Buch, Hörbücher

Krimis und Thriller

Sekundärliteratur







Wort für Wort - oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben - Elizabeth George
Buch:Wort für Wort - oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben
Autor:Elizabeth George, Ausgabe vom 1. Dez. 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 13509
Preis: 12,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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› Einzigartige Einblicke in die Kunst des Schreibens von der "Meisterin des englischen Spannungsromans" (New York Times )

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 28 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Guter Einblick in Leben und Arbeit eines Schriftstellers (5 von 5 Punkten) meint S.H.
Zuerst war ich skeptisch Aufgrund des Covers.
Ich (24, männlich) lese normal keine Frauenbücher und dieses Cover schreit gerade nach Frauenbuch. Jedoch klang der Titel und die Kritiken sehr interessant und ich sah mir es in der Buchhandlung einmal an. Es war schlichtweg genau das was ich schon länger suchte:
ein Buch das mir einen Eiblick verschafft, wie ein Schriftsteller strukturiert daran arbeitet ein Roman zu schreiben.

Schritt für Schritt wird hier gezeitg wie ein Roman sich entwickeln kann. Da ich gerade an meinem ersten (ernsthaften) Versuch sitzte einen Roman zu schreiben, fehlte mir professionelle Führung und Anregungen. Diese Buch zeigt sehr viele Möglichkeiten auf. Es geht von der Grundidee, über die Charakteranalyse bis hin zum eigentlichen Schreiben.

Es werden auch viele gute Beispiele aus ihren Büchern benutzt um Methoden und Schreibstiele zu beschreiben. Dabei ist es nicht notwenig diese Bücher zu kennen, da sie das notwendige Hintergrundwissen dazu erzählt. Selbst ich (der jedes Frauenbuch meidet) konnte sehr viel von den Inhalten mitnehmen.Auch ist es von Vorteil, dass sie das Schreiben als Professorin unterrichtet. Sie führt typische Fehler ihrer Studenten auf und erzählt worauf man achten sollte.

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich mit der Arbeitsweise eines Schriftstellers vertraut machen will und noch nach Anregungen für seinen eigenen Roman sucht.

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Der Kriminalroman - Peter Nusser
Buch:Der Kriminalroman
Autor:Peter Nusser, Ausgabe vom 13. Juli 2009, Broschiert, Verkaufsrang 207928
Preis: 14,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Struktur und Geschichte des Kriminalromans (5 von 5 Punkten) meint M.L.
Weltweit lieben Leser Kriminalromane, das belegen eindrücklich die Verkaufszahlen des Genres. Warum ist das so? Was macht einen Kriminalroman aus, welche Einflüsse beeinflussen das Genre und wie sieht die Geschichte der Kriminalliteratur aus?

Fragen, denen Peter Nusser, Professor für neuere deutsche Literatur an der FU Berlin in diesem Buch fundiert nachgeht, mittlerweile in 4. Auflage.

Zunächst schärft er, seinem wissenschaftlichem Anspruch treu bleibend, die Begrifflichkeiten und definiert die, seiner Meinung nach, beiden Grundansätze der Kriminalliteratur, den Detektivroman und den Thriller. Sicher fällt manches Mal beides zusammen, doch anhand seiner Ausführungen schon im Vorwort ist leicht verständlich, warum er in diese beiden Stränge des Genres differenziert.

Auf dieser geklärten Grundlage wendet sich Peter Nusser in den folgenden Kapiteln zunächst dem Untersuchungsgegenstand Kriminalroman vertiefend zu und klärt seine methodische Herangehensweise, bevor er in der getroffenen Unterscheidung zwischen Detektivroman und Thriller Elemente und Strukturen des Kriminalromans erläutert.
In Betrachtung des Umganges mit den Figuren des jeweiligen Stranges werden typisierende Elemente deutlich und die Unterscheidung zwischen beiden Strängen nicht zuletzt durch den verschiedenen Umgang mit den handelnden Figuren geschärft.
Das, zu recht ausführlichste, nächste Kapitel wendet sich im Anschluss der Geschichte des Kriminalromanes allgemein und dann, im Einzelnen, der Geschichte von Detektivroman und Thriller zu, bevor ein gründlicher und umfassender Blick auf die neueren Ansätze des Kriminalromans in der Gegenwert geboten wird, in dem Peter Nusser verständlich und nachvollziehbar die Fortentwicklung des Genres beleuchtet.
Die Aufteilung der, in früheren Kriminalromanen auf eine zentral handelnde Person beschränkten Eigenschaften auf ein Team ist hier eines der Merkmale moderner Kriminalliteratur, weitere werden differenziert dargestellt und geben so einen umfassenden Einblick in die Funktionsweise moderner Kriminalromane.
Auch der Blick auf Kriminalromane aus der ehemaligen DDR beinhaltet einiges an Neuem zum Thema der Kriminalliteratur an sich. Das Kapitel schließt ab mit einer Betrachtung der sich ständig weiterentwickelnden Technik und der modernen Medien auf das Genre.
Das Buch selbst schließt mit der Erklärung der Wirkung von Detektivroman und Thriller aus sozialpsychologischer Sicht und gibt zu guter Letzt Unterrichtenden einige Überlegungen für den didaktischen Umgang mit der Kriminalliteratur an die Hand.

