Aus der Amazon.de-Redaktion Christine schwebt im siebten Himmel. Tatsächlich scheint sie im gesetzten Alter von 46 Jahren doch noch so etwas wie ihre große Liebe gefunden zu haben. Mit ihrem geliebten Johann will sie Urlaub auf ihrer Lieblingsinsel Sylt machen ? auch wenn ihre ebenfalls anwesenden Eltern, namentlich ihr Vater Johann gegenüber nicht gerade sensibel aufgetreten ist. Aber es kommt noch schlimmer. Den als Christine ihren Johann turtelnd auf dem Bahnhof abholen will, stolpert ihr Geliebter nicht nur über eine Frau mit rotem Hut, sondern beide auch in ein turbulentes Abenteuer mit allerlei Familienchaos. Die Dame mit dem roten Hut nämlich ist niemand anders als Christines überaus resolute Tante Inge, die sich auch gleich über das unschickliche Turteln des doch schon in die Jahre gekommenen Pärchens beschwert und Johann sofort mit ?schnippischem ? Beschlag belegt. Tante Inge, so scheint es, ist unter den schlechten Einfluss einer der Familie unbekannten Freundin namens Renate geraten, die ihr offenbar empfohlen hat, den etwas unscheinbaren Onkel Walter, einen Beamten, zu verlassen. Aber kehrt sie vielleicht am Ende doch zu ihrem Mann zurück? Tante Inge haut ab ist angenehm wie ein Sommerregen: Kurz fühlt man die Erfrischung, aber danach ist es schnell wieder genau so unangenehm heiß wie zuvor. So ergeht es auch der Leserin bei der Lektüre: Man amüsiert sich prächtig, aber kaum hat man den Roman aus der Hand gelegt, da hat man die Geschichte auch schon wieder vergessen. Dies aber ist gar kein Manko. Denn auch wenn Tante Inge haut ab sicher kein Buch für die einsame Insel ist: unterhaltsam ist es allemal.- Isa Gerck
Product Description Kriminalroman Erscheinungsjahr: 2009 Gewicht: 412 gr / Abmessungen: 186 mm x 123 mm x 36 mm Von Neuhaus, Nele Der 92-jährige Holocaust- Überlebende David Josua Goldberg wird in seinem Haus im Taunus mit einem Genickschuss getötet. Bei der Obduktion macht der Arzt eine seltsame Entdeckung: Goldbergs Arm trägt die Reste einer Blutgruppentätowierung, wie sie bei Angehörigen der SS üblich war. Dann geschehen zwei weitere Morde, die Hinrichtungen gleichen. Welches Geheimnis verband die Opfer miteinander? Die Ermittlungen führen Hauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff weit in die Vergangenheit: nach Ostpreußen im Januar 1945... Pressestimmen: "Nele Neuhaus versteht es perfekt, die Spannung auf konstant hohem Niveau zu halten." krimi-couch.de
Roman. Nachw. v. Tilman Westphalen Erscheinungsjahr: 2009 29. Aufl. Gewicht: 168 gr / Abmessung: 19 cm Von Remarque, Erich M. Die Geschichte des ersten Weltkrieges, erzählt aus der Sicht eines einfachen Soldaten: Der neunzehnjährige Paul Bäumer kommt als ahnungsloser Kriegsfreiwilliger von der Schulbank an die Front - und erlebt statt der erwarteten Kriegsbegeisterung und Abenteuer die ganze Brutalität des Gemetzels und das sinnlose Sterben seiner Kameraden. In diesem langjährigen literarischen Bestseller beschwört Remarque die Schrecken des Ersten Weltkrieges mit zupackender Lebendigkeit und einer Sprache, die für jede Generation wieder neu spricht. Pressestimmen: "Ein vollkommenes Kunstwerk und unzweifelhafte Wahrheit zugleich." Stefan Zweig "Dieses Buch hat den Friedensnobelpreis verdient." Hamburger Abendblatt Will man den Wehrdienst verweigern und Zivildienst ableisten, dann sollte man in der Gewissensprüfung darlegen können, warum man sich denn keinen Dienst an der Waffe vorstellen kann. Und mehr als einmal dürfte dann als Begründung die Lektüre von Erich Maria Remarques Im Westen nicht Neues folgen. Dieser Roman schildert aufs Eindringlichste die schauerlichen Erlebnisse des Soldaten Paul Bäumer an der Westfront des Ersten Weltkrieges, wo sich Deutsche und Alliierte in einem grausamen Grabenkrieg gegenüberstanden. Aber eigentlich sind Schauplatz und Zeit bedeutungslos, beherrschend ist das sinnlose Töten und die zu reinem Menschenmaterial degradierten Soldaten, die schon lange den Glauben an den "gerechten Krieg" aufgegeben haben. Hier ist kein Platz für klischeehaft mutige Helden, Verlierer sind sie letztlich alle, die da im Schlamm der Schützengräben liegen. So mancher Leser wird nach diesem Roman seine Meinung zu Krieg und Militärdienst geändert haben. Wer heute noch glaubt, Krieg könne eine heldenhafte Sache sein, der kennt das Buch wahrscheinlich nicht und sollte einmal einen Blick hinein werfen. Danach ist er entweder eines besseren belehrt oder scheinbar schon völlig abgestumpft. -Joachim Hohwieler
Buch:
Das Auge der Wüste - Das Geheimnis von Askir 03.
