Product Description Erscheinungsjahr: 2010 Um e. Nachw. erw. Aufl. Gewicht: 146 gr / Abmessung: 19 cm Von Augé, Marc Marc Augé ist der Begründer einer Ethnologie des "Nahen". In seinem Buch Nicht-Orte konstatiert er im Zuge von Modernisierung und Globalisierung weltweit eine rasante Zunahme von sinnentleerten, transitorischen Funktionsorten. Diese "Nicht-Orte" wie z.B. Flughäfen, U-Bahnen, Flüchtlingslager, Supermärkte oder Hotelketten sind keine "anthropologischen Orte", man ist nicht heimisch in ihnen, sondern es sind "Orte des Ortlosen" und gewissermaßen das Gegenteil von "Erinnerungsorten". Diese Räume stiften keine individuelle Identität, haben keine gemeinsame Vergangenheit und schaffen keine sozialen Beziehungen. Sie sind Zeichen kollektiven Identitätsverlusts. "Der Raum der Nicht-Orte schafft Einsamkeit und Gleichförmigkeit." Marc Augés Buch, stark rezipiert in den Kulturwissenschaften, war lange vergriffen. Es ist jetzt mit einem neuen Nachworte des Verfassers wieder zugänglich.
Buch:
Das glücklichste Volk: Sieben Jahre bei den Pirahã-Indianern am Amazonas
Autor:
Daniel Everett, Ausgabe vom 15. Febr. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 33612
Die Schicksale menschlicher Gesellschaften Erscheinungsjahr: 2009 5. Aufl. m. Abb., 33 Fotos auf Taf. Gewicht: 452 gr / Abmessung: 19 cm Von Diamond, Jared In seinem bahnbrechenden Buch weist der amerikanische Biologe Jared Diamond nach, daß nicht konstitutionelle Unterschiede der Menschen, sondern die klimatischen und geographischen Besonderheiten der verschiedenen Erdteile die Ursache für die Verteilung von Armut und Reichtum sind. Er widerlegt damit stichhaltig alle Theorien, denen die Frage nach Rasse zugrundeliegt. Pressestimmen: "Diamonds Sicht der Geschichte ist ein großartiger Wurf!" Frankfurter Allgemeine Zeitung Seit dem 16. Jahrhundert haben die Europäer maßgeblich bestimmt, wo es langgeht in der Welt - in guten wie in schlechten Tagen. In Arm und Reich. Die Schicksale menschlicher Gesellschaften erläutert Jared Diamond, warum sich die Dinge so entwickelt haben. Es ist eine elementare Frage, und Diamond ist gewiß nicht der erste, der sie stellt. Seine besondere Leistung besteht jedoch darin, daß er sich auf wissenschaftliche Fakten stützt statt auf fadenscheinige Theorien über die genetische Überlegenheit der Europäer. Diamond, ein Professor der Physiologie an der University of California at Los Angeles (UCLA), weist darauf hin, daß die Geographie Eurasiens bestens geeignet war für die Entwicklung der Landwirtschaft und der Viehhaltung sowie für den freien Informationsfluß. Die bevölkerungsreicheren Kulturen, die sich daraus entwickelten, hatten komplexere Regierungs- und Kommunikationsformen - und eine erhöhte Resistenz gegenüber Krankheiten. Darüberhinaus nutzte das zersplitterte Europa die Kraft der wettbewerbsorientierten Innovation in einer Weise wie es China nicht tat. (Zum Beispiel benutzten die Europäer die chinesische Erfindung des Schießpulvers, um die Schußwaffen zu entwickeln, mit denen sie dann die Neue Welt unterwarfen.) Diamonds Buch ist komplex und ein wenig verwirrend. Aber die These, die er methodisch vorbringt - die Untersuchung der "positiven Feedback-Schleife" der Landwirtschaft, der Viehhaltung, der Bevölkerungsdichte, der Innovation, und so weiter - ergibt Sinn. Geschrieben ohne Partei für irgendeine Seite zu ergreifen, ist Arm und Reich ein gutes Buch über die Weltgeschichte.
Product Description Alles, was wir lieben: von Auld Lang Syne bis zum Whisky Erscheinungsjahr: 2010 m. zahlr. meist farb. Abb. Gewicht: 665 gr / Abmessung: 23 cm Von Vogt, Matthias Unterhaltsam, kenntnisreich und witzig. Mit zahlreichen pointierten Abbildungen. Ob Whisky oder Tartan, Loch Ness oder Golf - an Kultigem ist das geschichtsträchtige Land der Highlands and Islands besonders reich. Dieses Buch wirft einen eingehenden Blick auf den nördlichsten Landesteil des Königsreichs Großbritannien und seine Bewohner, die seit jeher gern einen Mythos um ihre Nation entworfen haben. Kenntnisreich und humorvoll wird all das präsentiert, was das Land der "Scots" so einzigartig macht. Ein Muss für alle Freunde von Tartan, Kilt und Dudelsack, baumstammwerfenden Hünen und dem Monster von Loch Ness!
