Von den Anfängen des Islam bis zum Nahostkonflikt unserer Tage Erscheinungsjahr: 2001 m. Ktn. Gewicht: 464 gr / Abmessung: 19 cm Von Hourani, Albert Die konkurrenzlose Gesamtdarstellung der Geschichte Arabiens. Hourani spannt einen Bogen von den Anfängen des Islam bis zum Nahostkonflikt unserer Tage. Dass der Autor nicht allein ein herausragender Kenner der Materie, sondern auch ein guter Erzähler ist, macht sein Buch zu einem publizistischen Glücksfall. Von der islamischen Mystik über die Bedeutung Europas im Osmanischen Reich und der Rolle der Frau in den heutigen arabischen Ländern bis hin zur Intifada der Palästinenser und dem Golfkrieg erstreckt sich das Spektrum dieses Standardwerks, das nun endlich in einer preiswerten Taschenbuchausgabe vorliegt. Gekonnt erzählt der bekannte Orientalist und Übersetzer Albert Hourani darin Die Geschichte der arabischen Völker vom frühen 7. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Hourani beginnt mit seiner Erzählung kurz vor den Lebzeiten des Propheten Muhammad und legt so den Schwerpunkt eindeutig auf die islamische Prägung der arabischen Welt. Religion, Sprache und Dichtung, Wirtschaft und Politik sowie Wissenschaft und Erziehung bilden die Eckpfeiler, mit deren Hilfe Hourani seine riesige Stoffmenge bewältigt. Denn Die Geschichte der arabischen Völker umfasst nicht nur eine Zeitspanne von zwölf Jahrhunderten, sondern auch eine riesige geographische Fläche, die sich vom Iran im Westen bis hin zu den maghrebinischen Staaten im Osten (Marokko, Algerien und Tunesien) erstreckt. Das Buch lebt von seiner Themenvielfalt und den lebendig erzählten Geschichten, die Geschichte ausmachen: Kulturelle, soziale und wirtschaftliche Gesichtspunkte ergänzen sich so zu einem eindrücklichen Gesamtbild. Dadurch bekommt der Leser oder die Leserin zum einen eine klare Vorstellung von den verschiedenen Alltagskulturen der arabischen Völker, und behält zum anderen den Überblick über den Kontext, in den sich diese spezifischen Informationen einordnen lassen. Der Autor verwendet durchgehend - kursiv gesetzte - arabische Begriffe, die anschaulich erklärt werden und in einem Glossar am Ende des Buches noch einmal zusammengefasst sind. Hourani, 1915 als Sohn libanesischer Eltern in Manchester geboren und in Oxford ausgebildet, ist ein Historiker der alten Schule: Ein unaufdringlicher Erzähler, der sich in punkto Kommentar und Analyse vornehm zurückhält. Dies mag Leser enttäuschen, die sich von dem Buch eine klare geschichtswissenschaftliche Analyse erwarten. Stattdessen bietet der Autor eine angenehme Lektüre, durch die man zwar viel erfährt, die aber viel Raum für eigene Schlussfolgerungen lässt. -Selina DeNiro
Product Description "Unter den großen Religionen ist keine so nachdrücklich und unverhülltals weltliche Macht in Erscheinung getreten wie die vom Propheten Mohammedgestiftete. Der Begriff Islam bezeichnet so nicht nur eine Glaubensgemeinschaft,sondern auch die Geschichte und Kultur der Völker, die der Lehre des Prophetenanhängen. Der islamischen Geschichte ist in Europa bis in die neueste Zeithinein selten die Einschätzung zuteil geworden, die ihr zukommt. Die einenhaben sie unter dem Eindruck der Bilder aus Tausendundeiner Nacht in märchenhafterVerklärung gesehen, die anderen sie als bloßes Anhängsel der westlich-europäischenGeschichte gewertet. Dabei wird außer acht gelassen, wie reich das kulturelleSchaffen in der islamischen Welt des Mittelalters im Vergleich zum nachkarolingischenEuropa oder auch zu Byzanz war, wie dynamisch sich der Handelsverkehr unddas städtische Leben entwickelten Bagdad zählte während der Jahre seinerhöchsten Blüte mehrere hunderttausend Einwohner - zu einer Zeit, als esin den größten Städten Europas kaum mehr als l0 000 Menschen gab. In jederislamischen Stadt fand man zumindest eine Bibliothek und eine Schule einBeweis für die fortgeschrittene ""soziale Streuung"" der Kultur. Und nichtzu bestreiten ist die Bedeutung des geistigen Erbes, das der Westen vomIslam empfing, besonders auf dem Weg über Spanien, wo beide Kulturen aufeinandertrafen."
Product Description War es im 15. Jahrhundert das christliche Abendland, das ängstlich dieBewegungen des Osmanischen Reiches beobachtete, so ist es heute die westlicheWelt, die - mit mehr oder minder großem Verständnis - besorgt nach Südostenschaut in die moderne Türkei, wo der Antagonismus zwischen Kemalismusund Islam tiefgreifende soziale Reformen und eine stabile Regierungsformzu verhindern scheint, in den Nahen Osten mit seinem ausweglos erscheinendenarabisch-israelischen Dilemma, nach Indonesien und Bengalen, wo Bürgerkriegeeine unermeßliche Zahl an Opfern forderten. Selbst von den Philippinenberichteten die Zeitungen von Kämpfen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen.Die Blickrichtung ist sozusagen die gleiche geblieben, allein der Blickführt heute weit über die Türkei und das Heilige Land hinaus. Der Betrachtersieht den Islam in der Auseinandersetzung mit importierten sozialpolitischenVorstellungen und stellt mit Erstaunen fest, wie hoch der Anteil der Ländermit muslimischer Bevölkerung an den Krisengebieten der sogenannten DrittenWelt ist.
Buch:
Das Schwert des Islam - Revolution in Namen Allahs
Autor:
Peter Scholl-Latour, Peter Scholl- Latour, Ausgabe vom 1991, Gebunden, Verkaufsrang 415308
Buch:
Damaskus im Herzen und Deutschland im Blick
Autor:
Rafik Schami, Ausgabe vom 4. Febr. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 611841