Aus der Amazon.de-Redaktion "Hammerhart" ist dieser Fall, "wie die Inszenierung eines kleinen, wenn auch makabren Kunstwerks." Ein prominenter Politiker entdeckt ein außergewöhnliches Gemälde, das seine Frau zeigt und wittert sogleich eine Affäre. Prompt beauftragt er zwei Detektive und damit beginnt ein Kriminalfall, dessen erste Leiche nicht lange auf sich warten lässt. Die Tote ist keine geringere als die Gattin des angesehenen Politikers, stilvoll vergiftet. "Diese Lídia, die ist wirklich ein Früchtchen!" War es vielleicht ein Mord aus Eifersucht? Aber Politiker wie Lluís Font, "rufen ihren Anwalt an oder trösten sich mit der Sekretärin." Eduard und Pep, zwei köstliche Gestalten zwischen Komik und Tragik, Raffinesse und Bauernschläue, Liebenswürdigkeit und Ausgekochtsein, sie widmen dem Fall Zeit, Herz und spannende Recherchen. "Das sieht diesmal nach einer wirklich üblen Geschichte aus. Wir sollten es uns gut überlegen." Die beiden sympathischen Schnüffler, stets abgebrannt und mit Frau, Familie und Freundin, brauchen natürlich nicht lange zu überlegen. Dabei zählt nicht allein der Fall, den sie aufklären sollen, es fesselt nicht nur eine ausgeklügelte Geschichte, sondern eine große Portion Lokalkolorit, hinreißende Beschreibungen aus dem faszinierenden Barcelona geben dem Roman Schillern und Gesicht, Bühnenbild und Flair. Ein Reisebegleiter der besonderen Art. Teresa Solana, selbst in Barcelona geboren und "durch und durch" Katalanin, führt durch die Weltstadt auf ihre ganz eigene Art: der Detektiv- Krimi mit dem liebenswerten Duo, von dem man sich schon nach wenigen Seiten eine Fortsetzung wünscht, ist ein gelungenes Erstlingswerk der studierten Übersetzerin. Teresa Solana fabuliert mit großer Leichtigkeit, spielt geschickt und sehr charmant mit Überraschungen, Situationskomik und ganz Unerwartetem. Und ganz nebenbei lernt man Vieles über Barcelona, seine Einwohner, über Spanien und die Spanier: "...seit wir Europäer sind, wird alles ständig teurer." - Barbara Wegmann
Buch:
Die Violine des Teufels: Thriller
Autor:
Joseph Gelinek, Ausgabe vom 4. April 2011, Taschenbuch, Verkaufsrang 63125
Aus der Amazon.de-Redaktion Die spanische Krimiautorin Alicia Gimenez-Bartlett präsentiert nun endlich auch deutschen Lesern ein Polizistenpärchen, das seinesgleichen sucht in der neueren Kriminalliteratur. Inspectora Petra Delicado und ihr Kollege Fermín Garzón verkörpern als Teile eines Ermittlerteams das "neue" demokratische und das "alte" franquistische Spanien, wobei die Übergänge mit der Dauer der Zusammenarbeit zunehmend verfließen. Delicado, die Intellektuelle und Theoretikerin, spürt, dass sie auch bei ihrem kantigen Kollegen Garzón etwas lernen kann. Der wiederum, eher zu handfesteren und nicht unbedingt legalen Methoden neigend, macht die Erfahrung, dass ein wenig Kopfarbeit nicht schaden kann. Für den Leser springt bei der Zusammenarbeit der beiden viel niveauvolle Unterhaltung heraus. Delicado und Garzón wird die Bearbeitung eines eher undankbaren Falles übertragen. Ein scheinbar armer Schlucker namens Ignacio Lucena Pastor wurde zusammengeschlagen und stirbt an den Folgen der Gewaltanwendung. Zwei merkwürdige Kassenbücher werden in der Wohnung des Toten gefunden, die Zahlungsvermerke bleiben den Polizisten