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Vergebung (3): Roman: Millennium Trilogie 3 - Stieg Larsson
Buch:Vergebung (3): Roman: Millennium Trilogie 3
Autor:Stieg Larsson, Ausgabe vom 4. Mai 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 12
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Lisbeth Salander hat es wieder einmal nicht geschafft. Mit einer Axt hat die Ermittlerin versucht, ihrem Erzeuger und ewigen Erzfeind Alexander Zalatschenko das Leben zu nehmen, aber der skrupellose Kriminelle, der seine Tochter zuvor lebendig begraben hatte, überlebt und jagt Salander zudem noch eine Kugel in den Kopf. Nun liegen beide mit schweren Verletzungen, aber genesend, fast Tür an Tür im selben Krankenhaus. Derweil versucht Salanders Kollege Mikael Blomkvist, Salander vom Vorwurf des dreifachen Mordes reinzuwaschen ? und sticht dabei in ein wahres Wespennest aus Korruption und krimineller Energie. Und er stößt auf ein gewaltiges Komplott von Mächten, die seine Ermittlungen empfindlich zu behindern suchen. Dann gibt es weitere Morde? Als Verblendung, Verdammnis und Vergebung des schwedischen Journalisten und Herausgebers der Zeitschrift EXPO, Stieg Larsson, als Krimi-Trilogie in Deutschland erschien, war das auch hierzulande eine kleine Sensation. Denn der Experte für Rechtsradikalismus und Neonazismus hatte mit den drei Bänden einen Maßstab gesetzt, der zeigen konnte, wohin die Reise des modernen Thrillers gehen kann. Vergebung als Abschluss der Trilogie zeigt dies vielleicht eindinglicher als die beiden Bände zuvor: Denn so atemberaubend spannend wie dieses Buch ist lange keines mehr gewesen. 2004 erlag Stieg Larsson im Alter von nur 50 Jahren unerwartet einem Herzinfarkt. Was er an schmalem Werk aber hinterlassen hat, gehört zum besten, was die Krimiliteratur in letzter Zeit zu bieten hatte. - Stefan Kellerer
1

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 299 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Geheimnisse der schwedischen Regierung... (5 von 5 Punkten) meint s. aus Germany
Am Ende des 2. Band wird Lisbeth schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Ihr Vater -und Feind- Zala lebt ebenfalls noch. Nun muss Mikael Lisbeths Unschuld beweisen, bevor eine Gerichtsverhandlung ansteht.
Stieg Larsson gelang es wieder einmal, Spannung vom ersten Kapitel an bis zum Schluss aufzubauen. Wer Vergebung liest, sollte auch zuvor die beiden ersten Teile, Verblendung und Verdammnis, oder wenigstens den zweiten, gelesen haben. Vergebung macht genau da weiter, wo Teil 2 aufhört. Natürlich spielen hier wieder alte Bekannte sowie neue Feinde und Personen eine Rolle. Obwohl mehrere neu eingeführt werden, kommen einem diese nicht Fehl am Platz vor; viele Nebenhandlungen entstehen, und obwohl Lisbeth im Krankenhaus liegt, und scheinbar selbst nichts verrichten kann, dreht sich nicht Alles einzig und allein nur um Mikael Blomkvist.
Die Ermittlungen und Nachforschungen wegen Lisbeth führen später sogar bis in die schwedische Regierung, die in der Vergangenheit scheinbar etliche illegale Aktionen durchgeführt hat...
Alle Handlungsstränge sind von Stieg Larsson sehr geschickt und vielschichtig verknüpft, die Übersetzung ins Deutsche finde ich sehr gelungen. Ich würde also abschließend zu dem Schluss kommen, dass man Larssons Millenium-Trilogie lieber als Ganzes ansieht (und liest), um einfach eine bessere Verständnis zu den Personen zu erhalten und um bestimmte Schlüsse besser nachverfolgen zu können.
Von mir gibt es für den (offiziell) letzten Teil 5 Sterne, da ich Stieg Larssons Trilogie mit viel Interesse und Spannung gelesen habe und dabei nie Langeweile aufgekommen oder unnötige Streckungen der Story vorgekommen sind. Daher halte ich die Millenium-Trilogie zu Recht als eine der besten Thriller der letzten Jahre.

