Ein Reiseführer für faule Touristen Erscheinungsjahr: 2007 m. Illustr. v. Vitali Konstantinov. Gewicht: 255 gr / Abmessung: 19 cm Von Kaminer, Wladimir Der bekannteste und beliebteste Berliner führt durch seine Stadt, ein Reiseführer der anderen Art. Es gibt derzeit wohl kaum einen bekannteren Berliner als Wladimir Kaminer. Und keinen, der geeigneter wäre, die Stadt einem Touristen in all ihren Facetten vorzustellen. Von einer kurzen Einführung in die Berliner Historie über Geschichten zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand oder das Verhalten japanischer Touristen bringt Wladimir Kaminer auf gewohnt witzig-charmante Art dem Leser seine neue Heimat näher. Dabei dürfen natürlich auch praktische Hinweise nicht fehlen. Dazu gehören kleine Spazierrouten, dank derer man auf den Spuren von Wladimir Kaminer durch die Stadt schlendern kann, sowie Adressen origineller Restaurants, Geschäfte und anderer im Buch vorgestellten Attraktionen. Leseprobe: Ich bin kein Berliner Ich bin kein Berliner. Ich bin auch nicht "Deutschland". Die Social-Marketing-Kampagne des letzten Jahres "Du bist Deutschland" hat mich nur irritiert. Ich kenne mich hier nicht wirklich aus. Vor fünfzehn Jahren kam ich nach Ostberlin, aus Gründen, die mir bis heute rätselhaft geblieben sind. Wahrscheinlich war es bloße Neugier auf die Welt und ungebremste Reiselust, die mich damals nach Berlin trieben. Die Reise erwies sich als fatale Entscheidung. Einmal hier gelandet, kommt man kaum mehr weg. Berlin bindet. Alle Einheimischen, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe, wollten immer als Erstes wissen, wieso ich damals ausgerechnet Berlin beziehungsweise Deutschland als Reiseziel gesucht hatte. Meine Ausweichantworten "Es hat sich so ergeben" oder "Ich bin in den falschen Zug gestiegen Sicher, Wladimir Kaminer, der Deutsche russisch-jüdischer Abstammung, der mit dem Buch Russendisko und der gleichnamigen Partyreihe international bekannt wurde, ist weder in Berlin geschweige denn in Deutschland geboren noch besitzt er den typische Berliner Schnauze. Demnach ist er tatsächlich kein Berliner, auch wenn er seit 1990 dort lebt. Andererseits verkörpert er mit seinen kreativen Ideen, seinem Humor und seiner ganzen Lebenseinstellung das Berlinerische der Gegenwart so wie kein Anderer. Demnach ein echter Berliner also. Letzte Zweifel, ob Kaminer einer ist, der sich in Berlin auskennt, verfliegen, wenn man die 33 heiteren Kurzkapitel liest, denn die zeugen von einer echten Ortskenntnis. In jeder Episode erzählt er eine kleine Geschichte rund um ein Thema oder einen Ort, den man als Nicht-Berliner durchaus einmal besuchen sollte - als Berliner sowieso. Eine kurze Auswahl: Welchen Unterschied gibt es zwischen Ost- und Westberliner Steuerberatern? Wo kriegt man zehn Kilo Bananen für 50 Cent und mit etwas Glück noch einen Opel Kadett obendrauf? Und was machen eigentlich die Tschuktschen, Berlins kleinste Minderheit? Wie so meist bei Kaminer sind die Pointen sehr schön gesetzt, wer nicht zumindest schmunzelt, hat sich entweder am Kaminerschen Stil sattgelesen oder ist gerade einfach nicht in der Stimmung. Doch es geht nicht nur um spaßige Anekdoten. Denn bei "Ich bin kein Berliner" kommt noch der reisepraktische Aspekt dazu. Am Ende jeden Kapitels und hinten im Buch finden sich sämtliche Adressen zu den Orten sowie einige Informationen zu ihnen. Wer die beherzigt, kann wahrlich kein fauler Tourist sein, denn allein die Tippsammlung erstreckt sich über 35 Seiten. Fazit: Ein schönes Beispiel, wie es gelingt, einen Reiseführer einmal anders, als Geschichtenband, zu gestalten und dennoch einen konkreten Nutzwert zu schaffen. Ob dieses Konzept auch für andere Städte gelingen kann? Nur, wenn sich adäquate Autoren finden lassen - das wird nicht so einfach sein. - Christian Haas
