Aus der Amazon.de-Redaktion Am Ende löst sich der bunt schillernde Schatten eines kleinen Engels leicht und unbemerkt aus Nataljas Seele und entschwebt auf ewig in den russischen Mittagshimmel. Zuvor hat Nataljas Sohn Stas begonnen, in einer krakeligen Erstklässlerschrift seine ungeheuerliche Geschichte aufzuschreiben - eine Geschichte, die die meisterliche russische Bestseller-Autorin Polina Daschkowa (Club Kalaschnikow, (Russische Orchidee) auf über 400 Seiten zuvor vor ihren Lesern ausgebreitet hat. Und die meisten Leser werden das Buch wohl weglegen und sich wünschen, es hätte noch 400 Seiten mehr. Scheinbar voller Schlenker und mit Lust am Fabulieren erzählt Daschkowa Stas? Geschichte, die zunächst voller Rätsel scheint. Obwohl überaus - und überall - beliebt, als Unternehmer erfolgreich und von den Frauen begehrt, scheint jemand Stas nach dem Leben zu trachten. Zumindest hat jemand ihn mit einer Autobombe in die Luft zu sprengen versucht. Aber galt der Anschlag vielleicht gar nicht ihm? War er einfach zur falschen Zeit am falschen Ort? Wollte sich der Attentäter auf diese Weise an Stas? Vater, einem ehemaligen KGB-Bonzen, rächen - zumal dieser seinen Sohn immer noch aus- und ihm den Rücken freihält? Langsam beginnt Stas zu ahnen, wer hinter dem Anschlag stecken könnte - und wird mit seiner dunklen, lange zurück liegenden Vergangenheit konfrontiert, die er bis zum Schluss lieber totschweigen würde. All das hat die Daschkowa atmosphärisch derart dicht und packend beschrieben, dass man glaubt, mitten drin zu sein in der russischen Seele und ihren schattenhaften Engeln. Aufregend und spannend bis zur letzten Seite. - Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de 1
Aus der Amazon.de-Redaktion Blech-grün glotzt dem russischen Fernsehstar Artjom Butejko sein eigenes Gesicht aus dem Spiegel entgegen. Noch fünf Minuten sind es bis zur Klatsch-Sendung des Moderators, und die Maskenbildnerin Ljuba hat wirklich alle Mühe, den stumpfen Augen des arroganten Mannes etwas Glanz zu verleihen. "Hör mal Butejko", sagt sie deshalb, "soll ich dir vielleicht etwas Baldrian in die Augen träufeln? Du hast einen so toten Blick." Baldrian hätten sich die feinen Damen Anfang des letzten Jahrhunderts vor ihrem Gang zum Ball oder zum Rendezvous in die Augen geträufelt - und Essig getrunken: "der romantischen Blässe wegen". Wenig später sieht auch Butejko reichlich blass aus, und sein Blick ist noch etwas toter geworden, als er erschossen aufgefunden wird. Der kleine Geschäftsmann Sanja Anissimow könnte es gewesen sein, denn der hätte ein Motiv gehabt. Allerdings sind die Straßen ganz Moskaus gepflastert mit Motiven, derart unbeliebt ist der schmierige Butejko gewesen. Was haben die Probleme der sympathischen Nachrichtenredakteurin Jelisaweta Beljajewa mit dem Fall zu tun? Und gibt es außer dem Baldrian-Angebot der Maskenbildnerin noch eine, viel konkretere Verbindung zum 20. Jahrhundert, zum sagenumwobenen Diamanten "Pawel", der im Strudel der Oktoberrevolution unter mysteriösen Umständen verschwand? Kein leichter Auftrag für Untersuchungsführer Borodin, der tief hinabführt ins dunkle Herz der russischen Hauptstadt. Seit Die leichten Schritte des Wahnsinns (2002) und Club Kalaschnikow (2003) hat sich die russische Autorin Polina Daschkowa auch die deutschen Krimi-Fans erobert. Russische Orchidee setzt diese gute Tradition trefflich fort. Warum nur können deutsche Schriftsteller nicht derart klug komponierte und spannende Romane schreiben? Naja, wir haben ja jetzt die Daschkowa. -Stefan Kellerer 1
Buch:
Es war einmal eine Frau, die ihren Mann nicht sonderlich liebte: Russische Schauergeschichten
Autor:
Ljudmila Petruschewskaja, Ausgabe vom 9. Okt. 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 104503