Peter Nusser bietet einen umfassenden Blick auf die Kriminalliteratur und Geschichte und Gegenwart. Sprachlich verständlich, mit literaturwissenschaftlichem Anspruch, ist das Buch nicht immer leicht zugänglich, dennoch bietet es einen guten, allgemeinen Überblick über das Genre. Die Beispiele sind durchweg griffig gewählt, Vertiefungen und ausführlichere Darstellungen der Arbeitsweise allgemein bekannter Autoren wären hier und da wünschenswert gewesen. Das ausführliche Literaturverzeichnis gibt aber alle Möglichkeiten der vertiefenden Weiterarbeit an die Hand.

Das Buch ist kein Do it yourself Ratgeber zur Erstellung eines guten und/oder erfolgreichen Kriminalromanes, dennoch bildet es eine wichtige Grundlage zum Verständnis des Genres und der Strukturen eines Kriminalromanes. Durchaus bedeutsam für Autoren und solche, die es werden wollen, aber auch mit erhellenden Erläuterungen über die Funktion von Geschichte und Figuren für den Leser von Kriminalliteratur versehen


DIE klassische Einführung in das Krimi- und Thriller-Genre (5 von 5 Punkten) meint F.W.M.
Peter Nusser bietet mit diesem Buch eine Einführung in das Genre, nicht mehr. Dabei balanciert er geschickt auf der teilweise recht schmalen Grenze zwischen Alltagssprache und Fachbegrifflichkeit, doch deutlich so, dass das Buch allgemein verständlich bleibt.
Trotzdem muss man das Buch kritisch sehen. Auf der einen Seite schafft Nusser auf wenigen Seiten die klare Darstellung wesentlicher Elemente des Kriminalromans, für die die Ratgeberliteratur zum Krimischreiben teilweise zweihundert unklare Seiten braucht. Zum anderen beziehen sich diese Elemente aber eher auf die fiktionale Welt, als auf Figuren in der Sprache. Metonymien oder Argumentationsketten, wesentliche Elemente im Krimi - man denke an Holmes Ausführungen über die Deduktion in Im Zeichen der Vier, - werden gar nicht erst erwähnt.
Zu Recht allerdings lässt Nusser vieles aus der Thrillerliteratur unerwähnt. Jurassic Parc dürfte eher der Science Fiction zuzurechnen sein, Das Schweigen der Lämmer dem psychologisch ambitionierten Schauerroman und manche Thriller sind sehr eindeutig Horrorromane (etwa Das Relikt von Douglas und Lincoln). Zudem scheint das Genre Thriller heute sowieso verkaufsfördernd zu sein, zumindest in Deutschland, weshalb man diese Bezeichnung recht wahllos auf zahllosen Büchern draufgepappt findet. Dieses Phänomen gehört aber kaum in den Bereich der Literaturwissenschaft, sondern eher der Marktpsychologie.
Nussers Buch bietet somit Analysen von Klassikern, die weitere Analysen anleiten können. Insgesamt ist der Überblick gut und die Sprache allgemein verständlich. Genauere wissenschaftliche Methoden zum Umgang mit literarischen Analysen fehlen allerdings, ebenso eine noch differenziertere Betrachtung der vom Krimi genutzten Textformen. Dies wurde oben schon unter dem Stichpunkt Argumentation in Krimis erwähnt. Ebenso kann man für Krimis und Thriller typische Szenen herausarbeiten, die immer wieder genutzt werden. So bestehen Detektivgeschichten vorwiegend aus drei sehr üblichen Szenen, in denen erstens Spuren gefunden und interpretiert werden, zweitens Tathergänge erschlossen und drittens Motive ermittelt werden. Diese Szenen liegen selten in Reinform vor, doch gibt es hier oft eine deutliche sachliche (= Spuren), zeitliche (= Tathergänge) und soziale (= Motive) Polarität. Dieser eigentlich augenfällige Gedanke wird aber allgemein in der Literaturwissenschaft kaum verfolgt, obwohl gerade hier Schreibratgeber gerne ansetzen. Damit zeigt sich auch eine weitere Lücke, nämlich der zwischen unwissenschaftlich betriebenen produktionsästhetischen Ansätzen in der Ratgeberliteratur und den rezeptionsästhetischen Ansätzen in der Literaturwissenschaft.
Man mag sich darüber streiten, ob eine Einführung in die Genres von Krimi und Thriller all dies leisten muss. Und sicherlich zielt hier die Kritik über dieses gut lesbare und in vielen Aspekten grundlegende Buch hinaus. Hier ist nicht nur ein einzelner Wissenschaftler gefordert, sondern die Literaturwissenschaft insgesamt.
Deshalb muss man dem Buch - mit den genannten Einschränkungen - zugestehen, dass es im Wesentlichen hervorragend ist. Für Literaturwissenschaftler, die sich mit Unterhaltungsliteratur beschäftigen, ist es das Standardwerk für dieses Genre. Für Schriftsteller bildet es eine notwendige Ergänzung zu Schreibratgebern und für Krimi- und Thrillerleser bietet es Aufklärung und wesentliche Hintergründe.
Summa summarum also ein sehr empfehlenswertes Buch.

