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Der Portwein-Erbe: Kriminalroman - Paul Grote
Buch:Der Portwein-Erbe: Kriminalroman
Autor:Paul Grote, Ausgabe vom 1. Sept. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 41784
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Der Tod seines Onkels bring den Berliner Architekten Nicolas Hollmann in Bedrängnis: Weshalb vererbt er gerade ihm sein Weingut am Rio Douro? Soll er seinen Beruf aufgeben und das Erbe annehmen? Wie gefährlich die Reise nach Portugal wird, ahnt er nicht.Kaum auf dem Weingut, hat Nicolas den ersten Unfall. Die Weggefährten des Onkels tauchen ab, unversöhnlich seine Mitarbeiter, und nach dem zweiten Unfall fragt sich der junge Architekt, woran der Onkel wirklich starb ...

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Sehr spannend und super recherchiert! (5 von 5 Punkten) meint A.P. aus Langenfeld
Zunächst ging ich sehr skeptisch an das Buch heran. Trivialliteratur mit Portweinhintergrund? Na schaun wer mal. Ab dem dritten Kapitel hat mich das Buch dann aber völlig in seinen Bann gezogen.

Sehr detailverliebt, amüsant und authentisch beschreibt Grote das Dourotal und seine liebenswürdigen Besonderheiten. Sehr viele portugiesische Sprüche mit direkter Übersetzung wecken beim portugalerfahrenen Leser automatisch Fernweh. Die Handlung ist spannend und unvorhergesehen und ließ mich als bekennenden Nicht-Romanleser problemlos bis zum Ende durchhalten.

Für den Kriminalromanleser kann ich aufgrund meiner recht begrenzten Romanerfahrung keine Tipps geben, aber für den Portugal- und vor allem für den Portweinfreund kann ich das Buch ohne Einschränkungen empfehlen. Als Einstieg für einen (weiteren) Urlaub im Dourotal perfekt.

Sollten Sie weitere Fragen oder Anmerkungen zu dieser Rezension haben, kontaktieren Sie mich bitte unter axelprobst@worldofport.de.


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Hoffnung im Alentejo - Jose Saramago
Buch:Hoffnung im Alentejo
Autor:Jose Saramago, Ausgabe vom 1. Okt. 1997, Taschenbuch, Verkaufsrang 24904
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Die Provinz Alentejo, das Land der Sonne, des Weizens, der Olivenhaine und Korkeichen, das Land der Großgrundbesitzer und der Tagelöhner. Der portugiesische Romancier Jose Saramago verfolgt hier das Schicksal einer Tagelöhnerfamilie über vier Generationen, von der Jahrhundertwende bis kurz nach der Revolution 1974.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Nehmen wie diese Ameise... (Seite 140) (5 von 5 Punkten) meint K.W.
Saramago kann nicht genug gelobt werden; er schreibt in einem Stil, der einem das Herz aufgehen lässt. Ich habe den Roman als 4. Buch Saramagos gelesen (Alle Namen, Ricardo Reis, Evangelium; als erstes hatte ich Kontakt mit ihm über "Die Stadt der Blinden" - als Hörbuch, nach dessen "Auditüre" mir völlig klar war, dass Saramago den Literaturnobelpreis hatte erhalten müssen). Es ist ein politisches Buch, das auch noch der Schönheit der Sprache (dessen, der sie nicht nur beherrscht, sondern liebevoll und ehrfürchtig behandelt) sich verpflichtet fühlt. Die Folterszene, die hier auf Seite 140 beginnt, ist das sich zutiefst mir Eingebrabene dieses Buches und steht einem Aleksandar Tisma ("Schule der Gottlosigkeit") in nichts nach - im Gegenteil es ist parteiisch und engagiert.
Zwei "Wegen-mit-Dativ-Fehler" sind der Übersetzung vorzuhalten, aber auch das kann einen Sprachtitanen wie Saramago nicht verwässern... Es ist nicht nötig, Portugal bereist zu haben, um die Großartigkeit dieses Buches würdigen zu können. Die Detailverliebheit Saramagos, die ungewöhnlichen Einsichten, die so scheinbar nebensächlich eingestreut werden, lassen die tiefe Verbundenheit Saramagos mit den unterdrückten Menschen nie in den Hintergrund treten, sondern bereichern das Lesevergnügen zusätzlich. Der Roman ist auch eine schonungslose Kritik an der Amtskirche, die immer auf Seiten derer steht, die Macht und Geld besitzen, die ihre falschen Versprechungen dazu missbraucht, die Menschen klein zu halten, anstatt sie zu ermuntern aufzustehen und ihr Recht durchzusetzen. Gäbe es nicht die Befreiungstheologie in Lateinamerika, man müsste jedem Katholiken nach dieser Lektüre dringend empfehlen, den heiligen Stuhl auf den Scheiterhaufen zu werfen...
Weltliteratur, voller Liebe, Philosophie, und genialer Ausdrucksmöglichkeiten, schelmisch, ironisch, zynisch, humanistisch und ohne Agitation; absolute Spitze des Eisberges an Bedrucktem, das die Buchhandlungen auslegen können!

