Kriminalroman Erscheinungsjahr: 2009 7. Aufl. Aus d. Norweg. v. Günther Frauenlob Gewicht: 350 gr / Abmessungen: 189 mm x 120 mm x 29 mm Von Nesbø, Jo / Übersetzt v. Frauenlob, Günther Ein Kommissar am Tiefpunkt seiner Karriere, ein Mörder, der das hochsommerliche Oslo in Angst und Schrecken versetzt, ein Zeichen, das allen ein großes Rätsel aufgibt: Auf der Jagd nach einem Frauenmörder muss Hauptkommissar Harry Hole nicht nur eine Grenze überschreiten Pressestimmen: ''Lesen, unbedingt!'' (KÖLNER STADT-ANZEIGER) ''Jo Nesbø legt viele falsche Fährten. Das gehört zu seinem Job. Doch die Art, wie hinter jeder Spur ein kleines Drama aufscheint, adelt seinen spannenden Krimi zu intensiven Gesellschaftsporträt. Ein Superknisterbuch.'' (WOMAN) ''. . . Psychologisch fesselnd und sehr eigenwillig: ein Krimi-Mix, der dem 45-jährigen wohl bald wenig Zeit für sein zweites Talent lassen wird: Er singt in der Pop-Band Di Derre.'' (MAXI) ''Fernab von glasklaren Fjorden und Eichen, die ab und an aus dem Unterholz lugen, zeichnet Nesbø ein detailliertes Bild von der Metropole Oslo - und deckt dabei schonungslos menschliche Schwächen auf. Ein Kommissar am Rande des Abgrunds und geschickt ineinander verwobene Handlungsstränge halten die Spannung bis zur allerletzten Seite. Skandinavische Krimikultur vom Feinsten.''(HANDELSBLATT) ''Jo Nesbø, die neue Krimimarke aus dem hohen Norden! Der Norweger kommt mit einer mordsmäßig spannenden Story, einer Ladung guter Ideen und ausgesprochen runden Charakteren daher. Er schildert so intensiv, dass einem beim Lesen das Herz nicht nur vor Aufregung bis zum Hals schlägt, sondern auch vor Freude.'' (BILD AM SONNTAG) ''Jo Nesbø hat mit Das fünfte Zeichen einen unglaublich spannenden Krimi geschrieben. Alle Figuren, an "Was sind das für Klumpen im Wasser? ... Vibeke blinzelte an die Decke ... und spürte, dass ihr Herz zu rasen begann." Wie ein Paukenschlag eröffnet ein gruseliger Mord das im doppelten Sinne starke Buch. Auf fast 500 Seiten ermittelt der schon bekannte Osloer Hauptkommissar Harry Hole. Diesmal steckt er selbst in einer gefährlichen Krise. Hole kommt nicht über den gewaltsamen Tod seiner Kollegin Ellen hinweg, fängt an zu trinken und verliert auch seine Freundin Rakel. Verflixt glücklich kann er sich schätzen, einen Chef wie Bjarne Moller zu haben, der für ihn schon manche Kohlen aus dem Feuer geholt hat. Schöne Fiktion, wenn ein Hauptkommissar völlig betrunken zum Dienst kommen, der "arroganteste, egoistischste Arsch", den man kennt. Tatsache bleibt: er ist eben der Beste! Aber irgendwann fällt auch hier das Wort Kündigung. Jo Nesbø spielt brillant mit unserem Unterbewußtsein, man liest, überliest oder überfliegt wohlmöglich gar einen Satz und dennoch: man merkt sich, dass, ganz nebenbei, ein Briefumschlag abgegeben wird, der lange nutzlos und auch ohne irgendwie wichtig für den Handlungsverlauf zu sein, auf einem Schreibtisch herumliegt, der aber dann, zig Seiten später einen grausamen Inhalt offenbart. Das ist schlichtweg perfekt. Je strenger, strikter und straffer Nesbø die Spannungszügel in der Hand hält, desto atemraubender wird die dramatische Geschichte. Da schreibt einer mit knallharter Disziplin, kein Halbsatz wird dem Zufall überlassen, jede Formulierung birgt schon künftiges Geschehen in sich. Sachlich, manchmal fast sparsam