Product Description Ein Münsterland-Krimi. Originalausgabe Erscheinungsjahr: 2009 4. Aufl. Gewicht: 270 gr / Abmessungen: 190 mm x 119 mm x 18 mm Von Holtkötter, Stefan Als Martin Probst, ein junger Sexualstraftäter, aus dem Gefängnis flieht, vermutet die Polizei ihn bei seiner Adoptivmutter im münsterländischen Birkenkotten. Doch noch ehe man ihn stellen kann, wird im Dorf eine junge Frau vergewaltigt und erdrosselt aufge-funden, und der Verdacht richtet sich auf Martin Probst. Doch plötzlich spielt das Wetter verrückt, und das westliche Münsterland versinkt im Schneechaos. Die Bauernschaft ist tagelang von der Außenwelt abgeschnitten, und Hauptkommissar Hambrock nutzt die Zeit, um möglichen Mordmotiven auf den Grund zu gehen. Denn davon gibt es in Birkenkotten jede Menge In seinem packenden Münsterland-Krimi schildert Stefan Holtkötter eine nur scheinbar idyllische Welt, hinter der sich Abgründe auftun. Pressestimmen: "Stefan Holtkötters Münsterland-Krimi ist so packend, dass man die garantierte Gänsehaut in Kauf nimmt Ein schlüssiger Plot mit überraschenden Wendungen." Hamm live
Aus der Amazon.at-Redaktion Brenner hat genug vom Dasein als Privatdetektiv. Und weil die Gelegenheit günstig war, hat er den Job bei den Rettungsfahrern angenommen. Mit Dienstwohnung, Pensionsanspruch und allem. Aber einmal Detektiv, immer Detektiv. Dem kommst nicht aus. Und als ihn der Junior dann angeredet hat, er soll herausfinden, wieso die Rettungsbündler den Funk von den Kreuzrettern abhören können. Die haben nämlich in letzter Zeit immer öfter den Kreuzrettern die Transporte vor der Nase weggeschnappt. Aber wie der Brenner dann zum Forschen angefangen hat, sind ihm ganz andere Sachen untergekommen. Erstmal hat jemand den Bimbo, auch einen von den Fahrern, erwürgt. Ganz klar, der Lanz - sagen alle, auch die Polizei. Und der Lanz auch, und hat dann plötzlich keine Schulden mehr. Ein Schnüffler lebt gefährlich. Drum wird der Brenner auch von den Rettungsbündlern zusammengeschlagen. Und erfährt so nebenbei etwas über die Geldquellen des Vereins. Und er merkt, dass alle anderen, die etwas wussten, mittlerweile tot sind.... Ganz schön makaber, diese Geschichte über zwei Rettungsvereine in Wien. Aber dabei durchaus nicht unrealistisch. Komm, süßer Tod ist für mich der beste Krimi aus der Reihe um Simon Brenner - kohlrabenschwarz. Der Erzählstil ist wie gehabt; Wolf Haas schaut den Leuten aufs Maul. Und wenn man die Rosi, die am AKH eine Imbissbude betreibt, so reden hört: "gegege", genauso ist es! Die deftigen Scherze, Wortspielereien - so grauslig sie auch sein mögen - sie passen einfach. Wer gerne was österreichisches liest und sich dabei einfach nur unterhalten will: der ist hier richtig! -Daniela Ecker
Roman Erscheinungsjahr: 2002 Aus d. Engl. v. Angelika Felenda Gewicht: 317 gr / Abmessung: 18,5 cm Von Hayder, Mo / Übersetzt v. Felenda, Angelika London im Frühling. In der Nähe der Themse werden die Leichen von fünf Frauen gefunden, die offenbar einem Serienmörder zum Opfer fielen. Die Öffentlichkeit ist schockiert, und Detective Inspector Jack Caffery ermittelt mit seiner Spezialeinheit fieberhaft, um dem mysteriösen "Vogelmann" auf die Spur zu kommen. Hinweise führen ihn schließlich nach Greenwich, wo Jack die junge Malerin Becky kennenlernt, für die er bald mehr als nur berufliches Interesse entwickelt. Als es der Polizei schließlich gelingt,einen Verdächtigen festzunehmen, hoffen alle auf ein Ende des Alptraums. Doch das Morden geht weiter. Und auf einmal ist Becky spurlos verschwunden... Leseprobe: 1. Kapitel North Greenwich, Ende