ein Rätsel. Vermuten die beiden Ermittler zunächst einen Racheakt unter Drogendealern oder kleinen Zuhältern als Tatmotiv, führen die Ergebnisse ihrer Nachforschungen zu offenbar organisiertem Handel mit gestohlenen Rassehunden. Ein weiterer Fund lässt schließlich auf illegale Kämpfe mit abgerichteten Hunden schließen. Der Fall an sich wäre sicher schon knifflig genug, doch Delicado und Garzón piesacken sich darüber hinaus auch noch mit ihren jeweiligen Beziehungsproblemen. Gimenez-Bartletts Polizistenpaar war dem spanischen Fernsehen eine komplette und erfolgreiche Serie wert. Bleibt zu hoffen, dass in Deutschland wenigstens auch die übrigen Romane der Autorin bald gelesen werden können. -Ulrich Deurer
Buch:
Tote aus Papier: Petra Delicado löst ihren vierten Fall
Spannend und witzig erzählt. Brigitte Young Mis Alle kennen Ernesto Valds, die Nummer eins der Yellow Press mit der einzigartigen Gabe, die kleinste Affaire zum schmutzigen Skandal aufzubauschen. Alle, außer Petra Delicado, weiblichstes und mit spitzer Zunge augestattetes Mitglied der Polica Nacional. Wie die Jungfrau zum Kinde kommt die Inspectora zu ihrem neuen Fall, denn eben dieser Skandaljournalist wird ermordet in seiner Wohnung in Barcelona aufgefunden. Die Liste der Verdächtigen erstreckt sich ins Unermessliche - wen hat der Tote zu Lebzeiten nicht mit Dreck beworfen? - und führt Petra Delicado und ihren Assistenten in die Welt des Showbusiness und des Jetset. Ein rutschiges Parkett, auf dem das ungleiche Ermittlerpaar mit unnachahmlicher Treffsicherheit für mögliche Fettnäpfchen so manches Mal ins Stolpern gerät ... Der Tag hat noch gar nicht richtig angefangen, doch Petra Delicado hat bereits die Nase voll: Sie fühlt sich alt, das Wetter drückt ihr auf die Stimmung, und jetzt soll sie auch noch einen Fall übernehmen, mit dem ihre Kollegen nicht zurechtkommen. Und was das Tollste ist - ganz Barcelona scheint das Mordopfer zu kennen, einen Klatschreporter zweifelhaften Rufs, der sich mit Gott und der Welt angelegt hatte. Nur Petra mit ihrem Bildungsdünkel hat mal wieder keine Ahnung! Von ihrem Assistenten Garzón wort- und tatenreich unterstützt, macht sie sich an die Arbeit. Allerdings haben so viele Menschen einen Grund, den Toten zu hassen, dass die Suche nach einem Tatmotiv geradezu absurd erscheint. Angeekelt wühlt sich Petra durch den Schmutz der Boulevardpresse von Barcelona und weitet ihre Suche bald sogar auf Madrid aus. Denn es ist zu einem weiteren Mord gekommen, und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Täter in den höchsten Regierungskreisen zu suchen sind. Petra Delicado ist zynisch, intelligent und starrköpfig - alles Eigenschaften, die eine Polizistin in ihrem von Männern dominierten Beruf bitter nötig hat. Zwar kann es schon mal vorkommen, dass sie mit ihrem Assistenten über ihre Selbstzweifel spricht, doch kurz darauf schnauzt sie ihn wieder an und verbittet sich jegliche Vertraulichkeit. Das macht sie zu einer äußerst glaubwürdigen und liebenswerten Serienheldin, in etwa vergleichbar Linda Barnes' Carlotta oder Marion Fosters Harriet Croft. In Spanien gehört sie bereits zu den ganz großen Stars der Krimilandschaft. Wünschen wir ihr, dass sie hier zu Lande einen ähnlichen Erfolg erringen wird! -Hannes Riffel