Peter Maffay, Xavier Naidoo, Nina Hagen, Ben Becker, Audio CD, Verkaufsrang 248
Preis:
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BIS AN ALLE STERNE Wer hat ihn nicht mal in der Deutschstunde, in der Unterrichtseinheit über Lyrik durchgenommen, den österreichischen Dichter Rainer Maria Rilke? Den "Panther" oder das "Karussell" oder das "Herbstgedicht". Wer es in der Schulzeit nicht erlebt hat, der kann Rilkes Gedichte nun hören. Und zwar nicht etwa von einem großen Lyrik-Rezitator gesprochen, sondern von ganz verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern: Da geben sich die schrille Popdiva Nina Hagen und Charakterdarsteller Mario Adorf ein Stelldichein, ebenso wie Schauspieler Ben Becker, Fritz von Thun und Hannelore Elsner sowie der smooth-soulige Popsänger Xavier Naidoo und Opernsängerin Montserrat Caballé. Rilke-Projekt lautet das Ganze und ist in zweifacher Hinsicht interdisziplinär: einmal treffen Personen der Sangesriege auf die der darstellenden Kunst, und zum anderen greifen Lyrik und Musik auch auf einer weiteren Ebene ineinander: Die Gedichte sind zusätzlich mit Musik unterlegt; Richard Schönherz und Angelica Fleer haben zu den Gedichten komponiert. Im Grunde eine gute Idee, Rilkes Lyrik, die ja an sich schon sehr musikalisch daherkommt, mit Klängen zusammenzubringen. Und es ist sicher nichts dagegen einzuwenden, Xavier Naidoo Rilke singen zu lassen (wenn man denn auf Xavier Naidoo steht, aber das ist ein anderes Thema). Nur - die stellenweise sehr ausdrucksstarken Rezitationen eines Mario Adorf, einer Hannelore Elsner oder eines Otto Sander werden von den seichten Melodien, den gewollt sensiblen repetitiven Motiven und den für meinen Geschmack schlechten Keyboardsounds erdrückt und weichgespült. Rilke zu hören lohnt sich sicher - insbesondere von den hier vertretenen Persönlichkeiten. Ob das aber diese musikalische Untermalung vergessen machen kann - ich habe meine Zweifel. -Anja Buchmann
Hörbuch:
Geschichten mit Pittiplatsch, Schnatterinchen und Moppi - "Als Pitti schneller wachsen wollte": Hörspiel
Ausgabe vom 1. Febr. 2001, Audio CD, Verkaufsrang 28192
Mondhunde und Seeschlangen Bevor Tolkien mit seiner Familie nach Oxford übersiedelte um dort Professor für Englisch zu werden, machte er 1927 mit seiner Familie Urlaub an der Nordsee. Dabei verlor sein "Sohn Nummer zwei", Michael, am Strand einen kleinen schwarzweißen Spielzeughund namens Rover. Zum Trost dachte sich sein Vater die Geschichte von Rovers Abenteuern aus. Er fertigte allmählich fünf Fassungen davon an, denn er wollte sie ebenso wie den Hobbit veröffentlichen. Aufgrund des großen Erfolgs des 1937 veröffentlichten Hobbit mußte Tolkien jedoch eine Fortsetzung schreiben, den Herrn der Ringe. Roverandom geriet in Vergessenheit. Zum Glück wurde er von den zwei Tolkien-Experten Christina Scull und Wayne G. Hammond 1998 in einer kommentierten Ausgabe veröffentlicht, die sogar die teilweise sehr schönen Zeichnungen Tolkiens zu Roverandom enthält. Die deutsche Übersetzung, die all diese Bestandteile umfaßt, ist sehr gelungen. Roverandom ist ein amüsantes - für den literarisch Eingeweihten sogar witziges - Jugendbuch. Es erzählt von den Abenteuern, die Rover, der von einem bösartigen Zauberer verwandelt wurde, auf dem Mond, auf den Meeren - er segelte bis zu den Inseln der Elben! - und beim Meervolk erlebte. Natürlich lernte er auch Mondhunde und Meerhunde kennen. Wichtiger waren aber zweifellos seine Begegnungen mit guten Zauberern: mit dem Sandkundigen und