Mai. Es war drei Stunden vor Sonnenaufgang, und der Fluß wirkte verlassen. Dunkle Kähne zerrten flußaufwärts an ihrer Vertäuung, und eine Flutwelle hob sanft kleine Schaluppen aus dem Schlamm, in dem sie ruhten. Nebel stieg vom Wasser auf und zog landeinwärts, an unbeleuchteten Läden mit Schiffszubehör vorbei, über den verlassenen Millennium Dome, über einsames Ödland und seltsame Mondlandschaften hinweg - bis er sich schließlich nach einer halben Meile im Inland zwischen dem geisterhaften Räderwerk eines halb aufgegebenen Betonwerks niederließ. Plötzlich flammten Schweinwerfer auf: Ein Polizeiwagen bog mit geräuschlos blinkendem Blaulicht in die Lieferstraße. Momente später folgten ein zweiter und ein dritter. Während der nächsten Stunde trafen weitere Polizeiwagen auf dem Gelände des Betonwerks ein - acht Streifenwagen, zwei Ford Sierra und der weiße Transitbus des Kamerateams der Gerichtsmedizin. Am Eingang Ohne zu übertreiben kann man Mo Hayders ersten Kriminalroman für das deutsche Publikum als eine der aufregendsten und interessantesten Neuerscheinungen des ersten Halbjahres bezeichnen. Figuren und Plot fesseln auf ungewöhnliche Weise und die Schilderung grauenvoller Verbrechen selbst in ihrer ungeschminktesten Form präsentiert sich nie als Selbstzweck und wirkt nie reißerisch, sondern scheint vielmehr einem hintergründigeren Ziel zu dienen. Worum geht es also? Um einen Frauenmörder, der seinen grausam zugerichteten Opfern kleine Vögel in die Brust implantiert, um auch nach deren Tod sich für kurze Zeit an der Illusion eines schlagenden Herzens zu weiden. Serienkiller also, wird mancher Leser sagen und gelangweilt abwinken. Aber Mo Hayder arbeitet ein scheinbar bereits zerschriebenes Thema aus, als sei erst wenig dazu gesagt worden. Das mag zum großen Teil an den Hauptfiguren des Romans liegen. Inspektor Jack Caffery, der die Ermittlungen übernimmt, ist auch nach langen Jahren noch immer durch den mysteriösen Tod seines kleinen Bruders psychisch stark belastet. Seine Beziehung zerbricht, während er sich um die Aufklärung der Mordfälle bemüht. Seine Kollegen sind mehr als nur Staffage: Sie sind fein ausgearbeitete Charaktere, die man im Laufe der Geschichte kennen zu lernen glaubt. Der Täter wird mit all seinen Defekten beschrieben, nicht verurteilt - man glaubt ihn zu kennen. Das Schicksal der Freundinnen Becky und Joni, die den Täter kennen, ohne es zu wissen und in höchster Gefahr schweben, zieht in seinen Bann. Wir sehen keine Helden, sondern Menschen mit Defekten physischer und psychischer Art, die alle auf ihre Art den Kampf um ihr Leben aufgenommen haben. Ein Kunstgriff Hitchcock'scher Prägung verleiht dem Plot einen weiteren Reiz. Lange wähnt sich der Leser mit den Ermittlern auf der sicheren Seite, bis allen Beteiligten mit Entsetzen bewusst wird, dass man auf das falsche Pferd gesetzt hat. Ein unglaublicher Showdown bietet den spektakulären Höhepunkt eines Buches, das mit einer subtilen Stimmung permanenten Unbehagens an den Nerven zerrt. Große englische Kriminalliteratur! Gelesen wird die behutsam gekürzte Hörversion von Tatort-Kommissar Dietmar Bär. Die Spieldauer liegt bei 280 Minuten, der Umfang beträgt drei Kassetten. -Ulrich Deurer
Buch:
Letzter Gruß: Thriller
Autor:
James Patterson, Liza Marklund, Ausgabe vom 15. März 2010, Gebunden, Verkaufsrang 186584