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Das Memorial - Jose Saramago
Buch:Das Memorial
Autor:Jose Saramago, Ausgabe vom April 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 24252
Preis: 10,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Hier wird vom Bau des Franziskanerklosters von Mafra erzählt, für den 50 000 Fronarbeiter, angeblich zu Ehren Gottes, im Auftrag ihres Königs geschunden wurden und zu Tode stürzten, während Ketzer, Menschen, die Fragen stellten an die weltliche und geistige Macht, verbrannt wurden. Erzählt wird auch von der Liebe zwischen dem einarmigen Soldaten Baltasar und der Seherin Blimunda. Zusammen mit einem ketzerischen Pater bauen sie einen phantastischen Flugapparat, um ihrem Elend zu entkommen. Aber auch Baltasars Traum von der Freiheit endet schließlich auf dem Scheiterhaufen...

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Ein Buch über die Architektur und den Menschen (5 von 5 Punkten) meint .
Das Memorial ist ein 'Denkmal' für all jene Menschen, ohne deren Anstrengungen und Opfer, all jene Bauwerke, die wir heute bewundern, nicht möglich gewesen wären. Viel zu oft erinnern wir uns nur an die großen Namen der Geschichte und die hervorragenden Baumeister, die diese Bauwerke ersonnen haben. Wer denkt aber an die Menschen, die ihren Schweiß und viel zu oft auch ihr Blut vergossen haben, um teils aus ökonmischer Not, teils aus religiöser Bestimmung am Bau der großen Werke der Architektur teilzunehmen.
Jose Saramago schreibt vom vermeintlich düsteren Schicksal dieser Arbeiter, das im Falle der Protagonisten dieses Buches erhellt wird von einer wunderbaren Liebe und den Glauben an eine Aufgabe.
Das Buch Saramagos erinnert mich an Storms "Der Schimmelreiter", der gleichsam von der Kraft einer aufrichtigen Liebe erzählt.
Jose Saramago ist es außerdem gelungen, mit seiner außerordentlichen, 'trickreichen' Sprache und der hervoragenden Verwendung gelungener Wiederholungen, geradezu beschwörend, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Nicht außen vor bleibt eine subtile Kritik an der zweifelhaften Autorität der mittelalterlichen Kircheninstitution.
Dieses Buch, stellt, wie ich finde, auch ein wichtiges Architekturbuch dar, weil es den grundlegenden Bezug der Architektur zum Menschen und unserer Kultur auf hervorragende und aufrichtige Weise thematisiert.