Aus der Amazon.de-Redaktion "Aha, ein Münchner", sprach der liebe Gott, als ihm der Engel Aloisius gegenübertrat. Was aber ist typisch münchnerisch? Diese amüsante Gebrauchsanweisung spürt es auf. Der Physiognomie des Buches zufolge ist die Maxvorstadt mit seinen Museen und Universitäten der Kopf Münchens, den gewichtigen Hintern symbolisiert der Vorort Pasing. Auf Herz und Nieren geprüft wird das Verhältnis zwischen Umland und Stadt. Themen wie CSU-Skandale, Promi-Szene, Biergarten-Philosophien und Laptop in Lederhosen werden be- und teilweise durchleuchtet, wer warum welche Zeitung liest, erklärt. Und es ist gar nicht schwer, Münchner zu werden - wenn man eine Wohnung findet. Sind Sie einmal Münchner, dann beginnt der Urlaub "mit einer Fahrt über den Brenner", und auf der Heimreise geraten Sie "zwischen fünf und sieben Uhr irgendwo zwischen Irschenberg und Holzkirchen in den Stau". Recht hat er, Autor Thomas Grasberger: In gleich bleibendem Tempo berichtet der Journalist über Alltag und Eigenarten von Stadt und Städtern und kommt stets schnell auf den Punkt. Das Buch ist solide, ganz wie man es von einer Gebrauchsanweisung erwartet. Dabei bleibt es unspektakulär, ein wenig wie die Münchner, die es beschreibt. Der Autor ist ein aufmerksamer Beobachter, seine Urteile sind klar und kompetent: Ein echter Sauhund ist er also - auch wenn der Augustiner-Biergarten entgegen seiner Behauptung kleiner ist als der "Königliche Hirschgarten" (in überarbeiteter Ausgabe abgeändert). Kleiner Dorn im Auge: Leser, die nicht in München leben, verstehen nicht alle Anspielungen. Zudem geraten die Ausführungen des Wahlmünchners hie und da zu einer altbayrischen Gebrauchsanweisung - kein Wunder, denn Thomas Grasberger ist im oberbayerischen Altötting aufgewachsen. Nicht erst seit der ungewöhnlichen Ethnografie Tief in Bayern ist klar: "Der Bayer ist nicht maulfaul, sondern weiß ganz einfach, dass seit Anbeginn der Zeit eigentlich alles Wesentliche gesagt ist." Unter diesen widrigen Voraussetzungen gelang Thomas Grasberger eine prächtige Charakterstudie: Jeder, der wissen will, was die Stadt auszeichnet, wie sich Münchner verhalten und wie Sie aus ihnen schlau werden, wird viel Freude daran haben - egal ob Lese-Reisender, Tourist, Zugereister oder auch Original. Gleichzeitig setzt dieses Buch die bekannte Reihe von Gebrauchsanweisungen aus dem Piper-Verlag mit weit mehr als 20 Städte-, Regionen- und Länderporträts erfolgreich fort. Am allerbesten, Sie beobachten nach der Lektüre vor Ort, wie Münchner damit kokettieren, Einwohner der nördlichsten Stadt Italiens zu sein. Und wenn Sie wider Erwarten schlechte Erfahrungen machen, dann liegt es hoffentlich am Föhn. -Herwig Slezak 1
Buch:
Ein Jahr in London: Reise in den Alltag (HERDER spektrum)
Autor:
Anna Regeniter, Ausgabe vom 12. März 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 83737
Product Description Reise in den Alltag Erscheinungsjahr: 2008 4. Aufl. Hobby/Freizeit Gewicht: 234 gr / Abmessungen: 194 mm x 125 mm x 17 mm Von Regeniter, Anna Lebenstraum London: Mit Anfang 30 zieht Anna Regeniter in die schillernde Hauptstadt Großbritanniens. Selbstironisch erzählt sie vom Aufeinanderprallen ihrer Londonträume mit der Realität - von ihrem unglaublich komischen Alltag als Deutschlehrerin, von ihrem pakistanischen Zeitungshändler und ihrem griechischen Vermieter, von Cream Tea, Clubs voller Popstars und der entscheidenden Wahl des Lieblingspubs.
