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Monsieur Ibrahims Geschäft in der Rue Bleue hat quasi Tag und Nacht geöffnet. Schließlich ist Monsieur Ibrahim Araber, und wie er selber sagt, bedeutet das in seiner Branche weniger die Bezeichnung der Herkunft als vielmehr: äNachts und auch am Sonntag geöffnet." Für den jungen Moses ist der Laden denn auch tägliche Anlaufstelle. Nirgendwo lassen sich Konservendosen besser klauen als in Monsieur Ibrahims voll gestopftem Reich. Die wenigen Sätze, die die beiden anfangs miteinander wechseln, wachsen sich bald zu tiefsinnigen Gesprächen aus, denn Monsieur Ibrahim erweist sich als Kenner des Lebens. Er ist so ganz anders als Moses depressiver Vater, der von der Vergangenheit heimgesucht wird, sich dem Leben verschließt und in Büchern vergräbt. äJude sein", so sagt er eines Tages zu Moses, äbedeutet einfach, Erinnerungen zu haben. Schlechte Erinnerungen." Monsieur Ibrahim aber lebt in der Gegenwart, und er kennt das Geheimnis des Glücks. Mit Hilfe seiner Weisheiten, die er dem Leben und dem Koran entnimmt, eröffnet er dem jungen Moses eine neue Welt. Er steht ihm bei, wenn es um die ersten Liebeserfahrungen geht, er verrät ihm, wie man Brigitte Bardot eine Wasserflasche für 40 Francs verkauft, und er sensibilisiert den Jungen für die berühmten äFreuden des Alltags". So wie Moses profitiert auch der Leser von Monsieur Ibrahims charmanten Weisheiten. So etwa, wenn er das Geheimnis des Lächelns offenbart, das nicht, wie Moses meint änur etwas für glückliche Leute ist", sondern, wie Monsieur Ibrahim lehrt, erst äglücklich macht". Woran man eine reiche Gegend erkennt, wie man einer Frau Komplimente macht, oder warum man nur das behalten kann, was man verschenkt, erklärt der weise Araber auf liebevolle Weise. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran ist ein Buch über die wesentlichen Erfahrungen, die einem das Leben beschert. Über Freundschaft und Liebe genauso wie über Abschied und Verlust. Und nicht zuletzt geht es um das Ziel, das allen Religionen gemeinsam ist: Glück - für sich und andere. - Eva Hepper
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 142 Bewertungen)
Leserkommentare:* ....ganz großes "Lesen".... (5 von 5 Punkten) meint N.B. aus Baden-Württemberg E-E Schmitt schreibt über eine große Freundschaft zwischen einem jüdischen Jungen und einem arabischen Lebensmittelhändler. Kontroverser kann seine neuste Geschichte wohl kaum sein. Monsieur Ibrahim ist
ein stolzer und fleissiger Mann, der ein Lebensmittelgeschäft in der Rue Bleue besitzt und rund um
die Uhr geöffnet hat. Er teilt sein Glück gut und gern mit seinen Mitmenschen, vor allem aber sieht
er seine Hauptaufgabe darin, den kleinen Moses, der ihn jedoch bei jeder sich bietenden Gelegenheit
beklaut, zum lächeln zu bringen und ihm seine Sorgen für ein paar wenige Augenblicke zu verstreuen.
Moses gewinnt den Monsieur lieb, denn dieser ist so ganz anders als sein melancholischer Vater, der
sich gern in seinen Depressionen vertieft und stets betonen muss dass, Juden schlechte Erinnerungen
haben. Obwohl der Monsieur einer anderen Konfession angehört, lässt er sich nicht davon abhalten ihm
"von den Blumen des Koran" und den Geheimnissen des Glücks zu erzählen, bald schon ist Moses genauso
vertraut in der Deutung des Koran wie in der Deutung der Thora.
Ein wunderschönes Buch indem es um Liebe, Multi-Kulti, Respekt, die Freunden des Lebens, Abschied und
Verlust geht.
E-E Schmitt beweist mit diesem charmanten Buch, dass er viel von Völkerverständigung
versteht.