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G-man Jerry Cotton: Eine Hommage an den erfolgreichsten Krimihelden der Welt - Martin Compart
Buch:G-man Jerry Cotton: Eine Hommage an den erfolgreichsten Krimihelden der Welt
Autor:Martin Compart, Ausgabe vom 27. Febr. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 36355
Preis: 29,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Jerry Cotton - eine Ikone der Populärkultur (5 von 5 Punkten) meint D.K.J.R. aus Siegen Deutschland
Im März 2010 kam ein neuer Krimi mit Jerry Cotton ins Kino. - Erfreulicherweise nahm die Bastei Lübbe GmbH & Co. KG in Köln dies zum Anlass, ihrem 'Zugpferd' auf dem Romanheftmarkt einen - längst überfälligen - Band zu widmen. Auf ein solches Werk haben die Fans des dienstältesten Krimihelden in Deutschland lange gewartet.

Das Buch ist - dies sei vorweg genommen - gut gelungen. Als Autor zeichnet der Krimispezialist Martin Compart verantwortlich, der sich in seiner Einführung selbst als kritischer Fan bezeichnet. Aus dieser Perspektive ist das Buch geschrieben - logischerweise findet sich in einer solchen 'Jubelpublikation' keinerlei harsche Kritik an einem Verlagsprodukt des eigenen Hauses.
Entstanden ist insgesamt gesehen eine wirkliche lesenswerte Veröffentlichung über ein Phänomen der deutschen Populärkultur - über einen New Yorker G-man, der nun schon seit 57 Jahren die Gangster der amerikanischen Metropole das Fürchten lehrt, der in Tausenden von Romanheften, Hunderten von Taschenbüchern und inzwischen in neun Spielfilmen immer wieder in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Phil Decker und auch mit Hilfe seines roten Jaguars Verbrechen klären kann.
Geschrieben wurden die Geschichten von rund 150 pseudonymen Autoren, deren wirkliche Namen oftmals prominent im Bereich der deutschen populären Literatur sind. Compart lüftet einige dieser Namen - zumeist die, die auch schon von anderen entschlüsselt wurden - gibt aber die noch vorhandenen Geheimnisse des Verlagsarchivs nicht preis. Sachkundig analysiert er die Serie und ihre Hintergründe, berichtet über die Geschichte der Romanhefte allgemein, bietet Informationen aus Interviews mit Autoren oder mit dem Clubleiter des Jerry Cotton-Clubs Deutschland (Herbert Kalbitz - Kurt-Schumacher-Str. 23 - 63073 Offenbach) und setzt sich mit der Kritik an der Serie auseinander. Informationen zu den Verfilmungen runden den Band ab. Hochinteressant fand ich ein - am Ende des Buches abgedrucktes Gespräch zwischen Delfried Kaufmann, der einst Cotton erfand, Christian Tramitz (Cotton-Darsteller im neuen Film) und den Drehbuchautoren des neuen Films Cyrill Boss und Philipp Stennert.
Lobenswert ist die hervorragende Illustrierung des Bandes mit einer Vielzahl von höchst seltenen Bildern und vor allem auch die Beigabe einer exklusiven Heftveröffentlichung: Süße Bienen, blaue Bohnen - ein Text. der bislang nur in der Jugendzeitschrift BRAVO erschien.

- Fazit: Unbedingt empfehlenswert für Cotton-Fans, aber auch für jeden, der sich mit der Geschichte deutscher Krimis beschäftigt!

