Aus der Amazon.de-Redaktion Das wahnwitzigste aller ganz normalen Leben - das führt ohne jeden Zweifel Axel Hacke. Zumindest lassen seine Kolumnen das vermuten, mit denen er uns seit Jahren wöchentlich die Seiten des Magazins der Süddeutschen Zeitung vor Lachen voll weinen lässt und so in beste Wochenendlaune bringt. Denn wie schräg, nervtötend und unglaublich die von ihm geschilderten Geschehnisse auch sind: Immer ist es das echte Leben mit seinen Ärgernissen, Mühen und Stolpersteinen, die wir alle nur zu gut kennen und die uns so zermürben - der "Genau!"-Faktor ist hoch, voll das Leben eben. Das komische Potenzial in ganz gewöhnlichen, alltäglichen Situationen zu entdecken, ihnen skurrile Seiten abzugewinnen, das Geschehen im Rahmen der gerade noch denkbaren Glaubwürdigkeit zuzuspitzen und das Ganze dann mit hoher Pointendichte zu schildern - das ist Hackes Kunst, und die beherrscht er meisterhaft. Was er in seinem Mikrokosmos (der im Wesentlichen aus seiner Frau Paola, seinem kleinen Sohn Luis und seinem väterlichen Freund Bosch, dem stets ein tröstendes Bier bereithaltenden Kühlschrank, besteht) geschehen lässt, ist zum Brüllen komisch, gerade weil es so vertraut und wahr ist. Der neueste Sammelband mit Hackes SZ-Kolumnen nennt sich ein Best Of der letzten Jahre, was gut klingt, aber im Grunde nur mühsam die Tatsache kaschiert, dass die hier versammelten Kolumnen zu einem großen Teil drittverwertet werden: Weit über die Hälfte der Texte war schon in dem ein oder anderen früheren Hacke-Buch zu lesen. Doch das soll nicht stören: Wer Hackes vorherige Bücher nicht besitzt, findet hier die besten und essenziellsten Kolumnen auf einem Fleck, und wer hackesüchtig ist (wie kann man das eigentlich nicht sein?), wird sowieso mit Freude und Gier zugreifen und sich einmal mehr ein paar vergnügliche Abende mit dieser geballten Ladung Skurrilität machen. -Christoph Nettersheim
Buch:
Der gelernte Berliner: Sieben neue Lektionen (edition suhrkamp)
Autor:
Bernd Cailloux, Ausgabe vom 17. Nov. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 267780
Man kann es gar nicht oft genug sagen Der Alltag ist ein Abenteuer, das in der sengenden Banalität des ganz normalen Lebens bestanden werden muss. Wir wissen das. Wir lesen und vergessen dabei die zermürbende Routine des eigenen Alltags und denken, das Leben ist schön, in der Apotheke gibt es endlich auch eine happy hour, und wenn nachts unheimliche Geräusche aus dem Nachbarkeller kommen, wissen wir Axel Hacke war schon dort wir können liegen bleiben und weiter lesen. Paola. Luis. Bosch. Wem das nichts sagt, der hat was verpasst. Der weiß nichts von Einwohnermeldeämtern, nichts vom "Strudel der Lust", kurz: der kennt das Leben nicht. Paola, Luis, Bosch - das sind die Fixsterne eines Universums, in das Axel Hacke die Leser der Süddeutschen Zeitung seit einigen Jahren allfreitäglich entführt. Sehr klein kommt einem dieses Universum vor - und doch enthält es die ganze Welt. Daher stellt Ich sag's Euch jetzt zum letzten Mal nichts Geringeres dar als eine moderne Fassung des "teatrum mundi". Es treten auf: Paola oder Die Liebe. Die Liebe geht verschlungene Pfade. In der stürmischen Anfangsphase kann ein mit Paola verlebter und verregneter Toskanaurlaub dazu führen, dass man fortan bei Regen "immer an Sex denken muss". Wenig später nur gibt die Parkplatzsuche Anlass zu Grundsatzdiskussionen über "Opti- und Pessimisten", lassen wöchentliche Debatten über die optimale Stellung der Wohnzimmermöbel den sehnlichen Wunsch aufkommen, nur "einfach mal wohnen zu wollen". Die Absicht schließlich, Paolas Zuneigung durch ein entsprechendes Geschenk neu zu entfachen, muss, "wenn es weihnachtet", zu Verzweiflungskäufen und dem alljährlich neu gefassten Vorsatz führen, im kommenden Jahr bereits im Januar mit den Weihnachtseinkäufen zu beginnen. Sodann spielt mit: Luis oder Das Göttliche. Wann immer es in Erscheinung tritt, lässt das Göttliche den Menschen überwältigt, macht- und ratlos zurück. Der viereinhalbjährige Luis führt nicht nur ein nächtlich-geheimes Doppelleben, dessen Inhalt sein Vater trotz oder dank des "Babyfons" nicht einmal erahnen kann. Unerklärlich ist auch die mysteriöse Wirkung, die Pulp Fiction, Sexbomb und Der Kommissar auf Luis ausüben. Schließlich: Bosch oder Die Freundschaft, die - wie zwischen Männern üblich - immer dann lichte Höhen bzw. abgründige Tiefen erreicht, wenn die Biere gezischt werden, die der Kühlschrank-Freund zuvor auf Trinktemperatur gebracht hat. So ist es also, das Leben: banal, voller Wiederholungen, und vor allem sehr abenteuerlich. Alles, was man zu dieser Erkenntnis braucht, ist dieses Buch. Über Paola, Luis und Bosch. -Anneke Hudalla
Buch:
Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat
Autor:
Pierre Bayard, Ausgabe vom 8. Sept. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 186281
Hörbuch:
Der Schorfopa: Kurzhörspiele Vol - 2
Autor:
Heinz Strunk, Ausgabe vom 24. Juli 2007, Audio CD, Verkaufsrang 100287
Product Description Aufsätze und eine Rede Gewicht: 90 gr Von Blumenberg, Hans Pressestimmen: "Zu denken gibt Blumenberg genug, die Bücher sind meist dick, ''als gelehrte Wälzer getarnte Problemkrimis'', wie der Gießener Transzendental-Belletrist Odo Marquard schreibt. So recht schmal ist nur, wie es sich für ein solches auch gehört, ein Reclam-Bändchen. Es heißt ''Wirklichkeiten, in denen wir leben'' und kann von all denen als Seitenpforte ins Schlaraffenland der Skepsis benutzt werden, die keine Zeit haben, sich über den vorgesehenen Weg, den Sahneberg der Gelehrsamkeit, dorthin zu begeben." - Frankfurter Allgemeine Zeitung