Buch:
Gebrauchsanweisung für London
Autor:
Ronald Reng, Ausgabe vom Okt. 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 98020
Product Description Viele Städte haben ihren ganz besonderen Reiz. London aber hat alles und von allem im Überfluß Bewohner, die die Höflichkeit zum höchsten Gut erhoben haben. Parks, die größer sind als deutsche Kleinstädte und schöner als Hugh Grant. So viel Energie. So wenig Regen. Den Premierminister Tony Blair, der in seiner Freizeit das Hemd aus der Hose und diese ohne Gürtel trägt. Das Zafferano's, das beste italienische Restaurant außerhalb von Italien. Die Tate Modern. Bewohner, die sich selbst am wenigsten ernst nehmen. All das hält London in Bewegung, und kein Verb beschreibt es besser Die Stadt, sie schwingt!
Buch:
Mit Rilke durch Venedig: Literarische Spaziergänge (insel taschenbuch)
Autor:
Birgit Haustedt, Rainer Maria Rilke, Ausgabe vom 26. Juni 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 16532
Product Description Literarische Spaziergänge Erscheinungsjahr: 2006 m. Pln. u- zahlr. meist farb. Abb. Hobby/Freizeit Gewicht: 263 gr / Abmessungen: 177 mm x 108 mm x 13 mm Von Haustedt, Birgit Mit Gondel und Vaporetto, meist jedoch zu Fuß erkundete Rainer Maria Rilke die Lagunenstadt, das erste Mal 1897, das letzte Mal 1920. Er verkehrte in den Salons der High-Society, litt unter Scirocco und Kinderlärm. Markusplatz und Canal Grande, Carpaccio und Tintoretto inspirierten ihn, aber auch eine verlassene Großwerft, das Arsenal. Als erster Schriftsteller beschrieb er literarisch das Ghetto. Das Besondere an Rilkes Zugang zu Venedig: Er schaute genau hin. In seinen Texten steckt viel mehr Wirklichkeit, als man auf den ersten Blick erwarten würde. Das spürt man besonders, wenn man sie an Ort und Stelle liest. Wer mit Rilke durch Venedig, für ihn "das schöne Gegengewicht der Welt", geht, sieht mehr und genauer als mit vielen anderen Reiseführern.
Buch:
Spazieren in Berlin
Autor:
Franz Hessel, Ausgabe vom März 2011, Gebunden, Verkaufsrang 112529
Product Description Eine Ekstase. Erscheinungsjahr: 2009 m. Fotos v. Lotta u. Lukas Ortheil. Gewicht: 278 gr / Abmessung: 21,5 cm Von Ortheil, Hanns-Josef Rom ist schon immer ein Besuchermagnet gewesen. Auch der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil reist seit Jahrzehnten dorthin. In diesem literarischen Reiseführer unternimmt er Spaziergänge durch das historische Zentrum, erkundet Enotheken, Bars und Osterien und begleitet Aeneas, Goethe, Stendhal und Thomas Mann auf ihren Wegen durch die Ewige Stadt. Weite Gärten und kleine Kreuzgänge, Palazzi und geheime Aussichtsterrassen - Ortheil kennt die römische Kultur und die Geschichte der Römer so gut, dass selbst Rom-Enthusiasten manches entdecken werden. Als wahrer Genießer widmet er sich auch der römischen Küche und stellt teilweise noch aus der Römerzeit tradierte Rezepte vor. Pressestimmen: "Unter den deutschen Schriftstellern der Gegenwart gibt es wohl kaum jemanden, der so kundig schwärmen kann wie Hanns-Josef Ortheil. (...) Wer da nicht seinerseits ins Schwärmen kommt, ist nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde." (Literarische Welt, Tilman Krause, 02.05.2009)
Buch:
Die Schwebebahn: Dresdner Erkundungen
Autor:
Uwe Tellkamp, Ausgabe vom 15. Nov. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 82403