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Verdammnis (2): Roman: Millennium Trilogie 2 - Stieg Larsson
Buch:Verdammnis (2): Roman: Millennium Trilogie 2
Autor:Stieg Larsson, Ausgabe vom Aug. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 13
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Blomkvist und Salander - ein Ermittler-Dreamteam."
"Stieg Larsson macht alles anders - und alles besser!" (Münchner Merkur)

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 291 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Spannung pur (5 von 5 Punkten) meint D. aus Hemer (Sauerland)
Dieser 2. Teil hat mir am Besten gefallen. Er ist so spannend, auch gesprochen, dass man kaum aufhören kann, zuzuhören.

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Verblendung (1): Roman - Stieg Larsson
Buch:Verblendung (1): Roman
Autor:Stieg Larsson, Ausgabe vom 1. Mai 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 16
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Wer den frühen Mankell liebt, wer den späten Haakan Nesser mit seinen Nach-Van-Veeteren-Geschichten verschlungen hat, der ist bei dem schwedischen Experten für Rechtsextremismus genau richtig, der 2004 an einem Herzinfarkt starb und im eigenen Land schon als Legende gilt. Der gescheiterte Journalist Mikael soll sich in die Historie der nordschwedischen Großfamilie Vanger einarbeiten und herausfinden, was vor mehreren Jahrzehnten geschah. Die damals 16-jährige Harriet Vanger verschwand aus einem klassischen Agatha-Christie-Setting: beim Familientreffen auf einer Insel, von der keiner weg konnte. Aber wer ist der Mörder - falls es überhaupt einen gibt? Je mehr sich Mikael in die Familiengeschichte einarbeitet, um so mehr Wahnsinn deckt er auf. Und auf Seite 500 ist man noch immer so von der genialen verzweigten Story gefesselt wie auf Seite eins. (bl)

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 549 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Spannend bis zum Schluss (5 von 5 Punkten) meint A.S. aus Stukenbrock
Gänsehaut pur erlebt man bei diesem ersten Teil der Larsson-Sage. Eine klug gestrickte Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, besteht Suchtgefahr, auch noch die letzen beiden Titel zu kaufen. Unbedingte Empfehlung

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Das Böse in uns: Thriller - Cody Mcfadyen
Buch:Das Böse in uns: Thriller
Autor:Cody Mcfadyen, Ausgabe vom 20. Aug. 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 67
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"Ich jage lebende Albträume?- FBI- Agentin Smoky Barrett und Team haben es mit einem ganz besonders brutalen Serienkiller zu tun. Was mit dem Mord an einer jungen Frau im Flugzeug beginnt, endet mit mörderischem Geschehen, das einem unaufhaltsamen Tsunami gleichkommt. Eines ist ganz sicher: die rund 450 Seiten sind erneut ein absoluter Hit in Sachen fesselnder Spannung. Wenngleich Mcfadyen nicht unbedingt ein Freund von psychologisch feinfühligem Gespinst ist, seine Wortwahl eher direkt und schlicht, denn anspruchsvoll, so ist sein Buch doch nach "Die Blutlinie" und "Der Todeskünstler" eine logische Fortsetzung. Lisa, die Tochter eines Kongressabgeordneten ist das erste Opfer des Täters, bei ihrer Autopsie findet man ein silbernes Kreuz mit einer Nummer eingraviert. Es wird nicht die einzige Leiche bleiben. Der unbekannte Mörder, "einer der fleißigsten Killer aller Zeiten", sucht sich offenbar gezielt seine Opfer: "Er sammelt Sünden", "die Morde sind sauber, funktional symbolisch. Es fehlt jede Leidenschaft." Alle Opfer haben ein dunkles Geheimnis, etwas, das sie zu Lebzeiten verborgen und nie preisgegeben haben. Für den Killer scheint es, als wären "die Opfer notwendig. Wie Requisiten in einem Schauspiel". Ein Psychopath, der sich als Erlöser gibt, Frauen von ihrer seelischen Last befreien will, indem er sie tötet. Und das alles via Internet an die Öffentlichkeit gibt. Im Ansatz spannend, insgesamt des Bösen vielleicht aber doch etwas zu viel. Mag das Drastische auch nicht unbedingt jedermanns Geschmack sein, so ist Mcfadyens straffe Erzählweise, die kein Verschnaufen zulässt, ein Grund, bei der Lektüre des Buches sicher keine Seite auszulassen. Plakativ und direkt, ohne Schnörkel so treibt und peitscht er das Böse voran. Agentin Barrett, selbst auch nicht ohne dunkles Geheimnis, besitzt eine "spezielle Fähigkeit", die sie für die Aufklärung dieses Falles schon zweimal qualifiziert hat: mit Instinkt macht sie sich "ein dreidimensionales Bild, angereichert mit Emotionen und Gedanken und- am wichtigsten- Hunger". Mit eben diesem Heißhunger auf den Ausgang des Geschehens folgt man ihr denn auch mit der bangen Frage, woher weiß der Mörder all das, was er weiß?-Barbara Wegmann