Thriller Erscheinungsjahr: 2010 Übersetzung: Bubenzer, Anne Lendt, Dagmar Gewicht: 562 gr / Abmessungen: 215 mm x 135 mm Von Patterson, James; Marklund, Liza / Übersetzt v. Bubenzer, Anne; Lendt, Dagmar Schwedens Krimistar Nr. 1 trifft auf den amerikanischen "King of Thrills" Eine Mordserie erschüttert Europa: Junge Pärchen werden getötet; dann arrangieren die Täter die Leichen kunstvoll und verschicken Postkarten an ausgewählte Journalisten. Seit seine Tochter in den Flitterwochen brutal ermordet wurde, ist Jacob Kanon wie besessen davon, die Täter zu fassen. Unterstützt wird er dabei von Dessie Larsson, einer attraktiven Reporterin aus Stockholm, die erst kürzlich eine Postkarte mit den grausigen Details eines ähnlichen Verbrechens erhielt. Schon bald glauben Dessie und Jacob, die Täter zu kennen. Doch noch während die Zwillinge Silvia und Malcolm Rudolph verhört werden, geschehen weitere Morde nach ähnlichem Muster. Einen entscheidenden Hinweis erhält Jacob erst, als er auf ein düsteres Kapitel im Leben der Zwillinge stößt. Und gemeinsam mit Dessie dringt er in eine bizarre Welt voller Gewaltfantasien vor. Starkstrom-Spannung garantiert: Mord in Rom ... Berlin ... Stockholm ... Pressestimmen: "Ein transatlantisches Literaturexperiment mit eingebauter Erfolgsgarantie: Zwei Bestsellerautoren schreiben vierhändig." (FAZ) Leseprobe: "Paris, Frankreich "Wie klein", sagte die Engländerin enttäuscht. Mac Rudolph lachte, legte der Frau den Arm um den Hals und ließ seine Hand auf ihre Brust fallen. Sie trug keinen BH. "Öl auf Leinwand", sagte er. "Siebenundsiebzig mal dreiundfünfzig Zentimeter. Eigentlich sollte es im Speisesaal des florentinischen Kaufmanns Francesco del Giocondo hängen, aber Leonardo da Vinci wurde nicht rechtzeitig f James Patterson ist ein Phänomen des Buchmarkts. Mit einer Gesamtauflage von 130 Millionen Exemplaren ist er einer der erfolgreichsten Autoren weltweit, angeblich hat er es mit seinen Büchern zum Dollar-Milliardär gebracht, und von seinem Fließband rollen seit Jahren mindestens fünf Neuerscheinungen jährlich: 2009 waren es neun neue Romane, also alle sechs Wochen einer. Was treibt diese Bestsellermaschine zu einer Zusammenarbeit mit der schwedischen Krimiautorin Liza Marklund, die in ihrer Heimat und einigen europäischen Märkten (auch dem deutschen) zwar ? auf der Schwedenkrimiwelle reitend ? veritable Erfolge feiert, in den USA aber einigermaßen unbekannt ist? Man weiß es nicht, aber vermutet werden darf, dass genau das der Grund ist: Es geht wohl darum, dass der jeweils eine mithilfe des Namens des jeweils anderen auf dessen Markt punkten will. Ein Joint-Venture, so nennt man das wohl. Und worum geht es? Um ein junges Verbrecher-Pärchen, das kreuz und quer durch Europa reist und scheinbar wahllos andere junge Pärchen ? meist auf Hochzeitsreise ? tötet. Dann arrangiert es die Opfer wie ein berühmtes Gemälde und schickt anstelle eines Bekennerbriefes eine Kunstpostkarte an einen Journalisten der örtlichen Tageszeitung. Solch eine Postkarte bekommt auch die bei der Stockholmer "Aftonposten" tätige Journalistin Dessie Larsson. Als die entsprechenden Mordopfer gefunden werden, steckt Dessie mitten in den Ermittlungen ? und dann steht auch noch der bei der New Yorker Mordkommission arbeitende Polizist Jacob Kanon vor ihrer Tür, dessen Tochter den "Postcard Killers" zum Opfer gefallen ist und der sie seitdem als rächender Vater durch halb Europa verfolgt. Die schwedische Polizei ? behäbig und offenbar unfähig, mehr als den im eigenen Land begangenen Mordfall zu untersuchen ? kommt nicht vom Fleck, und so heften sich Dessie und Jacob, die selbstredend auch ein Paar werden, auf eigene Faust an die Fersen der Täter. Bekommt man von diesem Buch, was man erwartet, oder wird man enttäuscht? Das hängt extrem davon ab, von welcher Seite man sich