Erscheinungsjahr: 2002 5. Aufl. Aus d. Amerikan. v. Karin Kersten Gewicht: 350 gr / Abmessung: 18,5 cm Von Cornwell, Patricia / Übersetzt v. Kersten, Karin Kay Scarpetta, Chefin der Gerichtsmedizin von Virginia, erhält einen Drohbrief. Absenderin ist die vor fünf Jahren überführte Psychopathin und Mörderin Carrie Grethen. Ein ernsthafter Grund, besorgt zu sein. Zu sehr war Scarpetta in den damaligen Fall persönlich verwickelt. So kann sie sich kaum auf ihren neuesten Einsatz konzentrieren, der die Mordkommission von Richmond gerade in Atem hält: den spektakulären Brandanschlag auf das Anwesen des Medienmoguls Kenneth Sparkes. Aber es ist nicht Sparkes'' Leiche, die Scarpetta in den Trümmern des Hauses findet. Im Zentrum des Brandherdes liegen die stark verkohlten Überreste einer jungen Frau. Auch die Brandursache gibt Rätsel auf: Wie konnte aus dem Nichts ein Feuer von so vernichtender Hitze entstehen? Während der Ermittlungen ereilt Scarpetta die Botschaft, dass Carrie Grethen aus der Psychiatrie ausgebrochen ist - Scarpetta weiß, dass sie von nun an keine ruhige Minute mehr haben wird ... Die Erwartungen sind verständlicherweise sehr hoch, schließlich gilt sie als "erfolgreichste Thrillerautorin der Welt", hat Preise eingeheimst im In- und Ausland: Patricia Cornwell hat Stil, Biss und Engagement, auch in ihrem neuen Buch. Vertraute Personen, altbekannte Freundschaften, wer mehr als einen Krimi dieser Autorin gelesen hat, der fühlt sich irgendwie gleich zu Hause. Da ist Dr. Kay Scarpetta, die Chefin der Gerichtsmedizin in Virginia, ihr Lebensgefährte, FBI-Agent Wesley und ihre Nichte Lucy, Computerspezialistin. Mit einem Drohbrief der vor Jahren überführten psychopathischen Killerin Carrie startet das Spannungskarussell. Parallel ein mysteriöser Brandanschlag auf das Anwesen des "Medienmoguls" Sparkes, in den Brandtrümmern die Leiche einer jungen Frau. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, die Hiobsbotschaft lässt nicht auf sich warten: Carrie ist aus der Psychiatrie ausgebrochen. "Ich hab so ein Gefühl, dass wir von ihr diesmal weit Schlimmeres zu erwarten haben," mutmaßt Kay Scarpetta und sie soll recht behalten. Patricia Cornwell, die einmal Tennisprofi werden wollte, dann aber doch in der Gerichtsmedizin arbeitete und sich mit Polizeireportagen einen Namen machte, recherchiert penibel und äußerst detailliert. Da wird aus beachtlichem Fundus beruflicher Erfahrungen geschöpft, da hat alles Hand und Fuß, stellenweise liest sich der Thriller wie ein Tatsachenbericht aus der Gerichtsmedizin. Das ist weder unspannend noch nervenschonend, aber: für zart besaitete Seelen, für Liebhaber des eher psychologisch raffinierten, feineren Krimis ist der neue Roman eher nichts. Denn hier geht es zur Sache, deutlich, direkt, schonungslos. "Der untere Teil des Gesichts bestand aus verbrannten, kalkweißen Knochen... und bröckeligen Zähnen. Von den Ohren war das meiste weg, doch von den Augen aufwärts war das Fleisch gekocht..." Scarpetta, eine abgebrühte Frau, manchmal knallhart und doch - Gott sei Dank - mit menschlichen Regungen. Nach mehrfachen Auftritten in vorherigen Romanen hat sie angenehm an Profil gewonnen. "Ich muss zugeben, dass es mein größter Wunsch ... ist, sie tot zu sehen", sagt die Gerichtsmedizinerin über Carrie und weiß, dass sie in äußerster Lebensgefahr ist. -Barbara Wegmann
Buch:
Blinder Passagier: Ein Kay-Scarpetta-Roman
Autor:
Patricia Cornwell, Ausgabe vom 1. Juli 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 43075