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 130 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Super (5 von 5 Punkten) meint S.
Dieses Buch ist einfach nur fesselnd. Von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Ich konnte nicht auf hören zu lesen. Kaum ich hatte ich eine Neuigkeit verkraftet hat sich das Blatt gewendet. Sehr empfehlenswert. Aber nichts für schwache Nerven, denn die Sprache und Deutlichkeit in den Buch sind sehr direkt.
Bin total begeistert!!!

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Voyeur - Simon Beckett
Buch:Voyeur
Autor:Simon Beckett, Ausgabe vom 1. April 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 743
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Donald Ramsey ist ein eher leidenschaftsloser Mensch. Erotik ist für den Londoner Galeristen im wahrsten Sinne des Wortes eine Sache der Anschauung: Sex zu machen bereitet ihm keinen Spaß, Sex zu beobachten schon. So sammelt Donald Ramsey lieber erotische Kunst als tatsächliche fleischliche Abenteuer. In dieser emotionalen "Isolation" hat er sich eigentlich ganz splendid eingerichtet. Das ändert sich erst, als Ramsey im Spiegel seines Büros beobachtet, wie sich seine bislang von ihm nicht beachtete Assistentin Anna ? in seinen Augen überaus lasziv ? zuerst aus- und dann umzieht. Ihr unschuldig-sinnliches Posieren berührt etwas in dem Mann, das er bisher für nicht existent, oder doch zumindest: für ewig verschüttet hielt. Als der Galerist dann auch noch durch ein belauschtes Telefonat erfährt, dass sich Anna mit ihrem Bostoner Freund Marty in die USA zurückziehen will, glaubt er, schnell handeln zu müssen. Er engagiert den skrupellosen Zeppo, um das Paar auseinander zu bringen ? und bemerkt gar nicht, welches Unheil er damit herauf beschwört... Voyeur ist Simon Becketts erster Roman, lange entstanden vor Die Chemie des Todes oder Kalte Asche - und das merkt man dem Buch auch etwas an. Elegant geschrieben, dümpelt die Handlung doch lange im psychologischen Fahrwasser des erotischen Thrillers dahin. Voyeur ist, wenn auch gut geschriebene, so doch über weite Strecken berechenbare Dutzendware, der man den plötzlichen Wandel seiner Hauptfigur trotz der Identifikation stiftenden Ich-Perspektive der handlung nicht so recht abnehmen will. Wer den späteren Meister Beckett erwartet, wird also sicherlich enttäuscht. Wer sich aber mit einem durchaus spannenden Plot einfach ein wenig bei der Lektüre treiben lassen möchte, wird gut bedient. - Stefan Kellerer


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 2.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 71 Bewertungen)

Leserkommentare:*
sehr gut geschrieben (5 von 5 Punkten) meint S.W. aus Berlin
Es geht hier zwar nicht um den Hauptdarsteller der Reihe "kalte Asche"..., trotzdem ist der Stil des Buches so, dass man einfach weiterlesen muss. Es wird nie langweilig und man kommt aber auch, wenn man das Buch 1 - 2 Tage zur Seite legen muss, schnell wieder in die Thematik. Spannend geschrieben - einfach ein Muss für Fans von Simon Beckett. sehr zu empfehlen