nähert. Wenn man als James-Patterson-Leser daherkommt, liefert einem dieser Thriller genau das, was einem die Marke Patterson verspricht: solide Spannung, einen temporeichen Plot, gewürzt mit der unvermeidlichen Prise Love & Sex, weitgehender Verzicht auf Psychologisierung oder tiefergehende Charakterisierung, einen einfachen, unausgeschmückten Satzbau sowie ? das ist das Auffälligste ? die Patterson-typischen Minikapitel, für die man maximal zwei Minuten braucht (die 350 Seiten dieses Buches sind in rund 120 Kapitel unterteilt, die auch noch immer auf einer neuen Seite beginnen und zudem extrem großzügig gesetzt sind). Kommt man hingegen von der Liza-Marklund-Seite, die ja auch nicht gerade tiefschürfende große Literatur schreibt, aber als Vertreterin der Schwedenkrimi-Schule doch zumindest für psychologisch ausgearbeitete Charaktere und eine Verankerung ihrer Romane in einer gesellschaftlichen Realität steht, so ist die Enttäuschung unvermeidlich: zu flach, zu oberflächlich, zu dahingeschludert. Und, wenn man es im Nachhinein betrachtet, auch katastrophal unrealistisch (was einem, zugegeben, während der Lektüre gar nicht so auffällt). Daher kann man nur das Fazit ziehen: Herr Patterson, schreiben Sie bitte weiterhin James-Patterson-Romane, und Frau Marklund, schreiben Sie bitte weiterhin Liza-Marklund-Romane. Dann weiß jeder, was er hat, und alle sind zufrieden. - Christoph Nettersheim
Product Description Laura Gottbergs fünfter Fall. Roman Erscheinungsjahr: 2010 Gewicht: 333 gr / Abmessungen: 190 mm x 115 mm Von Mayall, Felicitas Kommissarin Gottberg und der Tote vom Isarstrand. Heiße Nächte in den Isar-Auen Es ist Sommer in München. Kommissarin Laura Gottberg nutzt die Kühle der frühen Morgenstunden für lange Spaziergänge an der Isar. Dort lernt sie eines Morgens den jungen Obdachlosen Ralf kennen, der im Fußgängertunnel unter dem Friedensengel sein Lager aufgeschlagen hat. Ralf erweist sich bald als ein skurriler, aber durchaus sympathischer Gesprächspartner. Und so ist Laura starr vor Schreck, als sie zu einem Tatort an der Isar gerufen wird: Ein Obdachloser wurde brutal zu Tode geprügelt "Ein Krimi als Liebeserklärung an die bayerische Metropole." (Falter)
Buch:
Ein amerikanischer Thriller
Autor:
James Ellroy, Ausgabe vom 30. Dez. 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 39283
Aus der Amazon.de-Redaktion Kurz und hart: 637 Seiten Unterwelt von James Ellroy James Ellroy über seine Abrechnung mit dem Kennedy-Mythos in Ein amerikanischer Thriller. Das St. James Court Hotel in London könnte einer Raymond-Chandler-Story entnommen sein: Wuchtiger Marmor, Eiche und Kupfer beherrschen die Lobby, in der sich gerade ein Dutzend Sikhs für eine Convention sammeln. Der Set scheint ideal für einen Thriller - inklusive Concierge, der mit seinem Handy gestikuliert wie ein Playboy, der auf die 40 zurauscht. Im Rückwärtsgang. Und selbst dabei würde er sich keinen abbrechen. James Ellroy mag Chandler nicht sonderlich, auch wenn dessen Name in jeder Besprechung eines neuen Ellroy-Krimis fällt. "Ich denke, er war nicht so wichtig, wie man ihn immer macht. Ich halte Dashiell Hammett für wesentlich wichtiger, und auch Joseph Wambaugh ist ein viel besserer Schreiber, besonders seine frühen Sachen. Chandler schrieb immer wieder dasselbe Buch. Er erweiterte es ein bisschen in Der lange Abschied, aber er machte nie was anderes. Er füllte sieben Romane mit Marlowes Gedanken und schrieb einige Shortstories. Sonst nichts. Er hätte sich an anderem versuchen sollen: Er hatte sich mehr bemühen sollen. Er hätte härter daran arbeiten