Product Description Zwei Traditionslinien - Jerusalem und Athen, jüdisch-christliche Offenbarungsreligionund philosophischer Universalismus - prägen das Selbstbild des Abendlandes.Doch damit ist nicht das ganze Spektrum kultureller Filiationen abgedeckt,denn Israel wie Griechenland bezogen sich beide in hervorstechender Weiseauf Ägypten. Mit seiner vielschichtigen Beschreibung der religiösen, intellektuellen,kulturellen und politischen Sinnformationen des Alten Ägypten führt JanAssmann, Ägyptologe und Religionswissenschaftler von internationalem Rang,eindrucksvoll vor Augen, daß Ägypten im kulturellen Gedächtnis Europasvon großer und konstanter Wirkmacht war und macht so mit jenem drittenTeil der Vergangenheit bekannt, die das Abendland sich selber zurechnet.
Buch:
Die Antike Box: Enthält: 2012 Bringmann, Römische Geschichte; 2014 Lotze, Griechische Geschichte; 2044 Jehne, Caesar; 2305 Schlögl, Das alte Ägypten; 2029 Brodersen, Die sieben Weltwunder
Autor:
Klaus Brinkmann, Detlef Lotze, Hermann A. Schlögl, Kai Brodersen, Martin Jehne, Ausgabe vom 15. Febr. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 143521
Der Mensch ist das Tier, das mit dem Wissen um seine Endlichkeit lebenmuß, und die Kultur ist die Welt, die sich der Mensch errichtet, um mitdiesem Wissen leben zu können. Diese These erläutert Jan Assmann am Beispielder altägyptischen Kultur, indem er zeigt, in welchem Umfang die Todesbilderdie gesamte Lebenswelt und Daseinsauslegung der Ägypter bestimmt haben.Ausgehend von der bisher weitgehend unbekannten Gattung der Totenliturgienbietet er einen umfassenden Überblick über die altägyptische Totenreligion. Der Mensch ist das einzige Wesen in der Natur, das um seine Sterblichkeit weiß. Und die Kultur ist "die Welt, die sich der Mensch errichtet, um mit diesem Wissen leben zu können". Auch wenn vor dem Tod alle gleich sind, er niemanden verschont, gibt es doch ein großes Spektrum an individuellen und kulturellen Möglichkeiten, mit ihm umzugehen. Dass sich die Gesellschaft im Alten Ägypten besonders intensiv mit der Vergänglichkeit des Lebens beschäftigte, sehen wir heute noch an den Überresten ihrer Totenreligion - den imposanten Grabmälern, Pyramiden, Sarkophagen und Grabbeigaben. Mehr als 15 Jahre Arbeit hat der renommierte Ägyptologe Jan Assmann in dieses imposante Werk einfließen lassen, und mit kundiger Hand geleitet er den Leser durch eine Galerie altägyptischer Todesbilder und -riten. Vor allem bei den neun Todesbildern (vom "Tod als Zerrissenheit" bis zum "Tod als Geheimnis") gelingt es Assmann immer wieder, spannende Vergleiche zur griechisch-römischen und jüdisch-christlichen Vorstellungswelt anzustellen. Dabei wird auch deutlich, welche Bilder von Tod und Jenseits für die Entstehung unseres Monotheismus aufgegeben werden mussten. Trotz aller Detailliertheit und Ausführlichkeit, mit der uns Assmann die ägyptischen Totenkulte vor Augen führt, vergisst er doch nie die Generalthese seiner Untersuchung: "Das Wissen um unsere Sterblichkeit ist ein Kultur-Generator ersten Ranges". Und es ist bei vielen Kulturen zu beobachten, dass - wie bei den Ägyptern - die spezifische Bewältigung des Todes in alle anderen Bereiche der Kultur ausstrahlt. Hier könnte man allerdings fragen, ob die Beeinflussung nicht wechselseitig ist. Wenn etwa die soziale Eingebundenheit des Einzelnen auch nach dem Tod von überragender Bedeutung ist, wirkt dann nur die ägyptische Totenreligion auf die Sozialbeziehungen oder nicht auch umgekehrt? Genau das ist das Interessante an Assmanns Buch und macht es nicht nur für eingefleischte Ägypten-Fans lesenswert: Dass er die ägyptische Todesobsession nicht als Sonderfall behandelt, sondern von diesem Beispiel ausgehend immer wieder die generelle kulturelle Bewältigung des Sterbenmüssens beleuchtet und so einen Beitrag zur allgemeinen Kulturtheorie leistet. -Christian Stahl
Buch:
Das Tal der Pharaonen: Die Wiederentdeckung des Alten Ägypten: Die Wiederentdeckung des alten Ägyptens
Autor:
Philipp Vandenberg, Ausgabe vom 19. Dez. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 520895
Buch:
Die Pharaonen: Ägyptens bedeutendste Herrscher in 30 Dynastien
Autor:
Joyce Tyldesley, Ausgabe vom 1. Sept. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 270955