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Der Feind im Schatten - Henning Mankell
Buch:Der Feind im Schatten
Autor:Henning Mankell, Ausgabe vom 30. April 2010, Gebunden, Verkaufsrang 360
Preis: 26,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Håkan von Enke ist ein Mann mit Prinzipien. An einem verregneten Stockholmer Morgen verlässt der ehemalige U-Boot-Kapitän wie jeden Tag um sieben Uhr seine Wohnung im Stadtteil Östermalm, um seinen ausgedehnten Spaziergang zu machen. Von seiner Frau hat er sich verabschiedet, alles scheint wie immer. Nur das Entscheidende ist anders: An diesem Morgen nämlich kommt Håkan von Enke nicht mehr in seine Wohnung zurück. Das seltsame Verschwinden des U-Boot-Kommandeurs betrifft Kurt Wallander auf gleich mehrfache Art und Weise. Zum einen ist Håkan von Enke der Vater des Finanzmaklers Hans von Enke, den Wallanders Tochter Lisa heiraten will. Und zum anderen hat Lisas zukünftiger Schwiegervater Wallander auf seinem Geburtstag eine mysteriöse Geschichte erzählt, die Jahre zurückliegt und mit einem russischen U-Boot zu tun hat, das dereinst vor Schwedens Küste kreuzte und durch einen Befehl von höchster Stelle nicht vom heimischen Militär hochgenommen werden konnte. Hat das Verschwinden Håkan von Enkes vielleicht etwas mit diesem Vorfall zu tun, zumal sich der Kommandant ganz offensichtlich bedroht und verfolgt fühlte? Wallander beginnt zu ermitteln ? und stößt nicht nur in der Familienhistorie derer von Enkes, sondern auch on der schwedischen Geschichte auf einige äußerst dunkle Kapitel... Kurt Wallander ist wieder da ? und zwar in altbewährter Form! Denn Henning Mankells melancholischer Ermittler hat wieder allerlei private Probleme ? so zum Beispiel ein Disziplinarverfahren, nachdem er seine Pistole im Suff in einem Restaurant liegen ließ. Auch diese psychologische Tiefe der Natur sorgt dafür, dass die Spannung über fast 600 Seiten erhalten bleibt, ebenso wie Mankells wundervoll dichte Sprache mit ihren traurig-präzisen Sätzen. Dass Der Feind im Schatten wohl Wallanders letzter Fall sein wird ? das Ende liegt dies nahe ?, macht die Sache zwar nicht schöner, sollte aber jeden Krimifan erst recht dazu bewegen, diesen umwerfend gut geschriebenen ? und im Übrigen durch Wolfgang Butt kongenial übersetzten ? Roman zu verschlingen. - Stefan Kellerer


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 52 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Wehmütiger Abschied von Wallander (4 von 5 Punkten) meint F.
Das war es nun also. Der letzte Roman mit Kurt Wallander als Hauptfigur. Ein sehr melancholischer Abschied, der mich mit leicht gemischten Gefühlen zurückgelassen hat.

Als eigenständiger Roman ist das Buch meiner Meinung nach nur bedingt zu empfehlen. Leser, die vorher keinen Wallander-Roman gelesen haben, dürften mit "Der Feind im Schatten" eher nicht soviel anfangen können. Dazu setzt die Geschichte zu viele Vorkenntnisse voraus, hat man zuwenig Zeit, sich mit der Figur des Kurt Wallander auseinanderzusetzen, und ist der Fall des verschwundenen U-Boot-Kapitäns auch nicht fesselnd genug.

Für die große Fangemeinde, die bereits die restlichen Bücher um den beliebten, allzu menschlichen Kommissar kennt, stellt der "Feind im Schatten" den endgültigen Abschied von der liebgewonnenen Krimireihe dar, die immer mehr war als bloß spannende Unterhaltung, die auch gesellschaftliche und politische Zustände und vor allem Missstände (nicht nur in Schweden) beschrieb.