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Geschichte der Belagerung von Lissabon - Jose Saramago
Buch:Geschichte der Belagerung von Lissabon
Autor:Jose Saramago, Ausgabe vom Okt. 1997, Taschenbuch, Verkaufsrang 41052
Preis: 8,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Raimundo Silva macht, was Korrektoren niemals tun sollten, er verändert den Text eines Geschichtswerks eigenmächtig, fügt das kleine Wörtchen "nicht" hinzu; läßt so, nur weil er es so will, die Mauren 1147 den Kampf um die Stadt Lissabon gewinnen. Und diese eine erste Untat eines bislang Tadellosen hat Folgen: Aus dem Korrektor wird ein Autor, der eine andere Geschichte Lissabons aus seiner Phantasie entstehen läßt, aus dem zurückgezogen lebenden...

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 6 Bewertungen)

Leserkommentare:*
NEIN statt JA (5 von 5 Punkten) meint R.F. aus Vienna, Austria
Nein - statt ja... der Anfang einer Liebesgeschichte, wie sie wahrscheinlich nur José Saramago schreiben kann. Er versteckt seine "Story" hinter einer "Was wäre wenn die Kreuzritter NEIN gesagt hätten" (NEIN zu Hilfe bei der Vertreibung der Mauren aus dem besetzten Lissabon). Es knistert ab der ersten Begegnung zwischen dem Korrektor (eine am Anfang eher typische Saramago Figur - allein lebend, etwas weltfremd) und der Frau Doktor (seiner Chefin - eine "Powerfrau", geschieden). Es ist ein Vergnügen, die langsame Annäherung (der erste Kuß fällt nach ca. 350 Seiten - von ca. 430) der beiden mitzuverfolgen. Ein wunderbares Buch, geschrieben mit einer sprachlichen Eleganz, die ihresgleichen sucht...

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Himmelsspeck und Fadoklang - Portugiesische Versuchungen - Beate Schümann, Volker Mehnert
Buch:Himmelsspeck und Fadoklang - Portugiesische Versuchungen
Autor:Beate Schümann, Volker Mehnert, Ausgabe vom Aug. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 45573
Preis: 14,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Portugal liegt nicht nur geografisch am äußersten Zipfel Europas. Noch immer scheinen das Land und seine Menschen eher aufs Meer hinauszuschauen als auf den Kontinent, dem man über Jahrhunderte so konsequent den Rücken gekehrt hat. Diese Blicke, die sich mal sehnsüchtig in die Vergangenheit richten, dann aber auch mit starkem Verlangen die Zukunft herbeisehnen und etwas Neues schaffen wollen, haben die Autoren eingefangen. Beate Schümann und Volker Mehnert führen uns ins portugiesische Kaffeehaus, erklären die komplizierten Gebräuche des Kaffeetrinkens und schwärmen gemeinsam mit den Einheimischen von süßem toucinho do céu, dem "Himmelsspeck", und köstlichen barrigas de freiras, "Nonnenbäuchen". Sie treffen an entlegenen Orten Winzer, die für den Aufschwung und die Modernisierung des portugiesischen Weinbaus verantwortlich sind, und weisen andererseits den Weg zu den uralten bodegas, in denen der Portwein reift. Die Menschen hinter den tatsächlichen und vermeintlichen Attraktionen spielen immer wieder eine Hauptrolle, seien es der Straßenbahnfahrer in Lissabon, der Leuchtturmwärter am südwestlichsten Punkt Europas oder die Fadosängerin, die Lissabon mit ihrer Poesie verzaubert.

In deinen Händen: Roman - Inês Pedrosa
Buch:In deinen Händen: Roman
Autor:Inês Pedrosa, Ausgabe vom 1. Juli 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 293258
Preis: 9,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Eine Familiensaga um drei starke Frauen: Jenny leidet in einer unbefriedigenden Dreierbeziehung, der Geliebte ihrer Ziehtochter Camila wird vom Blitz erschlagen, und ihre Enkelin, eine erfolgreiche Architektin, muss sich endlich auf ihre Wurzeln besinnen, um Glück zu finden und die Liebe, nach der sie sich so verzehrt. Die Schicksale der drei Frauen sind auf wunderbare Weise verwoben eine weibliche Geschichte Portugals.
"Ein wunderbar poetischer Roman, in den man sich mit Genuss fallen lassen kann."
Brigitte
"Angenehm melancholisch - wie portugiesischer Fado."
Der Stern
"Der Autorin gelingt es, ein großes Publikum mit großen Gefühlen zu bedienen und gleichzeitig ästhetische und politische Ziele zu verfolgen."
Die Zeit

