"Man erzählt sich viele Geschichten über die Männer von Pellestrina, dieAusdauer und Kraft, die ihnen aufgezwungen wurden bei ihrem Bemühen, demMeer ihre Lebensgrundlage abzuringen. Alte Venezianer erinnern sich anZeiten, in denen es hieß, die Pellestrinotti schliefen auf dem Lehmbodenihrer Hütten statt in Betten, damit ihnen das Aufstehen leichter fiel undsie sich vom Ebbstrom in die Adria und zu den Fischen hinaustragen lassenkonnten. Wie das meiste, was man sich über die gute alte Zeit erzählt,ist auch dies wohl ein Märchen. Wahr ist hingegen, daß die Leute, soweitsie Venezianer sind, es glauben, denn sie glauben alles, was über die Härteder Männer von Pellestrina und ihre Gleichgültigkeit gegenüber Schmerzenoder Leiden, eigenen wie fremden, berichtet wird..." Zu nachtschlafenerStunde erschüttert ein riesiger Knall das Fischerdorf Pellestrina auf demschmalen Landstreifen, der die venezianische Lagune von der Adria trenntZu Tode kommen zwei Muschelfischer, Giulio Bottin und sein Sohn Marco,die jeder im Dorf kennt, doch über die niemand gerne spricht... Außerhalbseiner vertrauten Gassen und ohne seine venezianischen Connections fühltBrunetti sich, als wären ihm die Hände gebunden. Bis Signorina Elettrain den Fall hineingezogen wird... Hin und her gerissen zwischen der Pflicht,die Morde aufzuklären, und der Sorge um Elettra, schickt der Commissarioweitere Beamte im Zivil in jenes Fischerdorf, dessen Bewohner wie Pechund Schwefel zusammenhalten. Es ist schon ein richtiges kleines Jubiläum - Commissario Brunettis zehnter Fall. Und der hat es in sich: Die Muschelfischer Giulio und Sohn Marco werden umgebracht und samt ihrem Schiff in Brand gesetzt. Tatort: ein kleines Fischerdörfchen vor den Toren Venedigs, dort, wo man zusammenhält, "anscheinend alle ein Schweigegelübde abgelegt" haben. Eine harte Nuss für Brunetti und sein Team. Ermittlungen, Aufklärung, Polizistenalltag. Und doch, trotz aller Spannung, die sanft, fast unmerklich zunimmt, sind es die pastellfarbenen Stimmungsbilder, die dominieren. Schön muss es dort sein, in der venezianischen Lagune, selbst wenn so barbarische Verbrechen geschehen. Kurze Abstecher in die Historie, Ausflüge zu kriminalistischer Recherche rund um die Lagunenstadt und Augenblicke voller überzeugendem Lokalkolorit betten das Handlungsgeschehen immer wieder atmosphärisch ein. Und es sind die liebevoll-kritischen Porträts der Bewohner jenes kleinen Ortes. So viele ausgemachte Schlitzohre, deren "Charakter von der Grausamkeit der See" geformt war. "Hyänen sind sie. Oder Geier", heißt es über sie. Ist es nur die wirtschaftliche Lage, die sie dazu macht? "Es gibt hier zu viele Fischer und zuwenig Fisch". Eine Tatsache mit mörderischen Konsequenzen. Gut 320 Seiten, eine runde, realistische Story, die aus einer Polizeimeldung einer aktuellen italienischen Tageszeitung stammen könnte. Donna Leons Sprache ist so gutmütig, unaufdringlich und alles andere als auf schnelle Effekte aus. Eben so ganz wie die Ermittlungsmethoden ihres eigenwilligen Commissarios. Und der, ob er nun will oder nicht, befindet sich literarisch auf steilem Karrieretrip - ein Umstand, den er beruflich weiträumig zu umgehen versucht. "Kommandogewalt war das Letzte, was er anstrebte." -Barbara Wegmann
Buch:
Grappas Gespür für Schnee
Autor:
Gabriella Wollenhaupt, Ausgabe vom 19. Mai 2009, Broschiert, Verkaufsrang 307589
Product Description Roman Erscheinungsjahr: 2005 Aus d. Engl. v. Pieke Biermann Gewicht: 245 gr / Abmessung: 18 cm Von Christie, Agatha / Übersetzt v. Biermann, Pieke Für Männer ist Linnet Ridgeway schlicht bezaubernd, Frauen bekommen bei ihrem Anblick messerscharfe Lippen. Nur sie selbst hält sich für harmlos. Als Hercule Poirot neben ihrer Leiche steht, sagt er schlicht: "Die meisten Liebesgeschichten sind doch nur Tragödien."