dem Mann im Mond. Am Schluß wird alles wieder gut, wenn auch nicht für alle: dem bösen Zauberer wird eine Lehre erteilt. Roverandom hat nur geringe Verbindungen zur restlichen Mythologie Tolkiens und ist daher für Tolkienforscher nur von begrenztem Interesse. Daran freuen können sich Kinder schon eher. Es ist eine kurzweilige Geschichte, die Tolkien zwar anfangs etwas mühsam und mit vielen Leseranreden, dann aber zunehmend flüssiger erzählt - so bieten schließlich Rovers Erlebnisse beim Meervolk und der Seeschlange pures Lesevergnügen. -Michael Matzer So ist das im Märchen: Wer sein Schicksal herausfordert, wird schon sehen, wo er hinkommt. So geht es auch dem frechen schwarz-weißen Hund Roverandom, dem so gar nichts heilig ist: nicht einmal die Autorität eines mächtigen Zauberers, der leider keinen Spaß versteht. Flugs lässt dieser unseren Roverandom auf Winzlingsgröße schrumpfen. Und macht uns das Vergnügen, den Kampf des Hündchens ums Größerwerden in zahlreichen Abenteuern mitzuerleben. Roverandom entstand als Trostgeschichte für Tolkiens Sohn, nachdem dieser seinen Hund verlor. So gesehen ist das Buch auch eine Parabel über Schmerz und Freude. Warum der Vater der Fantasy seinen Entwicklungsroman für Kinder allerdings als Fortsetzung seines Bestsellers Der kleine Hobbit ansah, wird wohl auf ewig sein Geheimnis bleiben. Aber das kann den Hörgenuss überhaupt nicht trüben. Denn Roverandom in der Fassung des Schauspielers mit dem Dackelblick Ulrich Noethen ist ein kleines Meisterwerk der Erzähl- und Sprecherkunst. Nicht nur wer Tolkien mag, wird begeistert sein. Denn dessen in Der Herr der Ringe oft brutale Fantasie ist hier auf das Wundervollste abgemildert. Der Zauber bleibt. - Thomas Köster Lesung, 2 Kassetten, ca. 158 Minuten.
Hörbuch:
Der Herr der Ringe - Sonderausgabe - 11 CDs - 756 Min.
Ausgabe vom Sept. 2001, Audio CD, Verkaufsrang 14897
Amazon.de-Hörbuchrezension Eigentlich ist es so gut wie unmöglich, aus J.R.R. Tolkiens Monumentalwerk Der Herr der Ringe ein Hörspiel zu formen, das sich auch nur halbwegs mit der Vorlage messen kann (noch dazu in deutscher Sprache), doch einem Team des SWF und WDR ist es Anfang der 90er Jahre gelungen, in 30 Folgen mit einer Gesamtspielzeit von ca. 750 Minuten die Abenteuer von Frodo, Gandalf, Aragorn und all den anderen legendären Mittelerde-Charakteren sehr lebendig und stimmungsvoll zu vertonen. 750.000 Mark kostete die aufwändige Produktion, in der nicht nur zahllose ausdrucksstarke Sprecher zum Einsatz kamen, sondern auch beeindruckende Spezialeffekte und fabelhafte musikalische Untermalungen. Ohne nennenswerte atmosphärische Brüche kann man den Hobbits, Elben, Menschen und Zwergen bei ihrem Kampf gegen Sauron zuhören und so sagenumwobene Orte wie Bruchtal, Isengart oder Minas Tirith besuchen. Für lange Winterabende gibt es keinen besseren Ohrenschmaus. -Michael Rensen
CD:
Karl Heinrich Waggerl liest sämtliche Weihnachtserzählungen
Karl Heinrich Waggerl, Audio CD, Verkaufsrang 41615
Preis:
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Hörbuch:
Der Name der Rose, 6 Audio-CDs
Ausgabe vom 1986, Audio CD, Verkaufsrang 98301
Hörbuch:
Antonio im Wunderland
Ausgabe vom 14. Juli 2005, Audio CD, Verkaufsrang 179862