schreibt der Ökonom, Musiker und Schriftsteller, nordisch kühl, keine ausschweifenden Beschreibungen, keine emotionalen Ausbrüche. Es ist, wie es ist, basta. Keine Bange, die Spannung ist alles andere als sachlich und kühl, die ereignisreiche Geschichte mit ihren kurzen Kapiteln fesselt gnadenlos bis zur letzten Seite. Der jungen Frau, die ermordet aufgefunden wird, wurde ein Finger abgeschnitten und unter einem Augenlid finden die Ermittler einen "rötlichen Diamant in Form eines fünfzackigen Sterns". Ein Mord, der inszeniert wirkt, eine bestialische Täter-Handschrift trägt. Was aber tun, wenn keine "wirklichen Verdachtsmomente", oder "bekannten Muster" vorliegen und der Täter kein "alter Bekannter" zu sein scheint? "In der Tüte lag ein langer, schlanker Finger mit rotem Nagellack auf dem Fingernagel. Am Finger steckte ein Ring. Ein Ring mit einem sternförmigen Edelstein mit fünf Zacken." Ein weiterer Mord geschieht ... -Barbara Wegmann
Kriminalroman. Ausgezeichnet mit dem Riverton-Preis 1997. Harry Holes erster Fall Erscheinungsjahr: 2009 13. Aufl. Aus d. Norweg. v. Günther Frauenlob Gewicht: 280 gr / Abmessungen: 189 mm x 120 mm x 26 mm Von Nesbø, Jo / Übersetzt v. Frauenlob, Günther Harry Hole, der unkonventionelle Kommissar aus Oslo, wird nach Sydney geschickt, wo er den Mord an einer jungen Norwegerin aufklären soll. Gemeinsam mit seinem australischen Kollegen, dem Aborigine Andrew, nimmt er die Ermittlungen auf. Schon bald müssen sie feststellen, daß es sich nicht um einen Einzelfall handelt: Ein Serienmörder tötet scheinbar willkürlich junge weiße Frauen. Entdecken Sie auch das Hörbuch zu diesem Titel! Vierzigtausend Jahre lebten die Aboriginies isoliert in ihrer Heimat. Bis die ersten Engländer kamen, das unbebaute Land verächtlich als Terra nullius bezeichneten und es an sich rissen. Damit war der Friede vorbei und die Zeiten unzähliger Ungerechtigkeiten begannen. Der alkoholkranke Polizist Harry Hole wird aus Norwegen nach Australien geschickt, um den Mord an einer jungen Norwegerin aufzuklären. Er bekommt Unterstützung von seinem australischen Kollegen Andrew, ein Aboriginie. Andrew führt Harry durch Sydney, er lernt den homosexuellen Otto und Toowoomba kennen, der für Andrew beinahe wie ein Sohn ist ?- wie Andrew sind die beiden Aboriginies. Die Nachforschungen zeigen, daß der Mord an der Norwegerin kein Einzelfall war, sondern daß es die Polizisten mit einem Serientäter zu tun haben, der eine Vorliebe für blonde Frauen hat. Für Harry ist der Hauptverdächtige der Ex?Freund der Norwegerin, ein Drogendealer. Doch erst viel zu spät erkennt er, daß sein Partner bemüht ist, ihn auf die eigentlich richtige Spur zu bringen. Bei der Suche nach dem Täter verliert Harry sein Herz an die Schwedin Brigitta. Nach langer Zeit kann er sich endlich wieder öffnen. Bis die große Katastrophe ihren Lauf nimmt. Sehr gefühlvoll und weich erzählt der norwegische Autor diesen Thriller. In fast lyrischen Passagen beschreibt er die Schönheiten Australiens und die Liebesgeschichte zwischen seinem Helden und Brigitta. Doch genauso sensibel, wie Nesbø es versteht, kleine Paradiese entstehen zu lassen, versteht er es, seine Hauptfiguren in die Katastrophe zu stürzen. Sehr intelligent vermischt Jo Nesbø den Krimi mit Betrachtungen über die Aboriginies, ermöglicht Einblicke in ihre Kultur, Philosophie und ihre Probleme. Schritt für Schritt wird der Leser ?- ebenso wie Harry Hole ?- in die Tiefen und Geheimnisse des Landes und des rätselhaften Mordfalles geführt. Man wird hin? und hergerissen zwischen einer traumhaften Welt der australischen Mythologie aus der uralten "Zeit der Träume" und den Abgründen blutiger und brutaler Realität. Was fast sanft und ruhig beginnt, endet in einem unglaublich spannenden, zerstörerischen Strudel. -Susanne Solau