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Ein sehr, sehr schönen Roman (5 von 5 Punkten) meint M.d.R.L. aus Nürnberg
Ich habe dieses Buch sehr, sehr geliebt. Sie erzählt uns eine außergewöhnliche Familiengeschichte mit all den Zutaten, die ich in der Literatur nicht vermissen möchte.
Danke Ines

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Das Memorial - José Saramago
Buch:Das Memorial
Autor:José Saramago, Ausgabe vom 1986, Gebunden, Verkaufsrang 272468
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Hier wird vom Bau des Franziskanerklosters von Mafra erzählt, für den 50 000 Fronarbeiter, angeblich zu Ehren Gottes, im Auftrag ihres Königs geschunden wurden und zu Tode stürzten, während Ketzer, Menschen, die Fragen stellten an die weltliche und geistige Macht, verbrannt wurden. Erzählt wird auch von der Liebe zwischen dem einarmigen Soldaten Baltasar und der Seherin Blimunda. Zusammen mit einem ketzerischen Pater bauen sie einen phantastischen Flugapparat, um ihrem Elend zu entkommen. Aber auch Baltasars Traum von der Freiheit endet schließlich auf dem Scheiterhaufen...

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Ein Buch über die Architektur und den Menschen (5 von 5 Punkten) meint .
Das Memorial ist ein 'Denkmal' für all jene Menschen, ohne deren Anstrengungen und Opfer, all jene Bauwerke, die wir heute bewundern, nicht möglich gewesen wären. Viel zu oft erinnern wir uns nur an die großen Namen der Geschichte und die hervorragenden Baumeister, die diese Bauwerke ersonnen haben. Wer denkt aber an die Menschen, die ihren Schweiß und viel zu oft auch ihr Blut vergossen haben, um teils aus ökonmischer Not, teils aus religiöser Bestimmung am Bau der großen Werke der Architektur teilzunehmen.
Jose Saramago schreibt vom vermeintlich düsteren Schicksal dieser Arbeiter, das im Falle der Protagonisten dieses Buches erhellt wird von einer wunderbaren Liebe und den Glauben an eine Aufgabe.
Das Buch Saramagos erinnert mich an Storms "Der Schimmelreiter", der gleichsam von der Kraft einer aufrichtigen Liebe erzählt.
Jose Saramago ist es außerdem gelungen, mit seiner außerordentlichen, 'trickreichen' Sprache und der hervoragenden Verwendung gelungener Wiederholungen, geradezu beschwörend, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Nicht außen vor bleibt eine subtile Kritik an der zweifelhaften Autorität der mittelalterlichen Kircheninstitution.
Dieses Buch, stellt, wie ich finde, auch ein wichtiges Architekturbuch dar, weil es den grundlegenden Bezug der Architektur zum Menschen und unserer Kultur auf hervorragende und aufrichtige Weise thematisiert.

