netz um Detective Jane Rizzoli beginnt sich enger zu ziehen. Vorsicht, akute Infarktgefahr! Und - nach dieser Lektüre werden Sie garantiert keinem Chirurgen mehr vertrauen. -Ravi Unger
Ein Schafskrimi. Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2006 für das beste Debut Erscheinungsjahr: 2007 m. Illustr. All Ages Gewicht: 320 gr / Abmessung: 19 cm Von Swann, Leonie Der Siegeszug der Schafe von Glennkill hält weiter an Leblos liegt der Schäfer George Glenn im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Seine Schafe sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George seinen Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Unerbittlich folgen sie der Spur des Täters und kommen den Geheimnissen der Menschenwelt dabei nach und nach auf die Schliche bis es ihnen schließlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären. "Gestern war er noch gesund?, sagt Maud. Aber heute, da liegt er schon im saftigen irischen Gras, neben dem Heuschuppen unweit des Feldwegs, ihr Schäfer: niedergemäht von einem spitzen Spaten in der Brust. Eine einzelne Krähe hat sich auf seinem wollenen Norwegerpullover niedergelassen "und äugte mit professionellem Interesse in sein Innenleben". Die vorwitzige Krähe und die witzige Sprache sind bei weitem nicht das Originellste an dem Debütroman der 30-jährigen Münchner Autorin und Irland-Freundin Leonie Swann. Das Originellste sind mit Abstand Maud und ihre Truppe. Denn Maud, die auch den ersten Satz des Buches sagen darf, ist ein Schaf, das besonders gut riechen kann und sehr stolz darauf ist. Gemeinsam mit dem Leitwidder Sir Ritchfiled versucht sie, dem Mörder auf die Schliche zu kommen, wobei sich vor allem Miss Maple, die Klügste der Herde, mit Brillanz hervortut. Die Frage, wie man einen Mörder findet, ist dabei Teil der Aufgabe. Denn natürlich ist Miss Maple ob ihres Tierseins (und ganz anders als ihre menschliche Namensgeberin von Agatha Christie) nicht gerade geübt im detektivischen Ermitteln. Aber nachdem sie den Fall mit ihren Kollegen in endlosen nächtlichen Stall-Diskussionen mehrmals wiedergekäut hat, lichtet sich das Dunkel... Was soll man sagen: Glennkill ist ein tierisch gutes Buch. Ein "schafes" Buch sogar. Wer immer gedacht hat, dem Genre des Krimis sei nichts Neues mehr abzugewinnen, der kann sich hier eines besseren belehren lassen. Man muss die kriminelle Sache einfach einmal durch die Wolle eines Schafes sehen. Schafe sind eben doch die klügeren Menschen. Glennkill beweist das auf überaus amüsante - und spannende! - Art und Weise von Seite zu Seite neu. - Stefan Kellerer
Buch:
Gefährlicher Fremder
Autor:
Lisa Marie Rice, Ausgabe vom 11. Febr. 2011, Broschiert, Verkaufsrang 21983
Thriller. Aus d. amerikan. Engl. übers. u. entschlüsselt v. Bonner Kreis Erscheinungsjahr: 2009 Gewicht: 1005 gr / Abmessung: 22 cm Von Brown, Dan Washington, D.C.: In der amerikanischen Hauptstadt liegt ein sorgsam gehütetes Geheimnis verborgen, und ein Mann ist bereit, dafür zu töten. Doch dazu benötigt er die Unterstützung eines Menschen, der ihm freiwillig niemals helfen würde: Robert Langdon, Harvard-Professor und Experte für die Entschlüsselung und Deutung mysteriöser Symbole. Nur ein finsterer Plan ermöglicht es, Robert Langdon in die Geschichte hineinzuziehen. Fortan jagt der Professor über die berühmten Schauplätze der Hauptstadt, doch die wahren Geheimnisse