Was mich ein wenig gestört hat, ist das für meinen Geschmack allzu große Selbstmitleid, dem sich Kurt Wallander in "Der Feind im Schatten" hingibt und die im Gegenteil zu den früheren Bänden nur mäßige Spannung der Geschichte. Wallander war zwar stets eher pessimistisch, ja teilweise grüblerisch dargestellt, aber nie so übertrieben wehleidig wie hier. Irgendwie passt das auch nicht zu seiner früheren Darstellung. Ich kann aber nachvollziehen, dass Henning Mankell damit wahrscheinlich unmissverständlich klarmachen wollte, dass dies der Abschied von Wallander ist. Die Handlung um den verschwundenen Schwiegervater von Wallanders Tochter fand ich zwar nicht sehr spannend, aber dennoch passt sie zum melancholischen Ende der Reihe. Eine Jagd nach einem weiteren Serienmörder wäre hier nicht mehr angebracht gewesen.

Mankell stellt vor allem zum Ende des Buchs noch einmal ganz deutlich seine politische Position dar. Wie man dazu steht, bleibt jedem selbst überlassen, aber ich finde es gut, wie offen Mankell seine Standpunkte vertritt.

Als endgültigen Abschluss der Wallander-Reihe fand ich "Der Feind im Schatten" zwar nicht herausragend, aber absolut würdig und für alle alten Fans auf jeden Fall zu empfehlen.



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Wenn die Wahrheit stirbt: Roman - Deborah Crombie
Buch:Wenn die Wahrheit stirbt: Roman
Autor:Deborah Crombie, Ausgabe vom 8. März 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 2773
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"Noch nie Deborah Crombie gelesen? Dann ab in den Buchladen." (Petra (Extra-Heft Krimispecial) )

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 17 Bewertungen)

Leserkommentare:*
ein muss für fans (5 von 5 Punkten) meint P.
Der vorliegende Band der James/Kincaid-Reihe von Deborah Crombie hat alle meine Erwartungen übertroffen. Atmosphärisch so dicht, dass man die Schauplätze vor seinem inneren Auge sehen kann, liebevoll detailliert und menschlich spannend, ohne blutrünstig zu sein. Einfach super!

Wer bei diesem Roman über Langeweile klagt oder von den Schilderungen der menschlichen Beziehungen genervt ist, der hat Deborah Crombie wahrscheinlich noch nie wirklich gelesen, denn diese Genauigkeit zeihnet sie seit dem ersten Band dieser Reihe aus. Man hält eben einen Krimi und keinen Thriller in der Hand, und ich denke, dass man diesen kleinen aber feinen Unterschied bei der Bewertung berücksichtigen sollte.

Wie gesagt, von mir gibts volle Punktzahl und ich kann dieses Buch nur allen Krimi-Lesern empfehlen!

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Todesspiele - Karen Rose
Buch:Todesspiele
Autor:Karen Rose, Ausgabe vom März 2010, Broschiert, Verkaufsrang 673
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Monica Cassidy ist nervös. Sie hat ein flaues Gefühl im Magen, denn heute soll sie zum ersten Mal jenem Jungen gegenüberstehen, den sie bisher nur virtuell beim Chatten kennen gelernt hat ? genauer: kennen gelernt zu haben glaubt. In den vielen Gesprächen im Internet hat Monica das Gefühl, dem Richtigen begegnet zu sein ? demjenigen Menschen, der sie liebt und deshalb entjungfern soll. Dann läuft sie kurz vor dem Treffen einem Mann über den Weg, der sich als Polizist ausgibt und ihr zu verstehen gibt, dass sie einem Verbrecher aufgesessen ist. Nur, dass der Polizist selbst der Böse ist. Und dass sie vom virtuellen Chatroom in einen wahren Alptraum gerät... Dies ist der Moment, wo der Fall der Monica Cassidy zu einem Fall für Staatsanwältin Susannah Vartanian und Special Agent Luke Papadopoulos wird. Bei einer Polizeirazzia finden beide in einem Bunker fünf tote Mädchen, die auf bestialische Art und Weise vergewaltigt und getötet worden sind. Ein Brandzeichen auf den Körpern der Toten bringt Vartanian, die für den Fall in ihre Heimatstadt zurückgekehrt ist, in ihre eigene Vergangenheit ? und in die dunkle Vergangenheit ihrer Familie ? zurück. Denn auch sie ist dereinst vergewaltigt worden. Und sie muss nun merken, dass die Erinnerung an das, was sie für abgeschlossen hielt, sie wieder gänzlich und bis zur Ohnmacht gefangen nimmt. Todesspiele von Karen Rose ist ein raffinierter Thriller ? gerade auch deshalb, weil er die Grenze zwischen Opfer und Ermittlerin auf eine Atem beraubende Art und Weise verwischt. Dadurch, dass die Hauptperson gezwungen ist, auch in ihrem eigenen Fall zu ermitteln, steigt die Spannung fast ins Uferlose. Auch wegen seiner detaillierten Beschreibungen ist Todesspiele nichts für schwache Nerven. Wer sich aber auf das Buch einlässt, wird mit stundenlangem Gruseln belohnt. - Stefan Kellerer