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Alentejo Blue - Monica Ali, Anette Grube
Buch:Alentejo Blue
Autor:Monica Ali, Anette Grube, Ausgabe vom 21. Aug. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 663224
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Ein kleines malerisches Dorf in Portugal wird durch seine Bewohner zum Leben erweckt: Monica Ali erzählt von Jungen und Alten, von Armen und Reichen, von Einheimischen und Ausländern - sie alle fragen sich, was aus ihren Träumen und Hoffnungen geworden ist.
Abends trifft sich ganz Mamarrosa in Vascos Bar. Vasco hat für eine Weile im Ausland gelebt und glaubt daher, den anderen überlegen zu sein, auch wenn er reumütig zurückgekehrt ist. Teresa ist eine schöne, verträumte junge Frau, die den Ort endlich verlassen will - wäre da nicht der englische Schriftsteller, der seit einiger Zeit im Dorf lebt. Die Familie Potts dagegen hofft auf ein harmonisches Leben hier in der Region Alentejo. So wie Eileen, die in der dörflichen Idylle von einem Neuanfang träumt. Während sie träumt, denkt der alte Juao über sein langes, beschwerliches Dasein nach. Auf einem Fest für den berühmtesten Sohn des Ortes, von dem sich alle einen Rat erhoffen, werden ihre Sehnsüchte und Ängste sichtbar - und auch ihre Trauer über ein verpasstes Leben.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Für lange Stunden in Lissabon (5 von 5 Punkten) meint R.S. aus Celle
Ein wunderbares Buch! Es fließt dahin, man schwebt in dieser Geschichte davon, vergisst die Wirklichkeit, taucht komplett ab in die wunderbare Sprache von Monica Ali. Ihr Erstling "Brick Lane" sorgte vor einer Weile für Aufsehen - und "Alentejo Blue" ist womöglich noch besser geschrieben, noch intensiver und gekonnter gewoben. Mitnehmen auf die Reise - und wunderbare Stunden damit erleben!

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Das Handbuch der Inquisitoren - António Lobo Antunes
Buch:Das Handbuch der Inquisitoren
Autor:António Lobo Antunes, Ausgabe vom Januar 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 166821
Preis: 9,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Der portugiesische Schriftsteller Antonio Lobo Antunes, der seit einigen Jahren immer wieder als möglicher Nobelpreisträger genannt wird, ist ein Chronist des politischen Grauens. In seinen kunstvoll konstruierten Büchern verarbeitet er Geschehnisse der jüngsten portugiesischen Geschichte und bricht Tabus wie unbequeme Wahrheiten, die Portugal bis heute nicht verarbeitet hat und dessen Schrecken als kaum wahrnehmbar erscheinen. Es geht um den Kolonialkrieg in Angola und die faschistische Diktatur des Salazar-Regimes. Das Handbuch der Inquisitoren spielt kurz vor und nach der Nelkenrevolution, mit der das rechtsgerichtete Salazar-Regime 1974 entmachtet wurde. Im Mittelpunkt des Romans steht ein Minister des Salazar-Regimes, den alle nur Herr Doktor nennen. Er genießt viele Privilegien und besitzt ein Landgut, das Ausdruck seine Macht ist. Im Buch kommen die Personen zu Wort, die unter dem Minister zu leiden hatten. Zu Wort kommen u.a. sein Sohn, der vom Vater als Trottel hingestellt wurde, Köchin und Kindermädchen schildern von der beklemmenden Atmosphäre auf dem Landgut, äußern aber auch unverhohlen verblendete Begeisterung für den mächtigen Mann. Alle leiden - vor allem die untersten weiblichen Angestellten, die er als sexuelles Freiwild betrachtet, vergewaltigt und schwängert. Gegenüber einem anonymen Interviewer berichten die Personen monologisch und getrieben von unbewältigten Erinnerungen an diese Zeit. Ihre Berichte sind quälend, ihre Schilderungen haben oft fragmentarischen Charakter und werden immer wieder unterbrochen von Wortfetzen, Bemerkungen des Herrn Doktor, die zeigen, wie viel Macht das Grauen auch Jahre nach den Ereignissen noch über sie hat. Das Landgut des Herrn Doktor ist ein Mikrokosmos der gesellschaftlichen Verhältnisse. Unmerklich ensteht das Bild des alltäglichen Lebens inmitten der Diktatur, ein Leben der Rechtlosigkeit, dessen Grundstimmung durch blitzschnell und unerwartet hereinbrechenden Terror gekennzeichnet war. Das Handbuch der Inquisitoren ist ein grollendes und packendes Wutfurioso, geschrieben mit der eisernen Hand einer kritischen Entrüstung, ein leidenschaftlich gezeichnetes Opfergemälde, ein literarischer Blick von unten. Die Monologe, mit denen die Menschen die Verhältnisse unter der Diktatur beschreiben, treiben sie um wie eine offene Wunde, zerrissen beschwören sie immer wieder mit Erinnerungsfetzen die unbewältigte Zeit, wiederholen einmal geäußerte Gedanken, als ließe sich der erlebte Schrecken durch mehrmaliges Aussprechen bewältigen, unterbrechen sich selbst. Wie Bomben fallen Worte des Doktors, Ausrufe oder Befehle in diese Erinnerungen ein. Lobo Antunes erzählt in Handbuch der Inquisitoren mit einer unglaublich wuchtigen und virtuosen Sprachklaviatur, mit wenigen Worten kann er eine ganze Bilderwelt erschaffen. Seine Sprache ist voller wirklich eindrucksvoller Metaphern, die den Leser schnell in seinen Bann ziehen. Das Handbuch der Inqusitoren ist die engagierte Aufarbeitung verdrängten Schreckens, geschrieben mit einer flammenden Raserei, die manchmal wie ein Fieber wirkt. -Christoph Steven