Aus der Amazon.de-Redaktion Jan Weilers Antonio im Wunderland beginnt wie eine Kolumne von Max Goldt. "Hollywoodschaukeln gehören zu den Dingen, die nicht in Würde altern können", kann man da lesen, und das ist vom nostalgischen Inventar des heute kaum noch populären Abhänginstruments ebenso wie von der darauf folgenden Verknüpfung ein Satz von jener Qualität, den man eigentlich in Goldts Büchern erwartet hätte: Einer, der in Würde altern kann, sei Jean-Paul Belmondo, behauptet Weilers Erzähler: "Der Unterschied zwischen einer Hollywoodschaukel und Jean-Paul Belmondo besteht darin, dass die Hollywoodschaukel die meiste Zeit draußen steht und rostet, während Jean-Paul Belmondo vermutlich reingeht, wenn es anfängt zu regnen". Aber darum geht es gar nicht. Es geht um einen italienischen Gastarbeiter mit dem süßlichen Namen Antonio Marcipane, von dem sich im Roman erst noch herausstellen muss, ob er der Hollywoodschaukel oder doch eher Jean-Paul Belmondo gleicht. Marcipane ist in die Jahre gekommen und blickt von eben jenem aus der Mode gekommenen Abhänginstrument im Garten seines Reiheneckhauses auf sein Leben als Gastarbeiter in Deutschland zurück. Seit Kindertagen zieht es Marcipane nach Amerika: Nun soll der Traum endlich Wirklichkeit werden. Und dann wandelt sich der Trip, den der Italiener mit seinem Sohn unternimmt, noch zur Rettungsaktion, bei dem ein Stararchitekt und ein italienisches Städtchen eine besondere Rolle spielen ... Der 37-jährige Münchner Autor Jan Weiler kommt aus der Werbung und vom Journalismus. Das merkte man schon seinem zum Bestseller avanciertem Debütroman Maria, ihm schmeckt?s nicht - immerhin dem erfolgreichsten Erstling der letzten Jahre - beizeiten etwas an. Auch Antonio im Wunderland kann sich bisweilen nicht ganz entscheiden, ob er plakativ-reißerisches Essay oder witzig geschriebene Fiktion sein will. Da letzteres überwiegt, will man Weiler ersteres gern verzeihen. Denn bei der Lektüre von Antonio im Wunderland kann man sich bestens amüsieren. Anders als bei Goldt, aber das ist ja auch gut. -Thomas Köster 1
Hörbuch:
Konzert für junge Leute, 2 Audio-CDs
Ausgabe vom 1. Okt. 2001, Audio CD, Verkaufsrang 167159
Leonard Bernstein war nicht nur ein berühmter Komponist und Dirigent, sondern hatte auch ein Herz für den Nachwuchs, quälte ihn möglichst nicht mit trockener Musiktheorie, sondern riß ihn mit durch seine in jedem Wort spürbare Begeisterung für die Musik. Was haben die alten Kirchentonarten in einem Beatles-Song oder in einem Stück von Debussy zu suchen? Was ist der Unterschied zwischen einer Symphonie und einem Konzert? Wann klingt Musik amerikanisch? Warum sind die kleinsten Einheiten der Musik, aus denen sich alles zusammensetzt, nicht Töne, sondern Intervalle? Was ist so beeindruckend an impressionistischer Musik? Was ist eine Melodie, was klassische Musik, wie ist eine Sonate aufgebaut? Fragen über Fragen. Aber der Schöpfer der "Westside Story" ist natürlich nie um eine gute, verständliche Antwort verlegen. Konzert für junge Leute war ursprünglich eine erfolgreiche Serie im amerikanischen Fernsehen. Der später entstandenen Buchfassung merkt man das vor allem an der Sprache an: sehr lebendig, anschaulich und witzig. Im Fernsehen hatte Bernstein allerdings auch die New Yorker Philharmoniker an seiner Seite, die auf seinen Wink jedes gewünschte Stück intonierten. Es ist schade, daß dem Buch nicht eine CD mit zumindest den wichtigsten Musikbeispielen beigefügt wurde. Die Noten sind zwar abgedruckt, aber davon hat nur der Leser etwas, der zufällig recht gut Klavier spielen kann. Wer begreift, wie Musik funktioniert, hat auch mehr Freude an ihr. Das war Bernsteins Motto. Und weil er Laien so behutsam an den musikalischen Kosmos heranzuführen versteht, kann man sein Konzert für junge Leute vielleicht auch