Weisheit und Mysterium - Das Bild der Griechen von Ägypten.
Autor:
Jan Assmann, Ausgabe vom 20. Dez. 1999, Broschiert, Verkaufsrang 44115
Aus der Amazon.de-Redaktion Als die Griechen vor über 3.500 Jahren den intensiven Kontakt zu den Ägyptern suchten, war dies eine Begegnung voller Neugier auf der einen Seite und ausgeprägtem Selbstbewusstsein auf der anderen. Auf jeden Fall aber wurde in dieser Zeit auch der Grundstein für die geistig-politische Entwicklung des Abendlandes gelegt. Eine spannende Geschichte, die von Osiris zu Lessing, von Manetho zu Kant und von Diodor bis Terrasson reicht - und von alles überdauernden Errungenschaften längst vergangener Reiche zeugt. Jan Assmann vermag mit seinem Essay nicht nur die überaus interessanten und weithin wenig verinnerlichten Vorstellungen über das abendländische Ägyptenbild darzustellen, er tut dies auch in einer Art und Weise, die für sein Werk eine Verbreitung weit über das eigene Fachgebiet erhoffen lassen. Wichtiger Gegenstand von Assmanns Betrachtungen sind dabei die Umstände, unter denen die Prägung des Ägyptenbildes erfolgte. Offenbar konnten die Griechen nur indirekt über Dolmetscher mit den Ägyptern kommunizieren, so dass ein Ägyptenbild entstand, das einerseits von griechischer Übertragung, andererseits von ägyptischer Selbstdarstellung geprägt war. Als rote Fäden ziehen sich ausgesuchte Quellen durch das Buch, so dass die Begegnungen beider Welten immer wieder einen fast tagebuchartigen Charakter bekommen. In seinen "großen Themen" beschreibt der Ägyptologe nun die griechischen Reflexionen über Theologie, Politik und das Geschichtsbewusstsein der Äygpter, über die Regierbarkeit des Reiches durch Differenzierung, das priesterlich-philosophische Königtum und die Konfrontation des griechischen Mythos mit ägyptischem Logos. Am Ende steht die Erkenntnis eines merkwürdig konfliktfreien Austausches, eines Dialoges, der den Griechen zu neuen Erkenntnissen von außen und den Ägyptern zu neuen Erkenntnissen über sich selbst verhalf. -J. Schüring
Buch:
Caesar - Sonderausgabe: Der demokratische Diktator - Eine Biographie
Autor:
Luciano Canfora, Ausgabe vom 5. Febr. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 447075
Aus der Amazon.de-Redaktion Er dürfte der einzige Herrscher Roms sein, der bis heute verehrt und betrauert wird. Den Altar im Forum Romanum, wo der Leib des Gemeuchelten an den Iden des März 44 v. Chr. feierlich verbrannt wurde, schmücken stets frische Blumen. Von kaum einer antiken Gestalt ging über die Jahrhunderte eine derartige Faszination aus wie von Gaius Iulius Caesar - für die einen der Archetypus des skrupellosen Machtmenschen und Usurpators, für die anderen ein Erlauchter - ja Erleuchteter - mit dem Zeug zum gerechten König und Retter des Vaterlandes in den Zeiten des republikanischen Verfalls. In der erklärten Absicht, eine Lichtung in das Jahrtausende alte Überlieferungsgestrüpp aus Apotheose, Apologetik und Desavouierung zu schlagen, hat Luciano Canfora Giulio Cesare. Il dittatore democratico geschrieben, der nun auch in deutscher Übersetzung vorliegt. Anhand der literarischen Hinterlassenschaft und im Abgleich mit den äußerst widersprüchlichen historiografischen Befunden unterzieht der in Bari lehrende Altphilologe das gängige Caesar-Bild einer kritischen Prüfung. Er zeichnet dabei die wichtigsten Lebensstationen des politisch ambitionierten Sprösslings aus ältestem römischen Patriziergeschlecht nach, der es durch Charisma, Klientelismus, Populismus, Mäzenatentum und militärische Erfolge verstand, die Massen in einer Weise für sich einzunehmen, die von seinen Gegnern nicht anders als bedrohlich empfunden werden konnte. In seinem ausgeprägten Bestreben um wissenschaftliche Redlichkeit, die auch eine eindeutige Position zu seinem Protagonisten nicht zulässt, ergeht sich Canfora bisweilen zu sehr in Quellenklauberei. Ein Wirrwarr aus Namen, Daten und Latinismen setzt überdies einiges an Vorbildung voraus, zumal der konzeptionell mustergültige Anhang des Buches mit Chronik, Glossar und Biografien bedauerlicherweise lückenhaft geblieben ist. Doch erlaubt gerade die Ambivalenz des Autors, die im Grunde schon im Buchtitel zum Ausdruck kommt, dem Leser eine ureigene (Neu-)Bewertung einer der umstrittensten Persönlichkeiten der Weltgeschichte. -Roland Detsch
Buch:
Die Ohnmacht des allmächtigen Diktators Caesar - Drei biographische Skizzen.
Autor:
Christian Meier, Ausgabe vom Juni 2001, Broschiert, Verkaufsrang 68999
Buch:
Bildlexikon der Völker und Kulturen / Mesopotamien: Sumerer, Assyrer und Babylonier: BD 1
Autor:
Enrico Ascalone, Ausgabe vom 27. Januar 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 88197
Buch:
Augustus
Autor:
Heinrich Schlange-Schöningen, Ausgabe vom 1. März 2005, Broschiert, Verkaufsrang 331370