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 31 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Unglaublich kurzweilig (5 von 5 Punkten) meint X.
Ein wirklich spannendes Buch, im Gegensatz zu Larsson, Gerritsen etc. geht es hier gleich mit der Handlung richtig los die Charakter lernt man erst in der Handlung eingebunden kennen, so dass man nicht erst eine lange Erklärung lesen muss.
Die Trilogie ist zudem auf eine ausergewöhnliche Art geschrieben, da die Geschichten alle miteinander verknüpft sind es sich jedoch immer auf einen Anderen Charakter als Hauptakteur bezieht.
Sehr empfehlenswert.

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Die Blutlinie - Cody Mcfadyen
Buch:Die Blutlinie
Autor:Cody Mcfadyen, Ausgabe vom 19. Aug. 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 37
Preis: 8,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
FBI-Agentin Smoky Barrett hat es nicht leicht. Vor kurzem musste sie miterleben, wie ein brutaler Killer in ihrem Beisein ihren geliebten Mann und ihre Tochter gequält und dann getötet hat. Und jetzt sitzt sie im Flugzeug nach San Francisco, wo ihre Freundin aus Uni-Tagen Annie King ebenfalls grausam umgebracht worden ist. Noch schlimmer ist, dass der perverse Mörder Annies kleine Tochter - ihr Patenkind - drei Tage lang an die verwesende Leiche gekettet hat, bevor er der Polizei einen Hinweis gab. Am allerschlimmsten aber: Er hat eine Nachricht für Barrett hinterlassen. Es ist ein Brief, in dem er neue Morde ankündigt und behauptet, in direkter (Blut-)Linie von Jack The Ripper abzustammen! Wie Jack The Ripper werde man auch ihn nie schnappen, prophezeit der psychopathische Killer. Gleichzeitig legt er eine Blutspur, die dem Romandebüt Die Blutlinie des 38-jährigen kalifornischen Autors Cody McFadyen als roter Faden dient. Doch offenbar hat der Mörder die Rechnung ohne Barrett und ihre unschlagbare Truppe gemacht. Denn Barrett, die eigentlich von ihrem Psychiater noch nicht wieder dienstfähig geschrieben worden ist, glaubt durch den Fall, von der Erinnerung - und damit von ihren nächtlichen Albträumen - geheilt werden zu können. Sie beginnt zu ermitteln und muss erfahren, dass viele jener Menschen, die sie zu kennen glaubte, dunkle Geheimnisse haben - und dass sie viel zu lange dem Falschen vertraut hat. Vom Ende aus betrachtet erscheint da sogar der Mord an ihrer Famlilie in einem ganz anderen Licht. Die Blutlinie ist ein überraschendes Krimidebüt, das allerdings nichts für schwache Nerven ist: Dass der Autor im Vorwort Stephen King dankt, kann man nach der Lektüre gut verstehen. Und auch wenn Cody McFadyen mit manchem Klischee aufwartet und das FBI-Team vor allem am Anfang ein wenig so wirkt, als hätte er die Fantastischen Vier, Supermann, Hulk und Batman in einen Topf geworfen, um es zu kreieren: Die Blutlinie ist beste Thriller-Unterhaltung mit Gänsehaut-Garantie. -Stefan Kellerer


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 395 Bewertungen)

Leserkommentare:*
einfach packend.... (5 von 5 Punkten) meint S.
Habe dieses Buch sehr schnell durch gelesen, es fesselt den Leser und man will unbedingt wissen wie es weiter geht. Wer Thriller oder Spannendes mag, macht mit diesem Buch keinen Fehlkauf.