Product Description Russische Schauergeschichten. Deutsche Erstausgabe Erscheinungsjahr: 2010 Aufl. Aus d. Russ. v. Leetz, Antje Gewicht: 155 gr / Abmessungen: 187 mm x 117 mm Von Petruschewskaja, Ljudmila / Übersetzt v. Leetz, Antje Für alle, die genug von Vampiren und Werwölfen haben! Niemand schreibt erste Sätze wie die Petruschewskaja: "Es lebte einmal ein Vater, der seine Kinder nicht finden konnte." - "Eine Frau hasste ihre Nachbarin." - "Es war einmal ein sehr dickes Mädchen, das nicht insTaxi passte." Und das ist nur der Anfang. Petruschewskajas Geschichten führen mitten hinein in dieWelt des Unheimlichen, Schaurigen, Monströsen. Sieverbindet Alltägliches mit Absurdem und ist dabei vor allem eines: unendlich komisch. Neunzehn eigens für diesen Band zusammengestellte Geschichten zum Entdecken und Wiederentdecken der großen russischen Autorin! Pressestimmen: "Absolut unterhaltsam und äußerst beunruhigend. Mehr davon!" (The New York Times)
Buch:
Club Kalaschnikow: Kriminalroman (Polina Daschkowa)
Autor:
Polina Daschkowa, Ausgabe vom 21. Aug. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 136720
Aus der Amazon.de-Redaktion Gleb Kalaschnikow ist ein wandelndes Schnellfeuergewehr. Immer auf der Jagd nach schönen Frauen, ist der halbseidene Nachtclubbesitzer verrufen in der gesamten russischen Männerwelt. Zudem ist sein Etablissement mafiös unterwandert: Kein Wunder also, dass er eines Tages mit einem einzigen sauberen Kopfschuss getötet wird. "Ein Auftragsmord. Wie aus dem Bilderbuch", findet Jewgeni Tschernow, der Chefermittler der Moskauer Staatsanwaltschaft, und ebenso märchenhaft sind auch die voreiligen Schlussfolgerungen der Polizei, als man bei Glebs Geliebter Olga Guskowa die Mordwaffe findet. In Club Kalaschnikow zitiert Daschkowa Nabokov: "Vor mir steht nicht einfach eine schwache Verdünnung des Bösen, wie man sie aus jedem Menschen gewinnen kann", hatte der geschrieben, "sondern das konzentrierte Böse ohne Beimischungen, ein riesiges, bis zum Rand gefülltes und versiegeltes Gefäß". Bei Daschkowa ist dieses konzentrierte Böse nicht etwa Kalaschnikow, sondern jener Teil der russischen Gesellschaft, der sich ohne Skrupel am postsowjetischen Markt bereichern will und dem sie in ihrem gut gemachten Roman den Spiegel vorhält. Und wie in Die leichten Schritte des Wahnsinns ist es wieder eine Frau, die an dem offiziellen Tathergang zu zweifeln beginnt. Ausgerechnet Katja Orlowa, die Ehefrau Kalaschnikows, glaubt nicht an Olgas Schuld. So wie Glebs Geliebte als echte Russin gewohnt ist, "in den realen Schwierigkeiten des Lebens einen verborgenen mystischen Sinn zu suchen", so ahnt Katja hinter den simplen Geschehnissen einen größeren Zusammenhang. Als dann auch noch ein weiterer Mord geschieht, drohen die Ereignisse vollends aus dem Ruder zu laufen. Eigentlich ist Daschkowa also weniger bei Nabokov als vielmehr bei Dostojewskij, namentlich bei Schuld und Sühne oder Die Dämonen in die Lehre gegangen: So düster und korrupt die menschliche Seele auch sein mag, die sie mit ihrem Röntgenblick durchleuchtet, hinten schimmert doch immer auch irgendwo der strahlende Faden moralischer Rettung durch. Sei's drum: Nach Die leichten Schritte des Wahnsinns liegt nun ein weiterer Krimi der Autorin in deutscher Übersetzung vor, der das Zeug hat, auch hier zu Lande zum Bestseller zu avancieren. Egal, ob es im heutigen Russland wirklich so aussieht, die spannungsgeladene Lektüre sollte man sich durch diese Frage nicht vermiesen lassen. -Thomas Köster 1
Buch:
In ewiger Nacht: Kriminalroman
Autor:
Polina Daschkowa, Ausgabe vom 19. Sept. 2011, Taschenbuch, Verkaufsrang 56393
Product Description Roman Erscheinungsjahr: 2010 Aus d. Russ. v. Ganna-Maria Braungardt Gewicht: 578 gr / Abmessung: 22 cm Von Daschkowa, Polina / Übersetzt v. Braungardt, Ganna-Maria Olga, Fachärztin für Psychiatrie, jagt einen Mörder - und kämpft couragiert gegen das schrecklichste aller Verbrechen. Erneut legt Polina Daschkowa einen psychologischen Krimi vor und widmet sich einem brisanten Thema der russischen Gesellschaft. "Das ist große Kriminalliteratur!" Literaturen Als im Fernsehen vom Tod der fünfzehnjährigen Shenja berichtet wird, kann Olga nicht anders, als sich wieder einzumischen. Schnell ist sie dem Mörder auf der