Autor:
Richard Schwartz, Ausgabe vom Sept. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 124737
Roman Erscheinungsjahr: 2003 m. 1 Pln. Gewicht: 384 gr / Abmessung: 18,5 cm Von Schätzing, Frank Köln im Jahr 1260: Jacop der Fuchs, ein liebenswerter Dieb und Herumtreiber, wird unfreiwillig Zeuge eines Mordes. Er sieht, wie eine düstere Gestalt den Kölner Dombaumeister vom Gerüst in den Tod stößt. Aber er selbst muss auch gesehen worden sein. Denn jeder, dem Jacop diese Geschichte erzählt, ist kurze Zeit später tot. Dem jungen Mann wird schnell klar, dass er nur eine Chance hat, seine Haut zu retten. Er muss den Täter entlarven, bevor auch er zu seinem Opfer wird ... Pressestimmen: "Sprachgewaltig!" (Rheinische Post) "Virtuos gemeuchelt, mit viel Gespür für historisches Flair, Spannung und Witz." (Kölnische Rundschau) Leseprobe: Prolog Der Wolf stand auf der Anhöhe und fixierte den goldbeschienenen Ring der großen Mauer. Sein Atem ging gleichmäßig. Die mächtigen Flanken zitterten leicht. Er war den ganzen Tag gelaufen, von der Gegend um Jülichs Burgen herab über das Hügelland bis hierher, wo das Dickicht endete und den Blick freigab auf die entfernt liegende Stadt. Trotzdem fühlte er sich weder erschöpft noch müde. Während der Feuerball der Sonne hinter ihm den Horizont berührte, warf er den Kopf in den Nacken und erkundete witternd seine Umgebung. Die Eindrücke waren übermächtig. Er roch das Wasser vom Fluss, den Schlamm an den Ufern, das faulige Holz der Schiffsrümpfe. Er sog die Melange der Ausdünstungen in sich hinein, in der sich Tierisches mit Menschlichem und Menschgemachtem mischte, parfümierte Weine und Fäkalien, Weihrauch, Torf und Fleisch, das Salz verschwitzter Leiber und der Duft teurer Pelze, Blut, Honig, Kräuter, reifes Obst, Aussatz und Schimmel. Er roch Liebe und Angst, Furcht, Schwäche, Hass und Macht. Alles dort un Köln im Jahr 1260. Durch die Gebeine der Heiligen Drei Könige, die der Erzbischof Rainald von Dassel als Kriegsbeute mitgebracht hat, hat sich in die einstmals kleine Stadt zu einem der größten Pilgerorte der Christenheit entwickelt - einen Pilgerort zudem, den mit dem Dom eine (wenn auch unfertige) Kathedrale krönt. Aber nicht nur Gläubige zieht das fromme Treiben an, sondern auch Verbrecher, Strolche oder Mörder. Darunter sind eher liebenswerte Streuner wie Jacob, der aufgrund seiner roten Haare "der Fuchs" genannt wird, aber auch wahrhaft diabolische Gestalten wie der Schatten, den Reisende schon einmal gern mit dem Leibhaftigen oder einem Wolf verwechseln. Die Wege von Fuchs und Wolf kreuzen sich, was Jacob zum Verhängnis zu werden droht. Denn ausgerechnet er beobachtet, wie jemand den Dombaumeister vom Gerüst stürzt - und verrät sich selbst dadurch, dass im selben Moment der Ast jenes Baumes bricht, auf den Jacob zum Apfelstehlen gestiegen war. Von nun an muss Jacob um sein Leben fürchten, und nicht nur das: Jeder, mit dem er spricht, stirbt eines unnatürlichen Todes ... Berühmt geworden ist Frank Schätzing mit seinem fulminant erfolgreichen Ökothriller Der Schwarm über eine außer Kontrolle geratene Unterwasserwelt. Dabei