Buch:
Die Katze: Roman
Autor:
Joy Fielding, Ausgabe vom 1. März 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 14665
Roman Erscheinungsjahr: 2010 Übersetzung: Kristian Lutze Gewicht: 395 gr / Abmessungen: 187 mm x 118 mm Von Fielding, Joy / Übersetzt v. Lutze, Kristian Wer die Wahrheit sucht, begibt sich in tödliche Gefahr Charley Webb ist Journalistin und allein erziehende Mutter von zwei Kindern. Eines Tages erhält sie eine schockierende E-Mail: Jill Rohmer, die des kaltblütigen Mordes an drei Kindern überführt wurde und im Gefängnis auf ihre Hinrichtung wartet, bietet Charley ihre Geschichte exklusiv für ein Buchprojekt an. Zunächst zögert Charley, doch schließlich willigt sie ein. Während sie aber noch damit beschäftigt ist, erste Recherchen über Jill einzuholen, bekommt sie plötzlich entsetzliche Drohbriefe, in denen der Tod ihrer Kinder angekündigt wird. Charley ist außer sich vor Angst, denn sie ahnt, dass sie Geister rief, die ihr selbst zum mörderischen Verhängnis werden können. Leseprobe: Von:Wütende Leserin An:Charley@Charley''sWeb.com Betreff: DIE SCHLECHTESTE KOLUMNISTIN ALLER ZEITEN!!! Datum: Montag, 22. Januar 2007, 07:59:47 EST Hey, Charley, ich wollte Ihnen nur eins kurz sagen: Sie sind nicht nur DIE SCHLECHTESTE KOLUMNISTIN ALLER ZEITEN!!!, sondern wahrscheinlich auch die EGOZENTRISCHSTE FRAU AUF DIESEM PLANETEN!!! Man sehe sich nur Ihr Foto an - die langen, blonden, leicht gelockten Haare, der wissende, gesenkte Blick, das subtile Grinsen Ihrer garantiert mit Restylane aufgespritzten Lippen. Daran erkennt man gleich, wie sehr Sie von sich eingenommen sind. Und Ihre geistlosen Kolumnen über den Kauf perfekter High Heels, den idealen Rouge-Ton und die Schindereien Ihres neuen Personal Trainers haben mein Urteil nur bestätigt. Aber wie um alles in der Welt sind Sie auf den Gedanken verfallen, dass irgendjemand auch nur mäßiges Inter Normalerweise haben Krimis, so gut sie sonst auch sein mögen, ein großes Manko. Dieses Manko tut sich immer dort auf, wo die Autoren ihr angestammtes Terrain verlassen müssen: zum Beispiel, weil sie Zeitungsmeldungen - etwa über die Mordfälle - in den Plot integrieren wollen. Denn davon, wie Journalisten für gewöhnlich schreiben, haben die meisten keine Ahnung. Im Fall von Joy Fieldings Roman Die Katze ist das anders. Und das ist gleich im doppelten Sinn sehr wichtig. Zum einen ist die Hauptfigur der US-amerikanischen Bestsellerautorin, Charley Webb, Journalistin - Kolumnistin, um genau zu sein. Zum anderen hat Fielding zahlreiche "ihrer" Kolumnen integriert, die für das mörderische Geschehen nicht unwichtig sind. Und da zeigt sich, dass Fielding auch mit diesem eher fremden Genre ihrer Geschichte fiktive Glaubwürdigkeit verleihen kann. Um es kurz zu sagen: die Kolumnen Webbs sind böse. Und sie sind persönlich. Kein Wunder also, dass die Journalistin aus Palm Beach