Vom "Schundheft" zu einer bibliophilen Retrospektive.... (5 von 5 Punkten) meint R.S. aus Wien - Steyr - Nanjing
Gleich vorne weg gesagt: der wunderbar gestaltete bibliophile Band über das Phänomen "Jerry Cotton" ist in mehrfacher Hinsicht ein wunderbares Buch. Mir ist es nach einem mehrjaehrigen Auslandsaufenthalt bei meinem ersten Streifzug durch eine Buchhandlung in meiner Heimat in die Hände gefallen.

Das Buch läßt Erinnerungen and die späten 1960-er Jahre aufkommen. Damals als 12jähriger waren mir die ersten Jerry Cotton Kriminalromane in die Hände gefallen und spielten in der Entwicklung meiner Freude zum Lesen eine nicht unwesentliche Rolle, auch wenn ich nicht so viele Hefte davon gelesen habe. (Immerhin war diese Art von Literatur bei Eltern und Lehrern damals als "Schundliteratur" verpönt, aber wahrscheinlich gerade deshalb so interessant und eine willkommene Anwechslung zu "Michael im Vatikan" oder den "Hochreiterkindern".)

Die "Hommage an den erfolgreichsten Krimihelden der Welt" ist aber auch ein interessantes Dokument, wenn es einerseits den Erfolg dieser damals als "Schundhefte" bezeichneten Kriminalromane als Massenmedium der Nachkriegszeit darstellt, ist aber andererseits auch ein interessantes Buch, das den Sinn für das Marketing und den Geschäftssinn des Verlegers Gustav Lübbe eindrucksvoll beschreibt.

Das Buch, mit vielen Reprints von alten Titelseiten und einem beigelegten Nachdruck eines Fortsetzungsromans aus den Jahren 1965-66 lassen alte Jugenderinnungen wach werden - Erinnerungen sowohl an erste Begeisterung fürs Lesen alsauch natürlich Erinnerungen and den berühmten roten Jaguar-E.

Das Buch wird zusätzlich auch sehr interessant durch die zahlreichen Hintergrundgeschichten, wie es der Verlag logistisch schaffen konnte, über Jahrzehnte hinweg wöchentlich eine Folge auf den Markt zu bringen. Auch die Interviews mit Autoren und dem "Erfinder" der Figur des G-man Jerry Cottons sowie Geschichten über die nicht ganz so erfolgreichen Verfilmungen dieser Krimis runden das Buch ab.

Ein echtes Liebhaberstück - einfach schön!

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Das Wort zum Mord: Wie schreibe ich einen Krimi? -
Buch:Das Wort zum Mord: Wie schreibe ich einen Krimi?
 Ausgabe vom April 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 184827
Preis: 12,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Für Leser und zukünftige Schreiberlinge ! (5 von 5 Punkten) meint .
Das Buch ist leicht, witzig und locker geschrieben. Es handelt alle wichtigen Momente eines Krimi ab, ohne in einen akademischen Tonfall zu kommen. Die Bestandteile eines Krimis werden erklärt und an kleinen Beispielen deutlich gemacht ! Es ist nicht nur für die Menschen die sich berufen fühlen einen Krimi zu schreiben, es kann auch als Leser dieses Genres kleine Einblicke in das Entstehen eines Buches geben, der Entwicklung von "Hauptpersonen" und Spannungsbögen.
Es nimmt die Angst vor dem "schreiben", holt aber auch alle Enthusiasten auf den Boden der Tatsachen zurück.
Im Hinblick auf die Tatsache das es in Deutschland kaum Leitfäden zum "Romanschreiben" gibt - ist dieses Buch endlich mal ein Lichtblick ! (Fehlt nur noch die Fortsetzung - wie bringe ich meinen Mord an den Mann.)
Alles in allem ein gelungenes Werk !

Stückwerk mit nützlichen Tipps (3 von 5 Punkten) meint S.B.
Das vorliegende Buch wirkt auf mich wie zusammengewürfelte Einzelbeiträge. Leider fehlt der rote Faden komplett, insofern bietet es einige Hinweise und Tipps, jedoch keine konkrete Vorgehensweise.Daher ist der Nutzen leider begrenzt.