 Weitere Lesermeinungen

Ausgelöscht: Thriller - Cody Mcfadyen
Buch:Ausgelöscht: Thriller
Autor:Cody Mcfadyen, Ausgabe vom 11. Aug. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 196
Preis: 19,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Der Motor dröhnt. Die Tür schwingt auf. Eine Frau wird auf den Asphalt geworfen. Die Tür knallt zu, und der Wagen jagt davon." Die Stimmung auf einer Hochzeitsfeier ist dahin und für FBI- Agentin Smoky Barrett und ihr Team beginnt die fieberhafte Jagd nach einem außergewöhnlich brutalen Serienkiller. Mehr Register kann man nun wirklich nicht mehr ziehen: Spannung auf jeder Seite und zwischen den Zeilen, eine Sprache, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen lässt, und ein Verbrechen, das in perverseste Sphären führt. Eine transparente und an verbleibende Nerven gehende Aufklärungsarbeit eines bestens zusammengesetzten Teams, das auch im Privatbereich und eigener Vergangenheit nicht von brutalen Verbrechen verschont blieb. Das ist ein bisschen viel auf einmal, aber: unter dem Strich kommt ein Krimi dabei heraus, der mit einer "Wirklichkeit, die manchmal schlimmer sein kann als der schrecklichste Alptraum" selbst den Leser mit an den Rand des Abgrunds zieht. Die aufgefundene Frau, die aus dem Wagen geworfen wurde, jahrelang vermisst und für tot erklärt, durchlebte eine Zeit der Folter, Jahre ohne Tageslicht. Weitere Opfer des Killers überleben, aber: "Bei den Patienten liegt eine extreme Schädigung des vorderen Hirnlappens vor...eine hausgemachte Lobotomie". Was für eine Täterpsyche steckt dahinter, wo sind die Zusammenhänge, was treibt einen Menschen zu derart extremer Gewalt und Perversion? "Er ist eiskalt. Sein Verhalten ist pathologisch aber nicht leidenschaftlich. Irgendwas an der Sache ist seltsam." Und natürlich ist eine Eskalation der detailreich und auf den Punkt durchdachten Psycho- Story vorprogrammiert: der Täter hat die Agentin im Visier, aber natürlich werden Barrett und ihr Team keine Ruhe geben. Ein Team, zu dem von der Profikillerin bis zum Vernehmungsspezialisten nur die Besten gehören. "Es ist eine Gesellschaft aus Jägern menschlicher Ungeheuer und den Opfern unvorstellbarer Gewalt". So breit gefächert sein eigenes Leben auch bisher war, mehrere Weltreisen, mal dieser mal jener Job, so unnachgiebig und bedingungslos konzentriert sich Cody Mcfadyen in seinen Roman gnadenlos nur auf das eine: das Verbrechen, seine Struktur, die Kraft, die es antreibt, die Ursache, die Psychologie dahinter. "Die Wut steht an oberster Stelle; sie schreit am lautesten,... aber der Schmerz ist der Treibstoff, der den Motor am Laufen hält." Runder und stimmiger als sein letzter Roman, "Das Böse in uns" ist sein neuer knallharter Thriller, nichts für zartbesaitete Leser, nicht unbedingt als Abendlektüre allein im Dunkeln geeignet, aber: für hartgesottene Krimifans, die so schnell nichts umhaut garantiert ein 450 Seiten starker Albtraum. Das ist "so sicher wie das Amen in der Kirche".


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 68 Bewertungen)

Leserkommentare:*
McFadyen sorgt zuverlässig für Hochspannung (5 von 5 Punkten) meint k. aus Mainz
Wieder einmal ein gelungener Krimi mit der Protagonistin Smokey Barret... Ich bin jetzt schon gespannt auf die Fortsetzung.

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