Buch:
abgemurkst - Maggie Abendroth und das gefährliche Fischen im Trüben
Autor:
Edda Minck, Lotte Minck, Ausgabe vom April 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 55665
Michael Connelly, Ausgabe vom 2. Sept. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 163078
Aus der Amazon.de-Redaktion Harry (Hieronymus) Bosch ist ein Glücksfall für jeden Krimileser. In Michael Connellys hervorragendem Polizeithriller legt sich der Ex-Cop des Los Angeles Police Departments mit einem übermächtigen Gegner an. Als er einen ungelösten Fall aus seiner aktiven Zeit aufrollen will, gerät er ins Fadenkreuz des FBI. Doch auch eine Letzte Warnung der Behörde kann ihn nicht aufhalten. Harry Bosch hat ein Vakuum in seinem Leben zu füllen. Nach dem nicht ganz freiwilligen Ausscheiden aus dem Polizeidienst kann sich der Ermittler aus Überzeugung nicht mit seiner Untätigkeit abfinden. Zwei schier unerreichbare Fixpunkte bestimmen sein Denken. Ex-Frau Eleanor, zu der er sich zurücksehnt und der Polizeidienst, der für ihn Beruf und Bestimmung zugleich gewesen war. Der Anruf seines ehemaligen Kollegen Lawton Cross bringt Bewegung in Boschs tristen Alltag. Der Mordfall an einer jungen Frau, der Raubüberfall auf einen Geldtransport und das damit zusammenhängende Verschwinden einer FBI-Agentin konnten vor einigen Jahren nicht aufgeklärt werden. Bosch war der Fall entzogen und Cross in einer anderen Abteilung übergeben worden. Einige Monate später wurden Cross und sein Partner Opfer einer Schießerei in einem Restaurant. Während sein Kollege tödlich verletzt wurde, ist Cross seitdem gelähmt und an den Rollstuhl gefesselt. Bosch erfährt neue Details von seinem Kollegen zu den Fällen und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Schon bald wird er bedroht und verfolgt und muss um sein Leben fürchten. Doch Bosch wäre nicht er selbst, wenn er klein beigeben würde. Nicht umsonst hat Michael Connelly, einer der besten amerikanischen Krimiautoren überhaupt, seinem Helden den Namen Hieronymus Bosch gegeben. Bosch ist ein Getriebener, seinen Erinnerungen und seiner Verzweiflung hoffnungslos ausgeliefert. Bosch rührt eine menschliche Saite an, er ist einer von uns. Diese Tatsache stellt ihn in die Reihe großer amerikanischer Krimihelden und hebt ihn meilenweit aus der Unmenge der synthetischen Superhelden und Alleskönner heraus, die viele Kriminalromane bevölkern. -Ulrich Deurer 1
Buch:
Tatort Geschichte - Verschwörung gegen Hannibal: Ein Ratekrimi aus der Römerzeit
Autor:
Fabian Lenk, Ausgabe vom Sept. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 137598
Product Description Historischer Roman. Originalausgabe Erscheinungsjahr: 2009 Gewicht: 325 gr / Abmessungen: 190 mm x 125 mm Von Thorn, Ines Frankfurt im Jahre 1532: Gier, Gold und Gaumenfreuden Frankfurt, 1532. Auf dem Römer wird ein menschlicher Arm gefunden, ein paar Tage später ein Bein. Die Frankfurter sind sicher: Ein Kannibale treibt sein Unwesen. Nur Richterswitwe Gustelies und Tochter Hella lassen sich von der Aufregung nicht anstecken. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie bald auf eine Spur. Ein magisches Buch soll im Umlauf sein, und mancher würde töten, um es zu besitzen