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"Ein Buch nicht nur für Gläubige, sondern für alle, denen das Verständnis der islamischen Welt am Herzen liegt." - Kölner Stadtanzeiger "Die Koranübersetzung des Reclam-Verlages ist so etwas wie ein Klassiker unter den preiswerten Koranausgaben im Taschenbuchformat. Sie ist schon vor sechzig Jahren erstmals erschienen und gilt unter führenden Islamspezialisten als die beste deutsche Übersetzung des Korans. (...)Diese Ausgabe wurde im Laufe der vergangenen Jahrzehnte immer wieder überarbeitet. Es sind vor allem deren Anmerkungen, welche die Ausgabe benutzerfreundlich machen. Denn der Koran erschließt sich dem Leser nicht leicht - selbst Muslime verstehen dieses Buch nicht ohne weiteres. Die Anmerkungen stehen leserfreundlich jeweils am Fuß der Seite , so dass lästiges Vor- und Zurückblättern beim Nachschlagen entfällt.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)
Leserkommentare:* wie beschrieben (5 von 5 Punkten) meint X. wie beschrieben, aufschlussreiches buch für jeden der das gebrabbel über den koran selbst überprüfen will
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Den Glauben aus dem System der Angst befreien. Necla Kelek wendet sich gegen die Verharmlosung des Islam und weist nach, dass er - trotz regionaler Unterschiede - immer Lebenskonzept, Ideologie und Politik zugleich ist. Ihr Credo: Wir müssen den Glauben von seinem patriarchalischen Missbrauch befreien und ihn spirituell rehabilitieren. Und endlich die Probleme anpacken, die unübersehbar mit Muslimen verknüpft sind - die verweigerte Gleichberechtigung der Frauen und die mangelnde Bildung der Kinder. Über vier Millionen Muslime leben in Deutschland. Viele von ihnen sind gut integriert; Religion ist Teil ihrer kulturellen Identität. Sie wollen in dieser Gesellschaft ankommen, ohne von ihrem Glauben zu lassen. Aber es ist eine schweigende Mehrheit. Lauter sind jene, die demonstrativ Zeichen der Abgrenzung gegen die "Ungläubigen" setzen und behaupten, dabei den Gesetzen ihrer Religion zu folgen. Mit diesen islamischen Traditionalisten, die Glauben zu Politik machen und sich zugleich als Opfer der hiesigen Gesellschaft stilisieren, setzt sich Necla Kelek auseinander. Ihnen stellt sie in einer "kleinen Koranschule" eine aufgeklärte Lesart des Heiligen Buches entgegen, die über Entstehung und Hintergründe des Islam informiert: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Sie erkundet Vorzeige- wie Hinterhof-Moscheen, spricht mit Imamen und Vorbeterinnen und nimmt den Streit mit Predigern wie Tariq Ramadan und Fethullah Gülen auf. In der Rubrik "Islam-Deutsch/Deutsch-Islam" diskutiert sie, wie unterschiedlich grundlegende Begriffe wie Anstand, Respekt und Freiheit verstanden werden. Sie durchstreift die Geschichte des Islam in Deutschland und entdeckt Überraschendes wie den weißen Elefanten Karls des Großen und Goethes Kritik an dem letzten Propheten, der das Himmlische seinen irdischen Absichten geopfert habe.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)
Leserkommentare:* Himmelsreise (5 von 5 Punkten) meint H.O. Das Buch von Frau Kelek klärt auf und informiert über Zusammenhänge, die dem Nichtkundigen -wie mir- verborgen waren. Zu bewundern ist der Mut der Schriftstellerin. Sie berichtet zwar sachlich, was bei Fanatikern durchaus falsch verstanden wird. Frau Kelek ist ein Vorbild für ihr Geschlecht aus ihrem Glaubenskreis.