sind in dunklen Kammern, Tempeln und Tunneln verborgen. Orte, die vor ihm kaum jemand betreten hat. Und er jagt nicht nur - er wird selbst zum Gejagten. Denn das Rätsel, das nur er zu lösen vermag, ist für viele Kreise von größter Bedeutung - im Guten wie im Bösen. Zwölf Stunden bleiben Robert Langdon, um seine Aufgabe zu erfüllen. Danach wird die Welt, die wir kennen, eine andere sein. Der amerikanische Bestsellerautor Dan Brown ist eine Art Spezialist für mörderische Fingerzeige ? und das ist durchaus wörtlich zu verstehen. Im Sensationserfolg Sakrileg gibt der grausam getötete Chefkurator des Louvre dem Symbologen und Harvard-Professor Robert Langdon durch eine blutige Fingerzeichnung auf seinem eigenen Körper den ersten Hinweis. Und in Das verlorene Symbol ist es die abgetrennte und mit rätselhaften Zeichen tätowierte Hand von Langdons langjährigem Freund Peter Solomon, die im Washingtoner Kapitol auf ein Gemälde des ersten US-Präsidenten George Washington weist. Washington war nicht nur Präsident, er war auch Freimaurer ? und Langdon ist eigentlich nach Washington D.C. gekommen, um über diesen Geheimbund und seine Bedeutung für die heutige USA einen Vortrag zu halten. Am Zusammenspiel dieser mysteriös verbundenen Fakten entzündet sich der Plot. Ein Handy-Anruf macht Langdon gleich mit seinem Gegner bekannt: Es ist ein schrecklich tätowierter Mann, der sich Mal?akh, "Engel", nennt. Er hat den verstümmelten Solomon, ebenfalls ein Freimaurer, in seiner Gewalt. Und er will, dass Langdon ihm beim Entschlüsseln des letzten großen Geheimnisses der Freimaurer hilft. Zwölf Stunden bleiben Browns Helden, um eine Katastrophe zu verhindern, "von der sich das Land nicht mehr erholen wird" ? zwölf Stunden, in denen er durch Washington zieht, um eine Pyramide zu finden, die Aufschluss über alles gibt: verfolgt nicht nur von der verrinnenden Zeit und einer von Mal?akh gezogenen Spur mörderischer Gewalt, sondern auch von der CIA-Agentin Sato, von der zunächst unklar bleibt, auf welcher Seite sie eigentlich steht... Wer Das verlorene Symbol zur Hand nimmt, wird sofort in Browns Welt hineingezogen. Das hat vor allem damit zu tun, dass man alle Versatzstücke des Plots schon sattsam aus den Vorgängerbüchern kennt. Da gibt es den diabolischen, fast übermenschlichen und unmenschlich entstellten Verbrecher ebenso wie die schöne Frau, die diesmal in Gestalt von Solomons Schwester an Langdons Seite tritt. Und da gibt es das letzte große, von Verschwörungstheorien ummäntelte Geheimnis (das allerdings weniger groß ? sprich: weniger spektakulär als das in Sakrileg daherkommt). Aber das macht eigentlich gar nichts. Denn Brown mixt seine Zutaten bis zum überraschenden Finale derart fulminant zusammen, dass am Ende trotz einiger Unglaubwürdigkeiten wieder ein unglaublich spannender Mix entsteht, der seinen Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Das hat vor allem auch damit zu tun, dass Brown die Technik des Cliffhangers bis zur Unerträglichkeit ausreizt ? den Thriller-Fan wird?s freuen. - Thomas Köster
