Etudes Françaises - Découvertes 3 - Série verte - Für alle Bundesländer außer Bayern und Sachsen: Découvertes 3 - Cahier d' activités - Série verte (Etudes Francaises)
Autor:
Monika Beutter, Lothar Kaup, Leo Koesten, Ausgabe vom 1995, Taschenbuch, Verkaufsrang 133236
Roman Erscheinungsjahr: 2005 Gewicht: 425 gr / Abmessung: 19 cm Von Roggenkamp, Viola Viola Roggenkamp, 1948 in Hamburg geboren, stammt aus einer deutsch-jüdischen Familie. Sie reiste und lebte mehrere Jahre in verschiedenen Ländern Asiens und in Israel. Sie ist eine der renommiertesten Publizistinnen deutscher Sprache und schreibt u.a. für ''Die Zeit'', die ''taz'' und die ''Allgemeine Jüdische Zeitung''. Viola Roggenkamp lebt in Hamburg. Publikationen: ''Frau ohne Kind. Gespräche und Geschichten - eine Tafelrunde'', ''Von mir soll sie das haben. Sieben Porträts von Müttern lesbischer Töchter?'' und ''Tu mir eine Liebe. Meine Mamme. Jüdische Frauen und Männer in Deutschland sprechen von ihrer Mutter''. Hamburg, 1967. Eine alte, abbruchreife Villa im feinen Harvestehude. Fania Schiefer, dreizehn Jahre alt, findet sich nicht zurecht, weder in ihrer deutschen Muttersprache noch in ihrer deutschen Vaterstadt.Ihre jüdische Mutter hat mit Hilfe des Vaters die Nazizeit überlebt. Jeden Montagmorgen wird Paul Schiefer, Vertreter für Brillengestelle, mit Winken und Küssen verabschiedet und jeden Freitag ebenso überschwenglich von seiner Frau , den beiden Töchtern und seiner Schwiegermutter wieder empfangen. Während der Woche wacht Alma Schiefer liebevoll-unerbittlich über das Leben ihrer Familie, in der Weinen und Lachen, übergroße Nähe und der Wunsch nach Trennung miteinander verknüpft sind. Aus der Enge und Verzauberung der familiären Innenwelt findet die Ich-Erzählerin Fania leise ihre Spur nach draußen. "Familienleben" ist der erste Roman der Publizistin Viola Roggenkamp. Ein sensibles Zeitbild, in dem - hierzulande zum erstenmal - gezeigt wird, wie in der deutschen Nachkriegsgeschichte jüdisches Familienleben, unbemerkt von der Außenwelt, weiterlebt. Ein gro Die 13-jährige Fania Schiefer, Ich-Erzählerin des Romans, gleicht einem hochempfindlichen Sensor für sämtliche Störfelder, die an sie von außerhalb herangetragen werden. Vordergründig gleicht das Leben in der etwas maroden Villa im feinen Hamburger Stadtteil Harvestehude dem einer ganz normalen, etwas chaotischen Familie. Montags verabschiedet sich Vater Paul, um als Vertreter für Brillengestelle das Land zu bereisen, bis er, sehnsüchtig erwartet von seiner Frau Alma, den Töchtern Fania und Vera, sowie Schwiegermutter Hedwig, am Freitag nachmittag wieder auftaucht. Ganz allmählich nur, stückchenweise, gibt Viola Roggenkamp den Blick frei auf die Verhältnisse unter der bürgerlichen Oberfläche. Unter der Schicht eines Entwicklungsromans zweier Schwestern verbirgt sich ihr eigentliches Thema: Inmitten eines Volkes von Tätern und Mitläufern scheint für eine deutsch-jüdische Familie im Jahr 1967 so etwas wie Normalität nur durch Verdrängung möglich. Mutter Alma, aufgrund ihrer Ehe mit dem Deutschen Paul dem KZ nur knapp entronnen, wurde in der Folge zum traumatisierten Bollwerk gegen eingebildete und tatsächliche Anfeindungen. Dass dies alles bei Viola Roggenkamp im luftigsten Unterhaltungston stattfindet - macht es nur umso unerträglicher. Böse sensibilisiert, erkennt der Leser den noch immer funktionstüchtigen Herrenmenschen in der Maske des Biedermannes. Den boshaften Lehrer Wilhelm Bobbenberg, der vor der Klasse ungeniert Fanias Rechtschreibschwäche lächerlich macht; die Beamten mit "Messerscheitel", deren "Schnauzen" Alma Schiefer nur zu gut kennt. Wie eine Löwin wacht die von den Gräueln der Vergangenheit Traumatisierte über Wohl und Wehe ihrer Töchter. Für Fania und Vera gerät ihr Heim zu einer Art Gefängnisaufenthalt mit Freigang und Besuchserlaubnis. Die kindliche Perspektive ist das eigentlich Kühne in Roggenkamps thematischem Ansatz. Wieviel "deutsche" Normalität ist den Nachkommen von Nazi-Opfern gestattet, wie tief sind sie vom grausamen elterlichen Schicksal geprägt - und wie sehr eigener Erfahrungen beraubt! Mit poetischer Kraft und verblüffender Bildsprache hat Viola Roggenkamp ihre Sätze von der Suche nach einer jüdischen Identität und dem sexuellen Erwachen zweier junger Mädchen aufgeladen. Die Feministin Roggenkamp, auf zahlreichen publizistischen Feldern tätig, hat den Roman ihres Lebens geschrieben. Ein Werk von verstörender und magischer Anziehungskraft. -Ravi Unger