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"Allah ist der Osten und der Westen; wohin immer Ihr also Euch wendet, dort ist Allahs Angesicht" (Sureh 2, 116) Ist der Islam wirklich eine kriegerische Religion, in der Frauen unterdrückt werden und intolerante Fundamentalisten die Oberhand gewinnen? Oder spiegeln sich in unseren heutigen Ansichten nur jahrhundertealte Vorurteile? Die wichtigste Voraussetzung zum Verständnis dieser Weltreligion ist die Kenntnis des Koran. In ihm ist alles niedergelegt, was das Leben eines gläubigen Muslim bestimmt. Mit einem Vorwort von Thomas Schweer Die für diesen Band verwendete Übersetzung entstand unter der Leitung von Hazrat Mirza Tahir Ahmad, Imam und Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 12 Bewertungen)
Leserkommentare:* ein guter Anfang (5 von 5 Punkten) meint A.B. aus Odenthal, Deutschland Bekannt sollte sein, daß etliche Stellen des Koran auch unter arabischen Muttersprachlern und Philologen als schlicht unverständlich gelten. Die Probleme, die jeder Versuch einer Übersetzung mit sich bringt, kommen naturgemäß dazu. Jeder wissenschaftliche Apparat und Hinweis auf Alternativdeutungen fehlt hier vollkommen - wer das sucht sei auf Rudi Paret verwiesen.
Wer aber, genau wie ich, den Koran zunächst erst einmal einfach lesen möchte, um einen Überblick zu erhalten, was überhaupt drinsteht, für den ist diese preiswerte und gut gemachte Ausgabe genau richtig.
Axel
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Aus der Amazon.de-Redaktion Mann, sind die alle blöd! Henryk M. Broder, bekannt für seine scharfzüngigen Glossen im Spiegel, hat diesmal 180 Seiten gebraucht, um diese Erkenntnis zu formulieren. Ein Buch, in dem deutsche Tageszeitungen, französische Politiker, sächsische Entführungsopfer, Peter Zadek und noch viele mehr den immergleichen Vorwurf einstecken müssen: Ihr habt vor dem Islam kapituliert! Wer würde bestreiten, dass eine Auseinandersetzung Not tut? Wer könnte leichthin sagen, die Bedrohungen durch Anschläge und Kofferbomben nähmen nicht zu? Doch sind die Mittel, die Broder wählt, wirklich die passenden? Er erklärt Ehre, Respekt und Unterwerfung zu den Primärtugenden der Moslems - in Gegenüberstellung zu den vietnamesischen Tugenden des Fleißes und der Lernbegierde. Das sei dann der Grund dafür, dass Vietnamesen besser in die deutsche Gesellschaft integriert sind als Moslems aus der Türkei und den arabischen Ländern. Broder meint an anderer Stelle aber auch, der Islam habe Tempo, Stil und Autorität - im Gegensatz zur Langsamkeit, zur Schwerfälligkeit des westlichen Systems, das noch nicht einmal "sexy" sei. Damit wird dann die Bedrohung durch den Islam erklärt. Und so geht es einem öfter bei diesem Buch: dass man nicht mehr weiß, was der Dichter mir damit sagen will? Und noch drängender stellt sich die Frage: Warum sagt er es mir auf so vielen Seiten? Meyers Lexikon definiert eine publizistische Glosse als "kurzen, polemischen Kommentar zu aktuellen Ereignissen". Polemisch ist das Buch, aktuell und wichtig sind die Ereignisse, die besprochen werden, auch. Aber kurz? - Mathias Voigt, Literaturtest
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 104 Bewertungen)
Leserkommentare:* Ein Buch das den Nagel auf den Kopf trifft (5 von 5 Punkten) meint G.K. Ein sehr empfehlenswertes Werk. Möge es seine Leser vor dem Einknicken bewahren ehe es zu spät ist....
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In diesem Buch lesen Sie, was die Islamisten gerne vor Ihnen verborgen hätten. Es ist die wohl erschreckendste Chronologie über die Ausbreitung des Islam in Europa. Hier lesen Sie aber auch, was Ihnen die deutschen Massenmedien verschweigen. Fakten, die Ihnen den Atem stocken lassen - in einer Fülle, die erdrückend ist. Was schon lange prophezeit wurde, scheint nun finstere Realität zu werden: Der Untergang des Abendlands!
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 55 Bewertungen)
Leserkommentare:* Super tolles Buch (5 von 5 Punkten) meint C.K. aus Bernau b. Berlin,Deutschland Super tolles Buch mit erschreckendem und zugleich wahrem Inhalt. Wer das nicht liest hat bereits sich dem Schicksal ergeben!