Roman Erscheinungsjahr: 2007 Dtsch. v. Andreas Jäger Gewicht: 314 gr / Abmessung: 18,5 cm Von Gerritsen, Tess / Übersetzt v. Jäger, Andreas Vor dem Haus der Pathologin Maura Isles wird eine Frau erschossen, die Maura bis aufs Haar gleicht! Detective Jane Rizzoli ist erleichtert, als ihre Kollegin kurze Zeit später von einem Kongress zurückkehrt. Bei der Leiche handelt es sich offensichtlich um Mauras Zwillingsschwester, von deren Existenz sie selbst nichts wusste. Gemeinsam mit dem einfühlsamen Detective Rick Ballard beginnt Maura nachzuforschen und gerät dabei in einen blutigen Albtraum. Sie stößt auf Skelette von ermordeten Schwangeren, deren Babys spurlos verschwunden sind. Doch erst als Jane Rizzoli einen anderen Fall untersucht, findet sie den Schlüssel zum Tod von Mauras Schwester. Pressestimmen: "Für Mimosen ungeeignet!" Spiegel Leseprobe: Prolog Dieser Junge beobachtete sie schon wieder. Die vierzehnjährige Alice Rose versuchte, sich auf die Matrize mit den zehn Fragen zu konzentrieren, die vor ihr auf dem Tisch lag, doch ihre Gedanken waren nicht bei der englischen Literatur, die sie im ersten High-School-Jahr durchgenommen hatten, sie waren bei Elijah. Sie konnte den Blick des Jungen spüren wie einen Strahl, der auf ihr Gesicht gerichtet war; sie fühlte seine Wärme auf ihrer Wange und merkte, wie sie errötete. Konzentrier dich, Alice! Die nächste Frage konnte sie nur mit Mühe entziffern, weil die Umdruckmaschine die Buchstaben verschmiert hatte. Charles Dickens wählt für seine Figuren häufig Namen, die bestimmte Charakterzüge widerspiegeln. Nenne einige Beispiele und erkläre, warum die Namen zu den betreffenden Figuren passen. Alice kaute auf ihrem Bleistift herum und kramte in ihrem Gedächtnis nach einer Antwort Der vierte Fall für Detective Jane Rizzoli und die Pathologin Maura Isles - lesen Sie einen Textauszug (pdf-Download). Als die Gerichtsmedizinerin Dr. Maura Isles von einer Paris-Reise nachts ins heimische Boston zurückkehrt, erwartet sie eine unangenehme Überraschung: Ihr Haus ist von Polizisten umlagert. Gleichzeitig reagieren Isles Kollegen schockiert auf ihre Ankunft, denn sie hatten sie bereits für tot gehalten. Aus gutem Grund, denn eine in der Nähe ihres Hauses ermordet aufgefundene Frau sieht ihr zum Verwechseln ähnlich. An diesem Abend verändert sich Mauras Isles Leben grundlegend. Da sie bereits im frühesten Kindesalter adoptiert wurde, weiß sie nichts über ihre wirkliche Herkunft. Nun stellt sich das Mordopfer als Mauras Zwillingsschwester heraus, die offenbar auf der Suche nach der Familienhistorie war. Maura führt die Suche ihrer Schwester fort und spürt ihre leibliche Mutter in einer psychiatrischen Haftklinik auf. Während die Polizei unter Leitung der hochschwangeren Detective Jane Rizzoli nach einem gefährlichen Serienmörder fahndet, schwebt über der verwirrten Maura neben der schmerzhaften Frage ihrer Herkunft eine unausgesprochene Drohung: Wer hat ihre Schwester umgebracht und weshalb? Tess Gerritsen, die mit ihrem Roman Die Chirurgin einen großen Erfolg verbuchen konnte, legt mit Schwesternmord den vierten Roman um die Bostoner Polizistin Jane Rizzoli vor. Mit Blick auf die Serienvorgänger gewinnt man unwillkürlich den Eindruck, dass Gerritsen die Erzählmotive ihrer Serie hin und wieder entgleiten. In Schwesternmord etwa verliert Maura den grausamen Tod ihrer Zwillingsschwester mehrmals völlig aus den Augen, obwohl sie davon zunächst tief getroffen ist. Auch wirken Gerritsens Figuren trotz aller Introspektiven, Rückblenden, eingeflochtener Lovestory und den damit verbundenen Spannungsmomenten in diesem Buch seltsam blutleer. So lässt dieser überkonstruierte Psychothriller leider erneut erkennen, welch