den schon etwas älteren Leuten empfehlen. -Christian Stahl "Stunden habe ich vor dem Fernseher verbracht, wenn seine Konzerte für junge Leute wiederholt wurden", schwärmt Elke Heidenreich, wenn von Leonard Bernstein die Rede ist. Nun übernimmt sie den Taktstock des verstorbenen Maestros - und vom ersten Moment an fühlt man sich bestens aufgehoben. Bernsteins legendäre "Young People's Concerts" aus den 60er-Jahren, in denen er auf unnachahmliche Art Kindern den Zugang zur klassischen Musik eröffnete, später in Buchform veröffentlicht, wurden nun, zusammen mit Christian Schuller und dem WDR Rundfunkorchester Köln behutsam entstaubt und modernisiert, auf zwei Kassetten zu neuem Leben erweckt. Elke Heidenreich entführt uns auf eine wunderschöne Kreuzfahrt ins Reich der Klassik. Wie entsteht eine Melodie und was will sie uns sagen? Orchesterinstrumente stellen sich vor. Weshalb galoppiert Rossinis Wilhelm Tell Ouvertüre für Kinderohren wie Musik aus einem Western daher? Wie fein wusste Claude Debussy Wellen, Sturm und Morgenstimmung in La Mer zu instrumentieren. Ravels Bolero, Gershwins "Summertime", auch Wagners berühmter "Tristan-Akkord" werden zart zerlegt - Note für Note werden die Kids (und wir) durch fast 100 Hörbeispiele vertraut gemacht mit den Stimmungen, die diese großen Musiker zu erzeugen vermochten, bis wir, wie Bernstein es ausdrückte, den "Dreh, die Musik lieben zu lernen", kapiert haben. Schöner geht es nicht mehr. Inszenierung für Kinder, Spieldauer: zirka 100 Minuten, zwei MCs mit Booklet (inklusive Kommentar von Elke Heidenreich). -Ravi Unger
Hörbuch:
Harry Potter und die Kammer des Schreckens - Bd - 2 - 10 Audio-CDs.
Ausgabe vom Mai 2001, Audio CD, Verkaufsrang 54221
Harry Potter - Kammer des Schreckens 10 CDs Harry Potters zweites Schuljahr auf der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei beginnt bereits mit Hindernissen. Erst verpassen Harry und sein Busenfreund Ron auf Gleis 9 3/4 den Hogwartsexpress und dann werden sie beinahe noch wegen unerlaubten Fliegens mit einem Muggel-Auto von der Schule geworfen. Doch das ist nur der Anfang. Rassistische Umtriebe versetzten die Zauberschüler in Angst und Schrecken. Ein Monster hat es auf alle muggelstämmigen Mitschüler abgesehen. Harrys beste Freundin Hermine ist bereits versteinert worden und Gilderoy Lockhart, der neue Lehrer für den Kampf gegen die dunklen Mächte ist eine einzige Niete. Elf Stunden braucht Harry Potter, um den Fall zu lösen. Ausgerechnet die maulende Myrthe, das wehleidige Gespenst von der Mädchentoilette, sitzt buchstäblich auf der Lösung. Rufus Beck brilliert hier zum zweiten Mal in einer Harry-Potter-Lesung die eigentlich gar keine ist. Pure Schauspielerei wird geboten, Rufus Beck springt zwischen zwei Dutzend Rollen mühelos hin und her und wirklich jede Rolle erhält ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter. Der mediengeile Zauberer Lockhart, der mit seiner Harry-Wijnvoord-Stimme allen auf die Nerven geht, ist ein kommödiantisches Highlight und den quietschigen Hauselfen Dobby werden Ihre Kinder sicher im Handumdrehen ins Herz geschlossen haben. Nur die Rolle des Harry Potter, mit dem sich die kleinen Hörer ja identifizieren sollen, bleibt bewusst zurückgenommen. Rufus Beck hat seine Lesung übrigens einer gestrengen Prüfung unterworfen. Die Kinder des Schauspielers waren die ersten Zuhörer der "Kammer des Schreckens" und haben Papis Interpretation für gut befunden, wie er Amazon im Interview verraten hat. Recht so Kinder! -Cornelia Eulitz