Aus der Amazon.de-Redaktion Autorin Patricia Cornwell und ihre unübertreffliche Kay Scarpetta: Sie scheinen von Roman zu Roman immer mehr zu verschmelzen. Was ist es denn nun, fragt man sich: ein Tatsachenbericht in Ich-Form - geschrieben von der Chefin der Gerichtsmedizin in Virginia, detailliert, stimmig bis ins Letzte -, ein Lehrbuch für Pathologie oder doch alles Fiktion, die einfach atemberaubende Geschichte um einen Serienkiller? Es wird wohl von allem etwas sein: Patricia Cornwell verbindet glänzend und einfach profihaft fundiertes Wissen mit flotter Schreibe. Scarpetta und ihr langjähriger Kollege Marino, das ist schon ein schlagkräftiges Team, obgleich es natürlich zu Beginn alles andere als rosig für die beiden aussieht. Konfrontiert mit einem mysteriösen Mordfall, einer Leiche im Container im Hafen von Richmond, geht die Spurensuche los und die Spannung dreht auf wie ein Formel-1-Wagen. Es dauert nur wenige Seiten, bis man, ob man will oder nicht, dem Bann der Story erliegt, gefesselt ist von der eher kühlen und sachlichen, fast sezierenden, denn ausschweifenden, atmosphärisch dichten Erzählweise der Autorin. Daher bleiben auch die Fäden des Geschehens eindeutig überzeugender als so manche zwischenmenschlichen Feinheiten. Seis drum. Sicher ein Wagnis für Thriller-Autoren, von Buch zu Buch mit nahezu gleicher Besetzung zu arbeiten. Bei Patricia Cornwell ist dies - bislang jedenfalls - absolut gelungen. Scarpetta ist ein weiblicher Quincy: "Du bist Ärztin, Anwältin und Indianerhäuptling mit einem IQ, der größer ist als die Zahlen auf meiner Gehaltsabrechnung," sagt Marino. Und wenn Kay Scarpetta auch gegen Korruption, Kompetenz- und Machtgerangel, gegen Ignoranz und Stutenbissigkeit einer wenig beliebten Kollegin kämpfen muss, so behält sie natürlich auf rund 450 Seiten dennoch die Hosen an und das Zepter in der Hand. Alles in allem ein Buch, das man ganz sicher nach dem Motto liest: wenn eine Seite, dann alle! -Barbara Wegmann
Hörbuch:
Die 4 - Frau - Lindsay Boxers härtester Fall, 5 CDs
Autor:
James Patterson, Ausgabe vom 1. Sept. 2009, Audio CD, Verkaufsrang 38697
Aus der Amazon.de-Redaktion Lieutnant Lindsay Boxer hat Probleme. Gemeinsam mit ihrem Partner Jacobi hat sie zwei Jugendliche in einem schwarzen Mercedes gestellt, die zuvor vom Tatort eines Mordes geflüchtet waren. Als Boxer schon glaubt, lediglich zwei Ausreißer vor sich zu haben, zieht das Mädchen plötzlich eine Waffe. Boxer und Jacobi töten das Mädchen und verletzen den Jungen schwer. Obwohl sie in Notwehr gehandelt haben und selbst teils schwer verletzt worden sind, erzwingt ein gewiefter Rechtsanwalt ein Disziplinarverfahren. Als Boxer sich zur Erholung ins Haus ihrer Schwester zurückzieht, holt die Vergangenheit sie ein. Denn es geschehen neue Morde nach dem Strickmuster jenes Falles, der ihr vor zehn Jahren schon einmal Kopfzerbrechen bereitet hat: Vor ihrer Ermordung wurden die Opfer ausgepeitscht. Boxer beginnt mit Ermittlungen - und weiß gar nicht, dass sie schon längst ins tödliche Fadenkreuz des "Beobachters", des "Suchers" und der "Wahrheit" geraten ist. Um es gleich zu sagen: Die 4. Frau hat Schwächen. Dass James Patterson über fast 40 Kapitel die Ich-Perspektive der angeklagten Polizistin durchhält, um dann völlig unvermittelt in die Sicht des Mörders (oder der Mörder) zu verfallen, wirkt reichlich unmotiviert. Und dass ein Opfer, dem der "Beobachter" den Schädel einschlägt, um ihm anschließend "mit einem sauberen Schnitt" die Kehle durchzuschneiden, "als ob man eine Melone zerteilte", im Sterben wirklich noch mitbekommt, dass er mit einem Gürtel malträtiert wird, wirkt doch reichlich unglaubwürdig. Auch an die kurzen, oft nur zwei Seiten langen Kapitel muss man sich erst gewöhnen. Wenn man sich aber erst einmal gewöhnt hat, kann man sich von Pattersons Die 4. Frau durchaus fesseln lassen. Kein Meisterwerk, aber gute Erzählliteratur. -Stefan Kellerer 1