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| | Buch: | Mein Abschied vom Himmel: Aus dem Leben eines Muslims in Deutschland |
| Autor: | Hamed Abdel-Samad, Ausgabe vom 3. Sept. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 21097 |
| Preis: | 19,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden |
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Eines der spannendsten Bücher dieses Jahres Neues Deutschland (Neues Deutschland)
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 13 Bewertungen)
Leserkommentare:* Eine erschütternde, bewegende und ehrliche Autobiographie (5 von 5 Punkten) meint W.S. aus Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland Dieses Buch ist eine erschütternde und glaubwürdige Autobiographie eines Muslims, der als "Wanderer und Mittler zwischen den Kulturen" 2002 an der Universität Augsburg ausgezeichnet wurde und für dieses vorliegende Buch Morddrohungen erhielt und Schmähungen aus der islamischen Welt erleiden musste.
Es ist die verzweifelte Suche eines Moslems, der nach langen Jahren in Deutschland, wo er seit 1985 lebt seinen Glauben verloren hat und keinen neuen finden kann. Eine Odyssee durch Phasen der Depression und immer wieder das Schwanken zwischen verschiedenen Lebensformen tut sich da einem bewegten und erschütterten Leser auf, der sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass das, was der Autor hier für sich persönlich beschreibt , das innere Erleben von vielen Muslimen in unseren Land widerspiegelt.
Er sucht nach dem richtigen Gott, und nach irgendeinem Halt in der Welt und muss doch immer wieder erleben, dass er innerlich gespalten ist und dass ihn das fast zerreißt.
Natürlich kommen auch die wichtigen und aktuellen Themen wie interkultureller Dialog, Terrorismus und Gewalt im Islam, Frauenrechte im Islam, Beschneidung von Frauen, das Männerbild in der islamischen Welt und die Sexualität in dem Buch vor, doch wichtig war für mich das persönliche Zeugnis eines Mannes, der dafür viel Anfeindungen einstecken musste und noch heute - er arbeitet am Institut für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität in München- unter Polizeischutz steht.
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| | Buch: | Der Weg nach Mekka |
| Autor: | Muhammad Asad, Ausgabe vom 15. Sept. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 99459 |
| Preis: | 24,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Muhammad Asad ist einer der bedeutendsten muslimischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Sein Weg führte ihn aus der Welt seiner jüdischen Familie und aus Europa in die muslimische Welt nach Arabien. Lebendig und spannend schildert Asad seine Bekehrung in Berlin, seine abenteuerlichen Wüstenerfahrungen in Arabien, die Verstrickung in die politischen Verhältnisse der Zeit und die Beteiligung am Freiheitsstreben der islamischen Länder. Beeindruckend sind die Intensität seiner Darstellung, die Echtheit seiner Überzeugungen und die Authentizität seiner Erfahrungen. Entsprechend überwältigend ist die Resonanz auf dieses Werk in der gesamten Welt bis heute. Wahrscheinlich gibt es kein Buch - außer dem Koran selbst -, das den Islam in ähnlicher Weise Millionen von Menschen nahe gebracht hat.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Leserkommentare:* Der Weg nach Mekka (5 von 5 Punkten) meint M.H. aus Aargau
Murad Wilfried Hoffmann schreibt dazu: "Kein anderes Buch außer dem Koran selbst hat jemals mehr Menschen den Weg zum Islam gewiesen."
Wenn auch aus diesen Worten ein wenig jener exzellente Dünkel spricht, welchen wir, die deutsche Sprache zelebrierenden Verehrer des geschriebenen Wortes des manchen pflegen, so mag dieses Zitat sich möglicherweise als ungewollte Prophezeiung erweisen.
ASADS Buch ist nicht einfach eine Biografie eines eigenwilligen Juden, welcher seine religiösen Wurzeln verleugnet und vorgeblich seinen angestammten Traditionen den Rücken kehrt - vielmehr ist es tatsächlich eine sprachlich kaum zu überbietende Wegbeschreibung geradewegs ins Zentrum, in die Mitte, ins HERZ eines jeden nach wirklicher Wahrheit dürstenden Wanderers. Eine berührende, ergreifende Wegbeschreibung zur einzig möglichen Heimstatt, welche sich die absolute, transzendente eine, göttliche Individualität als Thron für die Herrlichkeit ihrer Allmacht erwählen mochte.
Dieses Buch ist ein mit liebender Präzision und Einfühlsamkeit gefertigtes Schatzkästchen, welches Perlen von Weisheit, tiefem Wissen, aufrichtiger Einsicht, und noch vieler anderer kostbarer menschlicher Tugenden in sich birgt, deren Anblick alleine lehrt, dass Schönheit wirklich göttlichen Ursprungs ist.