hat der Gründer und kreative Geschäftsführer einer Kölner Werbeagentur einmal ganz klein angefangen und sich mit Lokalkrimis wie Mordshunger eher im Umfeld der Rheinmetropole einen Namen gemacht. Fast könnte man sagen: Ganz zu Recht - gäbe es da nicht Schätzings überaus lesenswertes Krimidebüt Tod und Teufel, das, anders als Der Schwarm, nicht so sehr wegen seiner originellen Handlung besticht, sondern durch sein historisches Kolorit. Auch wenn es oft so aussieht, als hätte Schätzing die Versatzstücke moderner Krimiliteratur genommen und Ihnen einen mittelalterlichen Mantel übergeworfen: Jeder Freund historischer Romane sollte Tod und Teufel unbedingt lesen. -Isa Gerck
Product Description Jetzt werden wir nicht mehr sagen können, wir hätten von nichts gewußt. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 1988 und dem Deutschen Science Fiction Preis 1988 Erscheinungsjahr: 2011 Nachdr. m. Illustr. ab 13 J. Gewicht: 213 gr / Abmessung: 18,5 cm Von Pausewang, Gudrun Was niemand wahrhaben wollte, passiert: Deutschland erlebt einen Supergau. Die 14jährige Janna-Berta verliert ihre Familie und landet selbst im Lazarett. Pressestimmen: "Dieses Szenario des Grauens ist der mutige Versuch, Abschied von falschen Träumen, von Illusionen zu nehmen". (Die Zeit)
Aus der Amazon.de-Redaktion Alle Freunde der großen russischen Literatur des 19. Jahrhunderts müssen sich mit einer traurigen Wahrheit vertraut machen: Krieg und Frieden von Leo Tolstoi hat es nie gegeben! Es existieren nur verschiedene Fassungen, von denen die uns bekannte eine (mehr oder weniger bunte) Mischung ist: Der Text stammt aus den ersten beiden Ausgaben von 1868/69, vermischt mit den Korrekturen und der Kapiteleinteilung der dritten Ausgabe von 1873. Erstmals aber hatte Tolstoi sein Mammut-Epos 1866 für beendet erklärt und dann doch noch mit Änderungen versehen, die das Opus auf das Doppelte des ursprünglichen Umfangs anschwellen ließen. Zahlreiche Exkurse zur Geschichtsphilosophie und Zeitpolitik wurden aufgenommen, die Napoleon-Begeisterung der Urfassung zugunsten einer politisch legitimeren Darstellung geglättet. Das hat Krieg und Frieden zum einen sicher interessanter und fassettenreicher, zum anderen aber auch vom Erzählstil etwas träger und von der Figurenzeichnung etwas einseitiger werden lassen. Denn viele satirische und groteske Züge kommen in den späteren Druckfassungen nicht mehr zum Tragen. Was Krieg und Frieden verlor und was es durch die Überarbeitungen gewann, kann nun jeder in der laut Verlagswerbung mühsam "rekonstruierten Urfassung" nachlesen - wobei das Attribut schon ankündigt, dass es sich dabei keineswegs um die einzig autorisierte Urfassung handeln muss. Dennoch bekommt man einen schnellen, überraschenden und ebenfalls nicht gerade dünnen Roman zu lesen, der nicht nur einen klareren Einblick gibt in die Tolstoi'sche Psyche, sondern auch aufwartet mit einem neuen (also eigentlich ja alten) Schluss. Mehr wird aber nicht verraten. -Thomas Köster
Buch:
Schattenreiter: Roman
Autor:
Sarah Nikolai, Ausgabe vom 1. Mai 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 366643