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Von Sherlock Holmes bis Kemal Kayankaya - Kriminalromane im Deutschunterricht - Reinhard Wilczek
Buch:Von Sherlock Holmes bis Kemal Kayankaya - Kriminalromane im Deutschunterricht
Autor:Reinhard Wilczek, Ausgabe vom Aug. 2007, Broschiert, Verkaufsrang 225463
Preis: 18,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Der Kriminalroman: Poetik - Theorie - Geschichte (Uni-Taschenbücher L) -
Buch:Der Kriminalroman: Poetik - Theorie - Geschichte (Uni-Taschenbücher L)
 Ausgabe vom 1. März 1998, Taschenbuch, Verkaufsrang 81254
Preis: 35,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 2.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Das Buch... (4 von 5 Punkten) meint .
...ist insgesamt für Literaturwissenschaftler oder Studenten schon brauchbar. Auch "normale" Leser die auch hinter die Kulissen sehen wollen, bekommen einiges geboten. Es wurden interessante Artikel zusammengetragen, z.B. von Raymond Chandler. Schade ist nur, daß einige Artikel aus dem vorgänger Werk nicht mehr enthalten sind. Aber wirklich unnötig sind die Beiträge: "Der Kriminalroman aus feministischer Sicht". Heute schreiben Frauen die weitaus besseren Krimis, ohne in die Klischees: Mann schlägt Frau, ihr hilft anderer Mann, oder ähnlichen Schwachsinn, zu verfallen. Deshalb nur 4 Sterne.

Grauenhaft! (1 von 5 Punkten) meint R.C.
Nur völlig abgehobene Akademiker dürften mit dieser Schwarte etwas anfangen können. In unerträglich gestelzter Sprache und mit einem Übermaß an literaturwissenschaftlichem Fachvokabular wird der Kriminalroman "seziert". Aber was die Autoren dieses Machwerkes darbieten, will überhaupt niemand wissen. Brauchbar ist allein der Beitrag von Dorothy Sayers, die Interessantes zum Thema "Intelligente Täuschung des Lesers" zu sagen hat. Alles andere: Schwurbel vom Allerübelsten. Fazit: Leute, die eigentlich Kriminalromane hassen, sollten keine Artikel über Krimis schreiben...

Der Kriminalroman. - Peter Nusser
Buch:Der Kriminalroman.
Autor:Peter Nusser, Ausgabe vom 14. Aug. 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 352976
Direkt bei Amazon nicht vorrätig,
andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten).
Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Struktur und Geschichte des Kriminalromans (5 von 5 Punkten) meint M.L.
Weltweit lieben Leser Kriminalromane, das belegen eindrücklich die Verkaufszahlen des Genres. Warum ist das so? Was macht einen Kriminalroman aus, welche Einflüsse beeinflussen das Genre und wie sieht die Geschichte der Kriminalliteratur aus?

Fragen, denen Peter Nusser, Professor für neuere deutsche Literatur an der FU Berlin in diesem Buch fundiert nachgeht, mittlerweile in 4. Auflage.

Zunächst schärft er, seinem wissenschaftlichem Anspruch treu bleibend, die Begrifflichkeiten und definiert die, seiner Meinung nach, beiden Grundansätze der Kriminalliteratur, den Detektivroman und den Thriller. Sicher fällt manches Mal beides zusammen, doch anhand seiner Ausführungen schon im Vorwort ist leicht verständlich, warum er in diese beiden Stränge des Genres differenziert.

Auf dieser geklärten Grundlage wendet sich Peter Nusser in den folgenden Kapiteln zunächst dem Untersuchungsgegenstand Kriminalroman vertiefend zu und klärt seine methodische Herangehensweise, bevor er in der getroffenen Unterscheidung zwischen Detektivroman und Thriller Elemente und Strukturen des Kriminalromans erläutert.
In Betrachtung des Umganges mit den Figuren des jeweiligen Stranges werden typisierende Elemente deutlich und die Unterscheidung zwischen beiden Strängen nicht zuletzt durch den verschiedenen Umgang mit den handelnden Figuren geschärft.
Das, zu recht ausführlichste, nächste Kapitel wendet sich im Anschluss der Geschichte des Kriminalromanes allgemein und dann, im Einzelnen, der Geschichte von Detektivroman und Thriller zu, bevor ein gründlicher und umfassender Blick auf die neueren Ansätze des Kriminalromans in der Gegenwert geboten wird, in dem Peter Nusser verständlich und nachvollziehbar die Fortentwicklung des Genres beleuchtet.
Die Aufteilung der, in früheren Kriminalromanen auf eine zentral handelnde Person beschränkten Eigenschaften auf ein Team ist hier eines der Merkmale moderner Kriminalliteratur, weitere werden differenziert dargestellt und geben so einen umfassenden Einblick in die Funktionsweise moderner Kriminalromane.
Auch der Blick auf Kriminalromane aus der ehemaligen DDR beinhaltet einiges an Neuem zum Thema der Kriminalliteratur an sich. Das Kapitel schließt ab mit einer Betrachtung der sich ständig weiterentwickelnden Technik und der modernen Medien auf das Genre.
Das Buch selbst schließt mit der Erklärung der Wirkung von Detektivroman und Thriller aus sozialpsychologischer Sicht und gibt zu guter Letzt Unterrichtenden einige Überlegungen für den didaktischen Umgang mit der Kriminalliteratur an die Hand.