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 11 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Macht und Entmachtung (5 von 5 Punkten) meint E.S. aus Wien
Portugal zurzeit des rechtsgerichteten Salazar-Regimes.
Im Mittelpunkt der Herr Doktor", regimetreuer Minister, Inbegriff von Macht und Willkür.

Es kommen Menschen zu Wort, die unter dem Minister zu leiden hatten; nicht zuletzt der eigene Sohn. Einem anonymen Interviewer gegenüber berichtet jeder einzelne über den schicksalhaften Einfluss des Ministers auf sein Leben; unterbrochen von wie ins Gedächtnis eintätowierten Befehlen des Herrn Doktor".
Langsam setzt sich aus den Erinnerungsfetzen der Erzähler ein Bild zusammen, das die Zeit vor, während und nach der Nelkenrevolution beschreibt.

Selbst nach der Entmachtung Salazars sind die Betroffenen nicht frei!

Aber auch dem Herrn Doktor", der letztendlich im Altersheim landet und an alten Träumen festhält, gelingt es nicht, den einzig wirklich wichtigen Satz in seinem Leben zu vollenden...


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Alentejo Blue - Monica Ali
Buch:Alentejo Blue
Autor:Monica Ali, Ausgabe vom 1. Okt. 2007, Broschiert, Verkaufsrang 266160
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
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Ein kleines, malerisches Dorf in Portugal: Mamarrosa. Für die einen ist es die letzte Zuflucht, für die anderen ein Ort, der nichts bietet außer Langeweile. So für die junge, schöne Teresa, die eigentlich weg wäre - gäbe es da nicht den englischen Schriftsteller, der seit kurzem hier lebt. Die Familie Potts dagegen hofft in Mamarrosa das harmonische Leben zu finden, von dem sie schon so lange träumt. Während die Potts kämpfen und träumen zugleich, denkt der alte Juao über sein langes, beschwerliches Leben nach. Auf einem ausschweifenden Fest werden die Sehnsüchte und Ängste aller Bewohner sichtbar - und jeder erkennt, dass er sich an einem Wendepunkt im eigenen Leben befindet.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Für lange Stunden in Lissabon (5 von 5 Punkten) meint R.S. aus Celle
Ein wunderbares Buch! Es fließt dahin, man schwebt in dieser Geschichte davon, vergisst die Wirklichkeit, taucht komplett ab in die wunderbare Sprache von Monica Ali. Ihr Erstling "Brick Lane" sorgte vor einer Weile für Aufsehen - und "Alentejo Blue" ist womöglich noch besser geschrieben, noch intensiver und gekonnter gewoben. Mitnehmen auf die Reise - und wunderbare Stunden damit erleben!

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