Ich kann mir nicht verwehren, einige dieser Kleinodien hier vor dem geistigen Auge des Lesers auszulegen.
Wie eindringlich wird die Einsamkeit, die Unverbindlichkeit allen Mühens des im Westen lebenden Menschen beschrieben, wenn Muhammad Asad, brusttief, in sternerhellter arabischer Nacht in einem dunklen Brunnen mitten in der Wüste stehend, reflektiert: "Die Belange des Abendlandes ... sie liegen mir so fern, dass es mir schon schwerfällt für die europäischen Zeitungen zu schreiben ... denn sooft ich für sie schreibe, ist mir, als würfe ich einen Stein in einen bodenlosen Brunnen: der Stein versinkt in der dunklen, unsichtbaren Tiefe und nicht einmal ein Echo schlägt empor, mir zu verkünden, ob er sein Ziel erreicht hat ..."
Wie menschlich spannt der Autor den Bogen vom schicksalhaften Weg seines Urahns Abraham zur Wanderschaft durch das eigene Erleben, lässt uns einige Zeilen weiter teilhaben am kindlich unschuldigen Erfahren sinnlicher Eindrücke, schenkt uns ein Erinnern an unser eigenes Staunen, als wir als Kinder in die für uns gänzlich unbekannte, gar verführerische Welt des Erwachsenwerdens uns hineintreiben ließen.
Auf den Punkt gebracht, erschließt er uns Erkenntnis, wenn er in Erinnerung an seine Suche nach wahrhafter Identität als junger Student schreibt: "Die Wissenschaft sagte: "Erkenntnis ist alles" - und vergaß dabei, dass Erkenntnis ohne sittliches Ziel nur zum Chaos zu führen vermag."
Eine Seite weiter wird kurz, prägnant - Geist erhellend die Ära nach dem ersten Weltkrieg, der Geburtsstunde metaphysischer Spekulation in den Cafehäusern europäischer Metropolen beschrieben, der Geburtsstunde nihilistischer Psychoanalyse, verkrampfter Visionen jenseits von Gut und Böse, der Ausbruch aus der moralischen Enge des neunzehnten Jahrhunderts in die Freiheit des Körpers und in anschließende, schal schmeckende Ernüchterung.
Wie schmeckt man den irdischen Wüstenwind und fühlt die geistige Verbundenheit der zwei Männer auf ihren Kamelen durch das weite Sandmeer reitend und beginnt die Verschmelzung menschlicher Widersprüchlichkeit zu wahrem Menschsein zu begreifen. Doch lassen wir Muhammad Asad und seinen treuen Begleiter Zayd selbst sprechen.
"Du bist launisch wie ein badaui ... wie ich selbst. Ändern wir denn unsere Entschlüsse unter dem Einfluß von Dschinnen? War es vielleicht ein Dschinn, der mir vor vier oder fünf Jahren jenen plötzlichen Entschluß einflüsterte, zu dir nach Mekka zu ziehen - und dir jetzt den Entschluß eingab, wieder nach Mekka zu wandern? Oder lassen wir beide uns solcherart von den Winden umhertreiben, weil wir nicht so recht wissen, was wir wollen?"
"Nein, Zayd - wir beide, du und ich, erlauben es den Winden, uns umherzutreiben, gerade weil wir wissen, was wir wollen: unsere Herzen wissen es immer, auch wenn unsere Gedanken manchmal zu träge sind, um ihnen gleich zu folgen - aber am Ende holen die Gedanken die Herzen doch ein, und dann kommt es uns vor, als hätten wir einen neuen Entschluß gefasst ..."
Doch der fast schwärmerisch zu nennenden Worte sei es nun genug und des Lesers Zeit sei besser investiert dies Buch sich zu besorgen.
Diese Wegweisung eines wahrhaften Menschen, eines Muslims in die Mitte jedes Lesers eigene Selbst. Diese Reise auf sich zu nehmen lohnt gewiss und der Allmächtige begleite Euren Weg!