Peter Nusser bietet einen umfassenden Blick auf die Kriminalliteratur und Geschichte und Gegenwart. Sprachlich verständlich, mit literaturwissenschaftlichem Anspruch, ist das Buch nicht immer leicht zugänglich, dennoch bietet es einen guten, allgemeinen Überblick über das Genre. Die Beispiele sind durchweg griffig gewählt, Vertiefungen und ausführlichere Darstellungen der Arbeitsweise allgemein bekannter Autoren wären hier und da wünschenswert gewesen. Das ausführliche Literaturverzeichnis gibt aber alle Möglichkeiten der vertiefenden Weiterarbeit an die Hand.

Das Buch ist kein Do it yourself Ratgeber zur Erstellung eines guten und/oder erfolgreichen Kriminalromanes, dennoch bildet es eine wichtige Grundlage zum Verständnis des Genres und der Strukturen eines Kriminalromanes. Durchaus bedeutsam für Autoren und solche, die es werden wollen, aber auch mit erhellenden Erläuterungen über die Funktion von Geschichte und Figuren für den Leser von Kriminalliteratur versehen


DIE klassische Einführung in das Krimi- und Thriller-Genre (5 von 5 Punkten) meint F.W.M.
Peter Nusser bietet mit diesem Buch eine Einführung in das Genre, nicht mehr. Dabei balanciert er geschickt auf der teilweise recht schmalen Grenze zwischen Alltagssprache und Fachbegrifflichkeit, doch deutlich so, dass das Buch allgemein verständlich bleibt.
Trotzdem muss man das Buch kritisch sehen. Auf der einen Seite schafft Nusser auf wenigen Seiten die klare Darstellung wesentlicher Elemente des Kriminalromans, für die die Ratgeberliteratur zum Krimischreiben teilweise zweihundert unklare Seiten braucht. Zum anderen beziehen sich diese Elemente aber eher auf die fiktionale Welt, als auf Figuren in der Sprache. Metonymien oder Argumentationsketten, wesentliche Elemente im Krimi - man denke an Holmes Ausführungen über die Deduktion in Im Zeichen der Vier, - werden gar nicht erst erwähnt.
Zu Recht allerdings lässt Nusser vieles aus der Thrillerliteratur unerwähnt. Jurassic Parc dürfte eher der Science Fiction zuzurechnen sein, Das Schweigen der Lämmer dem psychologisch ambitionierten Schauerroman und manche Thriller sind sehr eindeutig Horrorromane (etwa Das Relikt von Douglas und Lincoln). Zudem scheint das Genre Thriller heute sowieso verkaufsfördernd zu sein, zumindest in Deutschland, weshalb man diese Bezeichnung recht wahllos auf zahllosen Büchern draufgepappt findet. Dieses Phänomen gehört aber kaum in den Bereich der Literaturwissenschaft, sondern eher der Marktpsychologie.
Nussers Buch bietet somit Analysen von Klassikern, die weitere Analysen anleiten können. Insgesamt ist der Überblick gut und die Sprache allgemein verständlich. Genauere wissenschaftliche Methoden zum Umgang mit literarischen Analysen fehlen allerdings, ebenso eine noch differenziertere Betrachtung der vom Krimi genutzten Textformen. Dies wurde oben schon unter dem Stichpunkt Argumentation in Krimis erwähnt. Ebenso kann man für Krimis und Thriller typische Szenen herausarbeiten, die immer wieder genutzt werden. So bestehen Detektivgeschichten vorwiegend aus drei sehr üblichen Szenen, in denen erstens Spuren gefunden und interpretiert werden, zweitens Tathergänge erschlossen und drittens Motive ermittelt werden. Diese Szenen liegen selten in Reinform vor, doch gibt es hier oft eine deutliche sachliche (= Spuren), zeitliche (= Tathergänge) und soziale (= Motive) Polarität. Dieser eigentlich augenfällige Gedanke wird aber allgemein in der Literaturwissenschaft kaum verfolgt, obwohl gerade hier Schreibratgeber gerne ansetzen. Damit zeigt sich auch eine weitere Lücke, nämlich der zwischen unwissenschaftlich betriebenen produktionsästhetischen Ansätzen in der Ratgeberliteratur und den rezeptionsästhetischen Ansätzen in der Literaturwissenschaft.
Man mag sich darüber streiten, ob eine Einführung in die Genres von Krimi und Thriller all dies leisten muss. Und sicherlich zielt hier die Kritik über dieses gut lesbare und in vielen Aspekten grundlegende Buch hinaus. Hier ist nicht nur ein einzelner Wissenschaftler gefordert, sondern die Literaturwissenschaft insgesamt.
Deshalb muss man dem Buch - mit den genannten Einschränkungen - zugestehen, dass es im Wesentlichen hervorragend ist. Für Literaturwissenschaftler, die sich mit Unterhaltungsliteratur beschäftigen, ist es das Standardwerk für dieses Genre. Für Schriftsteller bildet es eine notwendige Ergänzung zu Schreibratgebern und für Krimi- und Thrillerleser bietet es Aufklärung und wesentliche Hintergründe.
Summa summarum also ein sehr empfehlenswertes Buch.

