Roman Erscheinungsjahr: 2009 17. Aufl. Gewicht: 555 gr / Abmessung: 19 cm Von Werfel, Franz Der Berg Moses, der Musa Dagh, wurde im Sommer 1915 für eine zum Widerstand gegen die Türken entschlossene Gruppe von 5000 Armeniern zur natürlichen Abwehrfestung. Franz Werfel hat mit seinem Roman versucht, diesen heroischen Kampf der Verfolgten ins dauernde Bewußtsein der Europäer zu bringen. "Dieses Werk wurde im März des Jahres 1929 bei einem Aufenthalt in Damaskus entworfen. Das Jammerbild verstümmelter und verhungerter Flüchtlingskinder, die in einer Teppichfabrik arbeiteten, gab den entscheidenden Anstoß, das unfaßbare Schicksal des armenischen Volkes dem Totenreich alles Geschehenen zu entreißen." Der Berg Musa Dagh wird im Sommer 1915 zum letzten Hoffnungsschimmer für ungefähr 5000 Armenier. Auf ihm suchen sie Zuflucht vor Verfolgung, Verschleppung und Ausrottung durch die Türken. Statt sich wie ihre meisten Leidensgenossen in das schreckliche Schicksal zu fügen, setzen sie alles auf eine Karte. Ihr verzweifelter Trumph heißt erbitterter Widerstand, koste es, was es wolle. Der wohlhabende Geschäftsmann Gabriel Bagradian wird zu ihrem Anführer und zur treibenden Kraft. Obwohl er gebürtiger Armenier ist, verbrachte er einen Großteil seines Lebens in Frankreich. Nach dem Tod des Bruders und Familienoberhauptes kehrt er mit seiner französischen Ehefrau Juliette und dem gemeinsamen Sohn in seine Heimat zurück. Die Falle schnappt zu. Reichtum und europäische Bildung helfen nicht weiter. Ohnmächtig erlebt er die Beschneidung elementarer Rechte, befindet sich von einem Tag auf den anderen in Lebensgefahr. Alle Standesunterschiede verschwinden angesichts des drohenden Todes, nur die Gemeinschaft verspricht Stärke. Bagradian überzeugt die Dorfgemeinden zum Kampf. Der Musa Dagh wird zur natürlichen Abwehrfestung, die der türkischen Übermacht hartnäckig trotzt. Franz Werfel beabsichtigte, Europäern das Verbrechen an den Armeniern zu vergegenwärtigen. Historische Forschungen ermöglichten eine detailgetreue Schilderung, so daß diese fiktive Erzählung beklemmend authentisch wirkt. Eine Polemisierung gegen die Türken wollte Werfel auf keinen Fall, Schwarzweißmalerei lehnte er entschieden ab. Dieser Roman, eine Mahnung an die Menschlichkeit, erschien 1933 in Deutschland. Im gleichen Jahr sollten Werfels Bücher verbrannt werden. Die vierzig Tage des Musa Dagh: ein fesselnder Roman und zugleich ein Appell, aus der Vergangenheit zu lernen. -Larissa Carina Seelbach
Buch:
Istanbul: Erinnerungen an eine Stadt
Autor:
Orhan Pamuk, Ausgabe vom 1. Sept. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 12129
Product Description Erinnerungen an eine Stadt Erscheinungsjahr: 2009 2. Aufl. Aus d. Türk. v. Gerhard Meier Gewicht: 408 gr / Abmessung: 19 cm Von Pamuk, Orhan / Übersetzt v. Meier, Gerhard Orhan Pamuk ergründet in "Istanbul" die Geheimnisse seiner eigenen Familie und die seiner Kindheit.Er führt uns an berühmte Monumente und die verlorenen Paradiese der sagenumwobenen Stadt, zeigt uns die verfallenden osmanischen Villen, die Wasserstraßen des Bosporus und des Goldenen Horns, die dunklen Gassen der Altstadt. Pamuk verbindet auf eindringliche Weise Schilderungen von Menschen und Orten und setzt allen ein unvergessliches Denkmal. "Ein fesselnder Liebesroman mit Istanbul in der Rolle der Geliebten." Frankfurter Rundschau "Ein wunderbares Istanbuler Lesebuch." Frankfurter Allgemeine Zeitung "Pamuks hinreißende Hommage an seine Heimatstadt." Süddeutsche Zeitung "Geschickt verknüpft Orhan Pamuk die Erinnerungen an seine Kindheit mit der Geschichte seiner Stadt." taz
Buch:
Kanaken-Gandhi: Ein satirischer Roman
Autor:
Osman Engin, Ausgabe vom 1. Dez. 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 71758