Hanel, 9.10.09
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Aus der Amazon.de-Redaktion Hätte eine Deutsche dieses Buch verfasst, von "archaischer Stammeskultur" und dem mangelnden Selbstbewusstein der Deutschen gesprochen, die den Zugewanderten keine klaren Regeln vorgeben, dann hätte es sicherlich einen Aufschrei gegeben - fremdenfeindlich und rassistisch wäre die Autorin genannt worden. Nun ist die Verfasserin des Buches türkischstämmig, kennt die Welt jenseits des Bosporus genauso gut wie die Migrantenmilieus in bundesdeutschen Großstädten und verfügt auch noch über das Handwerkszeug empirischer Sozialforschung. Nachdem ihr Buch Die fremde Braut das System der Zwangsehe anprangerte, nimmt Sie jetzt die Väter, Söhne und Brüder ins Visier. Sie geht einzelnen Biografien nach, die im Osten Anatoliens beginnen und mitunter in einem deutschen Gefängnis enden. Sie erzählt die Geschichte von PKK-Aktivisten, Zuhältern und ganz normalen Familienvätern, von starren Gesetzen und einer vorgegebenen Männerrolle, aus der die meisten türkisch-muslimischen Männer nicht herausfinden. In dieser Welt zählen Respekt, Ehre und Schande; und Kelek hat die Mehmets und Yilmaz' interviewt, die für diese Werte töteten, schlugen und zerstörten. Dabei macht Kelek von Anfang an klar, dass die porträtierten Männer nicht nur Täter, sondern ebenso Opfer eines Systems sind, das die Integration in einem Land wie Deutschland verhindert und nach aufgeklärtem Verständnis normale Familienbeziehungen unmöglich macht. Nicht zuletzt hat sie dieses Buch aus der realistischen Einsicht heraus geschrieben, dass die Emanzipation der türkisch-muslimischen Frauen nicht ohne ein Umdenken der Männer möglich ist. Man kann Keleks Eindruck nur bestätigen, dass die deutsche Gesellschaft dem unbekannten Wesen "türkischstämmiger Mann" hilflos gegenübersteht. Sie gibt hier einen biografischen Einblick, der vieles verständlicher macht, aber nichts entschuldigt. Ihr Ziel, die Unmündigkeit innerhalb einer von Männern definierten, traditionellen Welt zu überwinden, ehrt sie. Man möchte nur hoffen, dass das Buch nicht von denjenigen instrumentalisiert wird, die schon immer "wussten", wie "rückständig" die Türken im Grunde sind. -Henrik Flor 1
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 21 Bewertungen)
Leserkommentare:* Pflichtlektüre für Deutsche (5 von 5 Punkten) meint B.K. aus Daglfing, Bayern Ein sehr wichtiges Buch für Deutsche, die ihre türkischen Mitbürger besser verstehen wollen. Es ist sehr spannend geschrieben und gibt in gut lesbarer Form Einblick in Kultur und Sitten des Islam, insbesondere bei den türkischen Moslems. Vieles an den Türken sehe ich nach der Lektüre des Buches mit neuen Augen. Es sollte von jedem Deutschen gelesen werden - und zwar bald.
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| | Buch: | Kritik der arabischen Vernunft - Die Einführung |
| Autor: | Mohammed Abed Al-Jabri, Ausgabe vom 15. April 2009, Gebunden, Verkaufsrang 191669 |
| Preis: | 19,80 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
Gewöhnlich versandfertig in 9 bis 11 Tagen. |
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| Habermas, Sloterdijk oder Gadamer sind in der arabischen Welt keine Unbekannten, aber wenn wir in Europa 'arabische Philosophie' sagen, meinen wir das Mittelalter. Die zeitgenössischen arabischen Denker werden nicht übersetzt und fristen trotz der Neuentdeckung alles Islamischen nach 2001 sogar an den orientalistischen Fakultäten ein Nischendasein. Dass angesichts dieser Wissenslücke Aufklärung und Islam als unvereinbar gelten, versteht sich. Die jetzt auf Deutsch vorgelegte, ursprünglich für ein französisches Publikum erstellte Einführung in die 'Kritik der arabischen Vernunft' des 1935 geborenen Marokkaners Mohammed Abed Al-Jabri hat Zeug, unsere Vorurteile auf die Probe zu stellen. Von Stefan Weidner. (Neue Zürcher Zeitung, 22. September 2009) |
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