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Sherlock Holmes: Die unautorisierte Biographie - Nick Rennison
Hörbuch:Sherlock Holmes: Die unautorisierte Biographie
Autor:Nick Rennison, Audio CD, Verkaufsrang 305056
Preis: 16,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Leserkommentare:*
liebevolle Biographie eines außergewöhnlichen Mannes (5 von 5 Punkten) meint S.K.
Diese Biographie ist außerordentlich liebevoll umgesetzt worden! Der Autor hat sich nicht geschont, als er Recherchen betrieben hatte und hält selbst bis in das Register daran fest, das Sherlock Holmes und John H. Watson wirklich gelebt haben. Conan Doyle bekommt die Rolle eines Freundes und Verlegers und jede Ungereimtheit wird mit einem Augenzwinkern so künstlerisch erklärt, dass man am Ende wirklich glauben könnte, Sherlock Holmes wäre über diese Erde gewandelt!

Für alle Fans wirklich empfehlenswert!

Auf in die Bakerstreet (5 von 5 Punkten) meint N.G. aus Berlin
Wer das Lesen von Biographien liebt, bekommt genau das hier geboten. Im Detail wird das Leben des berühmten Sherlock Holmes nacherzählt. Es beginnt mit der Geschichte seiner Familie, die bis ins Jahr 1219 zurückreicht. Es wird über seine Großeltern und Eltern berichtet, über seine Geburt und Jugend auf dem Landsitz in Yorkshire und über seine Ausbildung in Harrow und Cambrigde. Dann folgt natürlich die besondere Beziehung zu seinem Bruder Mycroft und die Freundschaft mit Dr. John Hamish Watson. Berichtet werden seine herausragenden Erfolge als "beratender" Privatdetektiv. Und schließlich wird auch erzählt, wie der Ruhm kommt, im wesentlichen durch die Veröffentlichungen seiner Fälle durch seinen Freund Watson, der dabei durch den Literaturagenten (und mäßig erfolgreichen Autor) Arthur Conan Doyle unterstützt wurde.

Aber diese Biographie geht natürlich weit über den Inhalt der vier längeren und 57 kürzeren Berichte hinaus, die uns durch Watson und Doyle überliefert sind. Der Autor dieser Biographie, Nick Rennison, hat sich die Geschichte des britischen Empires im 19. Jahrhunderts genau angesehen. Und er hat die Handschrift von Holmes in vielen bekannten Ereignissen in Politik und Verbrechen wieder gefunden. So hat Holmes natürlich auch Jack the Ripper richtig identifiziert (auch wenn sich dieser leider seiner Verhaftung durch frühes Dahinscheiden entziehen konnte). Und durch seinen Bruder Mycroft war Sherlock Holmes in eine Vielzahl von politischen Spezialaufträgen involviert, so in die Verteidigung des Empires vor den Anschlägen von Iren und Anarchisten, in die Konflikte des "Great Game" zwischen dem Empire und Russland in Asien und nicht zuletzt in die Abwehr der deutschen Spionage vor dem ersten Weltkrieg. Und des Weiteren hätten wir ohne Holmes wohl weder Fingerabdruckdateien noch den britischen Geheimdienst MI5 und MI6. Eine bemerkenswerte und beeindruckende Rechercheleistung, und man muss dem Autor zugestehen, dass er sich in der Geschichte von 1880 bis zum ersten Weltkrieg wirklich exzellent auskennt.

Was Puristen (gerade deutsche Puristen) allerdings an dieser Biographie etwas stören könnte, ist, dass es sich genau genommen bei Holmes ja um eine fiktionale Figur handelt. Sherlock und Mycroft Holmes sowie Watson existierten ja nicht wirklich. Ich meine allerdings, dass man diese Tatsache mit gutem Gewissen ignorieren kann, da ja die fiktionale Figur des Sherlock Holmes nach wie vor quicklebendig ist. Und uns die Existenz dieses besten aller Detektive sozusagen täglich nachweist. Und das, obwohl Sherlock Holmes ja bereits am 23. Juni 1929 in seinem Landhaus in Sussex friedlich entschlafen ist.