mächtigen Einfluss Thomas Harris? Das Schweigen der Lämmer wohl noch immer auf die Thrillerliteratur ausübt. Zudem wird deutlich, wie sehr die daraus abgeleiteten obszönen Fantasien dieses Genre überlagern. Statt sich mit einem gut ausgedachten Plot über einen primitiven Spannungsaufbau zu erheben, erzählt Gerritsen ihren Roman also lieber nach bewährtem Erfolgsrezept. So jagt sie ihre Leser in einem Katz-und-Maus-Spiel förmlich durch die Handlung. Trotz fadenscheinigem Verwirrspiel, Effekthaschereien und unbefriedigender Auflösungen werden Gerritsen-Fans aber sicher über viele Widersprüche hinwegsehen und die Autorin auch für diesen wendungsreichen Thriller lieben. Einige Leser werden sich jedoch mit dem Rezensenten fragen, welche abgeschmackten Klischees uns die Autorin hier doch letztlich auftischt ... -Christian Koch
Thriller Erscheinungsjahr: 2010 Übersetzung: Strohm, Leo Gewicht: 325 gr / Abmessungen: 183 mm x 125 mm Von Patterson, James / Übersetzt v. Strohm, Leo Ihr bizarrster Fall - und das Ende überrascht selbst Lindsay Boxer. Ein junger Politikersohn verschwindet spurlos. Bei grausamen Brandanschlägen sterben Menschen in den Villen der Reichen und Schönen. Eine Prostituierte gesteht einen Mord und widerruft kurz darauf. Ihr Instinkt sagt Lieutenant Lindsay Boxer, dass ein Zusammenhang zwischen diesen Fällen besteht. Da meldet sich der exzentrische Schriftsteller Jason Twilly zu Wort. Er will Michael, den Sohn des Politikers, zuletzt im Haus einer Prostituierten gesehen haben. Nach deren Geständnis scheint das Verfahren gegen sie für Staatsanwältin Yuki Castellano reine Routine, doch da widerruft die Zeugin ihre Aussage. Yuki steht mit leeren Händen da, und der Womens Murder Club muss wieder ganz von vorn anfangen. Eines Abends jedoch geht Lindsay Boxers Apartment in Flammen auf. Und kurz darauf erhält Yuki einen Brief mit einem Haarbüschel und einem blutbefleckten Hemd ... Junie Moon ist eine faszinierende Frau. Sie ist auf eine geheimnisvolle Art und Weise schön, vor allem deshalb, weil ihr Gesicht so unschuldig wirkt. Dabei ist Junie Moon Prostituierte, und gerade hat sie den Mord an Michael Campion gestanden. Campion ist jung, reich, berühmt ? und hat seit Geburt einen Herzfehler, der sei Leben ohnehin zu einem Leben auf Abruf macht. Nun scheint dieses Leben tatsächlich zuende zu sein: Herzstillstand beim Versuch, in den Armen der Prostituierten seine Unschuld zu verlieren. Das jedenfalls behauptet Junie Moon ? am Anfang. Denn nach den ersten Verhören widerruft sie ihr Geständnis. Und dummerweise haben Lindsay Boxer und ihr Kollege Inspector Conklin vom San Francisco Police Department auf Wunsch der Prostituierten die Videoaufzeichnung abgeschaltet, bevor Junie ihre entscheidende Aussage machte. Und dann hat Cocklin auch noch, entgegen der Vorschriften, seine Notizen durch den Reißwolf gejagt. Ein willkommenes Fressen für Junies messerscharfe und brillante Anwältin L. Diana Davis. Es gibt viele Leichen in James Pattersons Thriller Die 7 Sünden - vor allem deshalb, weil zwei smarte junge Männer in einer Parallelhandlung durch die Stadt ziehen und eine grausame Spur verbrannter Toter hinterlassen. Nur im Fall Michael Campion fehlt die Leiche. Wie sich dann am Ende alles auflöst und Patterson die Stränge zusammenführt, ist schon faszinierend. Beste, spannendste Unterhaltungsliteratur. - Stefan Kellerer