Spur, trifft auf Kommissar Solowjow, der ihre Jugendliebe war, und gerät selbst in größte Gefahr. Mitreißend und mit großer psychologischer Meisterschaft schildert Polina Daschkowa ihre Helden, traumwandlerisch sicher zeichnet sie ein Porträt der russischen Gesellschaft, thematisiert ein brennendes soziales Thema, den Missbrauch von Kindern. "In ewiger Nacht" ist eine "neue Daschkowa" aus dem Herzen Russlands, spannend, packend, erschreckend aktuell. "Daschkowa zeichnet präzise spannende Psychogramme." F.A.Z. "Unglaublich dicht und spannend." Brigitte Olga ist Ärztin in einer psychiatrischen Klinik, sie ist verheiratet und hat zwölfjährige Zwillinge. Seit kurzem betreut sie einen Patienten, der offenbar das Gedächtnis verloren hat. Olga nimmt ihm das jedoch nicht ab. Was er ihr erzählt, erinnert sie an einen Mann, der im Internet obszöne Erzählungen und Kinderpornographie verbreitet. Nie wieder wollte Olga mit solchen Dingen zu tun haben. Vor anderthalb Jahren waren sie und ihre Kollegen kläglich daran gescheitert, einen Serienmörder zur Strecke zu bringen. Der Misserfolg hatte sie noch lange seelisch belastet. Doch als im Fernseh
Buch:
Den Letzten beißt der Hund: Kriminalroman (Tanja ermittelt)
Autor:
Darja Donzowa, Ausgabe vom 21. Januar 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 228894
Product Description Endlich Anastasija heiratet ihren langjährigen Lebensgefährten Ljoscha. Doch dann wird sie noch im Standesamt Zeugin eines Mordanschlags, der möglicherweise ihr selbst galt. Anastasija schiebt ihre Flitterwochen auf und übernimmt die Ermittlungen in ihrem fesselnden vierten Fall
Buch:
Der Rest war Schweigen: Anastasijas zweiter Fall
Autor:
Alexandra Marinina, Ausgabe vom Mai 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 143757
Aus der Amazon.de-Redaktion Gewollt oder unbeabsichtigt liefert Literatur sehr häufig tiefere Einblicke in gesellschaftliche Situationen und Entwicklungen als es Nachrichtensendungen und die Tageszeitung je könnten. Der russischen Autorin Alexandra Marinina, deren zweiter Kriminalroman gerade in deutscher Sprache erschienen ist, darf getrost unterstellt werden, daß sie dem Leser durchaus bewußt über den reinen Krimi-Plot hinaus viel über die neue russische Gesellschaft vermitteln möchte. Marinina, früher selbst im Range eines Oberstleutnants der Miliz für das Innenministerium tätig, hat mit der Figur der Moskauer Kriminalbeamtin Anastasija Kamenskaja einen sehr interessanten Charakter geschaffen. Kamenskajas Verhalten ist durch und durch von Rationalität geprägt; ihre Zauberworte heißen Logik und messerscharfe Analyse. Sie vermag Schwächen und Stärken von Freund und Feind schnell zu erkennen und für ihre Zwecke zu nutzen. Ihre Eigenart, ohne falsche Zurückhaltung jeden vor den Kopf zu stoßen, der ihr in die Quere kommt, macht sie sowohl für den Leser als auch für ihre Romankollegen nicht gerade zu einem Sympathieträger. Dennoch - in schwachen Momenten bröckelt ihr Selbstbewußtsein gewaltig, nagen Selbstzweifel an ihr, verzweifelt sie gar an ihrem unscheinbaren Äußeren. Und sie zeigt - Menschlichkeit. Sascha, ihr Halbbruder, bittet die erfolgreiche Ermittlerin um Hilfe. Er verdächtigt seine neue Freundin, in kriminelle Machenschaften verwickelt zu sein. Widerwillig macht sich Anastasija an die Arbeit, um bald erkennen zu müssen, daß an der Sache etwas dran zu sein scheint. Gleichzeitig wird ein junger Polizeibeamter ermordet und ein General gerät ins Blickfeld der Kamenskaja. Als die Nachforschungen in eine Sackgasse geraten, bittet Kamenskaja einen Mafiaboß, der ihr verpflichtet ist, um Unterstützung. Die Dinge kommen ins Rollen. Marinina wirft einen kritischen Blick auf die russische Gesellschaft des Boris Jelzin und die Segnungen des Kapitalismus, ohne aber die alten Verhältnisse zurück zu wünschen. Unfaßbare Korruption, die Macht der russischen Mafia, Menschenhandel, Auftragsmord und kriminelle Exportgeschäfte prägen in ihren lesenswerten Romanen die Kehrseite der neuen Freiheit. -Ulrich Deurer