Buch:
Germanische Mythologie
Autor:
Wolfgang Golther, Ausgabe vom Juni 2011, Gebunden, Verkaufsrang 39816
Kollaps: Warum Gesellschaften überleben oder untergehen
Autor:
Jared Diamond, Ausgabe vom 14. Sept. 2006, Broschiert, Verkaufsrang 29720
Aus der Amazon.de-Redaktion Eines vorweg: Jared Diamonds Buch skizziert keineswegs ein Schreckensszenario ohne Auswege, dazu ist der Geografieprofessor aus Kalifornien zu sehr Realist und auch Optimist. Die bedrohliche Covergestaltung und der Titel sind hier ein wenig irreführend. Der Pulitzer-Preisträger Diamond - er erhielt diese Auszeichnung für Arm und Reich - untersucht, welche Bedingungen dazu führen, dass eine Gesellschaft untergeht. Prototyp dieses Untergangs ist für ihn die Gesellschaft der Oster-Insel. Daneben erzählt der Autor z.B. die Geschichte der Mayas oder der Wikinger, wendet sich aber auch heutigen Gesellschaften zu. U.a. stellt er das Beispiel Ruanda vor; das Land, in dem bekanntlich ein Völkermord von monströsen Ausmaßen stattfand. Ganz Wissenschaftler benennt Diamond zunächst einmal fünf Faktoren, die beim Untergang einer Gesellschaft eine Rolle spielen können. Da wären zunächst Schäden, die der Umwelt unabsichtlich zugefügt werden. Als Zweites hebt Diamond Klimaveränderungen hervor. Weiterhin können feindliche Nachbarn ein Faktor der Zerstörung sein. Viertens: Die Hilfe freundlicher Nachbarn nimmt ab. Die fünfte und laut Diamond wichtigste Frage lautet jedoch: Wie reagiert eine Gesellschaft auf ihre Probleme? Keiner der fünf Faktoren dürfte für sich genommen zum Untergang führen, vielfach wirken sie in Kombination. Der fünfte Faktor aber, also wie man ökologischen und anderen Problemen begegnet, ist laut Diamond besonders bedeutsam. Gesellschaften miteinander zu vergleichen, ist natürlich nicht unumstritten. Diamond nimmt diese Herausforderung an und legt eine kenntnisreiche Analyse vor, die man gleichermaßen unter kulturgeschichtlichen wie unter gesellschaftskritischen Aspekten lesen kann. Dem Ethos des Wissenschaftlers folgend, verzichtet der Autor dabei auf wilde Untergangsszenarien. Vielmehr hält er den Menschen den Spiegel vor und zeigt, wie Gesellschaften ihre eigene Existenz bedrohen. Ein denkwürdiges Lern- und Lesebuch. -Mathias Voigt 1
Der tuwinische Erzähler Galsan Tschinag mit dem persönlichsten seiner Bücher. Im Austausch mit der Völkerkundlerin Amlie Schenk ist dieses aussergewöhnliche Werk entstanden eine Liebeserklärung an das Nomadenleben, ein tiefer Blick in die Geheimnisse einer untergehenden Kultur, eine rückhaltlose Bilanz der Wanderungen zwischen Ost und West. Galsan Tschinags Heimat liegt in der Mongolei, bei einem der neun Nomadenstämme, den Tuwas. Er hat viele Jahre in Deutschland gelebt, wurde hier ausgebildet und ist bei uns durch seine auf deutsch geschriebenen Romane Der blaue Himmel und Die graue Erde bekannt geworden. Spektakulär, wie er im Jahre 1995 als Stammesoberhaupt die Tuwas, die unter Zwang umgesiedelt worden waren, zweitausend Kilometer durch die Steppe ins Stammland zurückgeführt hat. Sein persönlichstes Buch ist sicherlich Im Land der zornigen Winde, das er zusammen mit der Ethnologin Amélie Schenk geschrieben hat. Beide Autoren haben jeweils in der Heimat des anderen gelebt, sind Grenzgänger und können zumindest ansatzweise das andere Denken des Partners verstehen. Tschinag, der bei seinem Stamm die Stellung eines Schamanen innehat, wobei die dichterische Inspiration der schamanischen sehr ähnlich ist, erzählt über seine Kindheit und Jugend bei den Tuwas. Wie er es genossen hat mit seiner Familie als Nomade unterwegs zu sein, ein karges, aber damals nie armes Leben. Von der ungeheuren Vielfalt und dem Reichtum der Alltagskultur der Tuwas, davon berichtet Tschinag. Ihre enge Beziehung zur Natur, der völlig andere Zeitbegriff, die Rolle der Familie und vor allem die der Kinder, darin unterscheiden sich die Nomaden stark von den Europäern. Amélie Schenk und Galsan Tschinag haben zusammen den ersten Schritt getan, damit die untergehende nomadische Kultur nicht in Vergessenheit gerät und eine fruchtbare Wanderung zwischen Ost und West begonnen. -Manuela Haselberger
Buch:
Babys in den Kulturen der Welt
Autor:
Beatrice Fontanel, Claire d'Harcourt, Ausgabe vom 27. Juni 2011, Broschiert, Verkaufsrang 58916