sollen, das zu ändern; und sein Privatleben in den Griff zu bekommen. Er hätte mit dem Trinken aufhören sollen. Dann hätte er schon mal länger gelebt." Harte Worte sind Ellroys Hauptbeschäftigung. Seit 1979. Und er ist erfolgreich: Pro Buch streicht er einen Vorschuss von 600.000 Dollar ein. Jahrelang als der Autor verkauft, dessen Mutter ermordet wurde, als er gerade zehn Lenze zählte, legt Ellroy pro Jahr fast ein Buch vor. Er hatte schon zum Zeitpunkt dieses Treffens, 1995, seinen Kalender bis 1999 mit kommenden Projekten verplant. Ellroy. Ein Mann der harten Worte, der kurzen Sätze. Nach Nächten auf Parkbänken, über 30 Stippvisiten im Knast, hört er 1975 mit dem Saufen auf, 1977 mit den Drogen. Etwas später, inzwischen 31 Jahre alt, nimmt er sich einen Bleistift und schreibt in einem schäbigen Hotelzimmer - der Legende nach im Stehen - seinen ersten Roman: Browns Grabgesang. "Ich stehe darauf, wenn eine Story ohne Umschweife vorwärts entwickelt wird. Ich mag Bücher, die gut, möglichst straff konstruiert sind. Ich mag es nicht, wenn sich Schreiber in ihrem Saft lümmeln und wälzen - irrelevante Detailbeschreibungen gefallen mir nicht. Das geht einfach an mir vorbei. Immer schon. Tempo ist mir wichtig", sagt der Mann, der heute hier ist, um seinen elften Roman zu promoten. "In den meisten Fällen sind ausführliche Beschreibungen von Personen und Sachen lediglich Vorwand für Metaphern und Gleichnisse. Ich meine, die Kunst des Schreibens besteht vor allem darin, mit möglichst wenig Worten möglichst viel Dichte zu erzeugen. Ohne Umwege führe ich meinen Lesern die Standpunkte meiner Charaktere vor - innerhalb der Zeilen, die man dazu benötigt." In seinen Krimis steuert Ellroy bereits im ersten Kapitel auf Korruption und Erpressung zu, kurz später rollen die ersten Köpfe, dann taucht in irgendeinem Vorgarten ein Gelynchter auf, nicht selten verstümmelt, Genitalien im Mund. Gleichgültig, worum es geht, ob um die Doppelleben korrupter L.A.-Cops, um Hollywoods Größen der Entertainment-Industrie oder des Stadtrats, die mit Zuhälterei und Schmuggel Karrieren anschieben, Gehälter aufbessern, Bekannte bei Laune halten oder ob es um Gauner geht, die auch zu Gutem fähig sind, im nächsten Moment aber schon wieder dermaßen politisch unkorrekt, dass man sich als Leser fast schämt - Ellroy schaut nicht weg. Nie. Er fasst in Worte, was andere kaum zu denken wagen. Mit einem Faible für alles, was unter der Oberfläche gammelt, was hinter den Kulissen Hollywoods schimmelt, ist es nur konsequent, dass sich der Mann nach dem L.A. Quartett (Die schwarze Dahlie, Blutschatten, Stadt der Teufel, White Jazz), einer Krimiserie, die in Chandlers Territorium, dem Los Angeles der 40er und 50er Jahre spielt, nicht länger um bloße Kriminalverbrechen kümmert. Sein neuestes Werk, Ein amerikanischer Thriller, ist der erste Roman einer geplanten Trilogie über die US-amerikanische Unterwelt. Es startet exakt fünf Jahre vor der Ermordung John F. Kennedys, endet wenige Minuten (oder Sekunden?) vorher. "Es baut nicht auf Polizeiarbeit auf. Es ist größtenteils historisch. Es ist weder der Form noch dem Inhalt nach ein Krimi. Es bewegt sich auf einem größeren geschichtlichen Umfeld als alles, woran ich bisher gearbeitet habe." Personal und Ereignisse in Ein amerikanischer Thriller vermischen Fakt und Fiktion. Die dubiosen Mittel, mit denen John F. Kennedys Vater Millionen erwirtschaftete, kommen genauso zur Sprache wie die geheimen Konten, auf denen er die Kohle aufbewahrte, die Fonds, an die er sie verlieh. Kurz und prägnant, in gewohnter Respekt- und Kompromißlosigkeit