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THE REMINDER "Imagination is funny,-it makes a cloudy day sunny" lautet eine Textzeile aus dem Jazz-Standard "Imagination" von Johnny Burke und James Van Heusen. Eine Charakterisierung, die auch perfekt auf Leslie Feist und ihre Musik zutrifft. Unter ihrer musikalischen Vorstellungskraft verwandeln sich Leichtigkeit in Schwermut und Traurigkeit in ein Strahlen. Ihr neues Album The Reminder ist in jeder Hinsicht wie ein schöner Traum. Doch weil Träume leider zugleich auch oft Schäume sind, mischt sich in die Begeisterung über Leslie Feists musikalischen Einfallsreichtum beinahe so etwas wie Furcht, alles könne sich spurlos in Luft auflösen. Möge ihr der Stoff für grandiose Songs wie auf The Reminder niemals ausgehen! Nach dem seinerzeit so unerwarteten Erfolg von Let It Die, der eine längere Tournee nach sich zog und dem Nachfolger Open Season, fand die kanadische Sängerin erstaunlicherweise noch immer genügend Zeit und Energie, dieses neue Wunderwerk aus der Taufe zu heben. Mit von der Partie sind die restlichen Mitglieder der alt bewährten Karawane, die einst von Toronto nach Berlin zog und nun weiter nach Paris, vor dessen Toren The Reminder entstand: Jason Beck alias Gonzales, Julian Brown und die Gebrüder Baird, sowie natürlich Mocky. Genau wie auf Let It Die bringt das Zusammenspiel der Canadian Connection wieder Außergewöhnliches hervor, insgesamt 13 Stücke, die in gelungenen Arrangements aus akustischer Gitarre, Banjo, Klavier, Drums und zuweilen Orchester ("1234") herrlich ruhig dahin fließen ohne jemals ins Plätschern zu geraten. Die Vielseitigkeit und Ausgefeiltheit der Arrangements offenbart sich vor allem jenen, die sich Zeit zum Zuhören nehmen. Dann steht die Chance gut, in der abgründig düsteren Ballade "The Limit To Your Love" den musikalischen Atem von Lee Hazlewood zu spüren, oder die Vibes eines Matthew Herbert, an einer der ganz wenigen Passagen, an denen die Fußspitzen ins Wippen geraten, bei "Sealion". Ob Gonzales hier nicht vielleicht doch eine Prise Funk ins Spiel hätte bringen können, wie seinerzeit auf seinem Album Uber alles? Hat er nicht, denn Feist bleibt Feist und diese sich ihrer Nähe zum urbanen Folk treu, wie im Musterbeispiel "The Park". Neben dem durchweg brillanten musikalischen Niveau sämtlicher Stücke, ist die persönliche Grundhaltung zum Musikmachen auf The Reminder wohl am bemerkenswertesten. Jeder Ton transportiert ein großes Maß an Unabhängigkeit gegenüber allem Gängigen und macht deutlich, dass es sich um das Album einer Sängerin handelt, die bedingungslos ihre eigene Musik macht. Wie das am besten gelingt, lässt sich hier nicht nur nachhören, sondern auch auf dem Cover studieren: indem man viele schöne Fäden zwischen Gott und der Welt spannt und diese dann wieder bei sich zusammenlaufen lässt. - Andreas Schultz
CD:
Open Season (Let It die-Remix Album)
Feist, Audio CD, Verkaufsrang 31786
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CD:
The Will to Death
John Frusciante, Audio CD, Verkaufsrang 18876
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THE WILL TO DEATH Allerfeinster Stoff entglitt der Feder von Herrn Frusciante und offensichtlich hat er nur ganz wenig Zeit sowie einen einzigen Mitstreiter gebraucht, um diese Songs auf Band zu bannen. In ganzen fünf Tagen wurden hier roh belassene Perlen aufgereiht, die gerade in ihrer Unpoliertheit zu glänzen vermögen. Mit dem Vorgänger Shadows Collide With People hat The Will To Death herzlich wenig zu tun. Hier wird auf das ganze Synthie-Gefiepe und Klangexperimentieren komplett verzichtet. Ein rumpeliges Schlagzeug, ein Bass und des Meisters Stratocaster reichen völlig, um die Songs zum Leben zu erwecken. Schon der Opener "A Doubt" kann durch den ergreifenden Gesang an die Boxen fesseln, ein Song wie "Loss" steht in bester Westcoast-Tradition der Siebziger und hätte bei anderer Produktion einen Ehrenplatz auf einem frühen Eagles-Album gefunden. Überhaupt fühlt man sich oft an diese Zeit erinnert. "Loss" etwa lässt John Lennon vor dem geistigen Auge auftauchen, "Unchanging" hätte auch einem J.J. Cale sehr gut zu Gesicht gestanden. Ein soundmäßiger Ausbrecher ist mit "Time Runs Out" zu finden, wo eine fiese Farfisa-Orgel den Song Richtung Inspiral Carpets der späten Achtziger drückt. Auch Calexico und die Tindersticks wollen sich in dieser Atmosphäre von Leere und Traurigkeit melden ("The Mirror", "The Days Have Turned"). Trotz der Sparsamkeit in Instrumentierung und Produktion sind die Songs ausgefallen komponiert und die Stimme von John Frusciante trägt die Songs über die ganze Länge der Scheibe ohne nennenswerten Ausfall. In der Schnittmenge von besinnlichem Alternative mit Siebziger-Einschlag und Singer/Songwriter-Tradition hat The Will To Death eine Nische gefüllt, von der niemand ahnte, dass sie da war. Mehr davon! -Deborah Denzer
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Product Description IN THE AEROPLANE OVER THE SEA
CD:
Scrubs
Various, Audio CD, Verkaufsrang 24873
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Product Description SCRUBS-DIE ANFÄNGER
CD:
To Record Only Water for Ten Days
John Frusciante, Audio CD, Verkaufsrang 39067
Preis:
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To Record Only John Frusciante? Ist das nicht...? Ja, genau, der alte und neue Gitarrist der Red Hot Chili Peppers. Auf dem Album "Mother's Milk" griff er zum ersten Mal für die kalifornischen Rock-Funkateers in die Saiten. Während der Tour zu dem von Rick Rubin produzierten Klassiker Blood, Sugar, Sex, Magik, verließ der von immensem Erfolg überforderte Frusciante die Band, produzierte zwei kaum beachtete Solo-Alben (Niandra Ladies And Usually Just A T-Shirt und Smile From The Streets You Hold). Als Interims-Gitarerro Dave Navarro ausstieg, war John nach seinem Entzug beim fulminanten Californication wieder mit am Start. Auf To Record Only Water For Ten Days lebt der Saiten-Wizard seine psychedelische Seite aus: Oft erinnern die schnörkellosen Songs im Ansatz an die Chili Peppers, besonders markant beispielsweise der Opener "Going Inside", was nur seine prägende Rolle für den RHCP-Sound unterstreicht. Doch statt froher Funkiness bestimmt melancholische Schwere die Atmosphäre von Frusciante-Originalen wie "The First Season". Mit diesen 15 faszinierend schrulligen Homerecording-Tracks verarbeitet der gefühlvolle Saitenzupfer und Songschreiber die wechselvollen zurückliegenden Jahre. Erdige Akustikgitarren, programmierte Beats, ein nölendes Keyboard oder fiepende Samples untermalen seinen brüchigen Gesang. Introvertiert, aber packend. Ein neuer Syd Barrett? -Claus Böhm