Droh-Mails erhält, die sogar ihre beiden Kinder nicht aussparen. Aber sie erhält auch Post von Bewunderern, die ihr eher unlieb ist: so von einer verurteilten Mörderin, die drei Kinder grausam zu Tode gefoltert hat. Webb nimmt deren Angebot, über die Geschichte ein Buch zu schreiben, an - und bringt sich und ihre Familie dadurch in Lebensgefahr. Denn der Mittäter ist noch auf freiem Fuß. Und er denkt nicht daran, sich durch Enthüllungsjournalismus enttarnen zu lassen? Es ist nicht allein die Authentizität, die Fieldings Roman so unglaublich spannend macht. Es ist auch die Mischung aus komischen Dialogen, Thrill-Elementen und überraschenden Wendungen, die überzeugt. So ist Die Katze ein rundherum gelungener Krimi geworden, den man sogar lesen kann, wenn man journalistisch tätig ist- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
Buch:
In der Mitte der Nacht: Ein Geständnis
Autor:
Michael Cox, Ausgabe vom 21. Sept. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 159422
Aus der Amazon.de-Redaktion Der Mann, den Edward Glyver kurz vorm Austernabendessen im Fischlokal Quinn?s in einer abgelegenen Ecke im London zur Mitte des 19. Jahrhunderts tötet, hat einfach Pech gehabt. Seine roten Haare wohl waren es, die den Unbekannten aus der Masse herausstechen ließen, deshalb fiel die Wahl auf ihn. Der rothaarige Fremde ist für den adeligen Glyver nur die Generalprobe für den eigentlichen Mord an seinem ehemaligen Freund und jetzigen Todfeind Phoebus Daunt, den er, wohl ganz zu Recht, für den Verlust seiner großen Liebe, von Bildung und Erbe verantwortlich macht. Dafür will Glyver sich rächen. Das Duell zweier intellektuell überaus gerissener junger Männer entbrennt: zweier Männer zudem, die bereit sind, bis zum Äußersten zu gehen .... In der Mitte der Nacht, der Debütroman des englischen Lektors Michael Cox, ist ein bemerkenswertes - und ein bemerkenswert düstres - Buch. Letzteres liegt vielleicht daran, dass der Autor es schrieb, als ihm eine schwere Krankheit die Arbeit in seinem ursprünglichen Beruf unmöglich machte. Ersteres hat sicher damit zu tun, dass Cox laut Verlagsangaben ein "Spezialist für viktorianische Literatur" genannt werden kann. Denn die (von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann übrigens kongenial ins Deutsche übersetzte) Sprache kommt so altertümlich daher, dass man fast glaubt, ein Buch in Händen zu halten, das wirklich dieser Zeit entstammt. Und trotzdem wirkt In der Mitte der Nacht absolut authentisch - und dies aufgrund eines literarischen Kniffs, der oft angewendet wird, hier aber als beste aller möglichen Lösungen erscheint. Denn Cox hat sein Buch, versehen mit einer Herausgeberfiktion und Fußnoten, aus der Ich-Perspektive seines Helden Edward Glyver verfasst, der als Kind des 19. Jahrhunderts natürlich viktorianisches Englisch geschrieben hat. So ist der Identifikationsgrad des Lesers mit Cox? Figur extrem hoch und distanziert zugleich - ein Effekt, der die gruselige Hochspannung dieses großartigen Romans noch unterstreicht. -Stefan Kellerer
Buch:
Leopard: Harry Holes achter Fall
Autor:
Jo Nesbø, Ausgabe vom 29. Januar 2010, Gebunden, Verkaufsrang 25813