zeigt Ellroy, weshalb der CIA die Kennedys hasste, weshalb Sinatra mal gern gesehener Gast bei den Kennedys und der Mafia war, dann nicht mehr, weshalb das FBI mit großen Waffen gegen rote Umtriebe auffuhr, Ärger mit der Mafia aber vermied. Auch enthalten, zum Teil authentisch, in Episoden erfunden: Geplante Invasionen auf Kuba, das Fidel Castro gerade aus dem Würgegriff amerikanischer und italo-amerikanischer (sprich: Mafia-)Interessen befreit hatte. Es kolaborieren: durchgeklinkte Ku-Klux-Klan-Anhänger, Mafia und CIA. Heroinverkauf bringt das nötige Kleingeld, mit dem Exilkubaner ausgebildet werden. Wie man sich leicht vorstellen kann, waren nicht gar so viele Helfer nötig, als es um Kennedys Eroberung von Marilyn Monroe ging. "Was ich mir zum Ziel setzte, war, den Kennedy-Mythos zu zerstören. Eben diesen Mythos, der besagt, dass Amerika vor seinem Tod die reine Unschuld war, dass sein Tod uns daran gehindert hat, in ein goldenes neues Zeitalter einzutreten. Scheißdreck." "John Kennedy hatte feste Verbindungen zu Kriminellen, zu verbrecherischen Geheimagenten, durchgeklinkten Exilkubanern und zur Mafia. Er hat die Exilkubaner in der Schweinebucht auflaufen lassen. Er melkte die Mafia, ließ sie dann von seinem kleinen Bruder verfolgen. Dafür brachten sie ihn um. Ich wollte seinen Tod darstellen als einfach einen weiteren in einer langen Serie von Morden, zu denen es kam, weil im Amerika der Jahre 1958 bis 1963 ein Haufen Gauner regierte, der fest entschlossen war, die Köpfe rollen zu lassen, die ihnen in die Quere kamen. Man hätte natürlich auch früher, viel früher ansetzen können - das war es aber, wo ich den Faden aufnahm." Der zweite Band der Underworld USA-Trilogie wird die Jahre 1963 bis 1968 behandeln, der dritte 1968 bis Watergate, 1973. Ob die Schnittstelle zwischen diesen Bänden der 4. April oder der 6. Juni 1968 sein wird, also die Ermordung Martin Luther Kings oder die Robert Kennedys, wusste Ellroy zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht. Es beschäftigte ihn auch nur tangentiell, denn das nächste Projekt in seinem Kalender war Die Rothaarige, eine Rekonstruktion des nach wie vor ungeklärten Mordes an seine Mutter im Juni 1958. Ellroy. Wie gesagt: Eine harte Nummer. Kompromisslos. Und ohne Respekt vor Chandler. Bei ihm hätte diese Story eher so begonnen: Wir pellten uns aus dem Lift, geräumig wie eine Streichholzschachtel des Bel Air Country Clubs, da packte mich die Publizistin am Unterarm - Zwei Sachen: Es wäre besser, du rauchst nicht, und frag ihn bloß nicht nach Quentin Tarrantino. Darauf spricht ihn jeder an, das kann er nicht mehr hören. -Matthias Penzel 1
Du bist also wirklich der Herr der Diebe, sagte der Fremde leise. Nun gut, behalte die Maske auf , wenn du dein Gesicht nicht zeigen möchtest. Ich sehe auch so, dass du sehr jung bist. Es gibt nicht nur in England mit Joanne K. Rowling exzellente Kinderbuchautorinnen. Cornelia Funke gehört unbestritten zu den besten Schriftstellerinnen auf diesem Sektor im deutschsprachigen Raum. Nach ihrem großen Erfolg mit Drachenreiter legt sie erneut einen dicken Schmöker vor. Ein außergewöhnliches Kinderbuch, das mit einer spannenden Geschichte aus Venedig aufwartet, der Stadt der geflügelten Löwen und verwunschenen Plätze, durchzogen von kleinen Kanälen und Wasserstraßen. Nachdem ihre Mutter gestorben ist, haben sich die beiden Brüder Prosper, zwölf, und Bo, fünf Jahre in die Stadt der Gondeln geflüchtet. Sie wollen nicht getrennt werden, denn ihre Tante Esther möchte nur den kleinen niedlichen Bo aufnehmen. Umgehend beauftragt Tante Esther