Meine einzige, kleine Anmerkung zu dieser insgesamt sehr detaillierten, liebevollen und unterhaltsamen Biographie ist, dass der Autor auf Fußnoten zu seinem Text leider verzichtet. Er begründet das im Nachwort mit der Tatsache, dass er eher für Holmes-Neulinge als für Holmes-Spezialisten geschrieben hätte. Gerade als eher oberflächlicher Kenner der Materie hätte ich mich über Quellenangaben mit direktem Bezug zum Text sehr gefreut, nicht zuletzt um jeweils zu identifizieren, was aus den Quellen von Watson und Doyle stammt und was eher den Werken der Politik- und Sozialgeschichte entnommen ist.

Wer sich jetzt erst mit Holmes beschäftigt, dem seien deshalb hier zwei Werke zur Ergänzung empfohlen: Sherlock Holmes - Geschichten. Der Hund von Baskerville von Arthur C. Doyle aus dem Manesse-Verlag ist eine gute Zusammenfassung der besten Geschichten von Doyle. Und Königin Viktoria und ihre Zeit von Herbert Tingsten aus dem Verlag Diederichs ist eine sehr gute Kurzdarstellung zu der damaligen Zeitgeschichte, den Personen und den Ereignissen, mit denen Holmes zu tun hatte (auch wenn Holmes selbst dort unverständlicherweise nicht erwähnt wird). Mit diesem Hintergrundwissen ausgestattet, macht das Lesen der Biographie dann noch einmal doppelt soviel Spaß.


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Der Soziokrimi: ein neues Genre oder ein soziologisches Experiment?: Eine Untersuchung des Soziokriminalromans anhand der Werke der schwedischen Autoren Sjöwall und Wahlöö und des deutschen Autors ky - Jürg Brönnimann
Buch:Der Soziokrimi: ein neues Genre oder ein soziologisches Experiment?: Eine Untersuchung des Soziokriminalromans anhand der Werke der schwedischen Autoren Sjöwall und Wahlöö und des deutschen Autors ky
Autor:Jürg Brönnimann, Ausgabe vom April 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 1095592
Preis: 18,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Brönnimann beschreibt das Aufkommen des Soziokriminalromans in Deutschland in den späten 60er Jahren des 20. Jahrhundert. Damals trat eine Gruppe deutscher Autoren mit einem neuen Anspruch an die Kriminalliteratur an. Ihre Intention war, den bundesdeutschen Alltag realistisch, analytisch und kritisch darzustellen - ganz nach den Thesen der Literatursoziologie, die sich soeben als neue Wissenschaft etablierte. Wie diese Aufgabe bewältigt wurde, wird von Brönnimann am Beispiel ausgewählter Krimis von -ky (Horst Bosetzky), des Begründers des sogenannten deutschen Soziokrimis belegt. Einer der wichtigsten Wegbereiter des deutschen Soziokrimis war das schwedische Autorenpaar Maj Sjöwall und Per Wahlöö. Ihr zehnbändiger Romanzyklus "Roman um ein Verbrechen" leistete einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Soziokrimis. In seiner vorliegenden Arbeit widmet Brönnimann ihnen ein spezielles Kapitel. Soziokrimis zeigten und zeigen, dass eine seriöse Gesellschaftsanalyse problemlos mit den Elementen der Unterhaltungs- und Spannungsliteratur vermischt werden kann. (Thomas Przyblika)

Der Historiker als Detektiv - der Detektiv als Historiker: Historik, Kriminalistik und der Nationalsozialismus als Kriminalroman - Achim Saupe
Buch:Der Historiker als Detektiv - der Detektiv als Historiker: Historik, Kriminalistik und der Nationalsozialismus als Kriminalroman
Autor:Achim Saupe, Ausgabe vom Aug. 2009, Broschiert, Verkaufsrang 935184
Preis: 44,80 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Dieses Buch widmet sich der Beziehung von Kriminalliteratur und Geschichtsschreibung - erstmals wird das detektivische Selbstverständnis der Geschichtswissenschaft nachgezeichnet. Während sich Historiker nach der Einführung des vollgültigen Indizienbeweises im 19. Jahrhundert als Untersuchungsrichter verstehen konnten, wird im 20. Jahrhundert der Detektiv zum Vorbild historiographischer Praktiken; schließlich übernehmen Krimi-Detektive die historischen Ermittlungen.
Die Untersuchung widmet sich den Konsequenzen der Darstellung von Geschichte als Kriminalroman - am Beispiel britischer, französischer und deutscher Krimis über den Nationalsozialismus.

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