Buch:
Die Tora: Die fünf Bücher Mose in der Übersetzung von Moses Mendelssohn - Mit den Prophetenlesungen im Anhang
Ausgabe vom 30. März 2004, Gebunden, Verkaufsrang 26610
Aus der Amazon.de-Redaktion "Sie weiß nicht, was sie tut", dachte ich, "sie ist nicht mehr dieselbe - wir alle sind nicht mehr dieselben." Der - fiktionale - achtjährige Philip Roth muss mit ansehen, wie sich sein Umfeld dramatisch verändert. 1940 war seine Familie noch eine gewöhnliche, glückliche jüdische Familie in einem Amerika, das Juden ein freies Leben und Integration ermöglichte. Doch dann nominieren die Republikaner einen Helden der Luftfahrt, den faschismusfreundlichen Charles Lindbergh. Den Wahlkampf gegen Demokrat Franklin D. Roosevelt gewinnt er durch eine Kampagne, die heftige Kontroversen unter den Juden auslöst: Der Frieden und angeblich ebenso die Demokratie sollen bewahrt werden, indem sich Amerika für eine isolationistische Haltung gegenüber Nazi-Deutschland ausspricht. Schon bald stellt sich heraus, dass Lindbergh andere Zukunftspläne schmiedet. Seine Begeisterung für Hitlers Machtpolitik wird jedoch nicht nur den amerikanischen Juden, sondern ebenso ihm selbst zum Verhängnis. Rückblickend beschreibt Philip aus der Perspektive eines Kindes, wie das geregelte Leben der Juden zerbricht, wie das beklemmende Gefühl der Schutzlosigkeit sie dazu zwingt Dinge zu tun, die ihnen einst zuwider gewesen wären. Was wäre, wenn ...? Philip Roth spielt in dem autobiografisch gefärbten Roman Verschwörung gegen Amerika eine andere Variante des zweiten Weltkrieges und seiner Kindheit durch. Fasziniert von der Tatsache, dass die amerikanischen Juden - folglich auch die eigene Familie - der großen Katastrophe entronnen sind, fingiert Roth ein antisemitisches Amerika unter der Präsidentschaft Lindberghs. Sein Jonglieren mit historischen Fakten und historischer Fiktion ist schlichtweg verblüffend. Um so realistisch wie möglich zu schreiben, wich Roth von seinen bisherigen Romanen ab: Die Opferrolle der Juden im Zentrum, das ist neu. Sein Ziel hat Roth auf jeden Fall erreicht, lässt er seine Leser doch fast vergessen, dass die Realität im Hinblick auf die Präsidentschaft Lindberghs eine ganz andere war. -Fenja Wambold 1
Buch:
Wann, wenn nicht jetzt?
Autor:
Primo Levi, Ausgabe vom 1. Sept. 1989, Taschenbuch, Verkaufsrang 294213
Nathan Englander, Udo Lindenberg, Ausgabe vom 2001, Gebunden, Verkaufsrang 1064109
Buch:
Das Buch der Preisungen
Autor:
Martin Buber, Ausgabe vom 1962, Broschiert, Verkaufsrang 1186271
Amazon.de-Hörbuchrezension Die Psalmen in der Übersetzung von Martin Buber - sicher einer der Höhepunkte der Weltliteratur. Die Ausdruckskraft dieser poetischen Sprache ist bis heute kaum erreicht. Die Dichte der Psalmen macht sie zu den Texten, die noch heute mit ihren Bildern unsere Sprache prägen und vielen Menschen als Bibeltext im Ohr sind. Ich war gespannt auf die angekündigte Hörbuchversion und ich kann mich der Kritik der Wochenzeitung DIE ZEIT nur anschließen: "Ein gigantisches Hörbuch". Christian Wiese ist es gelungen, eine treffende Auswahl aus den 150 Psalmen zu finden. Er wählte nicht nur bekannte Psalmen wie Psalm 23 "Er ist mein Hirte", sondern lässt auch unbeachtete Psalmen zu Gehör bringen. Maren Kroymann macht die Preisungen zu ihrer Sache und verleiht ihnen dabei ihre ganz eigene Ausdruckskraft. Die Verbindung aus persönlichem Engagement und sprachlicher Kraft der Texte ist für das Verständnis der Psalmen als überlieferte Gebete enorm wichtig. Fazit: Dieses Hörbuch ist mehr als lohnend, es ist fast ein Muss. Denn die Psalmen werden nicht nur als poetische Texte, sondern als besonders dichte Gebete lebendig. Daher ist das Hörbuch privat, in der Gemeinde, in Schule und Fortbildung einsetzbar. Es ist sogar vorstellbar, sie in der Kirche abzuspielen, wenn diese für Besucher offen ist. Denn in der Kombination von besonderen Räumen können diese CDs sicher eine ganz eigene Atmosphäre schaffen. Spieldauer: 105 Min., zwei CDs. -Christian Frühwald 1