James Patterson, Ausgabe vom 20. Juli 2009, Gebunden, Verkaufsrang 44354
Aus der Amazon.de-Redaktion Junie Moon ist eine faszinierende Frau. Sie ist auf eine geheimnisvolle Art und Weise schön, vor allem deshalb, weil ihr Gesicht so unschuldig wirkt. Dabei ist Junie Moon Prostituierte, und gerade hat sie den Mord an Michael Campion gestanden. Campion ist jung, reich, berühmt ? und hat seit Geburt einen Herzfehler, der sei Leben ohnehin zu einem Leben auf Abruf macht. Nun scheint dieses Leben tatsächlich zuende zu sein: Herzstillstand beim Versuch, in den Armen der Prostituierten seine Unschuld zu verlieren. Das jedenfalls behauptet Junie Moon ? am Anfang. Denn nach den ersten Verhören widerruft sie ihr Geständnis. Und dummerweise haben Lindsay Boxer und ihr Kollege Inspector Conklin vom San Francisco Police Department auf Wunsch der Prostituierten die Videoaufzeichnung abgeschaltet, bevor Junie ihre entscheidende Aussage machte. Und dann hat Cocklin auch noch, entgegen der Vorschriften, seine Notizen durch den Reißwolf gejagt. Ein willkommenes Fressen für Junies messerscharfe und brillante Anwältin L. Diana Davis. Es gibt viele Leichen in James Pattersons Thriller Die 7 Sünden - vor allem deshalb, weil zwei smarte junge Männer in einer Parallelhandlung durch die Stadt ziehen und eine grausame Spur verbrannter Toter hinterlassen. Nur im Fall Michael Campion fehlt die Leiche. Wie sich dann am Ende alles auflöst und Patterson die Stränge zusammenführt, ist schon faszinierend. Beste, spannendste Unterhaltungsliteratur. - Stefan Kellerer
Buch:
Illuminati: Illustrierte Ausgabe: Angels & Demons
Autor:
Dan Brown, Ausgabe vom 19. Juni 2006, Gebunden, Verkaufsrang 115838
Ein Kernforscher wird in seinem Schweizer Labor ermordet aufgefunden. Auf seiner Brust finden sich merkwürdige Symbole eingraviert, Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon zu entziffern vermag. Was er dabei entdeckt, erschreckt ihn zutiefst Die Symbole gehören zu der legendären Geheimgesellschaft der "Illuminati". Diese Gemeinschaft scheint wieder zum Leben erweckt zu sein, und sie verfolgt einen finsteren Plan, denn aus dem Labor des ermordeten Kernforschers wurde Antimaterie entwendet. Mit vielen Abbildungen im Text. Bestsellerautor Dan Brown bietet mit Illuminati spannende und intelligente Unterhaltung vom Feinsten. Den Bestseller gibt es auch als illustrierte Ausgabe - eine hochwertige Hardcoverausgabe (511 Seiten, Format: 26 x 20 cm) mit vielen Abbildungen im Text. Eigentlich könnte Robert Langdon ein langweiliges Leben führen. Denn der Harvardprofessor ist Symbologe mit einem Faible für christliche Zeichenkunst - da sollte man eigentlich nicht in tödliche Intrigen verstrickt werden. Allerdings ist Langdon vor allem der Held des Bestsellerautors Dan Brown, und der hat sich auf die undurchdringlichen Machenschaften der Kirche im Umfeld des Vatikans (und auf eine ganz besondere Deutung christlicher Kunst im Sinne komplexer Verschwörungstheorien) spezialisiert. In Illuminati wird Langdon in eine hoch explosive Geschichte verwickelt, die eng mit dem als ausgestorben geltenden Wissenschafts-Geheimbund der Illuminati aus der Zeit der Renaissance verknüpft zu sein scheint. Der Papst ist gestorben. Nun sind alle Kardinäle nach Rom gekommen, um einen neuen Stellvertreter Gottes zu wählen. Aber ein wahnsinniger Fanatiker entführt vier der aussichtsreichen Kandidaten, um sie nach und nach in vier Kirchen mit Hilfe der vier Elemente