Aus der Amazon.de-Redaktion "España es diferente" - Spanien ist anders - hieß ein Werbeslogan des zuständigen Fremdenverkehrsamtes. Damit war nicht nur der Unterschied zu Nachbarländern gemeint, sondern auch die Diskrepanz zwischen Schein und Sein innerhalb der eigenen Grenzen. Die Botschaft: Das spanische Festland ist anders als manch bunter Prospekt von Reiseveranstaltern weismachen will. Oder: Spanien bietet viel mehr als kastagnettenklappernde Flamencotänzer, wilde Toreros und Sangría schlürfende Paellaesser, die nach dem Mahl Siesta machen. Schon beim Durchblättern der Neuauflage des ADAC Reiseführers Spanien merkt der Leser, dass sich die Gestalter um eine ausgewogene und fassettenreiche Darstellung der iberischen Halbinsel bemühen und sich nicht mit bekannten Allgemeinplätzen begnügen: Da stößt man auf schneebedeckte Hänge der Sierra Nevada und der Pyrenäen. Oder es eröffnen sich Einblicke in das riesengroße Figurenensemble aus Pappmachée, das bei der "Nacht des Feuers" in València durch die Gassen getragen wird. Sicher, die meisten Top-Tipps des Landes sind naturgemäß auch aus anderweitigen Quellen bekannt: das strahlende Guggenheim-Museum in Bilbao, die Silhouette von Granada oder die Kathedrale von Barcelona. Beim ADAC Reiseführer werden sie aber eingangs nach "Ressorts" gegliedert aufgeführt - getreu dem Schema: "die besten Tapa-Bars" oder "die schönsten Stadtbilder". Und dieser Service ist eine angenehme Orientierungshilfe. Achtung: Autofahrer brauchen weiteres Kartenmaterial, denn außer einer groben Landeskarte finden sich im ADAC Reiseführers Spanien nur Stadtpläne, nicht aber Regionalkarten oder die bei anderen Reiseführern mittlerweile üblichen Zusatzkarten. Und da die Balearen und Kanaren kaum erwähnt werden, ist dieser Reiseführer nur Besuchern des spanischen Festlandes zu empfehlen. -Christian Haas
Buch:
DuMont Kunst Reiseführer Zentralspanien und Madrid
Autor:
Hans-Peter Burmeister, Ausgabe vom 1. Aug. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 147742
Costa Blanca - Urlaubshandbuch: Handbuch für individuelles Reisen und Entdecken entlang der "Weißen Küste": Handbuch für individuelles Reisen und Entdecken entlang der "Weißen Küste"
Autor:
Hans-Jürgen Fründt, Ausgabe vom 1. Januar 2009, Broschiert, Verkaufsrang 482617
Buch:
DuMont direkt Menorca
Autor:
Angelika König, Ausgabe vom 20. Nov. 2009, Broschiert, Verkaufsrang 90701
Buch:
Gomera: Mit großer Reisekarte
Autor:
Birgit Borowski, Ausgabe vom Aug. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 380646
Aus der Amazon.de-Redaktion Wahrscheinlich ist es die etwas umständliche Anreise, die Gomera vor dem Massentourismus und somit vor einem touristischen Gomorrah verschont hat. Auf die zweitkleinste der sieben Kanarischen Inseln gelangen Touristen nämlich nur per Schiff oder von Teneriffa oder Gran Canaria aus mithilfe des kanarischen Inselhoppings, unter dem man sich kleine Flugzeuge vorzustellen hat, die auf kleinen Landepisten aufsetzen. "Wer nur Sonne, Sand und Unterhaltung will", heißt es im Baedeker-Band Gomera, "hat mit dieser Insel das falsche Urlaubsziel gewählt. Aber Individualisten, die sich an einmaliger Naturlandschaft berauschen können, werden von der klimatisch begünstigten Vulkaninsel im Atlantik begeistert sein". Anscheinend ist es auch das Autorenteam des Gomera-Buches, denn auf knapp 370 Quadratkilometern, was in etwa der Größe Hamburgs entspricht, lässt es sich allein sechs Mal dazu hinreißen, Sehenswürdigkeiten als so genannte "Top-Reiseziele" auszuloben und weiteren 18 Zielen das Prädikat Herausragend anzuhaften. Wer im Übrigen denkt, dass der gute alte Baedeker - nur weil es ihn schon seit über 150 Jahren gibt - ein kultur- und geschichtsüberladener Reiseführer darstellt, irrt gewaltig. In die nach wie vor klar strukturierte Reihe ist jede Menge Farbe gekommen - auch was den Inhalt betrifft. So stößt der Leser auf mehrseitige Special-Themen, in denen etwa die inseltypische Pfeifsprache oder die zunehmende Bedrohung der Delfine durch touristische Whale watcher fokussiert werden. Dass diese Sonderseiten ebenso wie die eingestreuten Redaktionstipps aber auch noch bei den praktischen Informationen auftauchen, ist doch etwas zu viel des Guten. Schließlich wirkt dieses Kapitel durch die zahlreichen Rubriken, Schattierungen und Randspaltenhinweise ohnehin schon voll und außerdem erwartet man doch - zumindest in diesem Buchteil - dass hier ausschließlich Insidertipps zum Besten gegeben werden. Viele davon sind übrigens auch auf der beigelegten Karte eingezeichnet, die mit ihrem 1:30.000-Maßstab vor allem Wanderer und Radler erfreuen wird. -Jan König
Buch:
Auf dem Jakobsweg
Autor:
Andreas Drouve, Ausgabe vom 1. Juni 2008, Gebunden, Verkaufsrang 310335