Aus der Amazon.de-Redaktion Der Schneemann steckt ihm noch gehörig in den Knochen: Harry Hole, die "lebende Legende des Osloer Polizeipräsidiums" ist nach Hongkong geflüchtet. Er hat Spielschulden, die Mafia ist auch nicht gut auf ihn zu sprechen. Eine erneute Mordserie in Oslo jedoch weckt in ihm wieder den alten Instinkt. In solcher Intensität sicher selten: Leser und Opfer haben bei diesem Kriminalroman eines gemeinsam: sie können der Handlung einfach nicht entrinnen und entkommen. Ein Mammut- Thriller geradezu, eine atemraubende XXL- Geschichte ohne auch nur leiseste Ansätze von Langeweile oder Längen, keine Ermüdung, keine Durchhänger. Nur aus physischen Gründen legt man vielleicht mal eine Pause ein...Und wer auch nach 600 Seiten glaubt, das sei es nun, das dramatische Ende, hat weit gefehlt. Voller Temperament bäumt sich die Geschichte nochmals auf, das ist schon ein faszinierendes Buch! 700 Seiten, aus denen andere Autoren zwei Bücher mit nur halb so intensiver Spannung machen, 700 Seiten in denen Nesbo weit ausgeholt hat, eine Geschichte präsentiert, die in den norwegischen Bergen ebenso dramatisch und fesselnd spielt wie in Afrika, die neben mörderischer Jagd und Hetze von Kompetenzstreitigkeiten einzelner Polizeibehörden, Karriereneid und Verrat genauso lesenswert erzählt, wie von menschelnden Dingen, Holes Vater liegt im Sterben, da ist immer noch Rakel, Holes große, alte Liebe, die nicht vergessen ist und Kaja, die junge, aufstrebende Kommissarin. Unvergleichlich auch und wieder im neuen Nesbo der kantige Harry Hole, "notorischer Einzelgänger", ein Alkoholiker, "nüchtern allerdings ein Genie", auf jeden Fall "ein verdammt guter Mann". Harry Hole, so ein John Wayne- Typ in skandinavischer Krimilandschaft. Schnell wittert Hole den Serienkiller, dessen Handschrift an den Schneemann erinnert, erneut sind "glühender, brodelnder Hass", Erniedrigung und Demütigung das treibende Motiv für den Täter, der mit "fantasievollen Folterinstrumenten" tötet: Leopoldsäpfeln, die Spuren des seltenen Metalls Koltan im Mund der Opfer hinterlassen und einen grausamen Tod bewirken. Geschmeidig, schnell, mit im höchsten Grade geschärften Sinnen, so bewegt er sich in seinem mörderischen Tun, der Leopard sorgt für einen Sog in Nervenkitzel und brillante Hochspannung, dem man sich nicht entziehen kann. "Ich habe das nächste Opfer bereits auserkoren." Wer hätte gedacht, dass der Schneemann noch zu toppen ist! -Barbara Wegmann
Roman Erscheinungsjahr: 2009 Gewicht: 1313 gr / Abmessung: 22 cm Von Schätzing, Frank Mai 2025: Die Energieversorgung der Erde scheint gesichert, seit die USA auf dem Mond das Element Helium-3 fördern. Bahnbrechende Technologien des Konzerngiganten Orley Enterprises haben die Raumfahrt revolutioniert, in einem erbitterten Kopf-an-Kopf-Rennen versuchen Amerikaner und Chinesen, auf dem Trabanten ihre Claims abzustecken. Während der exzentrische Konzernchef Julian Orley mit einer Schar prominenter Gäste zu einer Vergnügungstour ins All aufbricht, soll Detektiv Owen Jericho, den eine unglückliche Liebe nach Shanghai verschlagen hat, die untergetauchte Dissidentin Yoyo ausfindig machen. Was nach Routine klingt, ist tatsächlich der Auftakt zu einer alptraumhaften Jagd von China über Äquatorialguinea und Berlin bis nach London und Venedig. Denn auch andere interessieren sich für Yoyo, die offenbar im Besitz streng gehüteter Geheimnisse und ihres Lebens nicht mehr sicher ist. Jericho muss sich mit der bildschönen, aber ziemlich anstrengenden