Erde, Luft, Feuer und Wasser umzubringen - nicht, ohne ihnen ein entsprechendes Brandsymbol der Illuminati auf die Brust zu brennen. Langdon ist der einzige, der den Mörder stoppen kann - und der gemeinsam mit dem Camerlengo, dem Kammerdiener des verstorbenen Papstes, in der Lage ist, eine Antimaterie-Bombe mit ungeheuerlicher Sprengkraft aufzustöbern, die den Vatikan in Staub verwandeln soll. Gemeinsam mit der Tochter eines ermordeten Physikers macht sich Langdon auf die Suche nach Zeichen der Illuminati an den Kunstwerken im Stadtraum Roms - bis zum für alle überraschenden Finale ... Dan Brown arbeitet immer mit ganz ähnlichen Mitteln: Etwas Weltverschwörung, gemischt mit okkulter Magie und (hier äußerst verhaltener) Kritik an der katholischen Kirche, ein bisschen Liebe, überraschenden Wendungen und einem in Atem beraubenden Tempo erzählten Plot. Dabei es ist schon unglaublich, wie glaubwürdig Brown die Erzählstränge miteinander verknüpft und selbst Unwahrscheinliches wie seine aus der Distanz vielleicht etwas abstrus anmutenden kunstgeschichtlichen Theorien zu einem schlüssigen Ganzen zusammen zu fügen vermag. Da kann man als Leser selbst vermeintliche (und innerhalb der Handlung als Taschenspielertricks entlarvte) Wunder wie der Sprung Langdons aus einem mehrere tausend Meter hoch aufgestiegenen Helikopter - ohne Fallschirm, aber mit einem anderen Hilfsmittel! - getrost verkraften. Denn der Verstand wird bei der Lektüre sowieso ausgesetzt. Auch die lange Anlaufphase vieler Thriller, die erst ab Seite 50 zu fesseln verstehen, fällt hier flach: Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite ist da garantiert. Und wenn man Illuminati ausgelesen hat, will man sich sowieso gleich auf den Nachfolgeband Sakrileg stürzen. Wenn man ihn nicht dummerweise schon gelesen hat. -Stefan Kellerer
Buch:
Sie: Roman
Autor:
Stephen King, Ausgabe vom 11. Mai 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 291061
Aus der Amazon.de-Redaktion In Sie aus dem Jahre 1987, wie auch in Shining (1977), ist ein Schriftsteller während eines Winters in Colorado in einem Haus des Bösen gefangen. In beiden Romanen wimmelt es nur so von Klaustrophobie, beißenden Insekten und der Bedrohung durch eine tödliche Explosion. Beide handeln von einem Schriftsteller, der sich mit dem dominierenden Monster seiner unberechenbaren Muse konfrontiert sieht. Paul Sheldon, der Held von Sie, sieht sich als eingesperrter Papagei, der nach Afrika zurückkehren muß, um frei zu sein. Aus diesem Grund geht er in dem Roman innerhalb des Romans - dem Abenteuerroman, den die verrückte Krankenschwester Annie Wilkes ihn zu schreiben zwingt - nach Afrika, einem mysteriösen Kontinent, der in ihm die furchterregende, unerbittliche Festigkeit eines Frauenkörpers - Annies Körper - wachruft. Die Manuskriptseiten, die er schreibt, erzählen von einer großen Bienengöttin, einer afrikanischen Königin, die an H. Rider Haggards She erinnert. Er haßt sie, er fürchtet sie, er möchte sie töten; nichtsdestotrotz braucht er ihre Kraft. Annie Wilkes haucht ihm buchstäblich Leben ein. Sie berührt einige große Themen: Den Zustand des Besessenseins von einem bösen Wesen; die Vorstellung, daß Kunst eine Betätigung ist, von der sich der Künstler willentlich gefangen nehmen will. Sein Ziel :"Marken"-Bestsellerautor mit Legionen von begeisterten Fans zu werden. Und doch ist es ein flott geschriebener, hochresonanter Hallraum von einem Buch - einer der kürzesten und besten Romane, die King je geschrieben hat.-Fiona Webster 1
Buch:
Dreizehn bei Tisch
Autor:
Agatha Christie, Ausgabe vom 13. Mai 2005, Broschiert, Verkaufsrang 15091