Hörbuch:
Die neuen Fälle - Kommissar Beck ermittelt: Hörspiele, 6 Audio-CDs
Autor:
Maj Sjöwall, Per Wahlöö, Ausgabe vom 27. Febr. 2010, Audio CD, Verkaufsrang 72254
Product Description Der Polizistenmöder; Die Terroristen; Alarm in Sköldgatan. Hörspiele. Erscheinungsjahr: 2010 Gewicht: 545 gr Von Sjöwall, Maj; Wahlöö, Per / Sprecher: Brückner, Christian; Hoger, Hannelore Bis heute ziehen die Krimis des Autorenduos Sjöwall/Wahlöö weltweit Millionen Fans in ihren Bann. In den drei letzten Folgen des Krimizyklus um den Kultkommissar Martin Beck geht Schwedens bekanntester Ermittler erneut auf Verbrecherjagd. Er ist einem internationalen Terrornetzwerk auf der Spur, ermittelt im Autoschiebermilieu und verfolgt zwei jugendliche Diebe, die bei einer Schießerei einen seiner Kollegen getötet haben. Mörderische Geschichten, meisterhafte Inszenierungen und hochkarätige Sprecher wie Christian Brückner und Hannelore Hoger garantieren Hörspielgenuss auf höchstem Niveau!
Buch:
Der falsche Engel
Autor:
Polina Daschkowa, Ausgabe vom Aug. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 349502
Aus der Amazon.de-Redaktion Am Ende löst sich der bunt schillernde Schatten eines kleinen Engels leicht und unbemerkt aus Nataljas Seele und entschwebt auf ewig in den russischen Mittagshimmel. Zuvor hat Nataljas Sohn Stas begonnen, in einer krakeligen Erstklässlerschrift seine ungeheuerliche Geschichte aufzuschreiben - eine Geschichte, die die meisterliche russische Bestseller-Autorin Polina Daschkowa (Club Kalaschnikow, (Russische Orchidee) auf über 400 Seiten zuvor vor ihren Lesern ausgebreitet hat. Und die meisten Leser werden das Buch wohl weglegen und sich wünschen, es hätte noch 400 Seiten mehr. Scheinbar voller Schlenker und mit Lust am Fabulieren erzählt Daschkowa Stas? Geschichte, die zunächst voller Rätsel scheint. Obwohl überaus - und überall - beliebt, als Unternehmer erfolgreich und von den Frauen begehrt, scheint jemand Stas nach dem Leben zu trachten. Zumindest hat jemand ihn mit einer Autobombe in die Luft zu sprengen versucht. Aber galt der Anschlag vielleicht gar nicht ihm? War er einfach zur falschen Zeit am falschen Ort? Wollte sich der Attentäter auf diese Weise an Stas? Vater, einem ehemaligen KGB-Bonzen, rächen - zumal dieser seinen Sohn immer noch aus- und ihm den Rücken freihält? Langsam beginnt Stas zu ahnen, wer hinter dem Anschlag stecken könnte - und wird mit seiner dunklen, lange zurück liegenden Vergangenheit konfrontiert, die er bis zum Schluss lieber totschweigen würde. All das hat die Daschkowa atmosphärisch derart dicht und packend beschrieben, dass man glaubt, mitten drin zu sein in der russischen Seele und ihren schattenhaften Engeln. Aufregend und spannend bis zur letzten Seite. - Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de 1