Chinesin zusammentun, um den phantomgleichen Gegnern auf die Spur zu kommen. In einer Zeit, in der multinationale Konzerne der Politik zunehmend das Zepter aus der Hand nehmen, führen beide einen verzweifelten Kampf ums Überleben, gehetzt von einer Übermacht hochgerüsteter Killer. Die Suche nach den Drahtziehern führt mitten hinein in die Wirren - und zum Mond, auf dem sich Orleys Reisegruppe unvermittelt einer tödlichen Bedrohung gegenüber sieht. Pressestimmen: Ideenreich und intelligent konzipiert, süffig geschrieben: ein guter deutscher Unterhaltungsroman, der endlich einmal die wirklich wichtigen Fragen stellt und überzeugend beantwortet: Wie kommen wir billig auf den Mond? Was haben dort verloren? Und vor allem: w Mit Der Schwarm wurde Frank Schätzing auf einen Schlag berühmt. Die Geschichte um die mysteriöse Macht aus der Tiefsee nahm in Teilen die Tsunami-Katastrophe vorweg und verkaufte sich nach den Überschwemmungen in Südostasien noch umso rasanter. Limit ist Schätzings zweiter großer Zukunfts-Thriller - spannend, aufwendig recherchiert und noch 200 Seiten länger als Der Schwarm. Helium-3 - aus diesem Stoff sind die Zukunftsträume profitgieriger Unternehmer im Jahr 2025. Es wurde auf dem Mond entdeckt und soll den Hunger der Menschheit nach Energie stillen. Mit einer revolutionären Technik hat der Industrielle Julian Orley einen galaktischen Transportweg von der Erde zu seinem Trabanten geschaffen. Eine futuristische Mondstation, auf der Menschen und Menschmaschinen arbeiten, sorgt für den Nachschub an Helium-3. Julian Orley, der jedem Bond-Bösewicht zur Ehre gereicht hätte, plant einen exklusiven Ausflugstrip zum Mond und hat dazu illustre Mitglieder der globalen Eliten eingeladen. Es wird ein extraterrestrischer Horrortrip... Zur gleichen Zeit ist Owen Jericho, ein Cybercop, dabei, in Schanghai einen Kinderporno-Ring zu sprengen. Er ist der Typus lonesome cowboy, der nach dem Scheitern im Privatleben einen leidenschaftlichen, aber aussichtslosen Kampf gegen das Böse führt. Jericho erhält den Auftrag, die chinesische Dissidentin Yoyo zu finden. Sie ist im Besitz eines Geheimnisses, das mächtige Gegner auf den Plan ruft. Calgary, Berlin, Dallas, London, Venedig, Äquatorialguinea und Vancouver werden zu Schauplätzen einer globalen Hetzjagd, bei der er auf die Spur des Geheimbundes "Hydra" stößt. Parallel kämpfen Konzernlenker, Diktatoren und Geheimdienste erbittert um die letzten Rohstoffe der Erde; Bürgerkriege, Korruption und Armut treiben die inzwischen 10 Milliarden Bewohner der Erde scheinbar unaufhaltsam auf einen Abgrund zu, der das Ende der menschlichen Zivilisation markiert. 1.300 Seiten: Das ist für einen Autor eine Herausforderung, für manchen Leser vielleicht eine Zumutung. Doch auch wenn Limit ähnlich wie Der Schwarm den einen oder anderen verzichtbaren Exkurs enthält: Schätzing behält die Erzählfäden über den gesamten Roman souverän in der Hand und führt Orleys und Jerichows Geschichten präzise zusammen. Präzise ist denn auch die unglaubliche Faktenfülle organisiert, die Schätzing präsentiert: die Themen reichen von der Raumfahrt über die Orbitmechanik bis zum Cyberspace und der Erderwärmung. Und das ist das eigentlich Beklemmende an Schätzings Thriller: Die apokalyptischen Szenarien, die er entwirft, wirken so realistisch und schlüssig, dass sie einem zumindest vorstellbar erscheinen. - Carsten Hansen, Literaturtest