den besten Detektiv der Stadt, nach ihnen zu suchen. Zum Glück haben die beiden Jungs das praktische Mädchen Wespe und ihre drei Freunde getroffen. Alle vier hausen in einem alten, verlassenen Kino. Bei ihnen können Prosper und Bo zunächst unterschlüpfen. Anführer der Kinder ist Scipio, der Herr der Diebe, wie er sich selbst nennt. Wenn er abends unangekündigt ins Kino schneit, mit seiner schwarzen Maske und den hochhackigen Stiefeln, verbreitet er eine Menge Respekt. Kaum einer merkt, dass Scipio kaum älter als zwölf ist. Von seinen Beutezügen versorgt er die Kinder mit Waren, die diese zu guten Preisen wieder verkaufen. Doch die Herkunft Scipios ist geheimnisvoll. Wo wohnt er wirklich? Herr der Diebe ist eine fantasievolle Geschichte, die im Kinderbuchregal direkt neben Harry Potter einen adäquaten Platz findet. -Manuela Haselberger
Product Description Ein Julia-Durant-Krimi. Originalausgabe Erscheinungsjahr: 2006 Gewicht: 290 gr / Abmessung: 18 cm Von Franz, Andreas Kommissarin Julia Durant ist höchst beunruhigt. Mit der Post hat sie einen Umschlag erhalten, in dem sich das Foto einer offensichtlich ermordeten jungen Frau befindet. Ein makabrer Scherz oder aber grausame Wirklichkeit? Noch während Julia und ihre Kollegen rätseln, erfahren sie, dass eine Frauenleiche gefunden wurde - die Frau auf dem Foto! An der Wand hinter ihr steht mit Blut geschrieben: "Huren sterben einsam". Lange tappt Kommissarin Durant im Dunkeln, denn Svenja Martens, das Opfer, scheint ein völlig unauffälliger Mensch gewesen zu sein. Da passiert ein zweiter Frauenmord, und wieder wird Julia ein Foto des Opfers zugespielt. Sollte es sich um den Beginn einer grausamen Serie handeln? Julia ahnt nicht, dass sich der Täter ganz in ihrer Nähe befindet ... Kommissarin Julia Durant ist höchst beunruhigt. Mit der Post hat sie einen Umschlag erhalten, in dem sich das Foto einer offensichtlich ermordeten jungen Frau befindet. Ein makabrer Scherz oder aber grausame Wirklichkeit? Noch während Julia und ihre Kollegen rätseln, erfahren sie, dass eine Frauenleiche gefunden wurde die Frau auf dem Foto! An der Wand hinter ihr steht mit Blut geschrieben: Huren sterben einsam . Lange tappt Kommissarin Durant im Dunkeln, denn Svenja Martens, das Opfer, scheint ein völlig unauffälliger Mensch gewesen zu sein. Da passiert ein zweiter Frauenmord, und wieder wird Julia ein Foto des Opfers zugespielt. Sollte es sich um den Beginn einer grausamen Serie handeln? Julia ahnt nicht, dass sich der Täter ganz in ihrer Nähe befindet
Buch:
Tatort Eifel 2
Autor:
Ulrike Blatter, Guido M. Breuer, Ausgabe vom 8. Sept. 2009, Broschiert, Verkaufsrang 184492
Product Description Erscheinungsjahr: 2009 Gewicht: 162 gr / Abmessungen: 180 mm x 120 mm Hrsg. v. Berndorf, Jacques Ein Land mit rauem Charme. Deutschlands Krimilandschaft Nr.1 inspiriert seit vielen Jahren Autorinnen und Autoren zu Mordgeschichten der besonderen Art. Zum zweiten Mal versammelt Jacques Berndorf seine Lieblingskollegen mit ihren mörderischen Texten. Herausgekommen ist ein Krimi-Lesebuch der besonderen Art, in dem das Mordsvergnügen in all seinen Facetten daherkommt, von hart bis zart, von blutrot bis tiefschwarz. Mit von der mörderischen Partie sind diesmal Carola Clasen, Thomas Kiehl, Uwe Voehl, Nele Peerenboom, Harald Bongart, Anke Laufer, Stephan Everling, Stefan Valentin Müller, Nicole Mahne, Michael Rossié, Manfred Reuter, Klaus Stickelbroeck, Ulrike Blatter, Guido M. Breuer, Alexander Kuffner, Erika Kroell, Theo Pointer, Rudolf Jagusch, Ralf Kramp, Martina Kempff, Carsten Sebastian Henn und Tatjana Kruse.