Product Description Osman ist ein unbescholtener Bürger Anfang fünfzig. Er hat fünf Kinder,arbeitet als Fabrikschlosser und träumt davon, eines Tages einen Gemüseladenzu besitzen. Außer daß er mit der 'zweitgrößten Nervensäge des MittlerenOrients' verheiratet ist und gelegentlich mit Skinheads über den Unterschiedzwischen 'Türken' und 'Kanaken' diskutieren muß, hat er keine Probleme.Bis eines Tages ein Brief von der Ausländerbehörde eintrifft Er soll abgeschobenwerden. Das ist natürlich absurd - schließlich ist er vor mehr als dreißigJahren als Gastarbeiter in die Bundesrepublik gekommen und sollte demnächstdie deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Aber Frau Kottzmeyer-Göbelsbergvon der Ausländerbehörde kann ihm nur bestätigen, daß er laut Akte innerhalbeiner Woche das Land zu verlassen habe. Jetzt ist jedes Mittel recht Scheinehe,Barrikade vor der Wohnung, Bestechungsversuche. Aber selbst Massendemonstrationenund die Besetzung eines Atomkraftwerks bleiben ohne Wirkung.Mit unerschöpflicherKomik treibt der Autor das Geschehen von einem grotesken Höhepunkt zumnächsten. Schriller, witziger und politisch unkorrekter kann man mit dembrisanten Thema 'Deutschland und seine Ausländer' nicht umgehen.
Buch:
Die Brücke vom Goldenen Horn
Autor:
Emine Sevgi Özdamar, Ausgabe vom 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 208014
Product Description Roman Erscheinungsjahr: 2002 Gewicht: 249 gr / Abmessung: 19 cm Von Özdamar, Emine S. Der Roman erzählt die Geschichte einer jungen Türkin im Berlin und im Istanbul von 1968, zwischen Heimweh und Erwachen, zwischen Fabrikarbeit, Schauspielschule, politischem Aufbruch und Alptraum.
Buch:
Glückseligkeit
Autor:
Zülfü Livaneli, Ausgabe vom 1. April 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 77875
Aus der Amazon.de-Redaktion Bis Kemal auf seine entfernte Verwandte Füsun trifft, hält er sich für einen glücklichen Menschen. Er ist fast verlobt, eigentlich ist auch die Hochzeit schon beschlossene Sache. Aber dann betritt er auf der Suche nach einer Handtasche für seine Geliebte die Istanbuler Boutique Champs-Élysées , in der Füsun als Verkäuferin arbeitet. Und damit nimmt sein Leben einen Lauf, der Kemal - zumindest am Anfang - noch ein wenig glücklicher macht. Der reiche Kemal trifft die mittellose Füsun, die sich mit der Teilnahme an einem Schönheitswettbewerb die Verachtung der ganzen Familie zugezogen hat, heimlich wieder. Er nimmt sie mit in seine Wohnung und verbringt die Nacht mit ihr. Allmählich wächst sich die Leidenschaft aus zu wahrer, aber auch tragischer Liebe, in deren Verlauf Kemal Füsun ein eigenes Museum widmet. Und der Roman Das Museum der Unschuld des türkischen Bestsellerautors Orhan Pamuk weitet sich zu einer stark an Thomas Mann gemahnenden, fast epischen Geschichte, in der ein verwöhnter und von den Lockungen der modernen Großstadt faszinierter Außenseiter der traditionellen türkischen Gesellschaft immer wieder auch die Schuld empfindet, nicht hinreichend bürgerlich und standesgemäß zu sein. "Ist nicht eigentliches Ziel von Roman und Museum, unsere Erinnerungen so aufrichtig wie möglich zu erzählen und dadurch unser Glück in das Glück anderer zu verwandeln?" fragt Pamuk im Roman. Nach der Lektüre seines autobiografisch angehauchten Buchs Das Museum der Unschuld mag man dem Autor unumwunden recht geben. Denn Pamuk ist es gelungen, nicht nur dieser wundervollen Liebesgeschichte in einer parallelen Welt, sondern auch dem Istanbul der siebziger Jahre ein gar nicht angestaubtes Denkmal zu setzten: Glücksgefühl beim Lesen inklusive. - Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
Buch:
Farang in Thailand
Autor:
Günther Ruffert, Ausgabe vom Januar 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 164806