Buch:
Grand Cru: Der zweite Fall für Bruno, Chef de Police
Autor:
Martin Walker, Ausgabe vom 27. April 2010, Gebunden, Verkaufsrang 27604
Product Description Kluftingers zweiter Fall Erscheinungsjahr: 2010 16. Aufl. Gewicht: 358 gr / Abmessungen: 190 mm x 121 mm x 22 mm Von Klüpfel, Volker; Kobr, Michael Der Allgäuer Kriminalkommissar Kluftinger traut seinen Augen nicht: Auf der Brust eines toten Mannes in einem Wald bei Kempten liegt, sorgfältig drapiert, eine tote Krähe. Im Lauf der Ermittlungen taucht der Kommissar immer tiefer in die mystische Vergangenheit des Allgäus ein, und es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Mörder, bei dem die Zeit gegen ihn arbeitet. Denn alle Zeichen sprechen dafür, dass das Morden weitergeht Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebenswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle und deckt Abgründe auf. "Kommissar Kluftinger hat in seinen Kniebundhosen durchaus das Zeug zum Columbo von Altusried. Und schon deshalb wird dieser Krimi auch über die Grenzen des Allgäus hinaus bekannt werden."Die Welt
Henning Mankell, Ausgabe vom 9. April 2010, Audio CD, Verkaufsrang 206147
Aus der Amazon.de-Redaktion Håkan von Enke ist ein Mann mit Prinzipien. An einem verregneten Stockholmer Morgen verlässt der ehemalige U-Boot-Kapitän wie jeden Tag um sieben Uhr seine Wohnung im Stadtteil Östermalm, um seinen ausgedehnten Spaziergang zu machen. Von seiner Frau hat er sich verabschiedet, alles scheint wie immer. Nur das Entscheidende ist anders: An diesem Morgen nämlich kommt Håkan von Enke nicht mehr in seine Wohnung zurück. Das seltsame Verschwinden des U-Boot-Kommandeurs betrifft Kurt Wallander auf gleich mehrfache Art und Weise. Zum einen ist Håkan von Enke der Vater des Finanzmaklers Hans von Enke, den Wallanders Tochter Lisa heiraten will. Und zum anderen hat Lisas zukünftiger Schwiegervater Wallander auf seinem Geburtstag eine mysteriöse Geschichte erzählt, die Jahre zurückliegt und mit einem russischen U-Boot zu tun hat, das dereinst vor Schwedens Küste kreuzte und durch einen Befehl von höchster Stelle nicht vom heimischen Militär hochgenommen werden konnte. Hat das Verschwinden Håkan von Enkes vielleicht etwas mit diesem Vorfall zu tun, zumal sich der Kommandant ganz offensichtlich bedroht und verfolgt fühlte? Wallander beginnt zu ermitteln ? und stößt nicht nur in der Familienhistorie derer von Enkes, sondern auch on der schwedischen Geschichte auf einige äußerst dunkle Kapitel... Kurt Wallander ist wieder da ? und zwar in altbewährter Form! Denn Henning Mankells melancholischer Ermittler hat wieder allerlei private Probleme ? so zum Beispiel ein Disziplinarverfahren, nachdem er seine Pistole im Suff in einem Restaurant liegen ließ. Auch diese psychologische Tiefe der Natur sorgt dafür, dass die Spannung über fast 600 Seiten erhalten bleibt, ebenso wie Mankells wundervoll dichte Sprache mit ihren traurig-präzisen Sätzen. Dass Der Feind im Schatten wohl Wallanders letzter Fall sein wird ? das Ende liegt dies nahe ?, macht die Sache zwar nicht schöner, sollte aber jeden Krimifan erst recht dazu bewegen, diesen umwerfend gut geschriebenen ? und im Übrigen durch Wolfgang Butt kongenial übersetzten ? Roman zu verschlingen. - Stefan Kellerer