Product Description "Der Koran will gehört werden. Von der Gewalt, die von diesem Hören ausgeht, erzählt Kermani eindrücklich, und der Leser seines Buches ertappt sich dabei, dass er anfängt, selbst laut zu lesen."
Aus der Amazon.de-Redaktion Drei Jahrhunderte nach der Befreiung von den Osmanen und der geradezu symbolhaften Degradierung des Halbmondes zum Wiener Kipferl, das seitdem zum modischen "Muselmanngetränk" Kaffee gereicht wird, erlebt Europa einen neuerlichen Ansturm des Islam. Das Unbehagen über das Heer legaler und illegaler muslimischer Einwanderer und die wachsende Sorge über den als "fundamentalistisch" etikettierten Islamismus hat dabei zu einer Renaissance uralter Feindbilder geführt. Den Motiven für diese von hartnäckigen Vorurteilen geprägten Gegnerschaft zwischen Orient und Okzident geht Franco Cardini in seinem Buch Europa e Islam. Storia di un Malinteso nach, das als Beitrag zu der von Jacques LeGoff herausgegebenen internationalen Reihe Europa bauen nun in deutscher Übersetzung bei C.H. Beck aufgelegt wurde. In seinem Streifzug durch die Geschichte zeigt der florentinische Mediävist, der bereits mit zahlreichen Veröffentlichungen zur Geschichte Jerusalems und der Kreuzzüge in Erscheinung getreten ist, die Wirkung der islamischen Expansion zwischen dem 7./8. und dem 10. Jahrhundert und dann wieder zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert auf die Herausbildung einer europäischen Identität auf. Er macht dabei die auffällige Diskrepanz zwischen der christlichen Propaganda und der Wahrnehmung derjenigen deutlich, die unter "islamischer Tyrannei" nie gekannte Freiheiten und Toleranz kennen lernten. Er berichtet über christliche Renegaten und über die Ritter- und Mönchsorden im Heiligen Land, die wegen ihrer unverhohlenen Sympathie mit den "Ungläubigen" in Konflikt mit ihrer Kirche gerieten. Und er erinnert nicht zuletzt an die allgemeine Trauer über den Tod des türkischen Sultans Süleyman des Prächtigen, dessen Mythos vom ebenso gestrengen wie gerechten Fürsten selbst Michel de Montaigne, Jean Bodin und Pierre Charron erlagen. Trotz einiger struktureller Mängel und einer teilweise verwirrenden Fülle von Gestalten, Dynastien und (arabischen) Begriffen bietet Cardinis Werk eine gute Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte zu diesem Thema. Ein Glossar und ein Sachregister wären ebenso nützlich gewesen wie Kartenmaterial, um die geschilderten Eroberungszüge nachvollziehen zu können. -Roland Detsch
Buch:
Streit um Abraham: Was Juden, Christen und Muslime trennt - und was sie eint
Autor:
Karl-Josef Kuschel, Ausgabe vom 16. Januar 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 204771
William Montgomery Watt, Ausgabe vom 1. Okt. 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 578974
Buch:
Muslime zwischen Tradition und Moderne: Die Gülen-Bewegung als Brücke zwischen den Kulturen
Autor:
Bekim Agai, Michael Blume, Claudia Derichs, Johann Ev. Hafner, Rainer Hermann, Thomas Michel, Simon Robinson, Leonid R. Sykiainen, Wilhelm Willeke, Ausgabe vom 5. Okt. 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 78093
Product Description Die Gülen-Bewegung als Brücke zwischen den Kulturen Erscheinungsjahr: 2010 Gewicht: 367 gr / Abmessungen: 215 mm x 135 mm x 21 mm Hrsg. v. Homolka, Walter; Hafner, Johann E.; Kosman, Admiel Die Gülen-Bewegung zählt zu den einflussreichsten islamischen Bewegungen. In Deutschland und anderen westlichen Demokratien setzt sie auf Integration durch Bildung und Dialog. Kritiker werfen ihr allerdings vor, eine unterschwellige islamistische Agenda zu vertreten. Dieser Sammelband informiert über gesellschaftliche und religiöse Positionen von Fethullah Gülen sowie über Strukturen und Aktivitäten der Gülen-Bewegung in Deutschland auf dem Weg zu einer islamisch-europäischen Identität.
Buch:
Im Rosengarten der Märtyrer: Ein Portrait des Iran
Autor:
Christopher de Bellaigue, Ausgabe vom 9. Juni 2006, Gebunden, Verkaufsrang 377511
Aus der Amazon.de-Redaktion Christopher de Bellaigues flüssig geschriebene Reportagen, die Sigrid Langhaeuser mit viel Einfühlung ins Deutsche übertragen hat, gewähren erhellende Einblicke in die Gesellschaft des Iran. Der englische Journalist, der mit einer Iranerin verheiratet ist und Land und Leute sehr gut kennt, berichtet von Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen, die er in den unterschiedlichsten Situationen kennen lernte und von vielen kleinen Alltagsszenen, die er mit sehr wachem Verstand beobachtet hat. Dabei kommen ihm seine außerordentlichen Kenntnisse der iranischen Kultur und Geschichte ebenso zu Gute, wie der Umstand, dass er mit den Menschen in ihrer eigenen Sprache sprechen kann und dabei auch die oftmals entscheidenden Zwischentöne versteht. Kenntnisreich schildert Bellaigue den Aufstieg der islamischen Revolutionsführer zur unumschränkten Macht im Staate und ihre Selbstentzauberung durch einen menschenverachtenden, zynisch-grotesken Märtyrerkult. Tiefe gewinnt das Buch durch seine zahlreichen historisch-theologischen Exkurse, in denen die Wurzeln mancher Besonderheit der iranischen Kultur und Gesellschaft sichtbar werden. Vor diesem Hintergrund erscheinen der religiöse Eifer und die der Religion hohnsprechende Verlogenheit und Korruption des Mullah-Regimes in neuem Licht. Schwächen zeigt der Autor lediglich dort, wo er auf der Grundlage aus fragwürdigen Quellen geschöpfter Informationen nicht minder fragwürdige Mutmaßungen über die Macht und die Machenschaften der iranischen und anderer Geheimdienste anstellt. Ansonsten aber: Unbedingt lesenswert! -Hasso Greb
Buch:
Kippa, Kelch, Koran: Interreligiöses Lernen mit Zeugnissen der Weltreligionen - Ein Praxisbuch - Unter Mitarbeit von Katrin Gergen-Woll, Barbara Huber-Rudolf und Jan Woppowa
Autor:
Clauß Peter Sajak, Ausgabe vom 29. Nov. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 38785