Product Description Der junge Manuel träumt davon, seine Heimatstadt Mgina, einen fiktiven Ort in der andalusischen Provinz, zu verlassen. Jahre später, längst als Simultandolmetscher in New York tätig, beginnt er jedoch, sich an die alte Heimat zu erinnern. So wird der Aufenthalt in der Fremde zu einem Prozess der Erforschung der eigenen Kindheit und Jugend. In Rückblicken erschließt sich dem Leser schrittweise das Leben des Protagonisten, seiner Eltern und Großeltern. Indem Molina immer wieder in das New York der Gegenwart zurückkehrt, gelingt es ihm, eine Vielzahl unterschiedlicher Blickwinkel und Handlungsstränge zusammenzuhalten. Lange Gespräche, alte Fotos, eine Reise zurück nach Andalusien - aus vielen Mosaiksteinchen rekonstruieren Manuel und seine ebenfalls aus Mgina stammende Partnerin Nadia nach und nach ihre Geschichte und die ihres Heimatortes. Der Roman ist darüber hinaus auch ein Rückblick in die spanische Geschichte. Molina spannt einen weiten Bogen von 1870 bis in die Jahre des Golfkrieges. Sein ganz besonderes Interesse gilt dem Spanischen Bürgerkrieg und dem Franquismus. Die Eindrücke dieser Epochen kommen in Der polnische Reiter auf zweierlei Weise zum Ausdruck Einerseits entwirft der Autor eine Reihe typisch spanischer Biografien jener Zeit, wie z. B. das Leben des Busfahrers, der in der Großstadt nicht heimisch werden kann, des Kleinbauern, der durch harte Arbeit seine Gesundheit ruiniert und der nach konventionellem Muster erzogenen Frau, die sich nach wie vor als Dienerin des Mannes sieht. Zum anderen finden sich in den Lebenswegen der Protagonisten Spuren der jüngsten spanischen Vergangenheit. So war Nadias Vater einst der einzige Offizier in Mgina, der sich dem franquistischen Putsch anschloss. Die armselige, bäuerliche Existenz von Manuels Eltern hingegen wurde vor allem dadurch geprägt, dass der Großvat ...
Buch:
Wir sind anders als die anderen Frauen
Autor:
Lucía Etxebarría, Ausgabe vom Sept. 2005, Gebunden, Verkaufsrang 931412